Die Antworten der anderen User haben bereits das einige Aspekte eingebracht, ich möchte noch einen Schritt weitergehen. Nicht nur Konservieren (also Denkmalschutz), sondern auch Rekonstruieren hat seinen Sinn. Dazu Hermann Hesse:

„Soll man rekonstruieren? Ich muss die Frage rückhaltlos bejahen.

Vielleicht ist die Zahl der Menschen in Deutschland wie außerhalb heute noch nicht so sehr groß, welche vorauszusehen vermögen, als welch vitaler Verlust, als welch trauriger Krankheitsherd sich die Zerstörung der historischen Stätten erweisen wird. Es ist damit nicht nur eine Menge hoher Werte an Tradition, an Schönheit, an Objekten der Liebe und Pietät zerstört: Es ist auch die Seelenwelt dieser Nachkommen einer Substanz beraubt, ohne welche der Mensch zwar zur Not leben, aber nur ein hundertfach beschnittenes, verkümmertes Leben führen kann.“

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Kommt darauf an wie du "die Deutschen" definierst, aber ums nicht allzu lang zu machen, kann man sagen, dass es da zwei Möglichkeiten der Interpretation und entsprechend auch zwei Antworten auf deine Frage gibt:

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1. Der Deutsche Nationalstaat: Existierte, wenn man vom Polnischen Korridor, Eupen-Malmedy und Teilen Elsaß-Lothringens absieht, zum ersten Mal am -- 22. März 1939. Sämtliche vorher bestehende Staaten schlossen entweder Deutsche aus (z.B.: Weimarer Republik) oder andere Völker ein (z.B.: Deutsches Kaiserreich) oder beides zusammen (z.B.: Österreich-Ungarn)

2. Die Deutsche Nation: Für Nationen, die auf einem im Rückblick schwer feststellbaren Zusammengehörigkeitsgefühl beruhen, kann man kaum feste Geburtsdaten nennen, wohl aber Ereignisse die maßgeblich dazu beitrugen. Im Fall der Deutschen Nation dürfte das der Große Deutsche Bauernkrieg von 1524 sein.

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Nietzsche81 hat das eigtl. alles schon sehr schön und umfangreich zusammengefasst, daher will ich nur noch ein paar Dinge ergänzend sagen.

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Die Geschichte mit dem Vertrag von Verdun - gut kann man so sehn, jedoch halte das eher für einen verwaltungspolitischen Akt. Auf die Gemütslage "der Deutschen" hatte das wohl kaum einen nenneswerten Einfluss.

Als viel prägender schätze ich die berühmte Schlacht auf dem Lechfeld bei Augsburg ein, bei der man, nach gemeinsamer Anstrengung (das ist das Stichwort!), den Ungarneinfällen schließlich ein Ende setzte.

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Nicht zu vergessen ist, dass bereits zur Zeit des Großen Deutschen Bauernkriegs ein Zusammengehörigkeitsgefühl der Deutschen im Entstehen war. Dieser Entwicklung wurde durch den Dreißigjähriger Krieg, der den Schrecken des 2. Weltkrieg in nichts nachsteht, jedoch eines jähes Ende bereitet. Fortwärts ging es in dieser Richtung erst wieder zu Zeiten Napoleons. Diese verspätete Entwicklung zur Nation hängt uns bis heute nach...

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Last but not least: Die Varusschlacht, auf die dein Vater wahrschienlich abzielte, kann man, wobei die Völkerwanderung nicht vergessen werden darf, als frühestes Ereignis gemeinsamen Handels der auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands ansässigen Völkerschaften sehen.

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Ob du nun die Schlacht im Teuteburger Wald (9 n.Chr.), den Kampf auf dem Lechfeld (955 n.Chr.), den Großen Deutschen Bauernkrieg (1524 n.Chr.), die Befreiungskriege (1813 n.Chr.) oder die Reichseinigung (1871 n.Chr.) nimmst kommt auf den Kontext an bzw. wie du "deutsche Geschichte" definierst.

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Als Kolonie (von lat. colere, d. h. ursprünglich „bebauen“ im Sinn von „Land bestellen“ ) bezeichnet man in der Neuzeit ein auswärtiges abhängiges Gebiet eines Staates ohne eigene politische und wirtschaftliche Macht.

Begrifflich hängt Kolonie eng mit Kolonisation zusammen. Bei der Kolonisation handelt es sich im Kern um eine Landnahme. Die Kolonie ist daher in einem weiteren Sinne ein Personenverband in einem Gebiet außerhalb des angestammten Siedlungsgebietes. Im Bereich der Politik wird damit außerdem eine politische Abhängigkeit zum „Mutterland“ verbunden.

Die Bildung von Kolonien ist ein wesentliches Instrument der Machtausdehnung imperialistischer Staaten.


Quelle: Wikipedia.org

http://de.wikipedia.org/wiki/Kolonie

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Verständnis für das Stellen der Frage: Null

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Irgendjemand muss immer als Sündenbock herhalten. Es nichts billigeres als englische Boulevard & Sensationsblätter wie z.B. "The Sun". Dagegen ist die "BILD" eine echte Qualitätslektüre.

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