"dass ich Kosten aus dem Vorjahr im Jahr darauf dann geltend machen kann,"
 
Jein.
Die Verluste aus einer Einkunftsart werden zunächst mit Gewinnen aus einer anderen Einkunftsart verrechnet. Es sei denn, es existieren spezielle Verlustverrechnungsverbote.
 
Wenn dann immer noch Verluste (genauer: ein negativer Gesamtbetrag der Einkünfte) bestehen, wird dieser in einem gesondertem Bescheid "festgestellt". Dieser Verlust wird dann entweder um ein Jahr in die Vergangenheit getragen oder von Jahr zu Jahr in die Zukunft. Dort mindert er deine Einkünfte, bis er weggeschmolzen ist.
 
Und geminderte Einkünfte bedeutet weniger Steuern.

...zur Antwort

Dieses Thema hatten wir hier erst vor ein paar Tagen - aber von der anderen Seite aus.
 
Um es kurz zu machen: Wer Vorsteuern abziehen will, muss im Besitz einer ordnungsgemäßen Rechnung sein. Und da gilt: Keine Rechnung - keine Zahlung. Es ist viel leichter, an eine ordnungsgemäße Rechnung zu kommen, wenn man noch nicht bezahlt hat.
 
Ich selbst habe schon mal Geld zurückgefaxt, als mir einer die Rechnung nur per Fax übermittelt hat.
 
Die Frage, ob deine Kunden nur vorgeben, keine Rechnung erhalten zu haben, ist eine ganz andere. Wenn es immer dieselben sind und sich der Verdacht aufdrängt, dass die bloß nicht zahlen wollen, dann würde ich mir an deiner Stelle überlegen, ob nicht andere Kunden die besseren Partner sind.
 
Ich unterstütze das sogar, denn solche Halunken machen ja meien schöne Argumentation mit gefaxten Rechnung kaputt.

...zur Antwort

Im Prinzip ist das Thema ja geklärt - bis auf eine winzige Sache:
 
Niemand der bisherigen Antworter hat bedacht, dass es durchaus auch Vorerwerbe innerhalb der letzten 10 Jahre gegeben haben könnte, die dazu führen, dass der Freibetrag verbraucht ist, so dass es am Ende doch zu einer Steuer kommt.
 
Unwahrscheinlich, dass dies bei dir jetzt so ist, weil du dann eine Schenkungsteuererklärung schon mal gemacht hättest, aber der Vollständigkeit wegen sollte man es erwähnen. Vielleicht gibt es ja doch noch das Haus, welches der Vater vor ein paar Jahren an seine Kinder verschenkt hat.

...zur Antwort

"Denn so ist es ja absolut ungerecht."
 
Da hast du recht, aber das ist das Wesen einer Pauschale: eine vereinfachte Ermittlung von Bemessungsgrundlagen zu Gunsten oder zu Lasten von tatsächlichen Gegebenheiten.
 
Und weil der Gesetzgeber das auch weiß, hat er eine Ausweichmöglichkeit eingebaut:
 
"Für die Zulunft überlege ich, auf ein Fahrtenbuch umzusteigen"
 
Genau. Also der umgekehrte Weg: Aufwendige Ermittlung zugunsten einer gerechteren Bemessungsgrundlage.

...zur Antwort

Weia, heute scheint die Anstalt ja großzügig Ausgang gegeben zu haben. Es wird wirklich immer schlimmer, was man hier zu lesen bekommt. Und das sowohl in fachlicher als auch in sprachlicher Qualität. Und die "Blechbüchse" schießt den Vogel ab, echt. Aber die anderen sind auch kaum besser.
.
Gehen wir es erstmal logisch an: Ich bin der Vater dreier ehelicher Kinder, die ich selbstverständlich auch unterhalten muss. Wenn du nun Gesetzgeber wärst, welche Vorteile würdest du Leuten wie mir (eheliche Kinder) oder Leuten wie dir (uneheliches Kind) einräumen? Und wie würde der Bürger reagieren, wenn entweder du oder ich bevorzugt würdest? Und woran genau würdest du den steuerlichen Vorteil knüpfen, den ich oder du genießen dürften?
.
Natürlich hast du als Vater Pflichten und ich auch, und wir bekommen hälftiges Kindergeld bzw. einen halben Kinderfreibetrag - jenachdem, was günstiger ist. Das wars.

...zur Antwort