Wie schade, dass viele Ärzte nur rudimentäre Kenntnisse über einen sinnvollen Aufbau der Darmflora haben!

Es ist richtig, dass die Darmflora (Mikrobiota) deiner Tochter nach längerer Laktose-Intoleranz, der nicht mit der adäquaten Ernährung entgegnet wurde, in einem schlechten Zustand sein wird.

Hier allerdings mit einem Mittel, das nur Saccharomyces boulardii enthält (das bei Durchfallerkrankungen tatsächlich DAS Mittel der Wahl wäre), zeugt nicht von größerem Sachverstand.

Zu einem Aufbau der Darmflora sollte man Mittel wählen, die verschiedene Stämme von Milchsäurebakterien (Lactobazillen) und Bifidobakterien enthalten.

Die Qualität eines solchen Mittels erkennt man daran, dass eine große Menge an Mikroorganismen enthalten ist (mindestens 10^9 =1 Milliarde Bakterien) und eine angemessene Anzahl verschiedener Stämme (nicht weniger als 2 und nicht mehr als 4-5!). Alle anderen Präparate, insbesondere solche, die 10, 20 oder sogar mehr Stämme enthalten und dazu noch haufenweise Zusatzstoffe sind NICHT geeignet.

Wichtig wäre auch, das Alter deiner Tochter zu kennen, denn dies ist ebenfalls wichtig für die Auswahl eines geeigneten Probiotikums.

Am besten lässt du dich von auf dieses Gebiet spezialisierten Fachkräften beraten, denn die Mikrobiota hat einen entscheidenden Einfluss auf unsere Gesundheit, und da sollte man nicht ohne ausreichendes Wissen dran rumpfuschen.

Alles Gute für dich und deine Tochter

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Hallo Jule,

hier (http://www.dorispaas.de/diagnose) kannst du dich genau informieren, welche Tests bei Laktose-Intoleranz sinnvoll sind, wie sie durchgeführt werden und wie die Werte interpretiert werden.

Weiterhin findest du Tipps, wie du Fehler im Vorfeld vermeiden kannst, um ein belastbares Ergebnis zu bekommen.

Am besten protokollierst du die ermittelten Werte mit und schreibst dir auch auf, ob und ggf. welche Probleme (z.B. Bauchgrummeln etc.) wann und in welcher Intensität auftreten. Dies bitte auch noch bis in den Nachmittag des Testtages, denn so erhält man weitere, wertvolle Hinweise zur Erstellung einer Diagnose.

Was meinst du mit „finanziellem Aspekt“? Die Kosten für beide Tests werden von der Krankenkasse übernommen.

Alles Gute

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Hallo Halbrecht,

wenn aus "normaler" – sprich laktosehaltiger – Milch laktosefreie hergestellt wird, wird der Milchzucker nicht entzogen.

Es wird der Milch künstlich (mit Hilfe von Mikroorganismen) hergestelltes Laktase-Enzym zugesetzt, das dann den Milchzucker in seine beiden Bestandteile Traubenzucker und Schleimzucker aufspaltet.

Und weil der Traubenzucker eine höhere Süßkraft hat als der Milchzucker, schmeckt die laktosefreie Milch auch süßer als die laktosehaltige.

Und weil man hier sowohl einen zusätzlichen Arbeitsschritt als auch zusätzliche Substanzen benötigt, ist die laktosefreie Milch auch teurer als die laktosehaltige (wobei es fraglich ist, bis zu welchem Grad eine Preisdifferenz gerechtfertigt ist).

Viele Grüße, Doris

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Jede tierische Milch enthält Laktose in mehr oder weniger hohen Anteilen (die einzige Ausnahme ist Seelöwenmilch). Der Milchzucker (Laktose) ist das Kohlenhydrat, welches die Babys zum Wachsen und Gedeihen brauchen.

Muttermilch hat einen Gehalt von rund 7%, Kuhmilch enthält nur knapp 5% Milchzucker.

Die meisten Babys vertragen die Laktose in der Muttermilch, weil in ihrem Darm das Enzym Laktase gebildet wird, dass den Milchzucker verdaulich macht.

Normalerweise sinkt die Laktaseproduktion nach dem Abstillen nach und nach ab, so dass später eben keine Milch mehr vertragen wird. Dies hat die Natur recht sinnvoll so eingerichtet, denn eigentlich trinkt man nach dem Abstillen keine Milch mehr. Und was nicht gebraucht wird, wird auch nicht mehr vom Körper produziert.

Es gibt aber Menschen, die aufgrund einer zufälligen Änderung im Erbgut (Mutation) bis ins hohe Alter Laktase bilden können – die sind dann laktosetolerant (also nicht laktoseintolerant) und vertragen den Milchzucker.

Weltweit gesehen sind ca. 85% der Erwachsenen laktoseintolerant, allerdings ist das hier bei uns in Deutschland (und allen nördlichen Gegenden) eher umgekehrt, weil wir das Erbgut mit dieser Mutation in uns tragen. Bei uns sind nur ca. 15-20% der Menschen laktoseintolerant und vertragen den Milchzucker eben ab meist dem jungen Erwachsenenalter nicht mehr.

Nur sehr wenige Babys leiden an der so genannten kongenitalen Laktose-Intoleranz. Nur diese Babys sind wirklich krank und müssen streng mit einer speziellen, laktosefreien Ersatznahrung ernährt werden, damit sie keinen dauerhaften Schaden davontragen.

Es gibt auch Babys, deren anfänglich ausreichende Laktaseproduktion schon sehr früh nachlässt. Diese können dann mit der Zufuhr von künstlich hergestellter Laktase trotzdem noch gestillt werden. Diese Babys sind NICHT krank.

Denn: Die Laktose-Intoleranz ist keine Krankheit und übrigens auch keine Allergie! Schau dir, wenn du interessiert bist, doch einmal die Tutorials zu diesen Themen an: http://www.dorispaas.de/videos

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Du musst 12-16 Stunden vor dem Test nüchtern bleiben. D.h., dass du nichts (wirklich gar nichts!) mehr essen darfst.

Trinken - und zwar Wasser - darfst und sollst du bis 2 Stunden vor dem Test, damit du nicht "vom Stängel fällst". Aber bitte wirklich nur Wasser, keinerlei andere Getränke, die wahrscheinlich Kohlenhydrate oder andere Nährstoffe enthalten.

Ab heute Abend bitte auch nicht mehr rauchen (falls dies für dich relevant sein sollte).

Morgen Früh denke bitte daran, dir deine Zähne nur mit der Bürste und klarem Wasser zu putzen, damit die in der Zahnpasta enthaltenen Zuckerarten und Alkohol und Kräuter im Mundwasser nicht das Testergebnis verfälschen.

Alles Gute für dich und den Test!

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Der Wasserstoff-Atemtest dauert 3 Stunden (oder sollte es bei einem anständigen Arzt).

Bei diesem Test bekommst du 50g Laktose, die in 250ml Wasser gelöst ist, zu trinken. Zuvor musst du einmal pusten und dann im Abstand von maximal 30 Minuten über 3 Stunden.

Optimal wäre es, wenn alle 10 oder 15 Minuten gemessen würde, dann kann man gleichzeitig noch Informationen über eine eventuelle Dünndarmfehlbesiedelung mit diesem Test bekommen.

Schreibe dir unbedingt die Werte bei jedem Pusten auf und zusätzlich vermerke dir eventuell auftretende Probleme wie Bauchgrummeln, Bauchschmerzen, Blähungen oder sogar Durchfall, damit du später eventuell bei einem anderen Berater (z.B. Ernährungs- oder Gesundheitsberater) diese Angaben zur Hand hast. Leider geben manche Praxen nur den Endbefund an den Patienten weiter und nicht die im Laufe des Tests ermittelten Werte. Also frage nach jedem Pusten nach dem Wert.

Bitte lass dich nicht vorher wegschicken, denn dann werden eventuell wichtige Werte nicht mehr gemessen.

Mehr Informationen findest du hier: http://www.dorispaas.de/diagnose

Alles Gute!

P.S. wenn auf deinem Zettel 4 Stunden stand, dann haben die die Vorbereitungszeit großzügig mit einberechnet.

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Hallo Gaertner96,

du hast ja vor 3 Tagen den Atemtest gemacht, bei dem du eine große Menge Laktose auf nüchternen Magen zu dir nehmen musstest. Die Beschwerden können danach einige Tage anhalten, aber ich denke, bereits heute sollte es besser sein.

Deine Darmflora ist durch die Testsubstanz stark in Mitleidenschaft gezogen, die muss sich jetzt erst einmal erholen.

Die Vorgehensweise, in jetzt Laktose zunächst konsequent zu meiden, ist richtig. Und später, wenn du einige Wochen beschwerdefrei gewesen bist, kannst und solltest du austesten, wo deine individuelle Toleranzschwelle für Laktose liegt, denn meist werden kleinere Mengen vertragen.

Ein gutes (!) und richtig dosiertes (!) Laktase-Präparat kann eine gute Notfallhilfe sein (z.B. wenn es sich wirklich nicht vermeiden oder kalkulieren lässt, ob und wie viel Laktose verzehrt wird), ist aber nie für den Dauergebrauch geeignet. Und schon gar nicht jetzt, wo du alles Unbekömmliche vermeiden musst, damit sich deine Darmflora wieder erholen kann.

Alles Gute und viele Grüße

Doris

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Es ist möglich, dass es sich hier um eine Glutamat-Unverträglichkeit handelt. In diesen Restaurants werden den Gerichten häufig viele Glutamate hinzugefügt.

Die Glutamat-Unverträglichkeit ist keine "richtige" Allergie, sondern eine so genannte Pseudo-Allergie, bei der allergie-ähnliche Symptome auftreten können, zudem auch die von dir beschriebenen Probleme.

Hier findest du weitere Informationen zu diesem Thema: http://www.dorispaas.de/glutamat

Auch ein Tutorial ist an dieser Stelle verlinkt, wo die Unterschiede zwischen Allergien, Unverträglichkeiten und Pseudoallergien erklärt werden.

Am besten kannst du testen, ob die Glutamate deine Beschwerden verursachen, indem du zunächst die Stoffe meidest und schaust, ob es dir so besser geht. Wenn du dann glutamathaltige Speisen isst und die Symptome erneut auftreten, ist die Diagnose ziemlich sicher.

Die „Behandlung“ besteht dann im Meiden der verursachenden Stoffe.

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Amaranth ist ein Fuchsschwanzgewächs und Qiunoa ein Gänsefußgewächs - somit ist deine Vermutung, generell auf eine ganze Gattung allergisch zu reagieren, nicht stimmig.

Am besten suchst du einen Allergologen auf, der die entsprechenden Tests bei dir durchführt - über das Internet sind weder solche Tests noch Ferndiagnosen möglich.

Falls "nur" eine Unverträglichkeit vorliegt, bleibt dir die Methode nach "Versuch und Irrtum": Teste aus, ob du nach dem Verzehr der entsprechenden Pseudogetreide Probleme hast oder nicht. Vermerke dies in einem Ernährungs- und Symptomtagebuch und überprüfe die Ergebnisse zu einem späteren Zeitpunkt erneut. Es kann sein, dass du diese Lebensmittel heute verträgst und morgen nicht. Jede (Un-)Verträglichkeit hat auch immer etwas mit der Tagesform zu tun.

Viele Grüße und alles Gute, Doris

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Verstehe ich das richtig, dass wir dir dein Referat schreiben sollen?

Sicherlich findest du mit ein wenig Mühe haufenweise Erklärungen. Diese Frage wurde auch hier in diesem Forum schon gefühlte 1000 Mal gestellt und beantwortet.

Viel Erfolg für dein Referat.

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Um "laktosefreie Milch" herzustellen, wird der "normalen" Milch Laktase-Enzym in der Molkerei zugesetzt. Dieses spaltet die Laktose in die beiden Bausteine Traubenzucker (Glukose) und Schleimzucker (Galaktose) auf.

Dieser Vorgang ist nie vollkommen, so dass geringe Laktosemengen in der Milch zurückbleiben - wie ausgewiesen unter 1 Prozent. Lt. Definition darf das Produkt dann als laktosefrei deklariert werden. Das macht aber nichts, es sei denn, der laktoseintolerante Konsument würde literweise von der "laktosefreien" Milch trinken und damit in Summe zu viel Laktose zu sich nehmen. Kleinste Mengen werden so gut wie immer problemlos vom Verdauungssystem toleriert.

Dass die laktosefreie Milch süßer schmeckt als die laktosehaltige, liegt daran, dass der Traubenzucker-Baustein eine höhere Süßkraft hat als die Laktose.

Wenn du Hautprobleme nach Milchverzehr hast, ist hier jedoch vermutlich eher das Milcheiweiß (Protein) als der Milchzucker (Laktose) verantwortlich. Allerdings kann man natürlich „sowohl Pest als auch Cholera haben“ und laktoseintolerant sein UND empfindlich auf das Milch- und/oder Molkenprotein reagieren.

Test einfach aus, ob ein totaler Milchverzicht Besserung beringt und ob es dann ggf. möglich, kleine Mengen ohne Probleme wieder zu verzehren.

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Nein, das ist nicht dasselbe.

Zum einen ist Bienenwachs nicht gleich "Synthetic Beewax", denn - wie der Name schon sagt, ist dieses Produkt synthetisch, also künstlich und nicht natürliches Bienenwachs.

Zum anderen wäre auch natürliches Bienenwachs nicht dasselbe wie Propolis. Propolis ist das Kittharz der Bienen, und dieses enthält viele Pollen, auf die manche Menschen allergisch reagieren.

Reines, natürliches Bienenwachs enthält so gut wie keine Pollen und hat ein sehr viel geringeres allergenes Potenzial.

Synthetisches Bienenwachs ist in dieser Beziehung unkritisch - ob man Produkte mit solchen Zusätzen allerdings verwenden möchte, steht auf einem anderen Blatt.

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Hallo Frida007,

da eine eventuelle Schädigung der Darmschleimhaut und die Antikörper im Blut bei einer Zöliakie unter einer glutenfreien Ernährung zurück gehen, ist es unerlässlich, dass dein Kind mindestens 4-6 Wochen vor der Untersuchung ausreichend Gluten verzehrt. Ausreichend heißt 2-3 Scheiben Brot täglich bzw. eine entsprechende Menge glutenhaltiges Müsli etc.

Eine Blutabnahme kann man doch wohl schneller erreichen, mit einer Magenspiegelung - wenn sie denn bei einem Kind vorgenommen wird - muss man wahrscheinlich länger warten. Aber die Blutwerte (Tissue-Transglutaminase-Antikörper und Endomysium-Antikörper) sind auch schon sehr aussagekräftig. Wenn diese negativ sind, wird wohl auch eine Magenspiegelung nichts anderes aussagen.

Erst nach einer solchen Diagnostik sollte dein Kind das Gluten meiden: 100%ig konsequent bei positiven Befunden und weitestgehend konsequent bei negativen, denn dann liegt wahrscheinlich eine Gluten-Sensitivität vor, weil sich die Beschweren ja offensichtlich bessern, wenn Gluten gemieden wird.

Alles Gute und liebe Grüße, Doris

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Hallo Miramor,

zu dieser speziellen Frage wendest du dich am besten an die Deutsche Zöliakie-Gesellschaft www.dzg-online.de). Ich denke, dass die dir hier weiterhelfen können.

Liebe Grüße, Doris

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Hallo Tonipau,

Honig besteht - je nach Tracht - zu bis zu 50% aus Fruktose! Also ein absolutes No-go bei Fruktose-Intoleranz! Ein wenig "bekömmlicher" wird der Honig durch den Gehalt an Glukose und Invertzucker - aber empfehlenswert ist er bei Fruktose-Intoleranz auf keinen Fall.

Bei Histamin-Intoleranz ist Honig unkritisch und Laktose enthält er schon gar nicht.

Am besten wendest du dich an die von dir erwähnte Arztwebsite und meldest diesen in Bezug auf die Fruktose eindeutig falsch gekennzeichneten Eintrag, damit er korrigiert werden kann.

Alles Gute und herzliche Grüße, Doris

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Hallo lottemotte, 

die Dosierung von Laktase hat nichts mit dem Alter zu tun, sondern nur damit, wie viel Laktose man verzehrt.

Pro 5 Gramm Laktose (das entspricht der Menge in 100 ml Milch) muss man 3000 - 5000 FCC-Einheiten rechnen. 

Da dein Kind ja aber nicht nur Milch trinkt, bei der man den Laktosegehalt recht einfach berechnen kann, ist es manchmal nicht ganz leicht, die richtige Dosierung zu finden. Man muss ein Gefühl dafür entwickeln, wie viel Laktose wahrscheinlich enthalten ist.

Generell ist es besser, eher reichlich zu dosieren, als zu wenig Laktase einzunehmen. Es gibt bei "Überdosierung" keine Nebenwirkungen, außer dass es teurer wird. Bei Unterdosierung hingegen hat man weiterhin die typischen Symptome wie Blähungen und/oder Durchfall etc.

Liebe Grüße, Doris

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Hallo Peter58hammer,

in Milch aller Säugetiere ist Laktose enthalten - allerdings in Ziegenmilch etwas weniger Laktose als in Kuhmilch. Bei der Kuh sind es etwa 4,8%, bei der Ziege "nur" 3,9%. Bei einer Laktose-Intoleranz empfiehlt sich also beides nicht.

Anders ist es bei einer Allergie auf das Milcheiweiß in Kuhmilch: da sich die Proteine in der Milch aller Tiere unterscheiden, wäre es hier eventuell (!) möglich, einen Versuch mit Ziegenmilch durchzuführen.

Bei Intoleranzen (Unverträglichkeiten) ist die Intensität der Beschwerden mengenabhängig - ein kleiner Schluck Milch im Kaffe dürfte von den meisten toleriert werden. Bei Allergien ist das anders: hier sind die Beschwerden nicht mengenabhängig und bereits ein winziger Schluck kann hier zu u.U. lebensbedrohlichen Problemen führen.

Kläre also zunächst, ob du an einer Unverträglichkeit auf den MilchZUCKER oder an einer Allergie auf das MilchEIWEIß (und hier auf welches Tier) leidest, bevor du Versuche unternimmst.

Liebe Grüße, Doris

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