Depression ist kein einzelnes Gefühl, sondern ein Muster aus Symptomen, das über eine gewisse Zeit stabil vorhanden ist. Medizinisch orientiert man sich an Kriterien aus der Psychiatrie (z. B. ICD-10/ICD-11 oder DSM-5). Wichtig ist vor allem Dauer, Intensität und Funktionsverlust.
Kernsymptome: Mindestens eines dieser Symptome ist typischerweise vorhanden:
Gedrückte Stimmung fast jeden Tag /Verlust von Interesse oder Freude an Dingen, die früher wichtig waren / Deutlich verminderter Antrieb / schnelle Erschöpfung/ Häufige Zusatzsymptome
Mehrere davon treten oft gleichzeitig auf:
Konzentrations- oder Entscheidungsprobleme/ Schlafstörungen (zu wenig oder zu viel Schlaf)/ Veränderungen beim Appetit oder Gewicht/ Gefühl von Wertlosigkeit, Schuld oder Selbstabwertung/ Hoffnungslosigkeit oder Pessimismus / innere Leere oder emotionale Taubheit / körperliche Symptome ohne klare Ursache (Druck im Körper, Schmerzen, starke Müdigkeit)/ Gedanken an Tod oder Suizid/ Zeitkriterium
Damit Ärzte von einer depressiven Episode sprechen, gilt grob:
Symptome bestehen mindestens 2 Wochen / Sie treten die meiste Zeit des Tages auf / Sie beeinträchtigen Alltag, Arbeit oder soziale Kontakte / Typische Selbst-Hinweise
Viele Betroffene merken es zuerst an Veränderungen wie: Dinge fühlen sich sinnlos oder anstrengend an/ Selbst einfache Aufgaben wirken überfordernd / Man zieht sich mehr zurück / Emotionen wirken abgestumpft oder leer / Der Kopf produziert ständig negative Gedanken über sich selbst
Wichtige Differenz: Nicht jede depressive Phase ist eine klinische Depression. Es gibt z. B.: depressive Stimmung durch Stress oder Belastung / Anpassungsreaktionen / Burnout / hormonelle oder körperliche Ursachen (z. B. Schilddrüse)
Darum wird bei Verdacht oft ärztlich abgeklärt (Gespräch + ggf. Blutwerte).
Kurz gesagt:
Wenn mehrere der oben genannten Symptome über Wochen bestehen und dein Leben deutlich schwerer machen, spricht das für eine mögliche Depression und sollte fachlich abgeklärt werden.