Antworten von Draschomat

  • 13
    Das Kind in mir...
    Antwort von Draschomat Usermod

    Du solltest aufhören, bestimmte Phasen oder Dinge bewerten zu wollen. Zugegeben, ständig werden in den Medien Menschen, Sachen oder Zustände verglichen, es liegt auch in unserer Natur, das zu tun. Dabei bedeutet ein Vergleich oder eine Veränderung nicht immer nur "besser" oder "schlechter", sondern oft auch einfach nur "anders". Es ist also auch die eigene innere Einstellung, wie man mit einer gewissen Lage zurechtkommt.

    Wer in einer intakten Familie aufwächst, wird zwangsweise diese Zeit vermissen, war sie doch sehr unbeschwert und war man doch mehr als wohlbehütet. Irgendwann kommt aber die Erkenntnis, dass diese Phase vorübergeht, dass die eigenen Eltern mal nicht mehr da sein werden, dass die erwachsenen Geschwister, Verwandten und Jugendfreunde weit verstreut leben werden. Letzterer Trend wird sich wohl noch weiter verstärken.

    Sieh die Sache mal so: Als Kind ist man vom Wohlwollen der Eltern abhängig, von den Fähigkeiten der Lehrer etc. Man kann selbst wenig beeinflussen, man braucht viel Glück, um unter günstigen Umständen aufwachsen zu können. Als Erwachsener hat man die Trümpfe dagegen selbst in der Hand: Man hat schier unbegrenzte Möglichkeiten, man ist bzw. wird selbstständig und kann manchen, was man selbst für richtig hält. Meist geschieht das natürlich in einem vorgegebenen Rahmen, z. B. durch eine Ausbildung oder ein Studium. Es gibt aber auch welche, die lieber "ausbrechen" und andere Wege suchen. In heutiger Zeit ist das wesentlich leichter als noch vor einigen Jahrzehnten.

    Also: Das ganze Leben ist ein Fluss, eine ständige Veränderung und Weiterentwicklung, im Optimalfall eine andauernde Verbesserung. Es ist zwecklos, sich dagegen zu wehren, die Zeit anhalten oder sogar in der Vergangenheit leben zu wollen. Versuch immer, das Beste aus der Gegenwart zu machen. Als junger Erwachsener hat man die Aufgabe, herauszufinden, was man gerne macht und was nicht. Ich bin sicher, dass du in der Lage bist, den für dich richtigen Weg einzuschlagen. Vergiss nicht, dass sich jeder mal in deiner Position befunden hat.

    Übrigens: Eine unbeschwerte Kindheit lässt sich nicht wiederholen, auch das gemütliche Zusammenleben mit Eltern und Geschwistern nicht. Deshalb ist es wichtig, diese Zeit im Gedächtnis zu behalten und niemals zu vergessen. Es ist nämlich nicht unmöglich, innerhalb der nächsten Jahrzehnte selbst ein derartiges Familienleben aufzubauen. Wer sagt, dass sich das nicht mindestens genau so toll anfühlt? ;-)

    Kommentar von sanne172 sanne172 Fragant

    Topantwort! :-)

  • 9
    Musik zum Bmx fahren
    Antwort von Draschomat Usermod

    Da fallen mir viele gute Songs ein. "Daybreak" von Overwerk ist aber mein klarer Favorit, weil ich kaum ein besseres Motivationslied kenne - also optimal für Sport. Kein Wunder, dass der Song auch für die GoPro-Kamera-Werbung verwendet wird... ;-)

    Kommentar von amdros amdros Fragant

    Überrascht bin..wen sehe ich denn da??? LG von...mir

    Kommentar von Draschomat Draschomat Usermod

    LG zurück, und noch ein Muss für den Fragesteller:

    Remember the Name von Fort Minor

    https://www.youtube.com/watch?v=VDvr08sCPOc

  • 10
    Klopftechnik gegen Angst. Hilft es wirklich?
    Antwort von Draschomat Usermod

    Ich kenne die Klopftechnik nur sehr flüchtig, aber grundsätzlich ist alles, was irgendwie hilft, nützlich. Selbst wenn man es sich nur einredet oder man nur einen Placebo-Effekt erzielt. Außerdem gibt es in der Psychologie nicht nur einen Weg, der zum Ziel führt - die Kunst ist es, eben den Weg mit dem bestmöglichen Ergebnis herauszufinden.

    Wenn es um Angststörungen geht, würde ich im Allgemeinen diesen Weg empfehlen: Entspannung. Ein Mensch kann zur gleichen Zeit nicht zwei gegensätzliche Empfindungen haben, d. h. wenn du entspannt bist, kannst du keine Angst haben. Wer z. B. eine Spinnenphobie hat, soll sich ein Spinnenbild ansehen (erst aus der Ferne, dann aus der Nähe), dann eine echte Spinne (fern, nah). Wenn nebenbei sein Lieblingssong läuft, hat er so viel Entspannung und positive Gefühle, dass er die Angst besiegen wird und die Spinne nach einer gewissen Zeit sogar berühren kann. Das lässt sich auf fast alles übertragen.

    Oder man erkennt den positiven Sinn einer Sache: Eine Spritze oder Tablette kann man als unangenehm empfinden, aber auch als "Freund" oder gar "Lebensretter". Das Leben wird um vieles leichter, wenn man Dinge aus positiver und nicht aus negativer Sicht betrachtet. Das Positive wird dann nämlich automatisch überwiegen. ;-)

    Speziell bei deiner Angelegenheit ist es wichtig, dass du dich selbst gut kennst: Wie reagierst du auf welche Reize und auf welche Weise kannst du dagegenwirken? Welche Reaktionen hast du parat, wenn dich negative Gefühle oder Angst überkommen? Reicht Ablenkung aus (Zählen, Klopfen) oder ist echte Entspannung nötig? Wie kannst du dich am besten entspannen? Musik, innere Bilder, tiefes Luftholen? Man kann sich sehr viele unterschiedliche Methoden aneignen. Wichtig ist, sie (am besten selbständig) richtig einzusetzen. Und das geht am besten, wenn man sich selbst gut kennt.

    Weiteres Beispiel: Wenn du in den vier Wochen mit ihm reden willst, nimm das Telefon in die Hand und tu so, als wäre er am anderen Ende. Schildere deine Probleme und REDE einfach. Selbst dieses imaginäre Gespräch wird dir eine große Hilfe sein. Reden wirkt Wunder, auch wenn es faktisch ein Selbstgespräch ist. Klappt diese Maßnahme, bist du auf bestem Weg, all deine Probleme eigenständig lösen zu können. Viel Erfolg! ;-)

  • 6
    Epische und coole Lieder?
    Antwort von Draschomat Usermod

    In Bezug auf elektronische Musik ist "The Glitch Mob" zu nennen. Bin zufällig im Internet auf die Band gestoßen, war sehr fasziniert. Extrem kraftvoll, tolle Beats, viel Abwechslung. Perfekt für's Lernen, für Sport und allgemein zum Motivieren.

    Die Musik von "The Glitch Mob" wird übrigens immer bekannter, weil sie immer öfter als Hintergrundmusik für Spielfilme oder PC-Games verwendet wird. In den letzten Tagen habe ich sie sogar in Fernsehbeiträgen von Sport1 und ZDF (zur WM) gehört. Top! ;-)

    Dein Link ist auch super, kenne den Song von der GoPro-Werbung. Habe ihn irgendwie aus den Augen verloren, jetzt aber gleich wieder Gänsehaut bekommen. Danke dafür! ;-)

  • 6
    Ist es rechtlich möglich, eine Seminararbeit bei nem anderen Dozenten abzugeben?!
    Antwort von Draschomat Usermod

    Die Sache lässt sich pauschal nicht beurteilen, aber individuell normalerweise ohne Probleme lösen. Man muss nur miteinander Kontakt aufnehmen. Wie ich sehe, ist genug Zeit bis zum Abgabetermin, und auch ein Thema sollte noch locker vereinbart werden können.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass viele Dozenten innerhalb eines Tages antworten, manchmal dauert es aber aus diversen Gründen auch länger. Nach längerer Wartezeit ist es angebracht, die Mailadresse zu überprüfen oder anderweitig Kontakt herzustellen. Vielleicht hast du mittlerweile ja eine Antwort erhalten. Dass du wissentlich ignoriert wirst, kann ich mir nicht vorstellen, das entspräche nicht der universitären Arbeitsweise. Dozenten beantworten gewöhnlich auch die dümmsten studentischen Anfragen. ;-)

    Und mach dir auch nichts daraus, wenn du eine "nächtliche Paranoia-Attacke" hattest. Die macht jeder Student mal durch, in 99,9% der Fälle ist sie jedoch völlig unbegründet. ;-)

  • 13
    Wie viel lernen westdeutsche Schüler über die DDR?
    Antwort von Draschomat Usermod

    Geschichte wird nur als Lernfach gesehen und in der begrenzten Stundenzahl fällt es schwer, Dinge tiefgehend zu behandeln. Die Nachkriegszeit ist ein eher kleiner Aspekt und beschränkt sich zumeist auf den Kalten Krieg. Die DDR spielt also eine untergeordnete Rolle. Es werden bestenfalls die wichtigsten politischen Ereignisse, der Systemkonflikt und Fallbeispiele aus Einzelschicksalen bzw. dem Alltag behandelt. Möchte man sich umfassender damit beschäftigen, muss man Geschichte studieren.

    Dass die Schüler einen negativen Eindruck von der DDR haben, ist ja nicht verkehrt, denn: Je mehr man sich mit Quellen über die DDR beschäftigt, umso erschreckender ist das Abbild dieses Staates. Man braucht sich nur eine Seite aus dem Neuen Deutschland (SED-Zeitung) ansehen und die Wortwahl bzw. Darstellungsweise betrachten. Versucht man, sich der historischen Wahrheit zu nähern, kommt man mit diesem Blatt nicht weit. Begriffe wie "Volksdemokratie" sind doch ein Witz. Ich habe mich auch mal mit der Darstellung des Mauerbaus beschäftigt, besser als das Neue Deutschland hätte man diese "Schutzmaßnahme" nicht verkaufen können. Und doch haben nicht einmal die Bürger der DDR geglaubt, was berichtet wurde (!). Man hat offenbar die Intelligenz der eigenen Bevölkerung unterschätzt - ein fundamentaler Fehler, der ständig wiederholt wurde.

    Gerade in den Anfangsjahren waren die ideologischen Absichten haarsträubend. Wer der späteren gemäßigteren Phase der DDR nachhängt, sollte sich mit ihren Anfängen auseinandersetzen, das relativiert vieles. Wer Akten gesehen hat, wie mit Andersdenkenden umgegangen wurde, wer Schuleinträge gesehen hat, was mit Jugendlichen passiert ist, die sich mal einen kleinen Streich erlaubten - ein vernünftiger, eigenständig denkender Mensch kann solche Vorgehensweisen nur verurteilen.

    Wenn man bedenkt, wie abfällig häufig über unsere Politiker und unseren Staat gesprochen wird, ist es gar nicht so verkehrt, dass über die DDR noch abfälliger (oder besser: ablehnender) gesprochen wird. Sie war im Gegensatz zu Westdeutschland und der heutigen BRD zweifelsohne eine Scheindemokratie und ein totalitärer Staat. Speziell im Unterricht gilt es, das Wesen dieser Staaten objektiv zu untersuchen, um Positives und Negatives herauszuarbeiten. Dass die DDR am schlechtesten wegkommen wird, steht wohl außer Frage. Nicht, weil Schüler manipuliert werden. Nicht, weil Dinge falsch dargestellt werden. Sondern weil Dissidenten verfolgt wurden, weil Massen aus dem Land flohen, weil die Bevölkerung unzufrieden war, weil die politische Führung größtenteils planlos war. Da bleibt nicht viel Spielraum für positive Aspekte. Sicherlich müssen die Schüler z. B. mit Hilfe westdeutscher Zeitungen auch die westliche Sichtweise erarbeiten, die ebenfalls keineswegs neutral war. Nur so kann man ein ausgewogenes Bild über Geschichte erhalten und das wäre der nächste Schritt der Unterrichtseinheit.

    Natürlich darf man nicht vergessen, dass das Privatleben in der DDR trotz allem schön sein konnte. Wer sich konform verhielt, kann im Privaten vermutlich in positiven Erinnerungen schwelgen. Es ist also durchaus interessant, individuelle Schilderungen anzuhören, um nachzuempfinden, was eventuell gut lief und was die Leute massiv störte. Dennoch: Man darf gerne unsere heutige Wirtschaftsform in Frage stellen, unser Regierungssystem kritisch sehen, politische Entscheidungen anzweifeln, aber wenn ich sehe, wie sich manche Leute offensichtlich nach der DDR sehnen, frage ich mich, ob sie selbst so verblendet sind oder ob ich den falschen Staat untersucht habe...

    Kommentar von holodeck holodeck Fragant
    Geschichte wird nur als Lernfach gesehen

    Von wem?

    Kommentar von Draschomat Draschomat Usermod

    Von der Allgemeinheit. Vor allem von den Schülern. Zum Teil sogar von Lehrern (Geschichte = Fach mit max. 2 Stunden pro Woche). Es ist gar nicht so leicht zu vermitteln, dass es in Geschichte eben nicht bloß um das Erlernen von Fakten geht. ;-)

    Kommentar von holodeck holodeck Fragant

    In Geschichte hab' ich für's Leben gelernt. Allerdings auch erst im LK ;-))

    Kommentar von Quandt Quandt Fragant

    Schalömchen! ;o)

    Kommentar von JackySmith JackySmith Fragant
    aber wenn ich sehe, wie sich manche Leute offensichtlich nach der DDR sehnen, frage ich mich, ob sie selbst so verblendet sind oder ob ich den falschen Staat untersucht habe...

    Die Antwort hast du dir ja schon gegeben:

    Natürlich darf man nicht vergessen, dass das Privatleben in der DDR trotz allem schön sein konnte. Wer sich konform verhielt, kann im Privaten vermutlich in positiven Erinnerungen schwelgen.

    Ich kenne auch einige Leute, denen es wesentlich lieber gewesen wäre, hätte die DDR heute noch Bestand. Alleine daraus resultierend, dass sie damals subjektiv ein schöneres Leben hatten als heute. Es scheint alles schwieriger geworden zu sein. Und ich kann dazu sagen, dass sie alles, was da politisch so abgelaufen ist, völlig ausblenden. So schlimm war es ja nicht...

    Kommentar von Draschomat Draschomat Usermod

    Gut auf den Punkt gebracht - so lässt sich manche Verhaltensweise wenigstens ein bisschen nachvollziehen. Trotzdem wäre es wichtig, nicht nur auf sich zu achten, sondern auf den gesamten Staat.

    Heutzutage ist es ja auch so, dass oftmals Leute, denen es selbst sehr gut geht, protestieren, weil anderen Unrecht widerfährt. Das ist eine sehr positive Entwicklung, denn nur so verfestigen sich Respekt, Toleranz, Menschenrechte etc. in der Gesellschaft. Jeder Mensch ist aufgefordert, hinter die Fassaden von Institutionen und Staaten zu schauen und sich für Menschenrechte einzusetzen.

    Das gilt natürlich auch für demokratische Staaten, denn auch da geschieht Unrecht. Noch mehr gilt es aber für totalitäre Systeme wie das der DDR. Man kann doch nicht in einem Staat leben wollen, in dem man mit einer systemtreuen Ansicht gut leben kann, in dem aber andere mit anderen Ansichten rigoros verfolgt werden.

  • 10
    Lehramt Latein studieren?
    Antwort von Draschomat Usermod

    Es stimmt, dass die Einstellungschancen für Lehrer schlecht sind. Und das, obwohl eigentlich ein Lehrermangel vorherrscht, sogar in Fächern wie Deutsch oder Englisch. Wenn man sich ansieht, wie viele Stunden täglich an Schulen ausfallen, wird schnell klar, dass viel mehr Lehrer nötig wären, als derzeit angestellt sind.

    Trotzdem muss man differenzieren, nicht jedes Lehramtsstudium ist aussichtslos. Die klassische Deutsch/Geschichte-Kombination würde ich derzeit nicht einmal dem größten Germanistik-Fan mit historischem Interesse anraten. Latein ist dagegen durchaus zu empfehlen, ebenso Mathematik, Physik, Informatik, evtl. auch Biologie, Chemie und Sport.

    In all diesen Fächern sind gute Chancen auf eine Beamtenstelle gegeben und das wird sich so schnell nicht ändern. Warum? Diese Fächer studieren nicht viele, weil sie relativ schwierige Studiengänge sind. Latein studieren an den großen Unis vielleicht wenige Hundert, Deutsch oder Geschichte oder Englisch studieren dagegen weit über 1000.

    Wenn dich Latein reizt, solltest du dieses Studium zumindest versuchen. Nach wenigen Semestern weiß man ohnehin, ob es passt oder nicht. Antikes Gedankengut (speziell Philosophie) ist äußerst interessant und in den Seminaren und schriftlichen Hausarbeiten interpretiert man Texte und beschäftigt sich mit ihren Inhalten - ich kenne nichts, was den Geist mehr fordert. Ansonsten steht natürlich das Übersetzen im Vordergrund, sowohl Latein zu Deutsch als auch Deutsch zu Latein. Letzteres ist erstmal ungewohnt, aber mit der Zeit verinnerlicht man grammatikalische Kleinigkeiten und auch unbekanntere Wörter. Dadurch, dass man viel übersetzt, macht man auch schnell Fortschritte, Erfahrung stellt sich ein. Ich sage es mal so: In der Schule übersetzt man zeilenweise, an der Uni seitenweise.

    Wenn du Spaß an der Sprache hast, wird dir das ständige Übersetzen nicht viel ausmachen. Ein angenehmer Nebeneffekt ist, dass man auch die deutsche Sprache sehr viel besser zu beherrschen lernt. An der Uni geht das Lernen übrigens erst richtig los, d. h. du musst in der Schule nicht der Lateinchecker sein, der nur Bestnoten erreicht hat. Vorwissen ist sicher ratsam und vorteilhaft, aber die eigentliche sprachliche Weiterentwicklung findet an der Uni statt. Das Graecum ist kein großes Problem, man hat einen einjährigen Kurs und darf bei der Klausur ein Wörterbuch benutzen. Die Prüfung ist natürlich schon unangenehm, weil man überhaupt keine Routine mit altgriechischen Klausuren hat, aber besonders für diejenigen, die gute Lateinkenntnisse haben, ist Altgriechisch kein Stolperstein.

    Mein Rat: Lieber ein hohes Ziel setzen und den schwierigeren Studiengang probieren, als sofort eine angenehmere Fächerkombination in Angriff nehmen. Wenn du das anspruchsvollere Fach meisterst, hast du nicht nur einen sicheren Job (selbst wenn nicht sofort eine Beamtenstelle parat ist, irgendwo kommt man auf jeden Fall unter) und zudem musst du dich nicht grämen, die größere Herausforderung nicht zumindest versucht zu haben.

    Viel Erfolg und gute Entscheidungen!

  • 15
    NACH ESSSEN SOFORT SPORT ODER WARTEN??
    Hilfreichste Antwort von Draschomat Usermod

    Direkt nach der Nahrungsaufnahme ist zur optimalen Verdauung eine Ruhepause angesagt. Meistens fühlt man sich nach einem Essen ohnehin nicht besonders fit, sondern eher müde. Daher machen nicht wenige Menschen nach dem Mittagessen ein Mittagsschläfchen oder legen nach dem Abendessen eine Pause ein. ;-)

    Eine halbe Stunde würde ich also mindestens warten, bevor ich mich wieder sportlich betätige. Das andere Extrem, nämlich mit ganz leerem Magen zu joggen, ist übrigens auch nicht empfehlenswert. Wer also schon frühmorgens zum Laufen geht, sollte vorher zumindest eine Kleinigkeit gegessen haben.

    Was aber auch sehr wichtig ist und gerne vergessen wird: Viel trinken!

    Kommentar von janJD janJD Fragant

    Absolut richt, nur ein Nachtrag sei mir gestattet. Müde - ganz genau - aufgrund der Blutverteilung. Der Körper braucht nun mehr Blut zum Arbeiten für das gesamte Verdauungssystem, weshalb wir müde werden, weil es woanders, naja nicht fehlt, aber eben weniger ist. Der Grund warum man auch nicht schwimmen sollte - nicht weil Mutti es verboten hat, weil die Muskeln weniger gut durchblutet und mit Sauerstoff versorgt wird was zu Krämpfen und so weiter beim Schwimmen führt. Beim Laufen kann sich der Körper einfach nicht auf den Sport konzentrieren, Priorität hat die Verdauung. Es wäre unklug. Wie lang die Warte- oder Verdauungs- zeit ist, hängt von der Mahlzeit ab.

  • 11
    Skiurlaub österreich
    Antwort von Draschomat Usermod

    Welches Skigebiet empfehlenswert ist, hängt von vielen Faktoren ab, z. B. wie gut man Ski fährt, wie lange man Urlaub machen möchte, wie viele Kilometer man täglich abspulen möchte, welche Pistenarten man bevorzugt, wie die Schneelage ist etc.

    Wenn du mehrere Tage Ski fahren willst, sollte das Skigebiet etwas größer sein (z. B. die Skigebiete um Schladming). Wenn du dich sportlich so richtig auspowern willst, sollten viele anspruchsvolle Pisten vorhanden sein (z. B. Mayrhofen im Zillertal).

    Wenn du als Anfänger flachere Pisten fahren möchtest (blau und rot), bieten sich die Gletscherskigebiete an. Natürlich sollte in diesem Fall das Wetter gut sein. Dafür hast du dann ein so tolles Panorama um dich herum, dass du richtig genüsslich Ski fahren kannst. Beispiele: Zugspitzgletscher, Stubaier Gletscher.

    Letztlich ist es aber fast egal, wo man Ski fährt: Gerade in Österreich ist der Standard sehr hoch, es ist also unwahrscheinlich, dass man nicht voll auf seine Kosten kommt. Preislich sind die Unterschiede auch nicht so groß, man muss mit etwa 40 € pro Tag rechnen.

    Was meine persönlichen Erfahrungen angeht: Bei perfektem Wetter auf der Zugspitze oder auf dem Stubaier Gletscher Ski zu fahren, ist schwer zu toppen. Skitechnisch war die Reiteralm bei Schladming das Beste, was ich bisher erleben durfte (trotz oder gerade wegen einer Menge Neuschnee und Sturm ;-)). Viel Spaß!

    Kommentar von Testnick Testnick

    Wie geil O_O

    Welches Hotel hastn genommen?

    Kommentar von Draschomat Draschomat Usermod

    Zugspitze und Stubaital waren Tagesausflüge von München aus. Unterkunft für die Reiteralm war ein Bauernhof, sehr abgelegen und nur auf Kiesweg zu erreichen (was im Winter problematisch werden kann). Hotels gibt es natürlich auch sehr viele, man muss sich bzgl. Skigebiet und Unterkunft am besten im Internet schlau machen und dann entsprechend planen. Die Alpen sind im Winter übrigens nicht nur für Skifahrer eine absolute Empfehlung - die Natur ist an sich schon ein Traum.

  • 9
    warum ist das lesen von philosophie büchern gefährlich?
    Antwort von Draschomat Usermod

    In der Philosophie stellt man oft Dinge in Frage, die für andere selbstverständlich und unzweifelhaft sind. Es kann also passieren, dass man mehr zum Individualisten wird, was ich aber gar nicht für so falsch halte, da man in meinen Augen nur so zu echter Freiheit gelangen kann. Oder würdest du die Menschen als frei bezeichnen, die von ihrem Arbeitsalltag oder ihrem Smartphone "gefangen" sind und einfach nur wie fremdgesteuert "funktionieren"?

    Wichtig ist es, nicht nur entsprechende Bücher zu lesen, sondern sich über den Autor und seinen Lebenshintergrund zu informieren. Die Schriftsteller sind geprägt von ihrem Umfeld und nur so lassen sich auch fragwürdige oder heute untragbare Ansichten erklären. Lesen alleine bringt noch nicht viel - Informationen einholen ist auch notwendig.

    Ebenso nötig ist es, über das Gelesene nachzudenken. Hier beginnt ja erst die eigentliche Denkarbeit. Stimmt die Aussage, ist sie vertretbar? Gibt es Alternativen? Wer schreibt ähnlich/gegensätzlich? Ist die Erklärung schlüssig, macht sie einen subjektiven/objektiven Eindruck? Ist sie wirklich subjektiv/objektiv? Es gibt wohl kaum Wertvolleres als einen Text, über den man reflektieren kann - deshalb lese ich auch keine Romane (mehr). Es ist sicherlich gut, wenn jemand viel und gerne liest, aber mittlerweile lese ich weniger und denke dafür umso mehr darüber nach. In der Philosophie reicht schon eine kleine Aussage, um Stunden damit zu füllen. Das erscheint mir angenehmer als der Kampf mit einer ewig langen Geschichte, von der ich hinterher keinen intellektuellen Nutzen habe.

    Gefährlich sind philosophische Bücher zum Einen, weil sie unhaltbare Aussagen beinhalten können (kann theoretisch jedes Buch betreffen!), die es kritisch zu hinterfragen gilt (z. B. Kants oder Voltaires Rassenlehre). Versteht man die Hintergründe, kann man sich diese Ansichten erklären, sie aber nach heutigem Stand entkräften und sich deshalb lieber anderen, sehr wertvollen Beiträge dieser Autoren widmen (z. B. die beeindruckende philosophische Geschichtsbetrachtung Voltaires). Zum Anderen kann Philosophie gefährlich werden, wenn man verschiedene Autoren liest, die sich bzgl. zentraler Lebensfragen widersprechen. Da kann man sich schnell hilflos und verlassen fühlen, weil man nicht (mehr) weiß, was man überhaupt für wahr oder wenigstens für vernünftig halten soll. Deshalb ist eine sachliche Distanz zu den Dingen notwenig - eine Eigenschaft, die einem auch in der Realität sehr von Nutzen sein kann.

    Eigne dir also eine gewisse Lockerheit an: So bleibst du nämlich offener für Neues und außerdem behältst du leichter den Überblick und entscheidest weniger irrational. Außerdem lebt es sich mit Abstand gerade zu negativen Dingen leichter. Dazu gehört auch, sich selbst nicht so wichtig zu nehmen und Selbstironie zu pflegen. Ein großer Wissensschatz macht demütig, weil sich, je mehr man weiß, umso mehr Fragen auftun, die man zum Großteil nicht beantworten kann (Beispiel: Evolutionstheorie). Daher bezeichnet sich nur ein Esel selbst als weise.

    Was auch bedrückend ist: Es gibt so viel Schriftgut, das es zu lesen wert wäre, für das aber keine Zeit ist, gerade wenn man über einzelne Textstücke lange und viel nachdenkt bzw. diskutiert. Daher mein Buchtipp: Cicero, De re publica ("Über den Staat") - gerade die Traumbeschreibung am Ende des (erhaltenen) Werks hat mich so fasziniert wie bisher kaum etwas. So viel Inhalt und so eine kunstvolle Sprache auf wenigen Seiten - das ist einzigartig.

    Gefährlich kann es auch sein, wenn man keinen Ausgleich zum Denksport betreibt. Also ist auch mal eine Tour im Freien oder einfach nur frische Luft empfehlenswert. Quintilian schreibt, am besten lernt es sich nachts, wenn Stille herrscht und keine Ablenkung, andere antike Autoren suchten gerne die entspannte Natur und inspirierende Gärten auf. Heutzutage wäre auch Sport eine tolle Möglichkeit zur Abwechslung - das Gehirn mag keine Eintönigkeit. ;-)

    Wissen kann übrigens auch deprimierend sein, z. B. darüber, dass das gestrige Dschungelcamp über 50 % Marktanteil erreicht hat. Bevor ich mich darüber aber aufrege, möchte ich lieber nüchtern festhalten, wer es sich ansehen möchte, möge es halt tun, und mit einem Augenzwinkern auf meinen Eingangspunkt verweisen, dass man als philosophisch Interessierter gewiss nicht zum Mainstream gehört, sondern eher Individualist ist. In vielen Dingen finde ich es aber schön, nicht der Masse zu entsprechen. ;-)

  • 9
    Kann man noch irgendwo Glühbrinen kaufen?
    Antwort von Draschomat Usermod

    Klar, im Internet gibt es nach wie vor eine große Auswahl, die mich vor einiger Zeit selbst überrascht hat. Amazon ist ein gutes Beispiel, um zu zeigen, wie viele Anbieter darauf hoffen, dass sie mit Glühbirnen weiterhin ein gutes Geschäft machen können. Aber auch viele Elektro-Fachgeschäfte haben sich mit Glühbirnen eingedeckt und können somit noch welche anbieten. Die Glühbirne soll ohnehin stufenweise und nicht sofort ganz ersetzt werden - soweit ich weiß, hängt es von der Watt-Anzahl ab.

    Es wird ja viel geschimpft über das Glühbirnenverbot, aber je mehr ich mich darüber informiere, desto richtiger finde ich das Vorgehen der EU. Wenn eine Glühbirne eine Weile brennt, wird sie so heiß, dass man sie nicht mehr anfassen kann. Soll heißen: Sie verbraucht viel zu viel Energie (die abgestrahlte Wärme ist ja überhaupt nicht erwünscht!). Ich habe einige Lampen mit drei oder vier Leuchten - man braucht sich nur mal auszurechnen, wie viel Strom mit 40- oder 60-Watt- Glühbirnen verschleudert wird.

    Das Problem bei der Reform ist, dass man die Alternativen nicht gut erläutert hat. Energiesparlampen sind tatsächlich nicht empfehlenswert, der gesundheitliche Aspekt sollte bekannt sein. Aber ihr Licht ist auch weniger überzeugend und außerdem benötigen sie eine gewisse Zeit, bis sie ihr volles Licht entfalten. LED-Leuchten haben mich als Alternative schon eher interessiert, und nachdem ich mich mehr informiert hatte, habe ich ein paar gekauft. Ergebnis: LED-Birnen sind relativ teuer, es ist aber bzgl. des Lichts kein Unterschied zu Glühbirnen erkennbar, und sie benötigen nur einen Bruchteil des Stroms einer Glühbirne. Die Haltbarkeit ist auch besser, es kann kein Glühdraht durchbrennen. Meine LEDs sind seit vielen Monaten in Betrieb und leuchten perfekt. Zwei Glühbirnen mussten unterdessen gewechselt werden (Leuchtfäden kaputt, typisches Ende einer Glühbirne).

    Meine Empfehlung: Allmählich auf LEDs umsteigen - besonders bei den Lampen, die am häufigsten benutzt werden!

    Kommentar von Ontario Ontario Fragant

    Draschomat ! Magst in Teilen deiner Antwort Recht haben. Glühbirnen der alten Generation wird es auch noch weiterhin geben, weil teilweise vorgeschrieben. Dass eine Glühbirne heiss wird, wenn sie eine Zeit lang brennt ist doch normal. Du musst sie ja nicht anfassen. Kannst das Licht ausschalten und in kurzer Zeit danach kann man die Glühbirne anfassen. Bis du mit einer 60 Watt Glühbirne eine Kilowattstunde verbrauchst, kannst du diese über viele Stunden brennen lassen. ( fast 17 Stunden lang).. Dafür zahlst du für die Glühbirne einen kleinen Preis. Habe Glühbirnen die täglich eingeschaltet werden und nach Jahren immer noch funktionieren. Habe auch diese sog. Energiesparlampen. Stückpreis fast 20.--€. Diese halten, wenn überhaupt knapp 2 Jahre, so diese täglich eingeschaltet werden. Wo also liegt da eine Einsparung an Geld ? Ja, geringeeren Stromverbrauch, der wird aber bei Neuanschaffung einer Energiesparlampe schnell neutralisiert und am Ende kostet die Choise mehr, als ich an Strom zu zahlen habe. LEDs sind eine Alternative und halten meist auch länger als die Energiesparlampen. Es gibt bei dem LÈDs auch unterschiedliche Lichtnuancen

    Kommentar von KeativPixie KeativPixie Fragant

    komisch .... warum halten sich kompaktleuchtstoffröhren länger als früher die alten glühbirnen???? kurios kurios

    Kommentar von Ontario Ontario Fragant

    Kuriso, kurios, wo ging es denn um Kompaktleuchtstoffröhren ?

    Kommentar von Fraganti Fraganti Fragant

    Herkömmliche Energiesparlampen (nicht LED) sind "Kompaktleuchtstoffröhren" mit E27 oder E14 Sockel.

    Kommentar von andreas03o andreas03o Fragant

    Kuriso, kurios, wo ging es denn um Kompaktleuchtstoffröhren ?

    In dem oben stehenden Text:

    Energiesparlampen (..bla, bla) (ziemlich gesundheitsgefährdendes wegen dem Quecksilber)

    Andere Energiesparlampen (LED) enthalten kein Quecksilber, dieses befindet sich u.a. in den Röhren der Kompaktleuchtstofflampen. In den neueren, gebunden als Amalgam - haben viele auch im Mund, als Zahnfüllung.

    Kommentar von FoGaFo FoGaFo Fragant

    LED sind Leucht Dioden. Die Meisten sprchen nicht von Leucht Dioden sondern von diesen Kompaktleuchtstofflampen....

    Kommentar von FoGaFo FoGaFo Fragant

    LED sind Leucht Dioden. Die Meisten sprchen nicht von Leucht Dioden sondern von diesen Kompaktleuchtstofflampen....

    Kommentar von andreas03o andreas03o Fragant

    Stückpreis fast 20.--€

    Das muss ja schon seeeeehr lange her sein.

    Ich verstehe nicht, wie man mit Zahlen, und Argumenten, hier herum fabuliert, die sämtlichst überholt sind!?

    Aber schön, dass du schon LEDs, als Alternative, wahrgenommen hast.

    Kommentar von Draschomat Draschomat Usermod

    Ich möchte eine leuchtende Glühbirne ja auch gar nicht anfassen, es ging mir nur darum aufzuzeigen, dass sie (zu) viel Energie verbraucht. Eigentlich möchte man ja nur das Licht und nicht zusätzlich noch die unnütze Wärme.

    Die LEDs, die ich gekauft hatte, kosteten 7-12€ pro Stück (Markenware). Das ist ok, früher waren sie wesentlich teurer. Wenn die Entwicklung so weitergeht, werden immer mehr Menschen LEDs nutzen und die Preise somit weiter sinken.

    Die Glühbirne war eine tolle Erfindung, aber nichtsdestotrotz sollte es gerade in der Technik dauerhaften Fortschritt geben - Objekte können immer weiter optimiert werden, und dann sollte man das auch unterstützen. Die panischen Reaktionen auf neue Verordnungen kann ich deshalb nicht nachvollziehen, auch weil die Glühbirne gegen eine LED ziemlich alt aussieht. Einziger Nachteil ist (noch) der höhere Preis.

    Kommentar von andreas03o andreas03o Fragant

    Glühbirnen sind selbst wenn man sie geschenkt bekommt noch zu teuer.

    Eine LED mit 800 Lummen, entsprechend einer 60W Glühbirne, hat unter 10W (9,4W) und eine Lebensdauer von über 10000 Stunden. In den 10000 Stunden verbraucht sie also unter 100 kWh, eine Glühlampe mehr als 6 mal so viel ~ 600 kWh. Eine kWh kostet mehr als 25 Cent.

    Kosten der LED: Anschaffung 10,- Euro, Energie für die Lebensdauer (10000 Stunden) 25,- Euro, Gesamtkosten = 35,- Euro.

    Kosten der Glühlampe: nur die Energie für 10000 Stunden 150,- Euro

  • 9
    Kann ich das Graecum selbstständig und extern machen?
    Antwort von Draschomat Usermod

    Möglich ist ein Selbststudium schon, man braucht sich nur eigenständig für die entsprechende Prüfung anzumelden, die man jedes Halbjahr an bestimmten Gymnasien ablegen kann. Oder man besucht bereits als Schüler den passenden Kurs an der Uni. Für ratsam halte ich das aus mehreren Gründen jedoch nicht.

    Erstens: Zu Schulzeiten sollte man sich auf die vielen Klausuren und auf das Abitur konzentrieren. Es ist gut, um zukünftige Absichten zu wissen, aber Dinge, die normalerweise nach dem Abitur anstehen, müssen nicht schon vorher erledigt werden.

    Zweitens: Ein kleiner Teil der Lateinstudenten hatte Altgriechisch bereits an der Schule. Diese Möglichkeit sollte man natürlich wahrnehmen, sofern man ein Lateinstudium anpeilt, da man sich während des Studiums eine Zusatzbelastung erspart. Gewöhnlich gibt es diese Option lediglich an humanistischen Gymnasien.

    Drittens: Punkt 2 bedeutet, dass der Großteil der Lateinstudenten Altgriechisch während des Studiums lernen muss. Der Kurs läuft zwei Semester lang, teilweise mit Blockkursen vor bzw. nach dem Semester. Bei einem guten Dozenten und etwas Sprachtalent sollte man gut damit zurecht kommen. Es ist ratsam, zu dieser Zeit nicht zu viele andere Kurse zu belegen, dann erscheint mir diese Vorgehensweise als die beste, zumal ja die Mehrheit der Lateinstudenten das Graecum so absolviert.

    Je besser die Lateinkenntnisse sind, desto leichter fällt übrigens Altgriechisch - auch ein Grund, warum es sinnvoll ist, sich auf Latein zu konzentrieren und Altgriechisch erst während des Studiums zu erlernen. Was im Lateinischen der ablativus absolutus ist, stellt im Altgriechischen eben der genitivus absolutus dar. Nur so als Beispiel... ;-)

    Aber auch die Deklinationen und einige Vokabeln lernt ein guter Lateiner schnell und locker - am schwierigsten erschien mir der Gebrauch der Verben. Viel Spaß und Erfolg!

  • 18
    Ich kümmer mich morgen drum...
    Hilfreichste Antwort von Draschomat Usermod

    Man übt oft lieber irgendeine ungeliebte Tätigkeit aus, als dass man ein Referat vorbereitet oder auf eine Prüfung lernt. Das eigene Zimmer ist meistens gerade zu Klausurenzeiten am saubersten - die Aufschieberei hat also manchmal auch etwas Gutes. ;-)

    Die Sache lässt sich aber sogar allgemein von einer positiven Seite betrachten: Dass man seine Aufgaben in der Schule, im Studium oder insgesamt im Leben immer erfolgreich bewältigt, ist Zeichen einer bestimmten Qualität. Es zeugt von einer gewissen Fähigkeit, wenn man es schafft, immer alles irgendwie in einem zeitlichen Rahmen zu managen. Das Wann spielt dann eigentlich kaum eine Rolle.

    Bekommt man alles auf die Reihe, ist die Selbstdisziplin groß genug. Wenn nicht, kann man sich mit Arbeitsstrategien oder wirklich klar festgelegten Plänen behelfen oder z. B. auch mit dem - psychologisch ausgedrückt - Premack-Prinzip. Das bedeutet, man belohnt sich (oder auch Mitmenschen) für eine ungeliebte Aufgabe, indem man sich (ihnen) im Anschluss etwas sehr Angenehmes gönnt: Jetzt mache ich das Referat, danach höre ich 20 Minuten meine Lieblingsmusik. Ehe man sich versieht, sitzt man hoch motiviert am Referat, weil man sich schon auf die geliebten Songs freut. So belohnt man sich oft ohnehin unbewusst, und wenn alles läuft, braucht man sowieso nicht einzugreifen.

    Du brauchst also nichts zu hassen und dich auch nicht darüber zu ärgern. Erstens ist es doch ein spannendes Gefühl, wenn man z. B. aus Zeitnot richtig durchstarten muss (evtl. ist man dann sogar am leistungsfähigsten), und zweitens kann man sich darüber freuen, dass man jetzt ein paar Stunden hochkonzentriert arbeitet, um tags darauf das Referat schon ad acta zu legen. Ganz ohne ewiges Herumspekulieren und wochenlanger Vorbereitung. Leistung ergibt sich nie aus ewig langem Arbeiten, sondern aus der möglichst effizienten Arbeit innerhalb möglichst kurzer Zeit.

    Bleibt man beim Beispiel eines Referats, so fällt es natürlich zu Beginn in den Anfangssemestern schwerer, sich innerhalb kürzester Zeit optimal vorzubereiten. Mit Übung und Erfahrung sollte man aber seine Leistungsfähigkeit in der Ausbildung/im Beruf steigern können. Gelingt das nicht, kann es problematisch werden, wenn man z. B. nicht nur für die Arbeit leben möchte oder man einmal eine sehr arbeitsintensive Zeit durchmachen muss, in der es nicht möglich ist, alles exakt und ausführlichst zu planen.

    Fazit: Das, worüber du dich ärgerst, könnte eigentlich ein Grund für ein (Selbst-)Lob sein. Da ohnehin viel zu wenig gelobt wird und weil es nicht schadet, Optimist zu sein, kann man hier bedenkenlos die positive Sichtweise vertreten. Der Trick ist, alles im Leben irgendwie zu managen. Solange das gelingt, gibt es keinen Grund zur Kritik. Es besteht natürlich die latente Gefahr, vor Panik zu zittern, wenn man in ein paar Tagen ein Referat hat und man sich damit noch überhaupt nicht beschäftigt hat (jaja, das schlechte Gewissen ;-)) - da ist Kontrolle und Gelassenheit das Stichwort. Die hast du aber, entweder notgedrungen aus eigener Erfahrung oder wohlüberlegt aus einer inneren Lockerheit, sonst hättest du nicht hier in aller Ruhe eine blitzsaubere Frage hingezaubert, obwohl du doch das Referat machen musst... ;-)

    Kommentar von Mortex Mortex

    Die Entscheidung war nicht leicht weil es hier sehr viele, sehr gute Antworten gibt aber das sternchen bekommst du ;)

  • 11
    Was billiges von Amazon...
    Hilfreichste Antwort von Draschomat Usermod

    An deiner Stelle würde ich den Gutschein in jedem Fall voll ausnutzen und insgesamt auch einen Betrag über 20 € anpeilen, um die Versandkosten zu sparen (sofern die Artikel direkt über Amazon bestellt werden). Es fällt wirklich nicht schwer, bei einer Bestellung auf Amazon über 20 € zu kommen. ;-)

    Kleinigkeiten, die man auf Amazon günstig kaufen kann und die sinnvoll sind, wären etwa:

    Kabel jeder Art (z. B. HDMI), Knopfzellenbatterien, Filme/DVDs, Bücher, Druckerpapier, Fotopapier, Druckerpatronen, CDs, Kleinigkeiten für Hobbys wie Luftpumpe für Ballsportarten, Sturmhaube für Skifahren und vieles mehr...

    Denk einfach an all das, was du magst oder gern tust - wenn du dann ein paar Suchbegriffe eingibst, wirst du schnell fündig. Viel Spaß! ;-)

    Kommentar von auchmama auchmama Usermod

    Es fällt wirklich nicht schwer, bei einer Bestellung auf Amazon über 20 € zu kommen. ;-)

    DAS unterschreibe ich blind! ;-)

  • 10
    Nicht bewegen können Trotz Wachzustand
    Antwort von Draschomat Usermod

    Das sich der Zustand Schlafparalyse nennt, hast du mittlerweile in Erfahrung bringen können. Wichtig ist zu wissen, dass dieses Phänomen harmlos ist, wenngleich es viele Betroffene als unangenehm und beklemmend empfinden.

    Wenn man Sport treibt und eine gesunde Lebensweise an den Tag legt und dementsprechend feste und ruhige Schlafzeiten genießen kann, sollte die Schlafparalyse eher eine Seltenheit sein oder gar nicht eintreten. Hat man massive Probleme damit, ist wohl eine ärztliche Untersuchung angebracht.

    Schläft man unregelmäßig oder hat man zu wenig Schlaf, lässt sich die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass sich eine Paralyse ergibt. So war es bei mir, ich wollte dieses Phänomen nicht absichtlich herbeirufen, habe es aber schon ab und an erlebt, wenn ich nachts zu wenig geschlafen und mich dann nachmittags ein paar Minuten hingelegt habe.

    Das Gefühl lässt sich schwerlich beschreiben, es muss selbst erlebt werden. Man kann sehen, sich aber nicht bewegen - teils kann man durch Augenbewegungen die Starre beenden, meist (so war es bei mir immer) schläft man jedoch nach kürzester Zeit wieder fest ein und wacht später "richtig" auf. Die Situation ist mitunter beängstigend, weil man es überhaupt nicht gewohnt ist, sich nicht bewegen zu können, von daher kann ich verstehen, wenn manche Menschen richtige Panik verspüren. Ansonsten muss man der Paralyse aber nicht allzu viel Beachtung schenken, evtl. kann man sie sogar "genießen". ;-)

  • 9
    Warum war es früher anscheinend normal, Kinder zu schlagen?
    Hilfreichste Antwort von Draschomat Usermod

    Wenn ein Erwachsener einen anderen schlägt, ist das schon schlimm. Gegenüber Kindern ist die Sache aber noch viel schlimmer, da ein Ungleichgewicht der Machtverhältnisse besteht. Kinder sind unterlegen und wehrlos, daher auch der Willkür des Erwachsenen ausgesetzt. Eine gewalttätige oder autoritäre Umgebung kann also nie dafür sorgen, dass sich ein Kind bestmöglich entwickelt.

    Früher war das Schlagen normal, weil z. B. in vielen Glaubensrichtungen von berechtigten Züchtigungen gegenüber der Nachkommenschaft die Rede ist. Und weil früher allgemein eher die autoritäre Schiene gefahren wurde. Gleichberechtigung und körperliche Unversehrtheit sind Errungenschaften, die es noch nicht lange gibt. Dieser Tatsache sollte sich jeder bewusst sein und sie auch aktiv verteidigen. Auch waren früher die Pädagogik und Psychologie noch nicht ausgeprägt, erst in den letzten 30-40 Jahren hat sich auf diesen Gebieten viel getan.

    Dass aus geschlagenen Kindern etwas Positives wurde und daher Schläge nicht so schlimm oder - wie manche meinen - sogar ein berechtigtes Erziehungsmittel seien, ist eine dümmliche Argumentation. Wenn Menschen etwas Schlechtes geschieht, fällt es ihnen schwer(er), etwas Positives daraus zu machen. Wer also seinen Lieben nicht schaden will, fügt ihnen auch keine Gewalt zu (umso absurder die Aussage "Ich tue das, weil ich dich liebe.")

    Gewiss gibt es viele Menschen, die in ihrer Kindheit Schläge aushalten mussten und dennoch ein positives Leben, oft ganz ohne Gewalt, führen können. Auf den ersten Blick mag es so wirken, als hätten die Prügeleien keine großartigen Auswirkungen auf ihr Leben gehabt. Wenn man sich aber intensiv damit beschäftigt und sich Lebensgeschichten möglichst genau ansieht, findet man immer Dinge, mit denen die Personen eben wegen diesen Erfahrungen zu kämpfen haben (man denke auch an Kriegserfahrungen).

    Psychologisch lässt sich nämlich jedes Verhalten erklären (warum ist jemand schüchtern, warum weint jemand wegen etwas, warum ist Person X in Situation Y aggressiv etc.), man muss (theoretisch) "nur" die ganze Lebensgeschichte der Person kennen. In der Praxis ist das natürlich nicht möglich, man weiß ja selbst von sich oft nicht, wieso man in einer bestimmten Situation so und nicht anders reagiert oder warum man etwas mag und etwas anderes nicht. Wenn Menschen beispielsweise Angst vor Spinnen haben oder sich vor einem Wurm ekeln, ist es unwahrscheinlich, dass diese Furcht bzw. dieser Ekel angeboren ist. ;-) Und so verhält es sich mit den meisten Verhaltensweisen, Ängsten, Persönlichkeitseinstellungen und vielem mehr... früher wurde Schlimmes übrigens kaum verarbeitet, meist verdrängt - leicht verkraften kann es ohnehin niemand, weder früher noch heute. Hier wird der Wert der Psychologie klar.

    Was früher als normal gesehen wurde, muss deshalb nicht richtig gewesen sein (das gilt heutzutage auch!). Gut ist, dass ein Umdenken stattfindet und meist nur die ältere Generation davon spricht, Prügel sei nicht so schlimm und manchmal sogar angebracht. Negative Emotionen führen aber nie zum Erfolg, das sehen die meisten Leute mittlerweile ein. Früher war es auch der Fall, dass man unberechtigt verprügelt wurde - etwas Schlimmeres kann ich mir nicht vorstellen. Man hat nichts verbrochen, dennoch ist man hilflos einer Strafe z. B. eines Lehrers ausgesetzt. Würden Erwachsene das wollen?

    Häufig ging bzw. geht es beim Zuschlagen leider nur um Macht(ausübung) des Überlegenen und nicht um eine bestmögliche Erziehung. Oder es fehlen pädagogische Alternativen zur Erziehung, dann gilt auch das Zuhauen als letztes Mittel. Wenn ein Kind dann aber auch so denkt und zuschlägt, wenn es etwas unbedingt durchsetzen will, braucht man sich nicht über diese Verhaltensweise zu wundern. Es wurde in vielen Experimenten gezeigt, dass negative Strafen uneffizient sind, nicht nur Schläge, sondern sogar lautes Schimpfen... ;-)

    Kommentar von La123 La123 Fragant

    wow tolle Antwort aber was meinst du mit nagtive Strafe?

    Kommentar von Draschomat Draschomat Usermod

    Negative Bestrafung ("negativ" ist nicht wertend gemeint, wobei letztlich nur das Schimpfen in bestimmten Fällen (z. B. um eine ganze Gruppe von Kindern unter Kontrolle zu halten) wirklich vertretbar ist) sind Aktionen, bei denen man einem anderen etwas Schlechtes darbietet, weil er sich falsch verhält. Beispiele: Prügel, Haue, aber auch Schimpfen, Einsperren etc.

    Positive Bestrafung sind Aktionen, bei denen man einem anderen etwas Gutes wegnimmt, weil er sich falsch verhält. Beispiele: Taschengeld abziehen, Computer/TV einschränken, Freizeitaktivität ausfallen lassen etc.

    Positive Bestrafung ist sehr viel wirksamer als negative - ebenso wie das Prinzip, dass ein Kind etwas Gewünschtes/Schönes machen darf, sobald es etwas Unerwünschtes/Unbeliebtes erledigt hat. Beispiel: "Wenn du die Hausaufgaben gemacht hast, darfst du im Garten spielen." oder "Wenn du dein Zimmer gesäubert hast, lese ich dir eine Geschichte vor."

    Kommentar von kiniro kiniro Fragant

    Positive Bestrafung ist für mich ein Paradoxon.

    Manche scheinen ja subtile Manipulation im Umgang mit Kindern für erstrebenswert zu halten. Macht all diese Kinder zu ehrlichen Erwachsen ironieoff

    Kommentar von Draschomat Draschomat Usermod

    Man wirkt immer auf andere Menschen ein, wenn man mit ihnen interagiert. Das ist keine schlimme Sache, vor allem wenn ein Einfluss Positives bewirkt. Und gerade bei jungen Menschen kann man Positives bewirken, weil sie (meist) offener und formbarer sind als Erwachsene.

    Um Manipulation geht es also nicht, zumal natürlich die Konsequenzen im Voraus bekannt sein müssen. Ein Fehlverhalten muss diese oder jene Konsequenz bringen. So geht es uns Erwachsenen ja auch, wenn wir gegen Gepflogenheiten oder gegen Recht verstoßen.

    Positive Bestrafung erweist sich als äußerst wirksam und ist in jedem Fall wesentlich vernünftiger als lautes Herumschreien oder Prügelei. Nur leider hat sich das noch nicht bei allen herumgesprochen, wie man hier und auch immer wieder in den Zeitungen etc. liest.

  • 18
    Ist meine Realität real? :(
    Antwort von Draschomat Usermod

    Nahezu jeder Mensch stellt sich irgendwann in seinem Leben derartige Fragen. Diese Überlegungen zeugen von einer gewissen geistigen Reife. Je älter man wird, desto eingehender interessiert man sich auch für Themen wie Vergänglichkeit oder Tod. Das echte Problem ist jedoch, dass es bei all diesen Fragestellungen keine eindeutigen Antworten gibt. Trotzdem lohnt es sich aber, darüber nachzudenken.

    Der Film, den du anspricht, ist ausgezeichnet, weil er aufzeigt, wie subjektiv Realität ist. Nicht einmal Farben und andere Dinge, die man wahrnehmen kann, erscheinen allen Menschen gleich. Truman ist im Film zwar als Opfer zu betrachten, aber er selbst hält lange Zeit das für real, was es in Wirklichkeit gar nicht ist. Wer sagt, dass es dir/mir/uns nicht auch so geht?

    Es gibt viele verschiedene philosophische Standpunkte dazu, die zum Teil sogar in die Psychologie übergehen. Allen, die sich genauer damit beschäftigen wollen, sei das Höhlengleichnis des griechischen Philosophen Plato ans Herz gelegt: Das Gedankenexperiment macht deutlich, dass es ohne Weiteres möglich ist, dass die mit den Sinnen wahrnehmbare Welt alles andere als die echte, von den Sinnen befreite Welt ist. Dass es quasi eine Scheinwelt gibt, in der wir leben, und eine echte Welt, die uns verborgen ist. Also so etwas wie ein Diesseits und ein Jenseits (hier ist ein Schnittpunkt zu vielen Religionen, die ja z. T. aus dem Gedankengut Platos entstanden sind).

    Ich muss sagen, dass diese Annahme umso wahrscheinlicher wird, je mehr man sich damit auseinandersetzt (auch aus anderen wissenschaftlichen Gesichtspunkten wie der Physik). Man stößt immer an neue gedankliche Grenzen und es erscheint mir nicht plausibel, dass ein Mensch bzw. ein menschliches Gedächtnis dazu in der Lage ist, Dinge so einzuschätzen, wie sie wahrhaftig sind. In der Psychologie heißt es diesbzgl., dass der Mensch nicht rational ist, sondern rationalisierend, d. h. er ist nicht vernünftig, sondern er sucht nach vernünftigen Gründen, die er dann gelten lässt, wenn sie Sinn ergeben, die deshalb aber noch lange nicht wahrhaftig vernünftig und stimmig sind.

    Um aber wieder zur Normalität und zum Lebensalltag zurückzukehren: Niemand kann dir garantieren, dass du kein Truman bist. Niemand kann dir garantieren, dass das, was du wahrnimmst, echt ist. Aber was soll's? Für dich ist es deine Realität, und das ist das Einzige, was zählt. Daher der wichtigste Rat: Mach das Beste draus! Kümmere dich um deine Familie und deine Freunde, denn so wird es dir besser gehen! Wenn es ihnen gut geht, geht es dir auch gut. Ganz egal, ob sie real sind oder nicht. ;-)

    Die Erfahrung und das Bewusstsein, dass man etwas bewirken und verändern kann, wenn man will, ist elementar für die Zufriedenheit im Leben, Stichwort Selbstwirksamkeit (die Frage nach der Realität stellt sich da gar nicht). Wenn man weiß, dass man sein Ziel erreicht, wenn man sich anstrengt, wird man motivierter und engagierter sein, und wenn das Ziel erreicht ist, ist die Freude umso größer. Dementsprechend sollte man den Leuten aus dem Weg gehen, die immer nur jammern und schimpfen. Entweder sie haben sich immer vergeblich angestrengt (was bedauerlich ist) oder sie sind zu faul, um etwas zu verändern.

    Behalte dir deine gedankliche Freiheit bei und genieß deine Realität - wenn sie nicht real war, hattest du trotzdem ein tolles Leben... ;-)

    Kommentar von LouisGoebel LouisGoebel

    Direkt DH..

  • 32
    Morgen, Muffel...
    Hilfreichste Antwort von Draschomat Usermod

    Genieß doch das Privileg, das man als Student besitzt: Völlig selbständig arbeiten. Egal, wo. Egal, wann. Hauptsache, die Sache wird in einer bestimmten Zeit erledigt. Hauptsache, die Sache wird in einer bestimmten Zeit gelernt. Keine ständigen Befehle, keine ständigen Erinnerungen, dafür volle Eigenständigkeit. Warum das aufgeben? Und vor allem: Warum sich selbst einschränken, wenn es nicht sein muss? Viele Menschen wissen nicht mehr, was Freiheit ist, vor allem weil sie sich selbst mehr Grenzen setzen als nötig.

    Ändern wir mal die Sichtweise: Es ist die Pflicht eines Studenten, faul zu sein, alles möglichst spät zu erledigen, am besten auf den letzten Drücker. Passend zu dieser Lebensweise gehört es sich, sich möglichst lange am - wie du schon richtigerweise sagst - "göttlichen Bett" zu erfreuen. Auch ist es ein Muss, erst einige Zeit schlaftrunken durch die geschäftige Umgebung zu wanken, bevor man sich dem Buchstabensalat der unzähligen Bücher widmet. Sonst kann ja niemand sagen, Studenten hätten es so schön, müssten ohnehin nie arbeiten bzw. lernen. Man ist quasi dazu verpflichtet, genau dann zu arbeiten und zu lernen, wenn es niemand mitbekommt. Was bleibt denn da anderes übrig als die Nacht? Wir haben einfach keine andere Wahl!

    Um noch mal ernst zu werden: Du bezeichnest dich selbst als Nachteule. Du kannst es dir erlauben, diesen Rhythmus zu leben. Also alles im grünen Bereich. Studenten sind so flexibel, dass sie problemlos "umschalten" können, wenn der Berufsalltag beginnt und man zur frühmorgentlichen Hektik gezwungen ist. Ist es dein Ernst, von "schöner morgendlicher Ruhe" zu sprechen? Das einzig Schöne am Morgen ist ein Sonnenaufgang oder der Ruf eines verirrten Gockels, aber ansonsten sehe ich nur gehetzte Leute, eine unangenehme Hektik und eine endlose Autoschlange. Ist es nicht ein Genuss, sich in einer solchen Situation nochmal im Bett umdrehen zu können (und zwar nicht nur fünf Minuten, lieber fünf Stunden!) und dafür die Nacht zu nutzen - die Zeit, in der die Welt wirklich angenehm still steht? Mein bevorzugtes Motto also: CARPE NOCTEM!

    P. S. Ein Studium braucht keinen Wecker, ein Studium braucht Bücher, einen wachen Geist und ein ruhiges Plätzchen!

    LG von einem "Leidensgenossen", der jetzt schlafen geht... ;-)

    Kommentar von auchmama auchmama Usermod

    Wir haben einfach keine andere Wahl!

    mitleidigguck ;-)

    Kommentar von Draschomat Draschomat Usermod

    Na endlich zeigt jemand mal Verständnis... ;-)

    Kommentar von auchmama auchmama Usermod

    koppstreichelundtröst - kennst mich doch ;-)))

    Kommentar von scopie scopie Fragant

    Na, mit so einer bestärkenden Antwort hatte ich nicht gerechnet. Ich hatte in letzter Zeit wohl mit zu vielen Menschen zu tun, die eher / lieber den Tag nutzen als die Nacht. Bin kein Fähnchen im Winde, aber irgendwann fing ich dann doch mal an mich am Kopf zu kratzen und zu fragen.
    Und irgendwie wirkt sie jetzt auch ein bisschen hinfällig, meine Frage, wenn ich deine Zeilen lese. Nur so ein bisschen. Und die vielen Antworten, von denen ich die meisten mit einem Schmunzeln gelesen habe, haben mich auch wieder etwas "zurechtgerückt". Ist doch alles halb so wild. Auch wenn ich ein paar Tipps der User aufgreifen werde.

    Ich danke dir für deine Antwort. Wirklich schön.

    Kommentar von Draschomat Draschomat Usermod

    Gerade ist mir noch das passende Video zu dieser Frage eingefallen:

    http://www.youtube.com/watch?v=SFLX2h66zco

    Vielleicht kann man sich da einiges abschauen... :-D

    Kommentar von Janiela Janiela Fragant

    Wow, klingt das idealisiert. So ein Studium will ich auch. Nee ernsthaft: Ich bestätige hier die richtige Ansicht, die richtige humorvolle Umgangsweise, mit dem Klischee fertig zu werden, indem man darin aufgeht und ich bestätige auch, dass man sich weitgehend seine Zeit selbst einteilen kann, aber leider ist es in meinen Fächern an meiner Uni derart verschult und mit Anwesenheitspflichten durchsetzt, dass ich darunter leide, nicht meinen Rhythmus des autodidaktischen Lernens durchziehen, einfach ein Buch lesen und am Ende die Prüfung machen zu können. Stattdessen muss ich mit Anwesenheit glänzen, in Gruppenarbeit Papierschnipsel ausschneiden und auf einem anderen Blatt zusammenkleben, bunte Plakate zur Veranschaulichung einer Theorie gestalten und mir jede Menge unausgereifte Denkweisen anhören. Ich wünschte, ich könnte 'n Magister machen :(

    Kommentar von Draschomat Draschomat Usermod

    Jep, die Verschulung hat Einzug gehalten und auch die Anwesenheitspflicht wurde vor wenigen Semestern verschärft, um sie kurz darauf immerhin wieder etwas zu entschärfen, auch oder vor allem auf Druck der Studenten. Ansonsten gilt der Satz, der eigentlich immer gilt: Versuchen wir das Beste daraus zu machen.

    Kommentar von scopie scopie Fragant

    Ach mensch, so eine rege Beteiligung und so viele tolle Antworten. Kommt ja selten vor, dass man am liebsten gleich mehrere auszeichnen will.

    Ich danke dir - um zwanzig nach zwei... ;-) und auch allen anderen für die guten Ratschläge und all die Worte. Gute Nacht. :-)

    Kommentar von Draschomat Draschomat Usermod

    Vielen Dank für den Stern - die Frage hat richtig Spaß gemacht. Wie auch die Seminararbeit, die gerade eben wieder um zwei Seiten angewachsen ist. Dabei hat die Nacht erst begonnen... für heute habe ich aber genug (getan). ;-)

    Kommentar von auchmama auchmama Usermod

    Auch wenn mein "träum süß" einige Tage später kommt, ist es garantiert noch nicht zu spät!

    Heute Abend wird es ja wieder dunkel und morgen wird weiter geschlaf......ääähm studiert ;-)))

  • 16
    Gibt es sowas wie ''Fotogen'' wirklich?
    Antwort von Draschomat Usermod

    Naja, Fotogenität hat viel mit Schönheit an sich zu tun. Und zu Schönheit gehören etwa Symmetrie oder homogene Größenverhältnisse. Dünn heißt nicht automatisch schön, und etwas mollig heißt nicht zwingend unschön. Vor wenigen Jahrzehnten war das Frauenideal übrigens noch von mehr Rundungen geprägt als heutzutage, was eigentlich schade ist, weil es nicht nur viele vermissen, sondern weil es auch wesentlich gesünder war. ;-)

    Ich würde aber sogar behaupten, dass Fotogenität und Schönheit gar nicht so sehr von der Person abhängen, sondern eher vom Können des Fotografen. Wenn man top gestylt ist, ist es natürlich nicht so schwierig, ansprechende Fotos zu schießen. Aber wenn ein Fotograf den Blick für die richtige Kameraposition und den richtigen Augenblick hat, kann er aus jedem Objekt ein tolles Foto machen. Und so ein Foto ist in den meisten Fällen wesentlich besser als die gestellt wirkenden Fotos mit den oft unnatürlichen oder sogar überschminkten Gestalten. Gelungene Privatfotos halte daher in der Regel für deutlich schöner, gelungener, aussagekräftiger, auch erotischer etc. als Bilder aus der Promi-Presse.

    Der Fotograf soll im Idealfall also der Künstler sein. Nicht das Objekt und nicht der Kosmetiker. Auch nicht die Kamera. Es gibt nicht wenige Menschen, die glauben, eine sehr teure Kamera sorge immer für schöne Bilder. Auch eine fotogene Person garantiert kein gutes Bild. Die Gesamtkomposition muss stimmen, und die muss der Fotograf im Blick haben.

    Posing wirkt meist unnatürlich, aber immerhin kann man damit als Objekt meistens für ein passables Ergebnis sorgen. Beispiele: Nie von unten fotografieren lassen. Oder auch nie frontal, sondern immer leicht seitlich oder mit leicht gedrehtem Kopf. Es sei denn, man hat ein exakt symmetrisches Gesicht, aber das ist sehr selten. Exakt unter der Mitte der Nase befindet sich etwa meist nicht die Mitte der Zahnreihe. Beim Testen nicht erschrecken... ;-)

    Bei einem schlechten Fotografen oder einer sehr ungünstigen Position kann es sicherlich passieren, dass eine Person auf dem Foto nicht so schön wirkt wie in der Realität. Meistens ist es aber andersherum: Man erschrickt, wenn man eine aus den Medien bekannte Persönlichkeit real erblickt. Oder wenn man Alltagsbilder der Promis sieht. Schönheit ist in den Medien mehr Schein als Sein, das sollte man immer bedenken.

  • 12
    Lohnt es sich noch, Latein auf Lehramt zu studieren?
    Hilfreichste Antwort von Draschomat Usermod

    Ja, sicher lohnt sich ein Lateinstudium. Bei einer anderen antiken Sprache, nämlich Altgriechisch, müsste man sich schon eher Gedanken machen, da es nur noch an sehr wenigen Gymnasien unterrichtet wird und die Studentenzahlen sehr niedrig sind.

    Vor einigen Jahren gab es die Vermutung, Latein könnte von Französisch und vor allem von Spanisch als die am häufigsten gewählte Fremdsprache an Gymnasien nach Englisch verdrängt werden. Das traf aber überhaupt nicht zu, Spanisch spielt keine allzu große Rolle und die Zahlen der Lateinschüler haben ihr Tief bereits überwunden - Latein ist noch vor Französisch weiterhin die zweite Wahl. Die Vorteile in Sachen Allgemeinbildung und sprachlicher Fertigkeit überwiegen bei Latein einfach, gerade im Deutschen wird man bei guten Lateinkenntnissen deutlich besser, auch schreibt man viele Fremdwörter automatisch richtig und das Erlernen fremder Vokabeln fällt ohnehin sehr leicht.

    Aber zurück zum Studium: Wichtig ist, dass du die Situation in deinem Bundesland kennst. Wie steht es um das Unterrichtsfach Latein, wie steht es um das Gymnasium. Und welche Universitäten bieten überhaupt die Kombination Latein/Musik an. Das ist mit Sicherheit keine gewöhnliche Kombination, aber soweit ich weiß, gibt es Universitäten, die diese Kombination ermöglichen. Man muss aber bedenken, dass die meisten Musiklehrer Musik als Doppelfach studieren, weil das Fach an sich schon fordernd ist, sowohl im Studium (man muss mehrere Instrumente beherrschen) als auch im Beruf (Proben etc.). Ein Lateinstudium stellt auch ein sehr anspruchsvolles Studium dar, deshalb ist die Kombination mit Musik bestimmt schwierig, aber wohl auch machbar, schließlich studieren manche die Kombination Latein/Mathe. ;-)

    Günstiger, auch aus inhaltlicher Sicht, wäre die Verbindung Latein/Geschichte - alles, was man in Alter Geschichte (= Antike) lernt, lässt sich für Latein anwenden. Ebenso wäre Religion günstig, zudem Deutsch, da man bei jedem Sprachstudium auch im Deutschen jede kleinste Kleinigkeit bei Grammatik und Wortschatz kennen sollte (später als Lehrer ist Deutsch natürlich eher undankbar).

    Fazit: Informier dich bei Lehrern und Universitäten, wie es um deine Wunschkombination steht. Normalerweise hast du für die Entscheidung noch einige Monate Zeit, vielleicht ergibt sich die Sache von alleine. Evtl. ändert sich deine jetzige Meinung, evtl. ist eine Option gar nicht möglich, sodass die Pläne umsonst waren. Umso besser, wenn du frühzeitig Informationen einholst und die Möglichkeiten auslotest. Die besten Tipps gibt es übrigens von denen, die gerade das studieren oder vor Kurzem das fertig studiert haben, was du selbst studieren willst. Viel Erfolg! ;-)

    Kommentar von QuestionMarkk QuestionMarkk Fragant

    Vielen Dank für diesem, mir Hoffnung bringende Antwort. :) Ich bin auf meine Studienfächer schon lange vorbereitet, ich weiß ganz genau wo man sie studieren kann und was ich dafür können muss. Ich mache z.B. schon seit ca. 2 Jahren ein Vorstudium in Musik, damit ich durch die Aufnahmeprüfung komme.

    Kommentar von Draschomat Draschomat Usermod

    Ok, das klingt ja optimal. Du scheinst auf die Zeit nach dem Abitur perfekt vorbereitet zu sein. Mach dir deshalb keinen Kopf, ob Latein noch länger unterrichtet wird. Im Bildungswesen gibt es andere Schwierigkeiten zu bewältigen. ;-)