Frage von HantelbankXL, 27

Würde ein Geiger-Zähler den Rauch einer Zigarette "erkennen"?

Also würde er eine größere Radioaktivität anzeigen, wenn in der Nähe eines Rauchers gemessen wird?

Ich frage deswegen, weil die Tabakpflanze bekannterweise Schadstoffe aus der Umgebung, darunter auch radioaktive Stoffe, aufnimmt und folglich der Zigarettenrauch Spuren von Plutonium und Polonium enthält.

Antwort
von Lucky8Bastard, 11

Nein würde er nicht, da die Konzentration in der Zigarette bzw. im Rauch zu gering ist. Außerdem nimmt man die radioaktiven Stoffe beim rauchen ja in den Körper auf was auf lange Sicht (z.b. 10 Jahre rauchen) eine nicht zu vernachlässigende Strahlenbelastung nach sich zieht.

Ein starker Raucher der pro Tag z.b. 20-40 Zigaretten raucht, erhält eine Strahlenbelastung der Lungen die ca. 250 Röntgenaufnahmen der Lunge entsprechen, also ist nicht gerade wenig ^^

Ein durchschnittlicher Raucher nimmt laut Studien in 10 Jahren eine Strahlendosis von ca. 80 Rem auf, was etwa 800 Millisievert bzw. 800.000 µSv entsprechen.

Zum Vergleich: ein Arbeiter in einer kerntechnischen Anlage (also Forschungseinrichtung oder Kernkraftwerk) darf pro Jahr maximal 20 Millisievert an Dosis. Nach 10 Jahren Arbeit in einem Kernkraftwerk ist dieser also nur einem Viertel an Dosis dessen ausgesetzt was ein normaler Raucher erhält (und nur als Anmerkung: ich arbeite im Kernkraftwerk und mache in verschiedenen Kraftwerken in ganz Deutschland ca. 5 Revisionen also Wartungsarbeiten mit pro Jahr. Obwohl bei Revisionen die meiste Strahlenbelastung vorhanden ist, habe ich in 6 Jahren gesamt nur ~ 3 Millisievert an Strahlendosis erhalten. Die 20 Millisievert werden also sehr,sehr selten überhaupt erreicht. Die Mitarbeiter die viel bekommen haben meist so 10-12 Millisievert pro Jahr an Dosis.)

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