Frage von GittiHapee, 232

Woher wussten die Evangelienschreiber das?

Hallo, ich frage mich schon länger, wie die Evangelisten manche Sachen wissen konnten. Woher wussten sie zum Beispiel, wie Jesu Kindheit und Geburt ablief. Ich meine, Christen erzählen ja viel von der Geburt Jesu, weil sie das ja an Weihnachten feiern, aber woher wissen sie das das alles auch so ablief. Die Jünger Jesu lernten ihn ja erst kennen als er schon Ende 20 war. Also waren sie nicht dabei und kannten auch niemanden der dabei war. Und als die Evangelien geschrieben wurden waren die Eltern Jesu ja auch schon tot. Wo hatten sie also ihre Informationen her? Das kann doch nur aus Erzählungen stammen. Hat Jesus ihnen das erzält oder andere Leute? Ich finde da gibt es ein großes Problem mit der Glaubwürdigkeit.

Antwort
von Giustolisi, 80

Das sind nur Geschichten, keine Bereichte. Ob das Ganze zumindest einen wahren kern hat,lässt sich nach heutigem Stand nicht herausfinden. Wie oft in der Antike haben auch die Verfasser der Evangelien wohl  Einiges dazu gedichtet und bei anderen Mythen abgeschrieben. Es gibt viele Parallelen zu anderen Mythen.

Sollte es Jesus den Prediger gegeben haben, sind die ganzen Wundergeschichten höchstwahrscheinlich nur die Dichtung derer die die Geschichten mündlich überliefert und später niedergeschrieben haben. Die kannten immerhin das alte Testament, wussten also, welche Bedingungen der Messias erfüllen muss. So ist seine Abstammung aus dem Hause Davids eine der Voraussetzungen.
In der Bibel wird an zwei Stellen erwähnt, wie die Abstammung Josefs auf das Haus David zurückzuführen sei. Nun hatten die Leute damals nicht die Möglichkeit, Stammbäume so zurück zu verfolgen, es gab ja kein Geburtsregister oder Ähnliches, Geburten wurden nur bei den Mächtigen dokumentiert. So ist es nicht verwunderlich, dass die Stammbäume in den Evangelien fast keine Übereinstimmungen zeigen, sie sind außerdem unterschiedlich lang und Josef war (sofern man der Jungfrauengeburt Glauben schenkt) nicht mal ein teil der Blutlinie. 

Irgendwie mussten die Leute damals die  Stellen auffüllen, die fehlten, um Jesus zum Messias zu machen. Die Mythen sind einfach erfunden.

Antwort
von Rowal, 39

Du erhältst hier auf solche Fragen viele Antworten, wonach jeder nach seinem Wissen oder nach seiner - in der Regel bereits vorfabrizierten Meinung - antwortet. Amüsant finde ich, dass keiner aus dem Matthäus- und Lukasevangelium (diese beiden berichten von der Geburt des Jesuskindes) selbst herauslesen will, wie zuverlässig der jeweilige Autor seine Quellen einschätzt. Da kommen Engel vor, der spätere Johannes der Täufer hüpft im Mutterleib, als er die Nähe des ebenfalls ungeborenen Jesus spürt u.s.w. Ich denke, es ist  klar, was die Aurtoren damit sagen wollen: "Vorsicht, hier ist die Quellenlage unsicher, ich berichte zwar nach bestem Wissen und Gewissen aber ich weiß von den Umständen der Geburt fast nichts".

Dieses wird auch noch gestützt durch historisch bekannten Eckpunkte. So war Quirinius Statthalter ab 6 nach Christus. Nach Lukas wurde Jesus unter Quirinius geboren, aber nach Matthäus unter Herodes dem Großen also etwa 12 Jahre vorher. Nach Lukas war Jesus etwa 30 Jahre alt, als er öffentlich zu wirken begann (ca. im Jahre 28), also muss er nach seinen eigenen Angaben vor der Amtszeit von Quirinius geboren sein.

Ein Problem mit der Glaubwürdigkeit sehe ich allerdings nicht, da die Autoren ja selbst auf diesen Kenntnismangel hinweisen. Weitaus zuverlässiger sind die Berichte über das öffentliche Wirken von Jesus und die Passionsgeschichte und hieraus ergibt sich: Jesus ist Gottes Sohn und ist  auferstanden. Dass die Umstände seiner Geburt nur ungenau und über die meiste Zeit seines Lebens gar nichts bekannt ist, spielt dabei keine Rolle.

Antwort
von freshoo, 110

Da gibt es viele Unstimmigkeiten, eine "Jungfrau" gebärt ein Kind und es tauchen 3 fremde mit Geschenken zur Geburt auf, ich weiß ja nich. Die Geschichten Stammen aus Briefen und Erzählungen die über viele Jahre und viele Personen wiederholt, angepasst und geändert wurden (Jeder hat mal als Kind Stille Post gespielt und weiß wie das läuft). Man sollte das nicht alles so ernst nehmen. 

Die Bibel sollte man nicht als die Warheit hinstellen, viel mehr als eine Sammlung von Geschichten und Moral die einem im Leben helfen können (wenn man es braucht). Stell es dir ein bißchen vor wie Harry Potter, eine Geschichte die sich jemand ausgedacht hat und die anschließend von mehreren Autoren jeweils nach den eigenen Vorlieben niedergeschrieben wurde.

Kommentar von Garfield0001 ,

du weisst das die 3 fremden Sterndeuter waren und dass irgendeine Konstellation für sie Anlass war für diese Reise? was meinst du wie viele heute Horoskope lesen und danach handeln? nix anderes. nur das die 3 Typen Profis waren. und warum soll das mit der Jungfrau (spätestens bei der Geburt war sie keine mehr und Jesus hatte noch einige Geschwister) nicht möglich sein wenn ein gott im Spiel ist?

Kommentar von freshoo ,

Hui, fühl dir nicht auf die Füße getreten. Ich verstehe das manche Menschen sich gerne darin vergraben weil sie eine schwere Zeit durchmachen und keinen Ausweg sehen oder einfach nur der Zugehörigkeit bedürfen. Ich mag einfach nicht den Gedanken daran durch einen "Gott" fremdbestimmt zu sein. Leider funktioniert die Bibel so nicht, viel zu viele Passagen die sich wiedersprechen, tut mir leid. Ich bin da eher immer skeptisch, das ist so typisch für mich als Stier.

Kommentar von hoax59 ,

¨Man sollte das nicht alles so ernst nehmen!¨ Kann man so halten, ist aber wirklich echte Glaubenssache. Die Bibel ernst zu nehmen oder nicht, ist eine rein persönliche Entscheidung. Sie haben sich für ¨Nein¨ entschieden. Ich habe mich für ¨Ja¨ entschieden. Was mag der Unterschied sein? Ich bewerte die Bibel nicht mit dem Kopf. Dann hätten Sie Recht - es wäre nicht mehr als ein Märchenbuch. Ich lasse die Bibel das sein, was ihr eigener Anspruch dazu ist: das Buch Gottes. Die Buchstaben liest man mit den Augen, verstehen tut man sie mit dem Herzen. Die Bibel ist kein Einmalartikel, sondern verlangt nach Beziehung. Logisch, weil sie als Autorität für Gottes Wort Beziehung zu unserem Schöpfer herstellt. Und wie in einer guten, auf unbefristet angelegten Beziehung erschließt sich erst mit den Jahren mehr und mehr das Wesen in diesem Buch. Langsam entdeckt man kleine Kostbarkeiten darin, die einem selbst das eigene Wesen erklären helfen. Es ist kein Buch für Narren. Es ist ein Werk für Geduldige.

Antwort
von wildcarts2, 12

Die Frage ist eigentlich ganz einfach zu beantworten:

Wenn jemand eine Geschichte erfindet, kann er sich ausdenken was immer er will. Stammt eine Erzählung aus mündlichen Überlieferungen/Erzählungen und wurde von ihm lediglich aufgeschrieben, kann man natürlich eigene künstlerische Freiheit und Fantasie einbeziehen oder die seiner Quellen.

Fakt ist nämlich, dass diese Geschichten frei erfunden wurden. Eventuell sind einige Passagen tatsächlich passiert, wurden aber zusammengebastelt und in einen neuen Kontext gepackt. Denn mit dem NT wurde versucht das Judentum zu reformieren. Diverse Alttestamentarische Inhalte wurden mir jüdischen Mythen (u.a. Messias-Myhtos) verbunden und in eine einigermaßen lineare Geschichte verpackt.

Die Autoren der Evangelien waren in jedem fall Aussenseiter und keine Zeit/Augenzeugen. Sie sammelten lediglich Geschichten aus dem Volk und formten damit ihre eigene Ideologie.

Jesus hat nie gelebt! Zumindest nicht die biblische Figur. Eventuell gab es einen oder mehrere Wanderprediger, deren Geschichte(n) als Basis genommen wurden. Aber das werden wir wohl nie erfahren.

Die Geburt Jesu wird in den Evangelien schon unterschiedlich dargestellt und passt zeitlich nicht zu dem Rest der Geschichten, da Jesus älter gewesen sein müsste, wenn er zu einem der geschilderten Ereignisse geboren worden wäre.

Falls sie tatsächlich dazu dienten, einen Wanderprediger als "Messias" auszuweisen, ist es möglich, dass diese Passagen zur Geburt und Kindheit dazu gedichtet wurden, um weitere "Prophezeiungen" als erfüllt darzustellen. Da zwischen dem 12. und 29. Lebensjahr Jesu nichts zu finden ist, ist dies sogar wahrscheinlich. Ein plötzlich auftauchender "Gottessohn" wäre für die Adressaten dieser Geschichten unglaubwürdig. Die Juden legten schließlich viel Wert auf ihre Ahnenfolge. Da die Geschichten um Jesus erst 60-120 Jahre nach den geschilderten Ereignissen aufgeschrieben wurden, war es möglich diese Lücke offen zu lassen. Wären es Zeitzeugenberichte gewesen, hätte man zumindest einige Hinweise geliefert, was in dieser Zeit geschehen ist bzw. was Jesus mit seiner Zeit angefangen hat. Da man im Judentum aber erst mit 30 als vollwertiger Mann angesehen wurde, ist es nicht verwunderlich dass die Geschichten sich um diese Lebensspanne drehten.

Also mach dir keine Gedanken! Die Bibel ist nur ein Märchenbuch!

Antwort
von Raubkatze45, 55

Die Wahrheit beschränkt sich nicht auf historisch feststellbare Tatsachen. Wahr ist auf jeden Fall das in den Texten überlieferte Zeugnis der ersten Christen (der Evangelisten) über Jesus Christus. Unser Glaube gründet auf diesem Zeugnis und nicht auf angeblichen historischen Rekonstruktionen. Vor der schriftlichen Abfassung der Evangelien gab es bereits  die mündliche Überlieferung. Deshalb kann man annehmen, dass Lukas die Berichte über die Kindheit Jesu bereits vorgefunden hat, denn er hatte sich ja entschlossen, „allen Ereignissen von ihren ersten Anfängen an sorgsam nachzugehen“ (Lk 1,3)

Die Frage, woher diese Geschichten stammen, wer sie dem
Evangelisten übergeben hat und von wem sie erstmals mündlich fixiert worden sind, wird sich zwar nie mit voller Sicherheit beantworten lassen, aber es spricht vieles dafür, dass die Berichte von Lukas direkt oder indirekt auf die
Mitteilungen Marias zurückgehen.

Antwort
von oelbart, 85

Kommt ein bisschen darauf an, wen Du fragst. Die Wissenschaftliche Seite (auch die Bibelwissenschaft) sagt, dass das vor allem literarische Elemente sind. Lukas zB wollte klarmachen, dass Jesus von Geburt an Gottes Sohn war, und nicht erst seit der Taufe o.Ä. Deshalb stellt er die Geburt Jesu bereits als magisches Ereignis dar.

Traditionellerweise geht man stattdessen davon aus, dass diejenigen, die dabei waren (also vor allem Maria, die Hirten, Jünger,...) das alles später weitererzählt haben. Das Problem - wie hier ja bereits angesprochen - ist aber, dass die Geschichten erst Jahrzehnte später aufgeschrieben wurden, und dazwischen ist viel "Stille Post" gewesen.

(Übrigens muss man deshalb nicht aus der Kirche austreten - historisch-kritische Bibelwissenschaft gibt es auch in den Kirchen schon länger...)

Antwort
von warehouse14, 35

Woher weißt Du eigentlich, ob alles genauso ablief bei DEINER Geburt, wie es Dir erzählt wurde? o.O

Ich meine, Du warst ja hoffentlich dabei und kannst sofort erkennen, wenn was einfach erfunden wurde... ;)

Beschäftige Dich mal mit dem Thema unzuverlässiges Gedächtnis und Du verstehst, daß man nicht mal seinen eigenen Erinnerungen trauen darf, geschweige denn denen anderer Leute.

Egal, ob es sich um etwas religiöses oder ganz banal Alltägliches handelt.

Jede Erzählung ist fehlerhaft. Aber das macht das Thema einer Erzählung als Ganzes noch lange nicht unglaubwürdig.

In Bezug auf Jesus ist es nunmal so, daß die Einzelheiten seiner Geburt nun wirklich nicht sonderlich relevant sind für seine Funktion im allgemeinen.

Selbst wenn es den einen Jesus nicht gegeben hätte wäre es unwichtig.

Die Lehre, die auf dieser einen Person aufbaut, wäre auch dann noch glaubwürdig, wenn Jesus nicht Jesus heißen und sogar ein Mädchen gewesen wäre. XD

Weil eine ausgesprochene Wahrheit sich nicht ändert, nur weil der Aussprechende anders ist, als man allgemein gerne glaubt. ;)

warehouse14

Kommentar von Zicke52 ,

Ganz egal, wie die Geburt des FS abgelaufen ist, das Resultat ist wohl unstrittig: er ist ein Mensch. 

Bei Jesus ist diese Frage aber DER wesentliche Punkt. Wenn es nicht so war wie in der Bibel beschrieben, dann war er Mensch, nicht Gott. Dann wäre das Christentum keine Religion, sondern eine philosophische Strömung wie jede andere. Das Christentum (und alle anderen Religionen) steht und fällt also mit der Frage des Wahrheitsgehaltes der "heiligen" Bücher.

Kommentar von warehouse14 ,

@Zicke52:

Also für mich ist es unerheblich, ob Jesus der Sohn oder die Tochter Gottes ist. o.O

Aber nicht unerheblich sind die moralischen Richtlinien, die das Kind Gottes uns gelehrt hat. ;)

warehouse14

Kommentar von Zicke52 ,

Es geht nicht um Sohn oder Tochter, sondern darum, ob er überhaupt Kind Gottes war. Wenn der Inhalt der Bibel nicht stimmt, gibt es auch den dort beschriebenen Gott nicht.

Natürlich kann man die Bibel auf ihre Lehre reduzieren (genau das tun Atheisten), aber dann steht sie auf dem gleichen Prüfstand wie alle anderen Weltanschauungen. Das heisst, sie genösse nicht mehr die Vormachtstellung der Religionsfreiheit über die Meinungsfreiheit, den Ausdruck Blasphemie gäbe es überhaupt nicht, sie könnte durch Menschen geändert, verbessert oder ersetzt werden.

Kommentar von warehouse14 ,

Ob der Inhalt der Bibel stimmt hängt in erster Linie davon ab, ob das, was da beschrieben wird, mit dem Bild von Gott, das man bereits hat, übereinstimmt.

Man gleicht die Beschreibungen also nur mit bereits vorhandenem Glauben ab.

Oder auf gläubige Weise erklärt:

Man erkennt die Wahrheit hinter den Worten durch den heiligen Geist Gottes, der es bezeugt durch sein Wort...

warehouse14

Antwort
von nowka20, 9

das waren eingeweihte in geistige prinzipien.

sie waren "diener des wortes", welches ja am anfang war.

Antwort
von TheErdnuss, 77

Mannomann, wie mich die Antworten hier schon wieder aufregen.

Diese verdammten Atheisten, die, anstatt einfach die Frage zu beantworten, versuchen einem klar zu machen, dass man vollkommen verblödet ist, solange man an einen Gott glaubt. 

Die sind genauso schlimm wie die Christen, die sagen, dass das alles Gottes Werk gewesen und nicht zu hinterfragen ist.

Ich hasse es.

Wie auch immer, ich versuche dir mal eine distanzierte und objektive Antwort aus dem zu geben, was ich im Laufe der Zeit gelernt und mir selbst erschlossen habe:

Ganz wichtig ist zu Anfang, das jedem, egal ob Gläubiger oder nicht, klar sein muss, dass die Bibel ein von Menschen geschriebenes Buch ist. Das zu bestreiten wäre tatsächlich dämlich. Wenn einem das klar ist, muss man darüber nachdenken, wann die Bibel (oder speziell in diesem Fall das neue Testament) geschrieben wurde. Und natürlich, wie viel Zeit zwischen den tatsächlichen Ereignissen und den Evangelien liegt.

Alle läuft darauf hinaus, dass die Geschichten über Jesus viele Jahrhunderte lang per Mundpropaganda weitergegeben worden sind, bis sie irgendwann jemand aufgeschrieben hat. Da kann natürlich einiges durcheinander kommen und es ist nicht wirklich klar, was damals tatsächlich passiert ist und was nicht. 

Das erkennt man bereits daran, dass es vier Evangelien gibt, die sich alle ein wenig unterscheiden. Wenn man genau wüsste, was geschehen ist, dürfte dem ja nicht so sein.

Dazu kommt noch, dass die Wissenschaft vor 2000 Jahren einfach nicht so weit war wie heute und man sich manche Dinge, die damals unerklärbar waren, versucht hat, mit Gott zu erschließen.

Worauf ich hinaus will ist, dass in so einer langen Zeit, die originale Geschichte teilweise verändert wurde und man niemals wissen wird, wie es tatsächlich war. Daher hast du natürlich Recht, wenn du sagst, es sein unglaubwürdig. 

Meiner Meinung nach, geht es aber auch weniger darum ob Jesus nun von einer Jungfrau geboren wurde oder über Wasser laufen konnte, sondern vielmehr um die Intention mit der er gehandelt hat. Also Mitgefühl, Nächstenliebe und so weiter. Eben die christlichen Werte.

Also zusammengefasst:
Ja, die Geschichten aus der Bibel haben so wahrscheinlich nie stattgefunden.
Was sie jedoch bedeuten, musst du für dich selbst entscheiden.

Ich lasse meine persönliche Einstellung dazu mal außen vor :)

MfG, TheErdnuss

Kommentar von Nadelwald75 ,

Hallo TheErdnuss,

was du so hier anscheinend aus dem Bauch heraus schreibst, lässt sich sogar belegen:

Ich zitiere dazu mal auszugsweise einen Text von Anton Vögtle, katholischer Theologe. Er gilt als international anerkannter Exeget, Wissenschaftler und Wegbereiter historisch-kritischer Bibelauslegung, der über die Verfasser des neuen Testaments schreibt:

"Dem westlichen Menschen ist Wahrheit in ihrer vordringlichsten Bedeutung geschichtliche Tatsächlichkeit, bis zur Vernachlässigung des Sinnes. Sein Ideal der Wirklichkeit ist gewissermaßen „ein
Film der Ereignisse“….

Demgegenüber ist der Orientale auf den Sinn versessen, und das bis zur Vernachlässigung der geschichtlichen Tatsächlichkeit.

Sein Ideal ist deshalb eine tiefsinnige Erzählung, die den Sinn eines Faktums möglichst anschaulich und kraftvoll zur Geltung bringt.
…. Nach gut alttestamentlicher Manier bringen sie …eine Glaubenswahrheit auch durch eine veranschaulichende Erzählung zum Ausdruck. Um eine Glaubenswahrheit zu veranschaulichen, verwenden sie altbiblische Motive und Erzählschemata
.

Solche teilweise höchst spektakulär klingenden Lehrerzählungen, zu denen auch gewisse Wundergeschichten zählen, lassen nun
einmal im Hörer keineswegs unbegründete Zweifel aufkommen, ob er hier wirklich an ein so erfolgtes, sicht- und hörbar wahrgenommenes Geschehen glauben muß."

.

Kommentar von TheErdnuss ,

Jup, hab das alles "aus dem Bauch heraus" geschrieben.

Kannte das Zitat auch nicht, aber es ist ja im Prinzip genau das, was ich gesagt habe ^^

Kommentar von Garfield0001 ,

nur weil 4 verschiedene Leute etwas andere Texte schreiben (wichtig ist ja dabei zu wissen aus welchem Hintergrund die kamen bzw welchem Zweck sie damit verbanden), heißt es nicht dass es nicht so gewesen ist :-)

Kommentar von TheErdnuss ,

Nein, aber es heißt, dass mindestens drei der Geschichten nicht stimmen. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass alle nicht korrekt sind, sondern es anders war ^^ 

Kann halt keiner wissen

Kommentar von Zicke52 ,

Na, du bist mir ja ein unwirscher Christ.

Zuerst gibt du den "verdammten Atheisten" recht, indem du zugibst, dass die Bibelgeschichten auf Legenden beruhen ("haben so nie stattgefunden"). Nichts anderes behaupten Atheisten ja. 

Und dann nimmst du eine erstaunliche Kurve: es gehe weniger darum, ob Jesus von einer Jungfrau geboren wurde oder über Wasser laufen konnte - doch, genau darum geht es! Ohne diese Details liesse nichts auf seine Göttlichkeit schließen, und der Inhalt seiner Lehre hätte somit keinen größeren Wert als der jeder menschlichen Weltanschauung, nämlich den, den man ihm bemisst. Aber genau hier unterscheidet sich Religion von Philosophie und daraus bezieht sie ihren Anspruch auf Höherwertigkeit: durch ihren Bezug auf Göttlicheit oder Überirdigkeit. Die christliche  (und jede andere) Religion steht und fällt also mit dem Glauben an das Unglaubliche.

Atheisten lehnen ja keineswegs alle religiösen Grundsätze ab, sie beurteilen sie nur wie alle anderen Regeln auch, daß heisst nach ihrer Sinnhaftigkeit. Also: die guten ins Töpfen, die schlechten in den Müll. So halte ich es jedenfalls.

Kommentar von TheErdnuss ,

Uff.....na dann wollen wir dich mal aufklären:

  1. Ich sagte nicht einfach "verdammte Atheisten". Ich pauschalisiere nicht. Ich habe die Atheisten, die ich meine im selben Satz näher definiert.
  2. Ich sagte nicht "haben so nie stattgefunden". Sondern "haben so WAHRSCHEINLICH nie stattgefunden". Das bedeutet, ich halte die exakten Handlungen, so wie sie in der Bibel stehen für unwahrscheinlich.
  3. Es geht eben NICHT darum, die Bibel wörtlich zu nehmen. Das wäre Schwachsinn.
  4. Religion bezieht keinen Anspruch auf Höherwertigkeit.

Bitte denke das nächste Mal nach, bevor du antwortest.

MfG, TheErdnuss

Kommentar von Zicke52 ,

@TheErdnuss: Aber natürlich bezieht Religion Anspruch auf Höherwertigkeit! Ginge es nur um den Inhalt der Lehre, wäre es ja unnötig gewesen, Jesus mittels Wundergeschichten auf Biegen und Brechen auf Gott oder Gottes Sohn zu trimmen - die Lehre ist ja dieselbe, ob sie nun von Gott oder Menschen kommt.

Selbst das deutsche Grundgesetz gesteht der Religion diese Höherwertigkeit zu, indem sie Religionsfreiheit ueber Meinungsfreiheit stellt.

Kommentar von TheErdnuss ,

Ach komm, diese Diskussion ist fast fünf Monate her, ich habe keinerlei Interesse daran, sie jetzt wieder aufleben zu lassen.

Kommentar von nowka20 ,

@The!

du schriebst:



Diese verdammten Atheisten, die, anstatt einfach die Frage zu beantworten, versuchen einem klar zu machen, dass man vollkommen verblödet ist, solange man an einen Gott glaubt. 





von den heinzies braucht man sich nicht beeinflussen zu lassen, denn die sind krank in ihrer seele, so daß sie das göttliche in sich nicht spüren können.






Antwort
von dompfeifer, 19

Woher wusste Homer die Geschichten über Odysseus? Woher wussten die Germanen die Geschichten der Nibelungensage? Woher wussten die Römer die Geschichten über ihre Götter?

Antwort
von IchbinPilotAB, 22

Jesus lebte das steht fest aber es war eine ganz normale Person wie jede andere 

Antwort
von Sturmwolke, 44


Woher wussten sie zum Beispiel, wie Jesu Kindheit und Geburt ablief. 


Sie kannten seine Mutter Maria und die wußte über seine Geburt und Kindheit genau Bescheid. ^^

(Lukas 2:41-51)
41 Seine Eltern pflegten nun Jahr für Jahr zum Passahfest nach Jerusalem zu gehen. 
42 Und als er zwölf Jahre alt geworden war, gingen sie der Festsitte gemäß hinauf 
43 und vollendeten die Tage. Als sie aber zurückkehrten, blieb der Knabe Jesus in Jerusalem zurück; und seine Eltern bemerkten es nicht. 
44 In der Annahme, er befinde sich bei der Reisegesellschaft, gingen sie eine Tagereise weit und begannen dann, bei den Verwandten und Bekannten nach ihm zu suchen. 
45 Da sie ihn aber nicht fanden, kehrten sie nach Jerusalem zurück und suchten eifrig nach ihm. 
46 Schließlich, nach drei Tagen, fanden sie ihn im Tempel, wie er mitten unter den Lehrern saß und ihnen zuhörte und sie befragte. 47 Alle aber, die ihm zuhörten, staunten immer wieder über sein Verständnis und seine Antworten. 
48 Als sie ihn nun sahen, waren sie höchst erstaunt, und seine Mutter sagte zu ihm: „Kind, warum hast du so an uns gehandelt? Sieh, dein Vater und ich haben dich ganz verzweifelt gesucht.“ 
49 Er aber sprach zu ihnen: „Wie habt ihr mich nur suchen können? Wußtet ihr nicht, daß ich im [Haus] meines Vaters sein muß?“ 
50 Sie begriffen jedoch das Wort nicht, das er zu ihnen redete.
51 Und er ging mit ihnen hinab und kam nach Nạzareth, und er blieb ihnen untertan. Auch bewahrte seine Mutter alle diese Worte sorgfältig in ihrem Herzen. 

-----------------------------------------

Kurz vor seinem Tod hatte Jesus den Apostel Johannes gebeten, sich seiner Mutter anzunehmen.  Die Apostel hatten die Informationen also sogar aus erster Hand.

(Johannes 19:26, 27)
26 Als nun Jesus seine Mutter und den Jünger, den er liebte, dabeistehen sah, sagte er zu seiner Mutter: „Frau, siehe, dein Sohn!“ 
27 Darauf sprach er zu dem Jünger: „Siehe, deine Mutter!“ Und von jener Stunde an nahm der Jünger sie in sein eigenes Heim.

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Mindestens zwei der Halbbrüder von Jesus waren auch Jünger. Der Brief des Jakobus und der Brief des Judas werden Halbbrüdern Jesus zugeschrieben. Auch seine Halbbrüder kannten Jesus natürlich bereits als Kind.

(Apostelgeschichte 1:13, 14)
13 Als sie nun hineingekommen waren, begaben sie sich in das Obergemach hinauf, wo sie sich aufhielten, Petrus wie auch Johạnnes und Jakobus und Andreas, Philịppus und Thomas, Bartholomạ̈us und Matthạ̈us, Jakobus, [der Sohn] des Alphạ̈us, und Sịmon, der Eiferer, und Judas, [der Sohn] des Jakobus. 
14 Diese alle verharrten einmütig im Gebet, zusammen mit einigen Frauen und Maria, der Mutter Jesu, und mit seinen Brüdern.

(Matthäus 13:55)
55 Ist dieser nicht des Zimmermanns Sohn? Heißt seine Mutter nicht Maria und seine Brüder Jakobus und Joseph und Sịmon und Judas?

(1. Korinther 15:7)
7 Danach erschien er Jakobus, dann allen Aposteln; 

(Apostelgeschichte 15:13)
13 Nachdem sie ausgeredet hatten, antwortete Jakobus, indem er sprach: „Männer, Brüder, hört mich an.


Kommentar von Zicke52 ,

Und du findest es nicht sonderbar, dass Maria und Josef nicht verstanden, was Jesus meinte, als er den Tempel von Jerusalem "das Haus meines Vaters" nannte? Wo sich doch der Engel Gabriel extra die Mühe gegeben hatte, jeden von beiden vor der Geburt Jesu zu informieren, wer sein Vater war. Sowas vergisst man doch nicht!

Kommentar von Sturmwolke ,

Dazu sagt der Kommentar von Matthew Henry:

They did not understand what business he had to do then in the temple for his Father. They believed him to be the Messiah, that should have the throne of his father David; but they thought that should rather bring him to the royal palace than to the temple. They understood not his prophetical office; and he was to do much of his work in that.

----------------------------

Ich finde, diese Erklärung klingt einigermaßen plausibel. Das kann durchaus so gewesen sein - oder auch nicht.

Ob ich persönlich die Reaktion sonderbar finde oder nicht, ändert allerdings absolut nichts an dem Text oder dem Geschehen, das damit beschrieben wird - ist also nicht besonders wichtig. ^^

Antwort
von chrisbyrd, 42

Die Evangelienschreiber wussten dies m. E. vor allem deshalb, weil sie vom Heiligen Geist inspiriert wurden: "Die ganze Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Belehrung, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit" (2. Timotheus 3,16).

Antwort
von Zicke52, 60

Tja, das ist die Frage. Ich habe mich auch immer gefragt, woher die Evangelisten wussten, dass Maria Jungfrau war. Da hätten sie sie ja ab der Pubertät auf Schritt und Tritt begleiten und in Maria und Josefs Schlafzimmer gewohnt haben müssen.

Mit einer Antwort kann ich leider nicht dienen (das heisst, ich hab schon eine, aber die würden die Gläubigen mit "kannst du es beweisen?" quittieren. Gesunder Hausverstand ist für sie nämlich kein ausreichender Grund).

Antwort
von quopiam, 41

Was erwartest Du denn? Ein Jesus-Video oder eine Autobiographie?

Die Evangelien berichten von Überlieferungen. Nachdem schon eine Weile vergangen war in der frühen Christenheit war es nötig, die Fundamente des Glaubens schriftlich zu sichern um sie auch den nächsten Generationen zugänglich zu machen. 

Die Literatur der Antike kannst Du mit der heutigen nicht vergleichen und vor allem nicht Maßstäbe von heute an sie anlegen, die sich erst vor ein paar Jahrzehnten entwickelt haben. Freie Journalisten gab es zur Zeit Jesu noch nicht. Die Menschen schrieben für die Leser IHRER Zeit, deren Perspektive sie kannten.

Wenn Du die Evangelien nicht nur einfach abtun sondern etwas genauer hinsehen willst, um DIr ein seriöses Urteil zu bilden, dann lies ÜBER die Evangelien und verfolge ein wenig die Forschung zu diesem Thema. Aber eine Warnung: das macht etwas Mühe und ist nicht so einfach wie ein Pauschalurteil. Gruß, q.

Antwort
von Alpako995, 51

Das ganze ist eine Geschichte (ob Wahr oder nicht sei mal dahin gestellt)

Sie wurde erzählt, überliefert bis sie jemand aufgeschrieben hat!

Antwort
von brettpit, 19

Auch ich könnte platzen, wenn hier wieder viele notorische Atheisten was zu sagen haben.ihre Berufung= Gebetsmühlenartig zu wiederholen dass der Glaube und die hl. SCHRIFT von Menschenhand ist, und für sie Quatsch ist.

Zum Thema*¥* Ausser Lukas waren alle Weggefährten von Jesus , sie waren Tag und Nacht um ihn und bei Jesu Familienangehörigen...die vielen Geschwister von Jesu und die Maria konnten einiges berichten..damals gab es noch keine Medien..somit waren die Infos und Kontakte viel enger..Jesus hat z.B. persönlich den Matthäus ausgesucht.

So sagte Paulus zu Zweiflern in Griechenland damals schon..wenn ihr das nicht glaubt, geht rauf nach Jerusalem da leben noch hunderte Augenzeugen die diese Dinge gesehen und bezeugen können.

und lesen schreiben konnte damals jeder Jude schon.,.dies war durch das Gesetz einmalig

Antwort
von Stahlregal, 50

Geraten, wuerde ich sagen.

Antwort
von extrapilot350, 73

Genau das ist es warum Menschen mit klarem Verstand aus der Kirche austreten. Evangelien wurden teilweise erst Jahrhunderte nach dem Tod Jesu geschrieben, die Evangelisten haben Jesu nie gesehen, gesprochen. All das wurde durch Mund zu Mund Propaganda weiter erzählt.

Auch die Entstehungsgeschichte der Erde ist nicht nachvollziehbar so wie die Kirche sie darstellt. Die Erschaffung unserer Erde würde auch folglich die Erschaffung unseres Universums bedeuten mit den Milliarden von Sternen, Planeten, Sonnen. Darüber hinaus auch die Erschaffung aller Universen um uns herum. Das nach religiöser Überlieferung im Zeitraum von 6 Tagen und am 7. Tag ruhte Gott. Nach all dem mussten auch noch alle Pflanzen, Tiere, Insekten erschaffen werden die dann 65 Millionen Jahre später alle durch einen Meteoritenanschlag getötet worden sind. Warum wurden die Dinosaurier, von Gott geschaffenen Wesen, umgebracht?

Beschäftige Dich mal mit den neuesten Erkenntnissen der Quantentheorie. Da werden Dir noch mehr Fragen beantwortet werden die Rückschlüsse auf die Existenz eines Gottes geben.

Kommentar von Garfield0001 ,

... und schon kommt der Seitenhieb: alles was in der Kirche ist, ist NICHT bei klarem Verstand. wie war das nochmal mit gegenseitigem Respekt und Intoleranz?

Kommentar von extrapilot350 ,

das ist Deine eigene von einem schlicht strukturierten Geist Meinung. Das hat auch nichts mit Toleranz und Respekt zu tun.

Antwort
von KaeteK, 22

2. Timotheus 3 16 Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nütze zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit, 17 damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werk völlig geschickt.

https://www.bibelkommentare.de/?page=dict&article_id=392

lg

Antwort
von Kandahar, 48

Alles was in diesem Märchenbuch (Bibel) steht ist von Menschen erdacht. Da ist so viel Wahrheit drin, wie bei Grimms Märchen. Wobei Grimms Märchen noch mehr Bezug zur Realität haben, als die Bibel.


Antwort
von robi187, 42

woher wurste kal mai wie es in der usa und im nahen osten war?

so oder hählich war es immer auf dieser welt?

Kommentar von Garfield0001 ,

ich vermute du meinst "Karl May" ...

Kommentar von brettpit ,

..lach ja..so oder hählich

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