Frage von Loeffelqualle, 135

wissen psychisch kranke menschen dass sie krank sind?

  1. frage steht in der überschrift

  2. wenn man sich einbildet man hätte eine psychische krankheit, aber man hat die gar nicht, dann ist das ja auch eine psychische krankheit (daraus folgt) also bildet man sich es ja gar nicht ein sondern hat recht..oder was? weil sich einzubilden krank zu sein ist eine krankheit, das verwirrt mich, ist man dann krank oder nicht?

  3. warum versuchen so viele menschen "anders" zu sein, wollen aber doch normal sein. (ich denke bloß an die hipster mädchen meiner schule mit ihren "be different" shirts. als ich dann aber mal eine reiterhose in der schule anhatte wurde ich blöd angeglotzt und angelabbert. jaja von wegen "anders" alle gleich sind siexD (ich liebe reiterhosen, sie sind schön und bequem und wenn sie gewaschen sind kann man die meiner meinung nach überall tragen)

  4. was ist realitätsverlust? ich glaube auch dass alles um mich nicht real ist, aber deshalb bin ich ja nicht krank. woher sollen wir dennwissen was real ist? könnte alles fake sein. warum also werden manche menschen dann zum psychologen geschickt?

Antwort
von MiaMaraLara, 70

1. Manche wissen es und manche wissen es nicht.

2. dass klingt für mich etwas wirr, aber ich denke ja, dann ist man meist tatsächlich psychisch nicht komplett gesund.

3. grade in der Pubertät macht man im Punkt Persönlichkeitsentwicklung riesen Schritte und verändert sich, man lernt mehr Dinge kennen die man mag oder nicht mag und alles fühlt sich neu an. Und dabei probiert man sich aus und entwickelt seine eigene Persönlichkeit die anders ist als jede andre. Gleichzeitig findet man "seinen Platz" in der Gemeinschaft und hier helfen und binden Gemeinsamkeiten. Das alles ist denk ich immer im Leben, aber bei Teenies besonders. So meine Einschätzung dazu.

4. lt. Definition: 
Realitätsverlust bezeichnet die Unfähigkeit eines Menschen, das eigene Handeln mit der Objektivität der realen Welt und der Denkweise seines Umfeldes in Einklang zu bringen.


Genau das ist Realitätsverlust. Aber am Ende weiß keiner von uns 100 pro ob wie nicht in der Matrix leben.

Kommentar von Loeffelqualle ,

die definiton verstehe ich nicht

Antwort
von Dovahkiin11, 44

Pauschal nicht zu beantworten. Wer sich mit der Thematik ausreichend beschäftigt hat, weiß überdies, dass der Begriff verrückt oder psychisch Krank relativ ist. In gewisser Hinsicht trifft dies auf uns alle zu, wir alle weichen von der Norm ab, weisen Mutationen auf und sind nicht in der Lage, das Potenzial unseres Verstands auszuschöpfen. Manches können wir, anderes nicht. Und nein, nicht jeder kennt sich selbst so gut, um das zu verstehen. Der zweite Punkt passt grundsätzlich auch dazu.

Meines Ermessens versuchen die meisten, zu kompensieren, dass sie in dieser Welt aus ihrer Sicht zu unbedeutend sind und nicht genug zur Geltung kommen. Bzw äußerlich das auszugleichen, was die Persönlichkeit nicht her gibt. Diese Individualismus-Bewegung ist für mich persönlich auch nichts. Eigene Interessen besitzt jeder, aber Diziplin und ein gemeinsamer Nenner gehören in einer sozialen Gesellschaft auch dazu.

Zu vier. Eben das meine ich, vieles ist subjektiv und lediglich anders im Vergleich zu anderen. Realitätsverlust beinhaltet meines Wissens, dass dein Bild deines Umfelds stark und oft von der Norm abweicht. Das ist an sich nicht schlimm, jedoch im Berufsleben und in weiteren Lebensbereichen hinderlich. 

Antwort
von quinzi04, 70

Also ich bin psychisch krank und weiß es, auch die meisten die ich in der Psychatrie kennengelernt habe, wussten das.
Realitätsverlust ist, wenn du Sachen die du wahrnimmst nur du so wahrnimmst, also das deine Realität eine andere ist, als die von anderen. Du kannst dann nicht mehr unterscheiden, was wirklich passiert ist und was nicht. Ich spreche da aus Erfahrung, dass ist ziemlich beängstigend und verwirrend und du zweifelst dann sehr an dir selbst und deiner Wahrnehmung. Bei mir hat das zu Suizidgedanken geführt und ich bin deshalb zum Psychologen gekommen. Leute mit psychischen Erkrankungen muss geholfen werden, da sie da meist nicht selbst rauskomme, deswegen braucht man Psychologen.
Niemand kann wirklich beweisen, dass wir nicht in einer Matrix leben, aber solange das was du wahrnimmst mit dem deiner Umgebung übereinstimmt, dann hast du keinen Realitätsverlust.

Kommentar von Loeffelqualle ,

aber wir können nicht wissen was die realität ist. vllt ist das was du gesehen hast wirklich dagewesen, vllt ein höherer entwickeltes wesen aus einem anderen universum dass einen weg gefunden hat die dimensionen zu überwinden und ja ich meine das vollkommen ernst, woher sollen wir wissen ob es stimmt? vllt hab ich recht? wer weiß

Kommentar von quinzi04 ,

ja du kannst Recht haben, das stimmt, aber bei mir war es nicht so das ich iein Wesen gesehen habe, sondern in einer Scheinwelt gelebt habe, wo Leute aus meinem Umfeld ganz böse zu mir waren

Antwort
von wolfram0815, 31

Zu 1.)  Manche merken, dass etwas nicht mit ihnen stimmt, manche merken es nicht. Wenn eine psychische Erkrankung schon sehr lange besteht, dann kennt so ein Betroffener den Normalzustand nicht. Das Problem ist ja, dass man psychische Probleme von anderen optisch nicht sehen kann. Vielleicht ein seltsames Verhalten(soll sich halt mal zusammen reißen!)

zu 2.) Viele Mensch bilden sich so einiges ein. Von körperlichen und/oder psychischen Beschwerden. Sie schaffen es sogar, dass dann wirklich Symptome entstehen. Oft wird sich meiner Meinung nach(!) irgendwelche Krankheiten gesucht, um Aufmerksamkeit zu erregen oder aus anderen Gründen. Da denke ich selbst dabei, dass z.B. nicht alle Magersüchtig sind, die bis auf die Knochen hungern! Eher eifert man einem Schönheitsideal nach, welches in den Medien propagiert wird. Ob Krankheit oder nicht, kann nur ein Fachmann heraus bekommen. Google ist dabei die schlechteste Hilfe, die man sich vorstellen kann. 

zu 3.) Das "be different"-shirt ist auch so eine Sache: Da sind die Kinder an der Schwelle zum Erwachsensein, man will sich von anderen, der Gesellschaft, den Eltern und eh allen Erwachsenen(Spießern ;-) ) unterscheiden, und dann läuft man in Einheitskleidung rum. Diese Spezies sind übrigens die Intoleranten, die alles besser wissen, und genau wissen, wie was richtig ist(vor allem im Verhalten). Das gibt sich nach einiger Zeit wieder. Nach meiner Erfahrung kommt die Intoleranz spätestens im gesetzten Rentenalter wieder zum Vorschein :-D In meiner Jungendzeit sind die Mädels im Winter mit einem großen "Zero"-Schriftzug auf dem Wintermantel rumgelaufen! 

zu 4.) Auf der Welt gibt es so viele Realitäten und Wahrheiten wie es Menschen gibt. Das kann dann schon mal bis zum Krieg führen. Aber davon mal abgesehen:  Eine psychische Erkrankung ist erst dann ein Problem, wenn man mit seinem alltäglichen Leben nicht mehr klar kommt. So einfach ist das! 

Antwort
von Joshi2855, 35

was ist realitätsverlust? ich glaube auch dass alles um mich nicht real ist, aber deshalb bin ich ja nicht krank.

Real ist das, was du daraus machst.

warum also werden manche menschen dann zum psychologen geschickt?

Manche haben halt Probleme. Da muss man nur an Selbstmord denken. Diesen leuten kann man helfen, damit sie wieder normal Leben können anstatt bald vielleicht gar nicht mehr...obwohl viele ja nicht darüber reden wollen und sich nicht helfen lassen. Dazu muss ich ja sagen das ich m17 auch schon selbstmordgedanken hatte bzw, teilweise noch habe. Sogesehen weiß das aber niemand, außer das ichs so wie jetzt online mal gesagt habe. Würde mir auch nicht helfen lassen irgendwie...wenn ich morgen unter einem Zug begraben werde, dann wissen auch alle das ich Krank war^^

Kommentar von Loeffelqualle ,

aber einfach sterben wäre aufgeben

Kommentar von Joshi2855 ,

Das kommt drauf an wies aussieht. Du weißt ja nicht was manche durchmachen müssen...

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