WIr leiden alle mit unter dem Waschzwang unsererTochter. Wer hat ähnliche Erfahrungen und wie geht ihr damit um?

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4 Antworten

Also geht es bei dem Zwang um Wäsche waschen oder auch um Körperpflege?

Ich finde schon, dass es zumindest zwei Therapieerfolge angesprochen wurden. Das eine ist, dass sie jetzt für ihr Zimmer verantwortlich ist - und es gibt viele 'schlimme' Jugendzimmer, der andere ist, dass sie selbständig wäscht.

Was der Therapie entgegen wirkt, wäre, wenn sie sich in ihren Bereich zu sehr einmischen und Zimmer, Wäsche, Freundeskreis und Verhalten zu sehr kontrollieren. Das würde sich in ihrem Verhalten wieder spiegeln.

Deshalb, führen sie weniger Kontrolle.

Konfontrieren sie sie möglichst selten mit Ideen, ihr Verhalten zu ändern, z.B. den Tagesablauf durch eine Tagesklinik, denn zu viele Vorschläge halten nicht nur Therapieerfolgen zurück sondern die Zwänge erweitern sich und ich bin mir sicher, dass sie schon ihr Bestes gibt.

Wenn sie es dennoch für notwendig halten, ihr eine Therapie in der Tagesklinik vor zu schlagen, sollten sie nicht versuchen sie davon zu überzeugen oder zu drängen, damit sie nicht die Therapie anfängt, z.B. um ihnen zu gefallen.

Soweit.

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Kommentar von Zitronenschnitt
03.03.2016, 09:09

Schön, dass Sie Fortschritte sehen, für die ich schon blind bin. Ich habe mich was Zimmer und Wäsche angeht ganz rausgehalten seit ca. 1/2 Jahr. Es ist ein Zeitpunkt gekommen, wo ich nicht mehr wegschauen kann. Es ist Schimmel im Zimmer entstanden und ihre Wäsche schimmelt auch vor sich hin und stinkt weil sie nicht trocknen kann, wenn sie gewaschen nicht aufgehangen oder im Trockner getrocknet wird. Klar sehe ich darin auch den Ist Zustand meiner Tochter. Sie sehen mein Kind mit den Augen, wie ich sie sehe. Ich habe Sorge, dass eine Klinikaufenthalt ihr Verhalten ändert, aber nicht die Ursache behebt. Sie hat so liebe Seiten an sich. Sie backt für die ganze Familie und ist sehr empfindsam für andere Menschen. Wobei sie sich selbst vergisst.

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Kommentar von Zitronenschnitt
03.03.2016, 09:11

Überwiegend geht es um Wäsche waschen und Hände waschen. Hände sind offen und rissig. Verwendet schon die besten Crems aus der Apotheke.

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Mit Tabletten wird das nicht weggehen, zudem wirken Psychopharmaka erst nach 4  - 6 Wochen im Durchschnitt. Da sie bereits in psychologischer Behandlung ist, die sehr lange andauern wird, gäbe es noch den Weg in einer Tagesklinik eine Therapie zu wählen. Falls es keine Besserung gibt wäre auch eine stationäre Unterbringung ratsam.

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Kommentar von Zitronenschnitt
03.03.2016, 07:16

Hallo pilot350, darüber denke ich auch gerade nach. Aber ich glaube, dass wäre sehr schlimm für sie.  Habe es noch nicht angesprochen. 

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Ist sie vielleicht einfach nur faul? Was gibt es für Regeln bei euch im Haus? Beschweren sich die Mitschüler/ Arbeitskollegen nicht? Habt ihr vielleicht etwas Diziplin schleifen lassen? " psychisch krank" zu sein ist auch gerne mal eine Modeerscheinung bei Teenagern. Meine Tochter hat es auch mal ne Weile probiert, als sie 15 war. Deinen war sie nur antriebsarm und hatte keine Lust. Das hab ich aber nicht durchgehen lassen! Notfalls würde ich auch mal zB den Geldhahn zudrehen.

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Kommentar von Zitronenschnitt
03.03.2016, 07:41

Sie steht vor Abitur. Geldhahn, Handysperrung alles schon gehabt, weil ich anders nicht an sie ran komme. 

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Kommentar von FrauFriedlinde
03.03.2016, 08:57

Ist sie 8 oder 18? Ich würde mir das nicht gefallen lassen als Mutter! Sie soll in eine WG ziehen oder eine kleine, günstige Wohnung. Man kann ja trotzdem ein gute Verhältnis behalten. Das klappt sogar oft besser, als wenn man zusammen wohnt. Wenn jemand aus " psychischen Gründen" nicht zu Hause wohnen kann ist man sogar oft Bafög berechtigt, Fall euer Gehalt nicht ausreicht. Was beweist euch, das sie wirklich krank ist und nicht einfach nur die verwöhnte Tochter ist?

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Kommentar von FrauFriedlinde
03.03.2016, 11:05

Sie hat euch einfach gut in Griff 😊. Ist ja schön, dass du sie liebst wie sie ist. Nur dieser Erziehungsstil, dass sie alles ohne Konsequenzen so machen darf, bringt einen nicht weiter. Ich sehe ja nirgendwo eine Indikation für gravierende psychische Probleme und... Selbst dann... Helfen klare und genau strukturierte Regeln und feste Strukturen viel eher weiter. Ich bin Sozialpädagoge und habe viele Jahre in einer stationären Kinder und Jugendpsychatrie gearbeitet . Und das erste was dort angesagt war, war Tagesstruktur, deutliche Regeln, klare Linien. Das hat schon den meisten jungen Menschen sehr geholfen!

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Dringend Psychologentermine vereinbaren. So etwas deutet immer auf gravierende psychische Störungen hin.

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Kommentar von Zitronenschnitt
03.03.2016, 07:13

Sie ist seit ca. 3 Jahren in Behandlung.  Keine Besserung.  Seit einiger Zeit habe ich mich was das Zimmer meiner Tochter angeht, zurück gehalten. Es sieht katastrophal aus. Schmutzig und unaufgeräumt ohne Ende. Man kann keinen Boden mehr erkennen. Die Therapeutin sagt, es spiegelt ihren Zustand wieder. Es ist sehr schlimm für mich mein Kind in diesem Dreck leben und schlafen zu sehen. Mitlerweile entstehen auch Schimmelstellen an den Wänden. 

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Kommentar von FrauFriedlinde
03.03.2016, 07:25

Ich denk sie hat Waschzwang?

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Kommentar von FrauFriedlinde
03.03.2016, 07:26

Wieso machst du das Zimmer nicht sauber? Selbst bei einem " normalen" Jugendlichen macht die Mutter doch alle paar Monate mal Grossputz damit dieses nicht passier!

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Kommentar von FrauFriedlinde
03.03.2016, 07:39

Dann schmeiß sie raus! Ich sehe hier nur einen faulen, unkooperativen Teenager, der eure Gutmütigkeit schamlos ausnutzt! Oder hat es mal ein massives Trauma gegeben? Unfall, Missbrauch?

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