Frage von shopperin98, 559

Wie steht ihr zur Abtreibung Ja oder Nein?

Ich nutze die Umfrage Funktion auf Gutefrage.net um herauszufinden wie die heutige Gesellschaft über Abtreibung denkt. Gebt bitte zur euer Wahl eine Sachliche Begründung ab.

Expertenantwort
von CalicoSkies, Community-Experte für Gesundheit, Medizin, Sex, ..., 262
Es kommt darauf an wann man es abtreibt, ok ist wenn...

Sorry, aber - du machst eine Umfrage für Abtreibungen und hast 4 von 7 Antwortmöglichkeiten dagegen und keine einzige, die sich klar dafür ausspricht!

Wie willst du hier eine klare Diskussion ermöglichen, wenn du durch die vorgegebenen Antwortmöglichkeiten schon eine bestimmte Richtung aufzeigst, in die du Antworten haben möchtest?

Zu meiner gewählten Antwort: Meiner Meinung nach ist es immer okay, wenn innerhalb der gesetzlich festgelegten Frist (d.h. 14. SSW) abgetrieben wird.

Eine Frau hat ein Recht auf ihren eigenen Körper - und kann eine Schwangerschaft innerhalb der Frist jederzeit abbrechen, wenn sie möchte.

Das ist weder rechtlich weder "Tötung" noch "Mord" noch sonst etwas - sondern ein Schwangerschaftsabbruch.

Kommentar von CalicoSkies ,

PS: Auch die vergebenen Tags wie "Verbrechen", "skrupellose Medizin", "unmoralisch" und Ähnliches bestätigen meine Vermutung, dass hier eine Vorauswahl getroffen wurde, welche Antworten man gerne hätte...

Ich habe die Tags mal entfernt.

Kommentar von CalicoSkies ,

PS: Bevor ein falscher Eindruck erweckt wird; auch danach ist es völlig in Ordnung, sollte ein ausreichender Grund vorliegen (bspw. eine Vergewaltigung oder eine medizinische Gefährdung der Mutter / starke zu erwartende Behinderung, sollte das Kind geboren werden)

Kommentar von Darkmalvet ,

eine medizinische Gefährdung der Mutter

Dann muss man das Kind aber nicht gleich umbringen sondern kann es einfach lebend auf die Welt holen und zumindest versuchen ihm eine Chance zu geben.

Tut man das nicht, das wäre das moralisch Mord

Kommentar von elisi ,

Solche medizinische Gründe gibt es auch zwischen der 14. und der 24. SSW. Vor der 24. SSW wäre es unverantwortlich, eine Frühgeburt auszulösen und die meisten Ärzte würden wohl auch noch länger zuwarten, denn so früh geborene haben eine stark reduzierte Überlebensrate und ein grosses Risiko für bleibende Schäden.

Kommentar von FanFicfan ,

Starke zu erwartende Behinderung sollte das Kind geboren werden



Ich bin genau wie meine Schwester von Geburt an behindert (in meinem Fall besteht eine leichte halbseitige spastische Lähmung der linken Körperhälfte, was so viel heißt dass ich meinen linken Arm nur eingeschränkt nutzen kann, im Falle meiner Schwester ist es eine geistige Behinderung, bekannt als Down Syndrom veraltet auch bekannt unter der Bezeichnung Mongolismus) trotzdem empfinden weder ich noch meine Schwester das Leben weniger lebenswert als das eines "gesunden" Menschen (zumindest in dieser Sache sind ich und meine Schwester uns einig)

Kommentar von ditchwich ,

Ich würde mal sagen, so wie du das beschreibst, ist es wohl nicht eine sehr starke Behinderung. Es ist schön, dass ihr euer Leben als lebenswert empfindet. Aber darum geht es ja nicht, wenn eine schwangere Frau vor der Entscheidung steht: habe ich die seelische Kraft, Mutter eines - vielleicht oder sicher - stark behinderten Kindes zu werden?

Kommentar von FanFicfan ,

In meinem Fall bin ich wirklich nicht allzu stark eingeschränkt, aber im Fall meiner Schwester, sieht das schon etwas anders aus. Fass das bitte nicht als Kritik oder Beleidigung auf aber ich kann dir wirklich empfehlen dich über das Down Syndrom zu informieren es ein sehr interessantes Thema.Menschen die diese Behinderung haben haben oft auch eine starke Lernschwäche, im Bezug auf Lesen, Schreiben und Mathematik und benötigen mehr Betreuung als es zum Beispiel, in meinem Fall der Fall ist je nachdem wie stark ausgeprägt die Behinderung auftritt, es gibt durchaus auch leichter ausgeprägte Fälle.

Kommentar von ditchwich ,

Ja das weiss ich. Es gibt Menschen mit Down Syndrom, denen man kaum etwas anmerkt und andere, die sehr schwer behindert sind. Deshalb kann ich es nicht verstehen, dass in der Öffentlichkeit immer nur die herzigen Down-Kinder gezeigt werden und den Frauen, die sich bei der Diagnose zum Schwangerschaftsabbruch entscheiden, quasi ein schlechtes Gewissen eingeredet wird. Das ist jetzt nicht ein Vorwurf an dich, aber oft tönt es so.

Kommentar von carn112004 ,

"Sorry, aber - du machst eine Umfrage für Abtreibungen und hast 4
von 7 Antwortmöglichkeiten dagegen und keine einzige, die sich klar
dafür ausspricht!

Wie willst du hier eine klare Diskussion ermöglichen, wenn du durch
die vorgegebenen Antwortmöglichkeiten schon eine bestimmte Richtung
aufzeigst, in die du Antworten haben möchtest?"

Berechtigte Kritik, die Umfrage ist schlecht formuliert.

Kommentar von shopperin98 ,

Da muss ich dir recht geben, das habe ich nicht berücksichtigt.

Expertenantwort
von Kajjo, Community-Experte für Gesundheit, Medizin, Schwangerschaft, ..., 151
  • Diese Umfrage ist absurd. Wo ist denn der Punkt "Ich finde Schwangerschaftsabbruch ist moralisch vertretbar und sollte das gute Recht jeder Frau sein"?
  • Ich persönlich finde die aktuelle Rechtslage völlig in Ordnung und ich finde Schwangerschaftsabbrüch sowohl moralisch als auch medizinisch vertretbar.
  • In Deutschland hat jede Frau die freie Wahl, eine Schwangerschaft auszutragen oder abzubrechen. Diese freie Wahl sollte sie nutzen und dabei ihre Lebensziele und Lebensplanung, ihre eigenen Ansichten und Wertvorstellungen, ihre wirtschaftliche Lage und die eventuelle familiäre Zukunft und Partnerschaft berücksichtigen. Schwangerschaftsabbrüche sind immer eilig. In Deutschland gilt die strenge Fristenlösung, nach der Abbrüche nur bis zur 12. Woche nach Empfängnis erlaubt sind.
Kommentar von Melissa01 ,

Gute Antwort! DH! :)

Antwort
von Lennister, 172
Es kommt darauf an wann man es abtreibt, ok ist wenn...

Meine oberste Maxime lautet, kein unnötiges Leid anzurichten. Deshalb ist für mich Abtreibung immer dann okay, wenn sie vorgenommen wird, bevor der Embryo/Fötus empfindungsfähig ist. Denn dann leidet er ja nicht, sodass sicher kein unnötiges Leid entsteht.

Und Empfindungsfähigkeit entwickelt sich nicht vor der 23.Schwangerschaftswoche. D.h. Abtreibung innerhalb der gesetzlichen Frist in Deutschland(12.Woche) ist immer in Ordnung. Danach sollte man zumindest nicht hier abtreiben, da es ein Gesetzesbruch ist.

Abtreibung nach der 23.Woche ist für mich ethisch nur dann zulässig, wenn es notwendig ist, um schweres Leid von der Schwangeren abzuwenden oder ihr Leben zu retten.

Antwort
von SarcasticSard, 173
Es kommt darauf an wann man es abtreibt, ok ist wenn...

Es keine Spätabtreibung ist. Bei einer Spätabtreibung spürt der Embryo bereits Schmerz, sodass man nicht ohne weiteres abtreiben sollte.

Generell gilt aber, dass eine Frau ein Recht hat, zu bestimmen, was mit ihrem Körper passiert. Solange der Embryo/Fötus noch keinen Schmerz empfindet, wenn er abstirbt, schließt das definitiv auch das Recht auf Abtreibung ein.

Und bei einer medizinischen Indikation ist natürlich auch eine Spätabtreibung moralisch zulässig. 

Kommentar von waldfrosch64 ,

Eine wirklich krude Logik !

Kommentar von Lennister ,

Was ist krude daran, Rechte an Empfindungsfähigkeit zu knüpfen? Oder im Falle eines Falles das Leben einer Frau höher zu bewerten als das eine Fötus, der sicherlich nicht so viel und komplex empfindet wie die Frau? 

Kommentar von carn112004 ,

"Was ist krude daran, Rechte an Empfindungsfähigkeit zu knüpfen?"

Weil im Falle das einer per aufgesetzen Kopfschüssen die Betten der Intensivstation leert, er lediglich wegen der Benutzung der Schusswaffe und Hausfriedensbruch zu verurteilen wäre, sofern er seine Ziele nach sorgfältigem Studium der Krankenakte und der letzten Untersuchungsergebnisse auswählt.

Kommentar von annemarie37 ,

Ich nehme jetzt nicht an, dass in der Intensivstation die Betten mit Föten besetzt sind ??? Die Leute in der Intensivstation sind normalerweise höchstens vorübergehend nicht empfindungsfähig. Andernfalls sollten die Maschinen abgestellt werden, da braucht es dann keinen Kopfschuss. Mal sarkastisch ausgedrückt. Aber du nervst, carn.

Kommentar von carn112004 ,

Was an mir wahrscheinlich nervt, ist das meine Aussagen unangenehm und gleichzeitig nicht leicht zu widerlegen sind.

Z.b. gestehst du gerade selber zu, dass es auf der Intensivstation welche geben könnte, die nicht empfindungsfähig sind und deren Geräte abgestellt werden sollten, jedenfalls nach deinen Maßstäben.

"Die Leute in der Intensivstation sind normalerweise höchstens
vorübergehend nicht empfindungsfähig. Andernfalls sollten die Maschinen
abgestellt werden, da braucht es dann keinen Kopfschuss."

Womit wenn man hypothetischer Schütze eben nur solche erschießt, bei denen sowieso gleich die Geräte abgestellt worden wären (weshalb ich ja ihm ein sorgfältiges Studium der Krankenakte auferlegte), nach deinen Standards nicht wegen Mordes zu verurteilen wäre, da er nicht empfindungsfähige Wesen tötete, die auch niemals wieder empfindungsfähig gewesen wären.

Kommentar von Lennister ,

, sofern er seine Ziele nach sorgfältigem Studium der Krankenakte und der letzten Untersuchungsergebnisse auswählt.

Das ist so unsinnig, dass man es nicht kommentieren muss. Sagen wir mal so: Hier sprechen noch alle möglichen anderen Gründe dagegen, sei es die Gefahr einer schiefen Ebene oder die Existenz von Angehörigen und anderen Personen, die traumatisiert werden könnten. 

Ganz abgesehen davon, dass der Zustand der Empfindungslosigkeit hier kein natürlicher, sondern ein künstlich herbeigeführter, abnormaler ist. 

Kommentar von carn112004 ,

Unsinnig ist dieser Kommentar, da ich doch erwähnte, dass ein solcher Schütze wegen dem unerlaubten Schusswaffengebrauch bestraft würde; folglich habe ich "alle möglichen anderen Gründe" bereits erwähnt gehabt.

Und bezüglich vorübergehend, sagte ich ja bereits, dass er Krankenakten vorher genau studieren müsste; wählt er dann die richtigen aus, z.b. nur die irreversibel nicht empfindungsfähigen wäre er kein Mörder, jedenfalls wenn:

"Rechte an Empfindungsfähigkeit zu knüpfen"

der Grundsatz wäre.

Du wolltest wissen, was an diesem Grundsatz krude wäre.

Du könntest schreiben: "Interessanter Gedanke, finde ihn zwar falsch, aber immerhin verständlich, warum jemand Verknüpfung von Rechte mit Empfindungsfähigkeit krude sehen könnte"

Oder du beleidigst mich einfach oder behauptest, das was ich schreibe würde keinen Sinn ergeben.

Aber merk es dir trotzdem, denn es ist immer hilfreich eine Idee zu haben, warum andere die eigenen Ansichten krude finden könnten. (Ich diskutier ja auch nicht mit dir und gleichgesinnten, weil ich glaube, ich würde euch von irgendwas überzeugen können, sondern um nachher schlauer zu sein.)

Antwort
von meretlein, 50
Habe schon abgetrieben und ich bereue es nicht.

Es war zwar ein nicht ganz einfacher Entscheid, aber der richtige. Und jede Frau muss das selbst entscheiden können - wenn möglich zusammen mit ihrem Partner.

Antwort
von michi57319, 241

Ich seh das neutral, so lange es mich selbst nicht betrifft.

Es gibt sehr gute Gründe für eine Abtreibung (zu jung, Vergewaltigung, etc.), als auch dagegen.

Schlußendlich bin ich der Meinung, daß mir ein Urteil darüber nicht zusteht, weil ich selbst nicht in dieser Situtation bin.

Viel wichtiger finde ich, zu der Frau zu stehen, gleich welche Entscheidung sie trifft.

Kommentar von shopperin98 ,

Habe nicht richtig gelesen. Entschuldige.

Antwort
von elisi, 55
Habe schon abgetrieben und ich bereue es nicht.

Ich zwar nicht, aber mehrere meiner Freundinnen. Und keine bereut. Sie sind alle froh, dass es auf gute Art möglich war.

Antwort
von DerTroll, 162
Bin gegen Abtreibung-Leben ist kostbar.

Ausnahme, wenn es eine medizinische Indikation gibt, die für die Abtreibung spricht. Aber ansonsten sollte eine Abtreibung immer ultima ration sein. Es gibt fast immer bessere Wege.

Kurz etwas zu deiner Abstimmungsmöglichkeit. Die Antwortmöglichkeiten sind nicht gut gewählt, weil man ja nur eine Antwort auswählen kann, aber sich die Aussagen ja überschneiden.

Kommentar von shopperin98 ,

Das ist mir bereits aufgefallen und es war von mir nicht beabsichtigt. 

Expertenantwort
von Darkmalvet, Community-Experte für Gesundheit & Medizin, 259

die Frau durch ein Missbrauch schwanger geworden ist oder es sich um eine sehr junge Jugendliche handelt (die nicht von ihrer Eltern dazu gedrängt wird abzutreiben) oder wenn das Kind eh nicht überleben kann, wie z.b. beim Patäu Syndrom, dem Edwarts Syndrom oder der Anencephalie.

Aber unanhängig wie ich zur sonstigen Abtreibung von Embryonen (unter Woche 12) stehe, wenn ein bereits lebensfähiger Fötus (ab der 22. Woche) abgetrieben wird, dann ist das klar MORD

Kommentar von CalicoSkies ,

Ein Schwangerschaftsabbruch ist niemals Mord, egal wann er durchgeführt wird.

Du kannst dich ja mal über Fetozid informieren - rechtlich ist deine Aussage völlig falsch...

Kommentar von Darkmalvet ,

Ich rede von der ethischen Sichtweise.

Kommentar von CalicoSkies ,

Bevor carn meinen Einwand schon wieder zerfleddert, das hier ist an den Antwortgeber Darkmalvet gerichtet:

Rechtlich wäre selbst eine Abtreibung einen Tag vor dem geplanten Geburtstermin - solange noch keine Wehen eingesetzt haben - kein Mord, sondern ein Schwnagerschaftsabbruch.

Wenn du beispielsweise eine im 9. Monat schwangere Frau mit dem Auto überfahren würdest, ist es keine "doppelte" Körperverletzung - und wenn du sie anfährst, dass sie eine Totgeburt erleidet (aber dabei selbst nur verletzt wird, aber nicht stirbt), begehst du gefährliche Körperverletzung und machst dich eines Schwangerschaftsabbruchs schuldig, aber nicht eines Mordes.

Das ist einfach rechtlich so - dass du das moralisch anders siehst, ist mir klar; aber ich wollte nur die rechtliche Seite klarstellen :)

Zu dem Kommentar von dir bezüglich "bereits lebensfähig": Ein Fötus wird durch das "herausholen" aus der Mutter zu einem Menschen, falls es schon überlebensfähig war - durch die Geburt, einen Kaiserschnitt o.Ä.; das Rechtssubjekt "Mensch" umfasst nämlich nur geborene Menschen.

Und jetzt ziehe ich mich aus dieser Diskussion - bevor das schon wieder eskaliert - zurück. Danke :3

Kommentar von carn112004 ,

Ich nehme mir aber die Freiheit Darkmalvet zuliebe klar zu sagen, wo du falsch und wo du richtig liegst:

"Rechtlich wäre selbst eine Abtreibung einen Tag vor dem
geplanten Geburtstermin - solange noch keine Wehen eingesetzt haben -
kein Mord, sondern ein Schwnagerschaftsabbruch.

Wenn du beispielsweise eine im 9. Monat schwangere Frau mit dem Auto
überfahren würdest, ist es keine "doppelte" Körperverletzung - und wenn
du sie anfährst, dass sie eine Totgeburt erleidet (aber dabei selbst nur
verletzt wird, aber nicht stirbt), begehst du gefährliche
Körperverletzung und machst dich eines Schwangerschaftsabbruchs
schuldig, aber nicht eines Mordes."

Daumen nach oben, richtig, stimmt alles.

"Ein Fötus wird durch das "herausholen" aus der Mutter zu einem Menschen,
falls es schon überlebensfähig war - durch die Geburt, einen
Kaiserschnitt o.Ä.;"

Das ist rechtlich gesehen Blödsinn, wenigstens in der Bundesrepublik Deutschland.

"das Rechtssubjekt "Mensch" umfasst nämlich nur geborene Menschen."

Das ist Vermischung zweier Kategoriern, nämlich einerseits der Status als Person im rechtlichen Sinne (was man in D erst mit Abschluss der Geburt ist) und andererseits des Status als Mensch im rechtlichen Sinne (was man auf jeden Fall bereits vor Abschluss der Geburt ist, siehe oben "solange noch keine Wehen eingesetzt", also wenn Wehen eingesetzt haben und getötet wird, bevor Geburt abgeschlossen ist, ist es Mord bzw. Totschlag genau gleich wie bei geborenen und für das Töten eines Nichtmenschen würde niemals lebenslange Haft angedroht werden), somit zumindest irreführend.

Kommentar von waldfrosch64 ,

__________durch ein Missbrauch schwanger__________

Immer  grässlich diese Argumentation jenseits jeglicher Realität von Frauen und Abtreibung ..

Und Mord ..pass mal auf ..dafür klopft schon mal der Staatsanwalt heute an deine  Türe ..Auch wenn du das im Netz sagst ,da wärst du nicht der/die  erste dem genau   das passiert ...in Deutschland .

Kommentar von Darkmalvet ,

Einen Vorgang oder auch eine Sache darf man Beleidigen und verleumden wie man will nur ein Person nicht

Antwort
von Kiboman, 120
Es kommt darauf an wann man es abtreibt, ok ist wenn...

ich bin dafür,

ein ungeborenes leben hat noch keine erfahrungen gemacht,

es weiss nicht was gut oder schlecht ist,

wer mama oder papa ist.

es ist eine leere hülle,

klar es nimmt äussere reize auf, die werden stück für stück abgespeichert und zugeordnet.

als ein eigenständiges selbst denkendes lebewesen sehe ich das nicht.

kinder die abgetrieben werden können auch von späteren qualen erlöst werden

denn von der mutter evt nicht geliebt zu werden ist schlimmer als einen unerwarteten tod zu sterben.

das kind eines vergewaltigers wird nie erfahren wer wirklich sein vater war,

und wenn doch ist es die schlimmste erfahrung die es gibt.

ich bin ganz klar dafür egal aus welchen motiven.

Antwort
von neuerprimat, 22
Es kommt darauf an wann man es abtreibt, ok ist wenn...

... es keine Langfristigen überlebenschancen hätte, wenn also entweder einer Krankheit oder die Lebensumstände (sicheres Verhungern, z.B.) ein erreichen der Geschlechtsreife von vornherein ausschließen.

So krasse Situation sind aber SEHR selten.

Antwort
von warehouse14, 166
Nein,würde das Kind zur Adaption freigeben.

Das Kind kann nix dafür, wenn "erwachsene" Menschen zu dumm sind, um die Folgen ihrer Handlungen abzusehen.

Man bestraft im Grunde das Kind mit dem Tod, nur weil es einem grad im Weg steht.

Selbst bei Vergewaltigung würde ich lieber das Kind gebären als es zu ermorden. Ich weiß ja, daß ich es nicht bei mir behalten muss, sondern in liebevolle Hände geben kann. Es gibt viele naturbedingt kinderlose Paare, die sich gerne um solche Kinder kümmern würden.

Solange man nämlich die unangenehmen Folgen solcher Taten einfach entsorgt werden die Täter immer sorglos so weiter machen. Wenn ein Vergewaltiger für die durch seine Taten entstandenen Menschen wirtschaftlich (!!!) sorgen müsste würde er sich wohl freiwillig kastrieren, um noch ein bisschen Luxus für sich selbst haben zu können.

Was hätten wir alle wohl davon gehabt, wenn der Erfinder des Rades oder einer sonst für uns recht wichtigen Technologie abgetrieben worden wäre? 

Darüber sollte man auch mal nachdenken, wenn man ein Leben einfach (aus ohnehin meist egoistischen Gründen) beendet, bevor es sich entfalten konnte.

warehouse14

Kommentar von Kiboman ,

ich kann deine sichtweise aus überzeugung verstehen, wirklich.

deine argumente sind aber echt arm und realitätsfern.

Kommentar von PlueschTiger ,

Auch wenn der Rest etwas extrem ist, stimme ich dir größten teils zu.

Denn selbst bei einer Vergewaltigung, so schlimm sie auch sein mag, ist das verhalten des Opfers und der anderen Menschen eine Folge der Gesellschaft und Erziehung. So eine Tat ist schlimm, aber einige sind sogar an der schlimmen Erfahrung und dem Kind gewachsen und haben das Trauma überwunden.

Selbst bei Jugendlichen sind es denke mal öfter eher Eltern und Bequemlichkeit welche der Grund für das nicht wollen sind. Sei es aus Falscher Eitelkeit, so nach dem Motto, "was sollen die anderen von uns Denken". Oder die Kinder haben schlichtweg angst vor dem Ärger mit den Eltern.

Zudem übersehen viele auch werdende Mütter welche folgen die Abtreibung für die Psyche haben kann. Es passiert auch das Jahre nach einer Abtreibung die Schuld einsetzt und einige es nicht verkraften, was sie getan haben.

Kommentar von annemarie37 ,

Nach einer normalen Geburt haben 15-20% der Frauen schwere, behandlungsbedürftige postnatale Depressionen.

Einige verkraften es nicht, Mutter geworden zu sein - vor allem, wenn das Kind unerwünscht war. Und dann leidet nicht nur die Frau, sondern das Kind ebenso. Wäre das für dich ein Grund, das Gebären zu verbieten oder nur noch in bestimmten Fällen zuzulassen?

Kommentar von warehouse14 ,

Nach einer Trennung von ihrem Lebenspartner leiden auch einige Menschen an zum Teil schweren Depressionen. Aber deswegen Partnerschaften zu verbieten käme wohl nur Dir in den Sinn, liebe annemarie37. 

-.-

Eine Mutter muss das Kind ja nicht behalten, wenn es ihr nicht gut tut. Aber deswegen muss sie es noch lange nicht töten.

Das Leben zu beenden ist nunmal was anderes als es an einem anderen Ort fortzuführen.

warehouse14

Kommentar von annemarie37 ,

Partnerschaften zu verbieten

eben gerade nicht, so wenig wie das Gebären oder das Abtreiben... Du hast wohl meine Aussage nicht verstanden: Abtreibungsgegner wollen ja Abtreibungen verbieten, wegen angeblichem Risiko von psychischen Problemen danach - aber Geburten um jeden Preis, das ist ihr Ziel, Folgen hin oder her.

Abgesehen davon, dass früher Kindstötung an der Tagesordnung war, weil Abtreibung noch kaum möglich war. Einige Frauen greifen immer noch zu diesem "Mittel" aus Verzweiflung.

Kommentar von PlueschTiger ,

Nach einer normalen Geburt haben 15-20% der Frauen schwere, behandlungsbedürftige postnatale Depressionen.

Richtig und weißt du was das schlimmste dabei ist? Anders als bei Abtreibung, stehen Mütter oft genug alleine da und müssen damit fertig werden, weil niemand es ernst nimmt. Bei Abtreibungen bestehen bestimmte Pflichten, als Mutter hat man NUR Rechte, welche man er bekommen muss, aber auch annehmen sollte.

Einige verkraften es nicht, Mutter geworden zu sein - vor allem, wenn das Kind unerwünscht war. Und dann leidet nicht nur die Frau, sondern das Kind ebenso.

Anemarie37, daran ist aber die Gesellschaft, Erziehung und Täter schuld, nicht das Kind. Wir sind es, die Menschen in Schubladen stecken und das war es. Frauen sind es die Frauen und Mädchen zu Opfer erziehen, statt ihnen Stärke zu geben. Falsche Scham und die Angst sind es, die Mädchen und Frauen daran hindern Täter anzuzeigen. Nicht zuletzt weil Elter mit ihren Standard Spruch kommen "Komm zu mir wenn was ist.", doch kommt das Mädchen oder Junge wegen einem Problem, dann erleben sie oft wie wenig wert der Spruch ist. Zudem, wie viele Kinder Kommen schon geplant auf die Welt?

Wäre das für dich ein Grund, das Gebären zu verbieten oder nur noch in bestimmten Fällen zuzulassen?

Ich weiß nicht recht ob ich das Richtig verstehe, doch für mich ist eigentlich nur im Seltenen fällen eine Abtreibung gerechtfertigt. In deinen erwähnten fall nicht. Auch musste ich erfahren wie sich zum Beispiel eine Fehlgeburt, selbst 30 später noch Verehrend auf die Familie der Frau auswirken kann.

Kommentar von annemarie37 ,

hindern Täter anzuzeigen .....   Fehlgeburt

Ich weiss jetzt nicht, was das mit Abtreibung zu tun hat ? Jedenfalls hat es nichts mit meinem Kommentar zu tun.

Kommentar von meretlein ,

Erfinder des Rades

Da bin ich mir ziemlich sicher, dass das Rad - vielleicht etwas später - von irgend einem anderen erfunden worden wäre.

Antwort
von annemarie37, 171
Habe schon abgetrieben und ich bereue es nicht.

Mit deiner Umfrage hier kannst du niemals herausfinden "wie die heutige Gesellschaft über Abtreibung denkt". Da müsstest du eine repräsentative Meinungsumfrage bei mindestens 1'000 Leuten in Auftrag geben.

Für die Schweiz ist der Fall klar: 2002 haben 72% der abstimmenden Bevölkerung Ja gesagt zur Fristenregelung (ohne Zwangsberatung und obligatorische Bedenkzeit). 2014 wurde dieses Resultat quasi durch eine weitere Abstimmung, dass nämlich Schwangerschaftsabbruch durch die Krankenversicherung bezahlt bleiben soll, bestätigt.

Ich denke, in Westeuropa ist eine grosse Mehrheit der Meinung, dass Frauen das Recht haben müssen, selbst über Abbruch oder Austragen einer ungewollten Schwangerschaft zu entscheiden.

Kommentar von shopperin98 ,

Du hast schon recht, dass ich damit nicht den Durchschnitt errechnen kann. Da mir einerseits dazu Zeit und ebenso Mittel fehlen dies zu organisieren, versuche ich es mit Mitteln wie diesen.

Kommentar von carn112004 ,

Du musst ganz wesentlich bedenken, dass in der Realität das Umfrageergebnis wesentlich von der Fragestellung abhängt.


Beispielsweise haben, wie annemarie richtig sagt, 72% der der abstimmenden schweizer Wahlberechtigten zur folgender Frage formal "Ja" gesagt:

'Soll Abtreibung erlaubt sein, wenn der Abbruch "innerhalb von zwölf Wochen seit Beginn der letzten Periode auf schriftliches
Verlangen der schwangeren Frau, die geltend macht, sie befinde sich in einer Notlage,
durch eine zur Berufsausübung zugelassene Ärztin oder einen zur Berufsausübung
zugelassenen Arzt vorgenommen wird" und eingehalten ist, dass "Die Ärztin oder der Arzt hat persönlich mit der Frau
vorher ein eingehendes Gespräch zu führen und sie zu beraten."?'


Hingegen, wenn du z.b. annemarie ein bischen auf den Zahn fühlen würdest, würdest du vielleicht erkennen, dass die Frage OHNE IRGENDEINE UNWAHRHEIT EINZUBEZIEHEN auch so formuliert hätte sein können:


'Soll Abtreibung erlaubt sein, wenn der Abbruch "innerhalb von zwölf Wochen seit Beginn der letzten Periode auf schriftliches
Verlangen der schwangeren Frau, die geltend macht, sie befinde sich in einer Notlage,
durch eine zur Berufsausübung zugelassene Ärztin oder einen zur Berufsausübung
zugelassenen Arzt vorgenommen wird" und eingehalten ist, dass "Die Ärztin oder der Arzt hat persönlich mit der Frau
vorher ein eingehendes Gespräch zu führen und sie zu beraten."?;

wobei unter Notlage neben den Möglichkeiten des im Stich lassens durch den Erzeuger, der Arbeitslosigkeit, des Abbruchs der Ausbildung, eines erheblichen Gesundheitsrisikos, des Hintergrunds eines Sexualdeliktes, einer Zerstörung aller Lebensträume und ähnlichem auch unter anderem auch zu verstehen ist, wenn die Frau die Schwangerschaft nicht austragen will:

- weil sie bei den Fotos der lange geplanten Hochzeit aufgrund des Babybauchs unschicklich aussehen würde

- weil ihr Kind in seinem Leben eine erheblichen CO2-Ausstoß verursachen würde und sie durch die Vermeidung dieses CO2-Ausstoßes weiterhin ihrer Leidschaft von Fernreisen nachgehen kann und trotzdem eine bessere CO2-Bilanz als die durchschnittliche Frau mit Kinder vorweisen kann

- weil sie nach Abtreibungen süchtig ist und das damit verbundene Hochgefühl von Macht und Kontrolle genießt und Abtreibungen regelmäßig als Kompensation für die schwierige Beziehung mit dem Erzeuger braucht, von dem sie sich keinesfalls trennen will

- weil für ein Kind in ihrer Wohnung nur ausreichend Platz wäre, wenn sie ihren Hund abgeben würde, was sie diesem aber nicht antun will

wobei ferner unter Notlage jede einzelne Situation zu verstehen ist, in der die Frau die Schwangerschaft nicht austragen will, völlig egal wie unsinnig, verwerflich, egoistisch, durch andere der Frau eingeredet oder auf Irrtum beruhend die realen Gründe für dieses Wollen auch sein mögen;

wobei ferner unter dem eingehenden Gespräch keinesfalls zu verstehen ist, dass die Schwangere ihre Gründe offenbart und/oder dass der Arzt sie auch unter ethischen Aspekten berät, ob diese Gründe oder allgemein welche Gründe denn in hinreichender Weise eine Notlage im Sinne des Gesetzes sein könnten.'


In der Praxis ist das Gesetz - wenigstens von den Abtreibungsbefürwortern - genauso gemeint und wird genauso angewendet, wie ich es bei der zweiten Frage formuliert habe, wobei Abtreibungsbefürworter dieses als unproblematisch sehen, da keine (*) Frau jemals aus den aufgezählten oder vergleichbar seltsam anmutenden Gründen abgetrieben hat oder abtreiben würde (*Anzumerken ist, dass hier nicht zwingend die übliche Definition von "keine" gemeint sein muss; ich bin da etwas unsicher); trotzdem wäre unbestreitbar wenigstens eine andere Prozentzahl von Ja-Stimmen zu erwarten gewesen, obwohl die juristische Wirkung in beiden Fällen bei Annahme der Geseztesänderung exakt identisch gewesen wäre.


Es kommt also beim Ergebnis ganz erheblich darauf an, wonach und wie man fragt.


Kommentar von ditchwich ,

Die Schweizer Abstimmungsvorlage war absolut klar und die Leute wussten, über welchen Gesetzestext sie abstimmen. Und sie wussten auch genau, um was es letztlich geht: dass der Entscheid zum Schwangerschaftsabbruch allein bei der Frau liegen soll. Das wurde, denke ich, in der Kampagne ziemlich klar herausgearbeitet.

Kommentar von carn112004 ,

Echt?

Wenn der Entscheid alleine bei der Frau liegen sollte, macht die Bedingung "schriftliches Verlangen der schwangeren Frau, die geltend macht, sie befinde sich in einer Notlage," überhaupt rein gar keinen Sinn.

Das ist ganz offensichtlich eine Formulierung, die ein emotionaler Appell ist, die einen bestimmten Eindruck hervorrufen soll, die aber für die praktische Anwendung vollkommen irrelvant ist; es ist sozusagen eine Verpackung ums besser verkaufen zu können.

Würde der Wortlaut:

"innerhalb von zwölf Wochen seit Beginn der letzten Periode auf schriftliches Verlangen der schwangeren Frau durch eine zur Berufsausübung zugelassene Ärztin oder einen zur Berufsausübung
zugelassenen Arzt vorgenommen wird"

lauten und der zweite Satz vollkommen fehlen, wäre die praktische Anwendung exakt identisch. Ein Beratungsgespräch muss der Arzt sowieso vor dem Eingriff machen und ob die Frau nun einen Satz dazu schreibt "Ich befinde mich in einer Notlage" bzw. ein Kreuz auf einem Formular macht oder nicht, ist vollkommen gleich.

Solche Verkaufsverpackungen gibts regelmäßig in Gesetzen, nerven Juristen tierisch (diese überflüssigen Worte sind einfach nur nervend, wenn man beurteilen muss, ob oder ob nicht das Gesetz eingehalten wurde) und haben REIN den Zweck, dass das Gesetz bei wankelmütigen Unterstützern etwas besser ankommt, hier z.b. den schweizer Wählern bzw. irgendwelchen Subgruppen davon, die vielleicht etwas weniger Ja-begeistert wären, wenn ihnen in den Sinn käme, dass sie gerade darüber abstimmen, ob eine Abtreibung sogar wegen einem ansonsten auf Hochzeitsphotos störenden Schwangerschaftsbauch zulässig und rechtens sein soll (letztens haben sie ja sogar noch beschlossen, dass die KV das dann zu bezahlen hat); ja, manchmal macht der Adressat der Verpackung sogar mit und schluckt das bereitwillig, dass das leere Blabla doch irgendeine Bedeutung hätte, um sein Gewissen zu beruhigen oder wegen sonstiger seelischer Wehwehchen.

Aber es ist und bleibt eine Aufhübschung, die das ganze schöner erscheinen lassen soll, sonst nichts.

Und wenn es die Aufhübschung beim schweizer Wähler nicht gebraucht hätte? Tja, kann sein; blos wäre es dann immer noch eine Aufhübschung (dann halt eine überflüssige) und es ist spekulativ, ob und welchen Unterschied es gemacht hätte; womit nichts anderes gilt als das was ich hier zu erklären suchte:

Was eine Umfrage abbildet, hängt wesentlich von der Formulierung der Frage ab und man kann nur schwer sicher sagen, ob andere Formulierungen gleiche Ergebnisse gebracht hätten oder nicht.

(Ich z.b. würde darauf rein willküirlich tippen, dass meine obige Formulierung vielleicht eine Senkung von 72% auf 60- 65% hätte bringen können, weil die Mehrheit immer noch davon ausgegangen wäre, dass solch abstruse Gründe keinerlei praktische Bedeutung haben; aber dem Fragesteller sind ja gerade die Prozentzahlen nicht unwichtig)

Kommentar von annemarie37 ,

eine Verpackung ums besser verkaufen zu können

Das siehst du genau richtig, mit der Nuance, dass es war um die Gesetzesänderung akzeptieren und das Gesicht wahren zu können. Diese Formulierung wurde im Parlament in letzter Minute von einer Katholikin eingebracht, deren Stimme notwendig war, um die Vorlage in der Kleinen Kammer durchzubringen. Und es wurde auch klargestellt, dass die Frau allein beurteilt, ob sie in einer Notlage ist oder nicht.

Ich glaube ich habe das schon mehrmals geschrieben: JEDE Frau, die eine Schwangerschaft abbrechen will, befindet sich in einer Notlage. Sonst hätte sie ja keinen Grund abzutreiben. Aber das kannst/willst du offenbar nicht begreifen.

Ausserdem gab es in der Schweiz auch noch andere interessante Abstimmungsergebnisse zu dieser Frage: http://www.svss-uspda.ch/de/schweiz/resultate.htm . z.B. sagten 1985 bloss 31% Ja zum "Recht auf Leben" von der Befruchtung an. Und 2002 82% Nein zu einem totalen Abtreibungsverbot.

Kommentar von carn112004 ,

Dann dürfte ich mit meiner Behauptung:

"Das siehst du genau richtig, mit der Nuance, dass es war um die Gesetzesänderung akzeptieren und das Gesicht wahren zu können.
Diese Formulierung wurde im Parlament in letzter Minute von einer
Katholikin eingebracht, deren Stimme notwendig war, um die Vorlage in
der Kleinen Kammer durchzubringen."

dass die von mir doch erheblich anders verpackte aber inhaltlich vollkommen identische Formulierung einer "Abstimmungsfrage" wohl schwieriger umsetzbar gewesen wäre. Womit die Abstimmungsergebnisse auch immer hinsichtlich der Fragestellung und deren Eindruck zu bewerten sind.

Was dann wohl bestätigt, dass der Fragesteller bei der Suche nach Stimmungsbildern genau überlegen sollte, was und wie gefragt wird.


"z.B. sagten 1985 bloss 31% Ja zum "Recht auf Leben" von der Befruchtung
an."

Was ich mich bei sowas immer frage ist, wieviele das oder ähnliches ablehnen, weil ihnen die vermuteten Konsequenzen nicht behagen.

Also inwieweit es Leute gibt, die gegen ein wie auch immer geartetes Lebensrecht ungeborener nichts hätten, die aber blos fürchten, dass dann die Abtreibungsgegner den Siegeszug antreten würden, Abtreibungen vollkommen verboten würden und hunderte oder tausende Frauen auf dem Küchentisch verbluten würden.

Denn solche Leute würden dann eventuell anders abstimmen, wenn irgendwie sichergestellt wäre, dass diese befürchteten negativen Konsequenzen nicht einträten und stattdessen als positiv angesehene Konsequenzen einträten, z.b. bessere Hilfen für Schwangere im Konflikt oder auch mehr Akzeptanz vom sozialen Umfeld, wenn sie trotz Schwierigkeiten austragen wollen.

Denn das Lebensrecht des ungeborenen ist zweischneidig; einerseits kann es gegen die Schwangere gerichtet werden; andererseits könnte mit mindestens derselben Schärfe gegen jedweges Hindernis gerichtet werden, dass einer Schwangeren die Entscheidung zum Austragen erschwert.

Kommentar von annemarie37 ,

Meine Einschätzung ist, dass 1985 31% dieser Initiative "Recht auf Leben" zugestimmt haben, weil sie sich nicht Rechenschaft darüber gaben, dass es da hiess "von der Befruchtung an".

2002 haben dann bloss 17% einer Initiative zugestimmt, die Abtreibung verbieten wollte, mit Ausnahme einer akuten körperlichen Lebensgefahr für die Schwangere und gleichzeitig Hilfe für Mütter in Not forderte. Am gleichen Abstimmungstag stimmten 72% der Fristenregelung zu.

Deine These stimmt also mit Sicherheit nicht.

Kommentar von carn112004 ,

"Deine These stimmt also mit Sicherheit nicht."

Was meinst du genau?

Die eine konkrete These, die ich äußerte, war, dass die Erfolgsaussichten der Fristenregelung 2002 verschlechtert gewesen wären, wenn man sie so formuliert hätte, wie ich oben formuliert habe, also z.b. mit Zusatz, dass auch ein nicht passendes Hochzeitskleid eine Notlage sein kann.

Von der dachte ich, du würdest es zumindest ähnlich sehen, da wenigstens eine Abgeordnete wohl mit der richtigen "Verpackung" gewonnen werden musste.

Das andere ist keine These, sondern nur, dass ich schlicht nicht weiß, welche Motive welchen Einfluss bei solchen Abstimmungen haben; das darüber hinaus ist dann Spekulation, wann im Falle einer bestimmten Motivlage andere Abstimmungsergebnisse denkbar wären; aber da ich die Motivlage nicht kenne, ist es eben Spekulation und keine These.

Kommentar von elisi ,

Hier findest du die Hautpmotive der Stimmenden: Entkriminalisierung und Selbstbestimmungsrecht der Frau.

http://www.gfsbern.ch/de-ch/Detail/vox-77-nachanalyse-der-eidgenoessischen-absti... (auf "Hauptergebnisse) klicken)

Kommentar von carn112004 ,

Danke für den interessanten Link, wenn online auch nur die Zusammenfassung abrufbar ist.

Zwei interssante Stellen:

"Diese Polarisierung widerspiegelt allerdings auch grundsätzliche
Meinungsverschiedenheiten innerhalb der CVP. Obwohl sich die beiden Vorlagen gegenseitig ausschliessen,
gibt es eine kleine Minderheit, die zweimal Ja sagte. Die detailliertere Analyse zeigt, dass diese Minderheit
einerseits wenig über das Volksbegehren wusste und andrerseits eine grundsätzliche Pro-Abtreibungshaltung
einnahm. Dies lässt den Schluss zu, dass diese Stimmbürger die Initiative annahmen, ohne deren Forderungen
genau zu kennen."

Wie ich sagte, die Prozentanteile sind mit Vorsicht zu genießen, da sogar einige scheinbar nicht wissen, worüber sie abstimmen.

"Die
Analyse der soziodemographischen Daten ergibt, dass die Fristenlösung in allen Bevölkerungsschichten eine
Mehrheit fand - mit einer Ausnahme. ...

Ein markanter Unterschied besteht hingegen zwischen den praktizierenden und den nicht praktizierenden
Christen. Erstere stellen sich vehement gegen eine straffreie Abtreibung. Dies ist die einzige
soziodemographische Gruppe, die die Fristenlösung ablehnte."

Immer diese Christen! Kaum will man in aller Ruhe irgendwo unschuldige und wehrlose Menschen töten, schon kommen ein paar Christen daher und versuchen einem die Suppe zu versalzen. Zum Glück für das "Recht auf Abtreibung" sind die praktizierenden Christen nur eine Minderheit der Christen.

Kommentar von annemarie37 ,

Zum Glück für das "Recht auf Abtreibung" sind die praktizierenden Christen nur eine Minderheit der Christen.

Ja, zum Glück. Und zum Glück sind nicht alle Muslime Fans des IS... Und zum Glück gibt's immer mehr AtheistInnen.

Kommentar von carn112004 ,

Der war nett, praktizierende Christen in gewisser Weise mit dem IS in Verbindung gebracht.

Kommentar von carn112004 ,

Besonders nett an dem Kommentar ist übrigens die Dopeldeutigkeit:

"Pro-Choice Lesart":

Was die praktizierenden Christen in der Gesellschaft mit ihren obskuren Vorstellungen anrichten könnten, wäre vergleichbar schlimm wie das IS-Treiben, z.b. Entrechtung und Versklavung von Frauen.

"Islamophobe Lesart":

Wer das Christentum ernsthaft praktiziert und sich ernsthaft nach ihm richtet, ist damit nahezu zwangsläufig ein radikaler Gegner von Abtreibung. Wer den Islam ernsthaft praktiziert und sich ernsthaft danach richtet, ist damit nahezu zwangsläufig ein Anhänger oder Mitglied des IS.

Antwort
von armeskaenguru, 221
Es kommt darauf an wann man es abtreibt, ok ist wenn...

Hallo

Das ist doch keine Umfrage. Mann kann nicht einmal die Frage so beantworten, dass man für Abtreibung für Abtreibung ist.

Eine Abtreibung ist bis zur 14. Woche gemäss Gesetz - nach einem Beratungsgespräch - möglich. Die Gründe sind nicht entscheidend. Das kann sein, weil man zu jung ist, noch in Schule/Ausbildung/Studium, alleinerziehend, kein Geld hat, die Familienplanung abgeschlossen ist, man überfordert wäre, keine Kinder möchte etc.

Freundlichen Gruss

tm

Kommentar von carn112004 ,

"Das ist doch keine Umfrage. Mann kann nicht einmal die Frage so beantworten, dass man für Abtreibung für Abtreibung ist."

Dem ist zuzustimmen, die Umfrage ist schlecht formuliert.

Kommentar von shopperin98 ,

Das tut mir leid, das habe ich nicht berücksichtigt.

Antwort
von StevenArmstrong, 112
Ich könnte es nur nachvollziehen, wenn..

Hallo,

ich bin nur dann für Abtreibung, wenn es aus freiem Willen der schwangeren Frau geschieht.

Wenn sie dazu gezwungen wird, durch den Vater (z.B. um die Familienehre wieder herzustellen), Freund, Ehemann, Lover (weil er das Kind nicht will), dann halte ich Abtreibung für etwas negatives, v.a. wenn die Frau das Kind austragen will, selbst wenn sie es zur Adoption frei gibt.

MfG

Steven Armstrong

Antwort
von kuhnel, 26
Habe schon abgetrieben und ich bereue es nicht.

Da gibt's nichts zu bereuen. Ich würde es wieder tun, wenn ich nochmal in derselben Situation wäre.

Antwort
von Rocker73, 277
Ich könnte es nur nachvollziehen, wenn..

die Eltern extrem jung sind, bei Vergewaltigungen und bei Inzest. Jedoch wäre das Kind zur Adoption freigeben für mich eine bessere Lösung, jedoch verurteile ich keine Frau weil sie abgetrieben hat.

LG

Kommentar von Darkmalvet ,

Auch Inzestkinder können gesund sein.

Ein einfacher Gentest beider Eltern auf genotypische Erbdefekte würde reichen um 100% ig sicherstellen zu können, dass das Kind keine Schäden durch die Inzucht hat

Kommentar von Rocker73 ,

Ich hab noch nie davon gehört das z.B Bruder und Schwester ein gesundes Kind zeugen konnten, es gibt gute Gründe warum das verboten ist!

Es werden ja keine neuen Gene weitergereicht, die Kinder haben sehr oft ein schlechtes Immunsystem, manche sind garnicht lebensfähig.

LG

Kommentar von Darkmalvet ,

Das ist nicht richtig.

Die Kinder von Bruder und Schwester sind nur deshalb krank, weil viele Menschen Träger rezessiver Erbschäden sind und diese sich bei Vermehrung innerhalb einer Familie anhäufen können.

Solange alle Gene komplett heile sind, macht es überhaupt nichts, wenn jemand komplett, alle auf alle Chromosomen bezogen, reinerbig (homozygot) ist.

Das durchschnittliche Risiko krank zu sein für ein Inzestkind beträgt 20-30 Prozent.

Kommentar von PlueschTiger ,

Es werden ja keine neuen Gene weitergereicht, die Kinder haben sehr oft ein schlechtes Immunsystem, manche sind garnicht lebensfähig.

Ein Hinweis: Wir Teilen etwa 98% der Gene mit dem nächst verwandten Affen. Bis zu 4% unserer Gene kommen von Neandertaler, also einer anderen Menschenart. Angeblich bis zu 50% mit der Banane, gemeinsam. Wo also sollen, selbst bei einer normalen Beziehung, die NEUEN Gene herkommen?

Ich hab noch nie davon gehört das z.B Bruder und Schwester ein gesundes Kind zeugen konnten, es gibt gute Gründe warum das verboten ist!

Ich habe zuletzt mehrfach von ein Paar gehört welches gleichzeitig Geschwister sind, welche 4 Kinder hatten, 2 davon Behindert. Sprich 2 waren gesund.

Das was du sagst tritt bei vielen anderen Beziehungen auch ein. Jedes mal wenn 2 Menschen zusammen kommen wo die Gene einer Krankheit Vorhanden sind und in Kombination Dominant werden. Zudem darfst du nicht vergessen das unsere Zellen und somit Gene Ständig durch Chemikalien der Wirtschaft mit Mutagenen, Freien radikalen und anderen bombardiert wird, welche ebenfalls auf das Erbgut Auswirkungen haben. Sollten diese Veränderungen in den Eierstöcken oder Hoden (Eizellen und Sperma) passieren werden diese auch an die nächste Generation weitergegeben.

Kommentar von waldfrosch64 ,

@Rocker 73

Deine Informationen sind falsch !

Vor allem bei den Grünen Politikern und wählern würdest du hier auf grosses Unverständnis stossen können .Mit solchen Aussagen:

 http://www.zeit.de/gesellschaft/familie/2013-08/martenstein-inzest-wahlkampf

Kommentar von Rocker73 ,

Es interessiert mich einen Dreck wie grüne Politiker darauf reagieren würden das ist meine Meinung

Kommentar von waldfrosch64 ,

kriminelle Indikation ist lediglich 2 % .Solche eine Argumentation in Sachen Abtreibung ist zwar beliebt aber Jenseits jeder Realität von Frauen und Abtreibung ! 

Kommentar von ditchwich ,

Damit wird aber klar, wie extrem etliche Abtreibungsgegner sind, wenn sie Abtreibung sogar in solchen Fällen verbieten wollen.

Expertenantwort
von Matzko, Community-Experte für Sex, 72
Bin gegen Abtreibung-Leben ist kostbar.

Jedem der abtreibt, egal in welchem Stadium der Entwicklung, muss klar sein, er verhindert, dass ein Mensch geboren wird!

Antwort
von FanFicfan, 61
Bin gegen Abtreibung-Leben ist kostbar.

Hier wurde schon viel, zum Thema Abtreibung und Behinderung gesagt. Dazu will ich als jemand der von Geburt an selbst eine Körperbehinderung hat,und damit in seiner Familie nicht alleine ist, denn auch meine Schwester ist geistig behindert, im Namen der Menschen mit Behinderung etwas sagen . Jedes Leben ist wertvoll und lebenswert, was glaubt ihr was passiert wäre hätten unsere Mütter uns Behinderte abgetrieben, ich kann es euch sagen wir hätten niemals existiert, und hätten niemals zu den Menschen werden können die wir heute sind, und wir hätten nie Erfahren was Leben ist und was es lebenswert macht. Ich bin strikt gegen Abtreibung, es sei denn es gefährdet die Gesundheit und das Leben der Mutter.

Kommentar von ditchwich ,

Liebe/r  FanFicfan

Ich finde das wunderschön, dass du dein Leben voller Lebenslust und Kraft geniessen kannst. Dein Leben ist kostbar, ja. Aber es ist von der falschen Seite her argumentiert, wenn du das gegen den straflosen Schwangerschaftsabbruch verwendest.

Du schreibst: "wir hätten niemals existiert". Ganz genau. Aber das trifft auf alle zu, nicht bloss auf Behinderte. Wenn meine Mutter ihre Schwangerschaft damals als ungewollt empfunden hätte, oder nicht die Kraft gehabt hätte, ja zu sagen zur Mutterschaft unter den gegebenen Bedingungen und sich zum Abbruch entschieden hätte, dann hätte es auch mich nie gegeben. Da besteht zwischen uns kein Unterschied.

Na und? Weder ich noch irgend sonst jemand - ausser meiner Mutter und vielleicht ein paar ihr nahestehende Menschen - hätten je etwas von mir gewusst auf dieser Welt. Es hätte uns schlicht nicht gegeben. Wie viele Menschen gibt es nicht, weil ihre Mütter eine funktionierende Verhütung angewendet haben? Die hätten alle vielleicht auch ein glückliches Leben führen können - vielleicht auch nicht.

Deine Argumentation führt letztlich wieder auf die Frage des "Wertes" von ungeborenem Leben im Vergleich mit anderen Werten zurück, die ja der ganzen Debatte um die Abtreibung zugrunde liegt.

Kommentar von FanFicfan ,

Ich schrieb aber auch

es sei denn es gefährdet die Gesundheit und das Leben der Mutter.

 Den Fall der Gefährdung der Gesundheit und des Lebens der Mutter habe ich sogar ausdrücklich betont

Kommentar von ditchwich ,

"Gesundheit" wird von der WHO definiert als "Zustand vollständigen körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens". Mit dieser Begründung haben liberale Ärzte schon seit 60 Jahren einen Schwangerschaftsabbruch jeweils vorgenommen.

Dein Einwand ändert nichts daran, dass es irrelevant ist, ob der Abbruch wird wegen einer fötalen Fehlbildung, die die Schwangere überfordert oder wegen sonst irgend einem Grund vorgenommen. So oder so wird eben nie ein Mensch daraus, der irgend etwas vermissen könnte. (Übrigens gibt es ja weder in Deutschland noch in der Schweiz eine "fötale" Indikation)

Antwort
von ditchwich, 68
Habe schon abgetrieben und ich bereue es nicht.

Wieso sollte ich bereuen, damals meinen Zustand des nicht-schwanger-seins wieder erlangt zu haben?

Antwort
von carn112004, 134
Bin gegen Abtreibung-Leben ist kostbar.

http://www.servat.unibe.ch/dfr/bv088203.html

"1.Das Grundgesetz verpflichtet den Staat, menschliches Leben, auch das
ungeborene, zu schützen. Diese Schutzpflicht hat ihren Grund in Art. 1
Abs. 1 GG; ihr Gegenstand und - von ihm her - ihr Maß werden durch Art. 2
Abs. 2 GG näher bestimmt. Menschenwürde kommt schon dem ungeborenen
menschlichen Leben zu. Die Rechtsordnung muß die rechtlichen
Voraussetzungen seiner Entfaltung im Sinne eines eigenen Lebensrechts
des Ungeborenen gewährleisten. Dieses Lebensrecht wird nicht erst durch
die Annahme seitens der Mutter begründet.

2. Die Schutzpflicht für das ungeborene Leben ist bezogen auf das einzelne Leben, nicht nur auf menschliches Leben allgemein.

3. Rechtlicher Schutz gebührt dem Ungeborenen auch gegenüber seiner Mutter."

Wer Menschenwürde und das Recht auf Leben hat, sollte nicht getötet werden, wenn es sich einrichten lässt.

Kommentar von annemarie37 ,

nicht schon wieder....

Kommentar von carn112004 ,

Was für ein unnötiger Kommentar, es ist doch völlig normal, dass man bei jedem neuen Fragesteller ähnliche Aussagen tätigt wie gegenüber anderen Fragestellern mit ähnlichen Fragen; deine Antworten werden sich bei Fragen "was haltet ihr von Abtreibungen" auch von mal zu mal ähneln.

Kommentar von Lennister ,

Und wie immer zitierst du die deutsche Rechtslage absolut selektiv. Und dass Gesetz und Ethik zwei verschiedene Dinge sind, ignorierst du auch. 

Kommentar von carn112004 ,

Was ist daran selektiv zitieren? Es sind die Leitsätze, normalerweise das entscheidende eines Urteils.

Den Rest des BVerfG-Urteils habe ich meines Wissens ganz gut durch:

"sollte nicht getötet werden, wenn es sich einrichten lässt."

zusammengefasst.

Was sollte man deiner Ansicht nach zitieren, wenn man nicht gleich einen ganzen Roman schreiben will?

(Nebenbei, würde ich mehr zitieren und mehr in die Details gehen, würden andere wieder kritisieren, dass ich mich nicht kurz fasse; frag mal annmarie37; für mich ist die Erfahrung, das egal ob ich gründlich und ausführlich schreibe oder kurz und knapp, bewusst gewisse Dinge auslasse oder jedes Detail durchkaue, das Ergebnis ist immer das gleiche, Abtreibungsbefürworter mögen was ich schreibe nicht; das deutet eher darauf hin, dass ich nicht fehlerhaft schreibe oder argumentiere, sondern dass euch einfach das Ergebnis nicht passt und das ganze wie ihr es begründet ist leeres austauschbares Blabla, das euch eh egal ist; aber du hast eine erneute Chance es erneut zu versemmeln)

Kommentar von carn112004 ,

Bezgl. Gesetz und Ethik, die beiden sind verwandt; darüber hinaus hat der Fragesteller wissen wollen, wie "die Gesellschaft" das sieht; eigentlich sollte "die Gesellschaft" grundsätzliche ethische Wertfragen nicht im VOLLKOMMENEN Widerspruch zu den Gesetzen haben, auf denen die Gemeinschaft basiert; ansonsten besteht ein gefährlicher Widerspruch zwischen den tatsächlichen und den offiziellen Werten der Gemeinschaft; um diesen Widerspruch vorzubeugen, werden ich deshalb mich mindestens solange auch (heißt also nicht ausschließlich) am Grundgesetz orientieren, wie ich den Eindruck habe, dass allen anderen das Grundgesetz (mal wieder) drecksegal ist.

Kommentar von Lennister ,

Was ist daran selektiv zitieren? 

Du verschweigst die gesamte Rechtslage. Nämlich, dass Abtreibung nach geltendem deutschen Recht durchaus nicht so schlimm ist, dass man sie in jedem Fall bestrafen müsste. 

Kommentar von carn112004 ,

Sorry, dass ist durch "sollte nicht getötet werden, wenn es sich einrichten lässt" hinreichend ausgedrückt.

Ferner lautete die Frage oben:"Wie steht ihr zur Abtreibung Ja oder Nein?"

und war mit der Aufforderung

"Gebt bitte zur euer Wahl eine Sachliche Begründung ab."

verknüpft.

Wenn eine ablehnende Haltung sachlich zu begünden, ist es vollkommen überflüssig die gesamte Rechtslage zu beschreiben, wenn die Leitsätze bereits dafür vollkommen ausreichen; es war ja nicht gefragt, ob und unter welchen Umständen und gegen wen aufgrund von Abtreibungen Haftstrafen zu verhängen sind.

Kommentar von Lennister ,

Wenn eine ablehnende Haltung sachlich zu begünden

Was du nicht geschafft hast. Du hast auf Prinzipien verwiesen, die nicht an sich evident sind und die du nicht weiter begründet hast.

ist es vollkommen überflüssig die gesamte Rechtslage zu beschreiben

Nein. Wenn man sich auf geltendes Recht beruft, muss man es ganz zitieren. Das ist eine Grundregel bei einem Autoritätsargument: Die Autorität(hier: das Recht) muss ganz zitiert werden.

Kommentar von carn112004 ,

Tja, irgendwie hatte ich gestern hier noch einen Kommentar gepostet.

"Du hast auf Prinzipien verwiesen, die nicht an sich evident sind und die du nicht weiter begründet hast."

Es ist evident, dass nach BVerfG ungeborene Menschenwürde im Sinne Art. 1 Abs.1 GG und Recht auf Leben nach Art. 2 Abs. 2 GG haben.

Daraus folgere ich, dass ungeborene am Leben gelassen werden sollten, wenn es sich denn einrichten lässt, und das Abtreibung in gewissem Maße eingeschränkt und/oder verboten sein muss.

Was daran unsachlich ist, wirst du vermutlich nicht mit sachlichen Argumenten begründen können.

"Nein. Wenn man sich auf geltendes Recht beruft, muss man es ganz
zitieren. Das ist eine Grundregel bei einem Autoritätsargument: Die
Autorität(hier: das Recht) muss ganz zitiert werden."

Falsch, macht kein Jurist so. Es wird das Urteil genannt, 1 oder 2 Sätze zitiert und das langt. Insbesondere Zitieren der Leitsätze ist unproblematisch, da dies genau der Zweck der Leitsätze ist, verkürzt wichtige Punkte wiederzugeben.

Aber damit du zufrieden bist, zitiere ich eben alle Leitsätze von Schwangerschaftsabbruch II:

"1.
Das Grundgesetz verpflichtet den Staat, menschliches Leben, auch das
ungeborene, zu schützen. Diese Schutzpflicht hat ihren Grund in Art. 1
Abs. 1 GG; ihr Gegenstand und - von ihm her - ihr Maß werden durch Art. 2
Abs. 2 GG näher bestimmt. Menschenwürde kommt schon dem ungeborenen
menschlichen Leben zu. Die Rechtsordnung muß die rechtlichen
Voraussetzungen seiner Entfaltung im Sinne eines eigenen Lebensrechts
des Ungeborenen gewährleisten. Dieses Lebensrecht wird nicht erst durch
die Annahme seitens der Mutter begründet.


2. Die Schutzpflicht für das ungeborene Leben ist bezogen auf das einzelne Leben, nicht nur auf menschliches Leben allgemein.

3. Rechtlicher Schutz gebührt dem Ungeborenen auch gegenüber seiner
Mutter. Ein solcher Schutz ist nur möglich, wenn der Gesetzgeber ihr
einen Schwangerschaftsabbruch grundsätzlich verbietet und ihr damit die
grundsätzliche Rechtspflicht auferlegt, das Kind auszutragen. Das
grundsätzliche Verbot des Schwangerschaftsabbruchs und die
grundsätzliche Pflicht zum Austragen des Kindes sind zwei untrennbar
verbundene Elemente des verfassungsrechtlich gebotenen Schutzes.


4. Der Schwangerschaftsabbruch muß für die ganze Dauer der
Schwangerschaft grundsätzlich als Unrecht angesehen und demgemäß
rechtlich verboten sein (Bestätigung von BVerfGE 39, 1 [44]). Das
Lebensrecht des Ungeborenen darf nicht, wenn auch nur für eine begrenzte
Zeit, der freien, rechtlich nicht gebundenen Entscheidung eines
Dritten, und sei es selbst der Mutter, überantwortet werden.


5. Die Reichweite der Schutzpflicht für das ungeborene menschliche Leben
ist im Blick auf die Bedeutung und Schutzbedürftigkeit des zu
schützenden Rechtsguts einerseits und damit kollidierender Rechtsgüter
andererseits zu bestimmen. Als vom Lebensrecht des Ungeborenen berührte
Rechtsgüter kommen dabei - ausgehend vom Anspruch der schwangeren Frau
auf Schutz und Achtung ihrer Menschenwürde (Art. 1 Abs. 1 GG) - vor
allem ihr Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit (Art. 2 Abs. 2
GG) sowie ihr Persönlichkeitsrecht (Art. 2 Abs. 1 GG) in Betracht.
Dagegen kann die Frau für die mit dem Schwangerschaftsabbruch
einhergehende Tötung des Ungeborenen nicht eine grundrechtlich in Art. 4
Abs. 1 GG geschützte Rechtsposition in Anspruch nehmen.


6. Der Staat muß zur Erfüllung seiner Schutzpflicht ausreichende
Maßnahmen normativer und tatsächlicher Art ergreifen, die dazu führen,
daß ein - unter Berücksichtigung entgegenstehender Rechtsgüter -
angemessener und als solcher wirksamer Schutz erreicht wird
(Untermaßverbot). Dazu bedarf es eines Schutzkonzepts, das Elemente des präventiven wie des repressiven Schutzes miteinander verbindet.


7. Grundrechte der Frau tragen nicht so weit, daß die Rechtspflicht zum
Austragen des Kindes - auch nur für eine bestimmte Zeit - generell
aufgehoben wäre. Die Grundrechtspositionen der Frau führen allerdings
dazu, daß es in Ausnahmelagen zulässig, in manchen dieser Fälle
womöglich geboten ist, eine solche Rechtspflicht nicht aufzuerlegen. Es
ist Sache des Gesetzgebers, solche Ausnahmetatbestände im einzelnen
nach dem Kriterium der Unzumutbarkeit zu bestimmen. Dafür müssen
Belastungen gegeben sein, die ein solches Maß an Aufopferung eigener
Lebenswerte verlangen, daß dies von der Frau nicht erwartet werden kann
(Bestätigung von BVerfGE 39, 1 [48 ff.]).


8. Das Untermaßverbot läßt es nicht zu, auf den Einsatz auch des
Strafrechts und die davon ausgehende Schutzwirkung für das menschliche
Leben frei zu verzichten.


9. Die staatliche Schutzpflicht umfaßt auch den Schutz vor Gefahren, die
für das ungeborene menschliche Leben von Einflüssen aus dem familiären
oder weiteren sozialen Umfeld der Schwangeren oder von gegenwärtigen und
absehbaren realen Lebensverhältnissen der Frau und der Familie ausgehen
und der Bereitschaft zum Austragen des Kindes entgegenwirken.

Kommentar von carn112004 ,

10. Der Schutzauftrag verpflichtet den Staat ferner, den rechtlichen
Schutzanspruch des ungeborenen Lebens im allgemeinen Bewußtsein zu
erhalten und zu beleben.


11. Dem Gesetzgeber ist es verfassungsrechtlich grundsätzlich nicht
verwehrt, zu einem Konzept für den Schutz des ungeborenen Lebens
überzugehen, das in der Frühphase der Schwangerschaft in
Schwangerschaftskonflikten den Schwerpunkt auf die Beratung der
schwangeren Frau legt, um sie für das Austragen des Kindes zu gewinnen,
und dabei auf eine indikationsbestimmte Strafdrohung und die
Feststellung von Indikationstatbeständen durch einen Dritten verzichtet.


12. Ein solches Beratungskonzept erfordert Rahmenbedingungen, die
positive Voraussetzungen für ein Handeln der Frau zugunsten des
ungeborenen Lebens schaffen. Der Staat trägt für die Durchführung des
Beratungsverfahrens die volle Verantwortung.


13. Die staatliche Schutzpflicht erfordert es, daß die im Interesse der
Frau notwendige Beteiligung des Arztes zugleich Schutz für das
ungeborene Leben bewirkt.


14. Eine rechtliche Qualifikation des Daseins eines Kindes als
Schadensquelle kommt von Verfassungs wegen (Art. 1 Abs. 1 GG) nicht in
Betracht. Deshalb verbietet es sich, die Unterhaltspflicht für ein Kind
als Schaden zu begreifen.


15. Schwangerschaftsabbrüche, die ohne Feststellung einer Indikation
nach der Beratungsregelung vorgenommen werden, dürfen nicht für ge-rechtfertigt
(nicht rechtswidrig) erklärt werden. Es entspricht unverzichtbaren
rechtsstaatlichen Grundsätzen, daß einem Ausnahmetatbestand
rechtfertigende Wirkung nur dann zukommen kann, wenn das Vorliegen
seiner Voraussetzungen unter staatlicher Verantwortung festgestellt
werden muß.


16. Das Grundgesetz läßt es nicht zu, für die Vornahme eines
Schwangerschaftsabbruchs, dessen Rechtmäßigkeit nicht festgestellt wird,
einen Anspruch auf Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung zu
gewähren. Die Gewährung von Sozialhilfe für nicht mit Strafe bedrohte
Schwangerschaftsabbrüche nach der Beratungsregelung in Fällen
wirtschaftlicher Bedürftigkeit ist demgegenüber ebensowenig
verfassungsrechtlich zu beanstanden wie die Fortzahlung des
Arbeitsentgelts.


17. Der Grundsatz der Organisationsgewalt der Länder gilt
uneingeschränkt, wenn eine bundesgesetzliche Regelung lediglich eine von
den Ländern zu erfüllende Staatsaufgabe vorsieht, nicht jedoch
Einzelregelungen trifft, die behördlich-administrativ vollzogen werden
könnten.
"

Wenn du mir jetzt immer noch unsauberes zitieren unterstellst, bist du unredlich oder unwissend.

Antwort
von DundF, 182
Bin gegen Abtreibung-Leben ist kostbar.

Es gibt bei einer Abtreibung keinen Gewinner, sondern immer nur Verlieren.

Dem Kind wird die Möglichkeit genonmmen, die unerschiedlichsten Facetten des Lebens kennenzulernen. Und für die Mutter kann eine Abtreibung zu einer Verlusterfahrung werden.

Kommentar von CalicoSkies ,

Es gibt bei einer Abtreibung keinen Gewinner, sondern immer nur Verlieren.

Für eine Frau die kein Kind möchte kann ein Schwangerschaftsabbruch sehr wohl ein Gewinn sein.

Und für die Mutter kann eine Abtreibung zu einer Verlusterfahrung werden.

Studien zeigen, dass die große Zahl der Schwangerschaftsabbrüche komplikations- und folgenlos vonstatten geht.

95% aller Frauen erleiden keine psychischen Nachfolgen - es gibt kein "Post Abortion Syndrome"

Ein Beispiel für eine solche Studie:

"The finding that the incidence rate of psychiatric contact was similar
before and after a first-trimester abortion does not support the
hypothesis that there is an increased risk of mental disorders after a
first-trimester induced abortion."

http://www.nejm.org/doi/full/10.1056/NEJMoa0905882

Kommentar von carn112004 ,

"Ein Beispiel für eine solche Studie:

"The finding that the incidence rate of psychiatric contact was similar
before and after a first-trimester abortion does not support the
hypothesis that there is an increased risk of mental disorders after a
first-trimester induced abortion.""

Gutes Beispiel dafür, warum man genau hinschauen muss, was eine Studie aussagt.

Diese Studie sagt aus, dass Frauen, die abtreiben, nach der Abtreibung nicht öfters einen Psychiater aufsuchen/kontaktieren ("pychiatric

contact

") als vorher.

Keine Aussagen kann die Studie darüber machen:

- wieviele Frauen unter der Abtreibung leiden

- wieviele Frauen ihr Leiden für sich behalten und trotz dieses Leidens keinen Psychiater aufsuchen

- bei wievielen Frauen vorher bestehende Problemlagen sich aufgrund der Abtreibung verschlimmtert haben, ohne dass die Frau deshalb öfters einen Psychiater aufsucht

- bei wievielen Frauen sich vorher bestehende Problemlagen bei Entscheidung gegen einer Abtreibung verbessert hätten

Insbesondere der Punkt, dass es bekannt ist, dass die Behandlungszahl bestimmter psychischer Probleme steigt, wenn sie ins öffentliche Bewusstsein gelangen (z.b. Burn-Out; vor 20 Jahren hat sich praktisch niemand wegen Burn-Out Symptomen in Behandlung gegeben; durch viele Berichte darüber, sind die Zahl der entsprechenden Patienten angestiegen; ob das daran liegt, dass sie sich mehr trauen oder mehr einbilden, lässt sich schwer sagen), macht es denkbar, dass auch ein gegenteiliger Effekt möglich ist, weil die Fachwelt davon überzeugt ist, dass mit Abtreibung keine Leiden verbunden sind, behalten es die Frauen eher für sich und dadurch ist es nicht mehr nachweisbar.

Aber es kann natürlich auch komplett anders sein und bei meiner obigen Liste wäre jeweils "0" die richtige Antwort; die Stuide kann halt nur keine Aussage darüber machen.

Kommentar von annemarie37 ,

Es gibt unzählige Studien zu diesem Thema. Und es gibt auch etliche Studien, die nachweisen, dass es Frauen, die ein ungewolltes Kind austragen mussten, weil ihnen der Abbruch verweigert wurde, schlechter geht als jenen, die abtreiben konnten.

Fies ist, dass Abtreibungsgegner mit allen Mitteln versuchen, Frauen ein schlechtes Gewissen zu machen und Schwangerschaftsabbruch zu stigmatisieren - und dann bei einigen Frauen tatsächlich damit Erfolg haben. Was sie dann wieder ausnutzen um zu sagen: seht wie diese armen Frauen leiden... Das bleibt ab er eine absolute Minderheit. Und je selbstbewusster die Frauen werden - hoffe ich zumindest, dass sie das werden - je seltener wird das vorkommen.

Kommentar von carn112004 ,

Womit du unmittelbar bestätigst, dass es Frauen gibt, die unter der Abtreibung leiden:

"seht wie diese armen Frauen leiden... Das bleibt ab er eine absolute Minderheit. Und je selbstbewusster die Frauen werden - hoffe ich zumindest, dass sie das werden - je seltener wird das vorkommen."

Wie kommt es, dass die vielen Studien, von denen du sprichst, dann nicht genau bestätigen, dass eine gewisse Anzahl von Frauen darunter leiden?

Meinem Eindruck nach liegt dies daran, dass die Studien im allgemeinen ungeeignet sind, um das tatsächlich zu ermitteln.

Und eine Studie, dass das Leiden durchs schlechten Gewissen machen seitens der Abtreibungsgegner verursacht wurde und nicht auch völlig ohne die Abtreibungsgegner auftreten würde, gibt es nicht.

Und wenn es sie gäbe, würde sie meiner Einschätzung nach vermutlich ergeben, dass das Leiden wenigstens teilweise (und bitte, bitte dieses "wenigstens teilweise" nicht überlesen!!!!) völlig unabhängig von Abtreibungsgegnern ist; folgere ich aus Geschichten, von knallharten Pro-Choicerinnen, die ihre eigene Abtreibung durch symbolische Gedenkstätten mit Kerzchen und so verarbeitet haben, also ganz klassisch getrauert haben; wenn knallharte Pro-Choicerinnen solche Gefühle haben können, sicher nicht von Abtreibungsgegnern, weil ihnen deren Gerede drecksegal ist, dann können diese völlig unabhängig von Abtreibungsgegnern auftreten und auch völlig unabhängig davon mal stärker und mal schwächer ausfallen.

Kommentar von annemarie37 ,

Ich habe nie bestritten, dass es EINZELNE Frauen gibt, die - aus was für Gründen auch immer - leiden nach einem Abbruch (z.B. wegen einer religiösen Prägung).

Eine gewisse Trauer und ein gewisser Bedarf an Verarbeitung ist aber kein psychisches Leiden, sondern kann sehr wohl mit Erleichterung einhergehen. Weil ein Abbruch manchmal eine rational gefällte Entscheidung ist, aber eine gewisse Ambivalenz vorhanden ist. Z.B. eine Frau nahe der Menopause, die der Mutterschaft definitiv entsagt. 

Des öftern spielen ganz andere Faktoren mit als der Schwangerschaftsabbruch per se, die sich negativ auf die Psyche auswirken: die zerbrochene Beziehung, die extrem schwierige Lebenssituation, derentwegen der Abbruch erfolgte; eine ursprünglich erwünschte Schwangerschaft, die schweren Herzens abgebrochen wird (z.B. fötale Missbildung, Krankheit).

Untersuchungen über zig-Tausende von Frauen und mit klar definierten Symptomen, die untersucht werden, sind jedenfalls aussagekräftiger als irgendwelche Behauptungen von "psychischen Leiden" und Einzelfallgeschichten. www.svss-uspda.ch/de/facts/psychisch.htm

Kommentar von carn112004 ,

Blos komischerweise habe ich nie davon gehört, dass eine Frau sich ein Kerzchen in ein Trauereckchen hinstellt, weil ein Schwangerschaftstest negativ ausfiel oder weil er doch abgelehnt hat, ohne Kondom Sex zu haben, oder weil er Schluss gemacht hat.

Da mögen Frauen auch bedauern oder gar trauern, aber keine stellt sich ein Kerzchen irgendwohin.

Das ergibt psychologisch nur Sinn, wenn empfunden wird, dass da "etwas" da war und dieses "etwas" nun "verschieden" ist.

Und wenn knallharte Abtreibungsbefürworterinnen so ein seltsames Gefühlsgetue wegen einem Zellhaufen machen (und ja, ich rede von solchen, die es explizit Zellhaufen nennen), dann ist zu erwarten, dass unter solchen Frauen, die das mit dem "Zellhaufen" vielleicht ein wenig anders sehen erhebliche Trauer und erhebliche Schuldgefühle (es ist ja die eigene Entscheidung, die zum "Dahinscheiden" des "Zellhaufens"/"Nichtzellhaufens" führt) zumindest gelegentlich vorkommen dürften und zwar VÖLLIG OHNE dass böse "Abtreibungsgegner" nenneswert dafür etwas können.

Und da die Studien dahingehend keine Aussagen liefern bzw. nichts valides finden, bin ich mir ziemlich sicher, dass sie einfach aus irgendwelchen Gründen zu ungenau sind.

Gleichzeitig ist damit klar, warum die "Abtreibungsgegner" ein Post-Abortion-Syndrom sehen, denn zwar sind Studien seitens "Abtreibungsbefürworter" sehr oft von ziemlich mäßiger Qualität, aber die "Abtreibungsgegner" sind da noch viel unfähiger.

Somit ist die eine Seite in Statistik so miserabel, dass sie ein Syndrom sehen, wo möglicherweise gar keines ist, und die andere wenigstens so schlecht, dass sie das was die anderen vermeintlich als Beweis für ein Syndrom sehen nicht mal richtig erfassen können.

Aber so ist Soziologie und Verwandtes halt, die Studien sind allgemein sehr unpräzise.

Kommentar von ditchwich ,

wenn empfunden wird, dass da "etwas" da war

Sicher gibt es Frauen, die das Bedürfnis haben, sich mit einem Ritual von diesem "etwas" zu verabschieden. Das ist aber kein Beweis für ein "Post Abortion Syndrom".

Und da hast du Recht, die "Studien", welche ein solches Syndrom beweisen sollen, sind meist ziemlich lausiger Qualität. Andrerseits kommen eben Studien, die wissenschaftlich so solide wie möglich angelegt sind, weit überwiegend zum Schluss, dass es Frauen, die eine ungewollte Schwangerschaft abbrechen, danach nicht schlechter geht als vorher. Und auch nicht schlechter als Frauen, die eine ungeplante Schwangerschaft austragen. Eher umgekehrt.

Kommentar von carn112004 ,

Blos langt "so solide wie möglich angelegt sind" hier gerade mal um von "äußerst lausiger" auf "lausige" Qualität zu kommen, womit man ehrlicherweise sagen müsste, dass man nicht genau beurteilen kann, inwieweit Frauen unter Abtreibung leiden und inwieweit dass durch das schlechte Gewissen machen bedingt ist.

Kommentar von waldfrosch64 ,

Das ist völliger Unsinn @anemarie so war ich niemals in einem Umfels wo man mir Schuldgefühle gemacht hätte ,im Gegenteil ...Internet gab es auch nichr damals .

Das etwas aber Grundsätzlich falsch gelaufen war wusste ich trotzdem .Ich hatte auch nichts mit religiösen Leuten zu tun damals .Du solltest von dir nicht auf alle anderen Schliessen :

http://afterabortion.org/1999/more-research-on-post-abortion-issues/

Kommentar von ditchwich ,

genau, waldfrosch, du solltest nicht von dir auf andere schliessen...

Kommentar von waldfrosch64 ,

@CS

Aha !

Dann sind also   die vielen Frauen von der "silent no more "Bewegung und auch ich ,alles Lügnerinnen ? 

Und warum musste dann die APA die Abtreibung aus dem Katalog von  Posttraumatischen Störung im Nachhinein streichen ?

Kommentar von ditchwich ,

Das hat niemand behauptet, ihr gehört dann wohl zu den 5%.

Kommentar von annemarie37 ,

Diese Sprüche kenne ich doch??? Tupptip, itemba, tikwa, Pforzheim...

Kommentar von waldfrosch64 ,

Na diese habt ihr hier ausgelöscht und gesperrt ,aber es denken eben viel Menschen genau so und das wird sich Gottlob niemals ändern .

Antwort
von earnest, 40

SOLCHE Umfragen braucht das Land. 

(Ironieknopf wird jetzt ausgeschaltet.)

Wie wäre es mit einer sachlicheren Überschrift, zum Beispiel mit der Bezeichnung "Schwangerschaftsabbruch"? Und mit einer breiteren Auswahl weniger "lenkender" Fragen? 

Ich halte einen Schwangerschaftsabbruch innerhalb der gesetzlichen Fristen (und im begründeten Einzelfall auch darüber hinaus) für ein selbstverständliches Entscheidungsrecht jeder Frau. 


Antwort
von Melissa01, 54

Ich finde es gut, dass man abtreiben darf.

Wenn eine Frau eine Schwangerschaft nicht austragen will, kann man sie nicht dazu zwingen. Und jede Frau, die abtreibt, wird gute Gründe dafür haben.

Für mich gehört ein Schwangerschaftsabbruch zum Recht auf körperliche  Selbstbestimmung dazu und das ist immerhin ein grundlegendes Menschenrecht.




Antwort
von waldfrosch64, 82
Habe schon abgetrieben und bereue es.

Abtreibung ist Vorgabe und Ideologie und BevölkerungsKontrollprogramm,dass den Frauen unter den Deckmantel von Frauenrechte schmackhaft gemacht wird.

Die meisten Frauen treiben nicht aus freier Entscheidung ab ,sonder aus der Not heraus ,keinen Gangbaren Weg mit dem Kind aufgezeigt zu bekommen .

Es reicht die Wurzeln und Gründer Personen der  IPPF einmal genauer zu  untersuchen, welche ja  die Mutter Organisation von Profamilia ist .

Danach hat man definitiv keine Illusionen mehr .

Abtreibung hat allermeist sogar  2 Opfer ,das Kind und danach die Mutter .

https://www.youtube.com/playlist?list=PL45610F21942F4557

Kommentar von waldfrosch64 ,

Zur Klarstellung ,ich bin heute völlig im reinen mit mir selbst ,mit meinem Kind und auch mit meinem Gott .

Dies nur damit ich hier nicht wie üblich gerne  in die Pathologische Ecke von Gewissen Leuten gestellt werde.

Verarbeitung ist möglich und ich habe dazu auch niemals einen Psychologen gebraucht ,sondern nur Gott und mich selbst.

Kommentar von annemarie37 ,

Auch wenn eine Frau aus Not heraus keinen Weg mit dem Kind sieht, ist es immer noch ihre freie Entscheidung...

Stimmt, es gibt Frauen, allerdings wenige, die von der Familie, dem Partner unter heftigem Druck stehen zur Abtreibung. Aber sogar in diesem Fall ist es noch ihre Entscheidung. Wirklichen Zwang zur Abtreibung gibt es kaum, sicher dann, wenn ein Typ die Frau  mit Gewalt traktiert, ihr in den Bauch tritt o.ä.

Andrerseits gibt es auch das Gegenteil, Eltern/Partner/die Gesellschaft, die Kirche (z.B. Südamerika) die die Frau massiv zum Austragen drängen, obwohl sie das eigentlich nicht will.

Der Grossteil der Frauen bereut nichts:

http://www.imnotsorry.net/category/im-not-sorry/

Kommentar von waldfrosch64 ,

________Auch wenn eine Frau aus Not heraus keinen Weg mit dem Kind sieht, ist es immer noch ihre freie Entscheidung..._____

Dass du diese Ansicht hast ist mir längst klar .

Betroffene  Frauen sehen das anders auch auf Deutsch ,Ein Grossteil der Frauen schweigt aus Angst und Scham .

Ich gehöre dort nicht dazu und du offensichtlich auch nicht .Das heisst nicht dass es sie nicht gibt .

http://www.rahel-ev.de/tinc?key=8fYKgB8Q&start=-1&reverse=1

Kommentar von carn112004 ,

Juristisch ist das falsch:

"Stimmt, es gibt Frauen, allerdings wenige, die von der Familie, dem
Partner unter heftigem Druck stehen zur Abtreibung. Aber sogar in diesem
Fall ist es noch ihre Entscheidung. Wirklichen Zwang zur Abtreibung
gibt es kaum, sicher dann, wenn ein Typ die Frau  mit Gewalt traktiert,
ihr in den Bauch tritt o.ä."

"Heftiger Druck" kann als Nötigung strafbar sein, auch dann wenn weder Gewalt angewendet noch angedroht wird.

Wenn gegen die Schwangere eine Nötigung begangen wird, ist es ziemlich merkwürdig dann von "freier" Entscheidung zu sprechen.

Ist es die freie Entscheidung einer Frau, wenn sie mit ihrem Chef Sex hat, nachdem der gesagt hat, dass sie mit ihm Sex haben soll, weil er sie sonst feuert?

Nicht so richtig.

Isr es die freie Entscheidung einer Frau, wenn sie eine Abtreibung vornehmen lässt, nachdem ihr Chef gesagt hat, dass sie eine Abtreibung vornehmen lassen soll, weil er sie sonst feuert?

Auch nicht so richtig.

Und z.b. es gibt durchaus minderjährige Schwangere, deren Eltern ihnen mit Rauswurf drohen, wenn sie nciht abtreiben; dass kann auch Nötigung sein und "freie" Entscheidung macht da auch wenig Sinn.

Antwort
von deepxpalexblue, 126

Ich würde davon abraten. Erstens tut es sehr weh, und zweitens ist das, als würdest du dein eigenes Baby töten. Es ist nicht nur, als würdest du es tun, du tust es tatsächlich in dem Moment. Außerdem ist es bestimmt nicht so prickelnd, erstmal eine Leiche im Bauch zu haben...

Kommentar von waldfrosch64 ,

Man hat bei Abtreibung keine Leiche im Bauch ,das Kind wird entweder abgesaugt oder sofort ausgestossen .

Kommentar von deepxpalexblue ,

Oh... aber in der ersten Millisekunde hat man schon eine Leiche im Bauch oder?

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