Frage von ambambam, 442

Wie sollen sich Kinder im Kindergarten verhalten, wenn sie öfters geschlagen werden, sollen sie zurückhauen?

Hallo!

Mein Sohn ist 4 und er geht seit über 1 Jahr in den Kindergarten.Er musste in 10 Monaten 4 x die Gruppe wechseln, das lag am Personalwechsel und an der Umstrukturierung vom Kiga, mit dem wir ansonsten sehr zufrieden sind. Das war natürlich sehr schwer für mein Kind und wenn er unter Stress stand, fiel es ihm anfänglich auch schwer z.B. ruhig im Morgenkreis zu sitzen. Das klappt aber inzwischen.

In seiner Gruppe ist auch sein früherer Freund, den er von der Spielgruppe kennt. Dieser Junge ist gleich alt, er ist aber etwas länger als mein Sohn im Kiga, bzw. in der Gruppe, zudem ist er größer und stärker. Dieser Junge haut seit dem letzten Gruppenwechsel (5 Monate) ständig und systematisch meinen Sohn. Ich habe erst (bei Kaffee und Kuchen) mit seiner Mutter gesprochen. Doch ab da wurde es schlimmer. Der Kontakt zwischen uns ist fast weg und mein Sohn kriegt noch mehr Haue, weil der andere Junge sauer ist dass er wegen mir Ärger mit seinen Eltern bekommen hat... Ich weiß auch, dass der andere Junge zuhause regelmäßig den Popo voll bekommt... wahrscheinlich gab es nach unserem Gespräch Haue von seinen Eltern! Dann haben wir unserem Sohn gesagt, dass er immer zur Erzieherin soll, wenn er Schläge kriegt und ich habe mit der Erzieherin darüber gesprochen. Wenn er gehauen wird, kommt die Erzieherin und sagt dass man nicht hauen darf... und das immer wieder. Aber sonst passiert nichts! Wir haben unseren Sohn so erzogen, dass er nicht haut und von uns nicht gehauen wird.

Der andere Junge haut nicht nur meinen Sohn, sondern er betreibt regelrecht Mobbing! Er verbietet ihm, mit anderen Kindern zu spielen. Jetzt hat der Junge auch einen anderen frühern Freund gegen meinen Sohn aufgehetzt und die hauen ihm gemeinsam! Außerdem kommandiert er meinem Sohn herum und dass er seine aufgebauten Spielsachen kaputt machen soll, oder dass er da nicht sitzen oder stehen darf. Er sagt, er ist sein Chef und wenn mein Sohn nicht tut, was der andere Junge will kriegt er Haue... Inzwischen bin ich schon soweit dass ich sage, er soll volle Kanne zurückschlagen. Obwohl mein Sohn bestimmt den kürzeren zieht und nicht hauen soll. Aber es nützt sonst nichts, mein Sohn sagt laut " Lass das" und er geht zu den Erzieherinnen. Bringt alles nichts! Was können wir noch machen? Ist es normal dass Jungs ständig im Kiga schlagen oder geschlagen werden? Dabei finden wir den Kiga sonst super, wir haben uns extra einen Kiga rausgesucht, mit wenig "sozial Schwachen" Familien...und ein Gruppen- oder gar Kigawechsel kann auch noch mehr Schäden verursachen...

Danke für die Antworten!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von hourriyah29, 182

Hallo Ambambam,

um ehrlich zu sein tut mir der andre Junge mehr leid als Dein Sohn ;)

Dein Sohn darf zu Hause ohne Gewalt aufwachsen und hat eine fürsorgliche, liebende Mutter. Der andere scheint das Glück nicht zu haben.

Wegen eines störenden Kindes den Kiga zu wechseln macht keinen Sinn. Bullies gibt es überall. Auch später in der Schule.

Ihr macht das schon ganz gut, wie ihr es macht! Bleibt in Kontakt mit Euerem Sohn, mit den Erzieherinnen und wenn es geht auch mit den anderen Eltern.

Hast Du mit der anderen Mutter auch über das Schlagen zu Hause gesprochen? Wissen die Erzieherinnen Bescheid?

Für Deinen Jungen kann es hilfreich sein, wenn Du andere Freundschaften bewust förderst, z.B. andere Kindergartenfreunde nach Hause einlädst, Dich mit andren Müttern auf dem Spielplatz triffst etc.

Außerdem wäre es für jetzt und später gut, wenn er einen Kampfsport anfängt. Unsere Tochter geht zusammen mit mir ins Taekwondo und es tut uns beiden gut. Sowohl mein Mann als auch ich haben schon beobachtet, dass sie dort gelernte Block-Techniken erfolgreich angewendet hat, um sich vor Schlägen/Schubsern zu schützen. Auch Körperbewustsein, Selbstbewustsein und Schnelligkeit werden besser.

Meine Tochter hat schon sehr früh von den Erzieherinnen gelernt nicht nur freundlich Nein zu sagen, sondern mit einem Handzeichen (Handflächen nach vorne) dem Gegner in die Augen sehen und sehr laut zu sagen "Halt stopp ich will das nicht". Das klappt in unserem Kindergarten in der Regel gut.

Und sogar ich habe davon gelernt, weil ich auch ein ruhiger, freundlicher Mensch bin und mich oft nicht gut für mich eingesetzt habe. Jetzt denke ich an meine Tochter und sage lauter. Nein! :)

LG und alles Gute!

Hourriyah

Kommentar von flunra39 ,

super Antwort , die  das STERNCHEN verdient hat !

Kommentar von ambambam ,

Ich finde auch dass sich diese super Antwort ein Sternchen verdient hat! Danke!

Kommentar von ambambam ,

Mit der Mutter habe ich schon öfters über das Hauen gesprochen. Sie und ihr Mann haben leider eine andere Einstellung. Sie sagen, dass sie früher auch öfters ein paar auf den Hintern bekommen haben und es hat denen nichts geschadet. Diese Familie ändere ich nicht. Außer ich gehe zum Jugendamt oder Ähnliches, was ich aber nicht möchte. Denn außer mir wissen auch sehr viele andere Bescheid und wir haben, bzw. hatten eine Art (weitere) Freundschaft.

Mein Sohn macht seit 3 Wochen Karate. Das ist bei uns das Einzinste, was für 4 Jährige angeboten wird und ich denke es ist gut für ihn. Beim nächsten mal spreche ich mit dem Trainer darüber...

Kommentar von hourriyah29 ,

Danke für den Stern! Ich hoffe die Erzieherinnen wissen auch Bescheid, wie es in der Familie zugeht und gehen damit professionell um. Dass diese Leute sich nicht einmal für ihr Verhalten schämen! Und wie ihnen die Schläge die sie selbst bekommen haben geschadet haben!!!

Vielleicht kann man der Mutter dieses Video zukommen lassen....

https://www.youtube.com/watch?v=-sGRuzrSpHw

Ich weiß wie schwierig das Thema ist. Ich habe selbst den Kontakt zu einer Bekannten in großem Ärger verloren, weil ich sie auf ähnliche Themen sehr sehr vorsichtig angesprochen habe. Und zu einer anderen habe ich selbst direkt den Kontakt abgebrochen, nachdem sie ihren (eh schon verhaltensauffälligen) Sohn vor mir auf die Hänge geschlagen hat. Bei dieser habe ich es (rotwerd) nicht einmal versucht anzusprechen.

Karate ist auch gut und mit dem Trainer sprechen eine gute Idee!

LG, Hourriyah

Kommentar von ambambam ,

Ja, es ist unsagbar schlimm und traurig. Im Kiga wissen sehr viele bescheid... Mir tut der andere Junge auch sehr leid. Ich spreche morgen sowieso mit der Erzieherin, dass mein Sohn (falls er sich traut zurück zu hauen) nicht noch Ärger dafür bekommt... dann werde ich mehr erfahren.

Vielen Dank nochmals, LG

Antwort
von GroupieNo1, 98

Auch wenn Pädagogen so etwas nicht aussprechen dürfen/sollten,müssen Kinder sich auch mal wehren.
Es ist zwar schwer den Punkt zu finden wo man sagt, du darfst dich wehren aber schlagen darf man nicht.
Natürlich hat die Mama alles richtig gemacht, mit den eltern geredet und auch mit der Erzieherin. Fakt ist als Erzieherin muss man handeln, aber man kann nicht 100% nur zwei Kinder beobachten. Und Kinder merken ganz schnell wenn sie unbeobachtet sind.
Außerdem müssen manchmal die Kinder auch so etwas untereinander ausmachen.
Meist hat einmal ein lautes "nein" oder "stop"(mit Hand nach vorne strecken) eine große Wirkung. Kinder die sich immer alles gefallen lassen und dann ganz klar ihre Grenzen vertreten werden bei "bullies" ganz anders angesehen.
Und ja im Notfall brauchen Kinder die es trotz allem nicht lernen mal ein Kind, dass sich gegen sie durchsetzt.
Aber das Kind das schlägt ist hier in dem Fall tatsächlich einfach der Spiegel seiner Eltern. Er erfährt zu Hause Gewalt und muss diese dann nach unten treten. Hier ist wohl nicht unbedingt wichtig, das Kind zu stoppen mit dem schlagen sondern die Eltern. Die sind ja einfach das "perfekte" Vorbild.

Also dein Sohn soll sagen was er will, darf energisch nein sagen, die Jungs blocken wenn sie ihm zu nahe kommen.
Versuche mit ihm neue Freundschaften zu knüpfen. Trefft euch mit anderen Kindern und Eltern damit dein Sohn gestärkt wird und ihm von andern Kindern der Rücken gestärkt wird. Zwei starke jungs sind gegen eine Gruppe "schwacher" Kinder ganz klein. Stärke deinen Sohn!
Viel schwieriger finde ich das Problem mit seinen Eltern und das er von seinen Eltern geschlagen wird. Du solltest dich damit an die Erzieherin wenden. Vielleicht ist in der Kita schon ähnliches aufgefallen und es wird zum Wohle des Kindes gehandelt.

Antwort
von autmsen, 128

Rangordnungskämpfe gehören zur gesunden sozialen Entwicklung. Dazu gibt es reichlich Fachliteratur. Manche davon kannst Du sogar online kostenlos aufrufen und in für Eltern verständlichen Worten lesen. 

Wenn sich dann aber die Erwachsenen einmischen werden aus gesunden Rangordnungskämpfen aggresssive Verhaltensmuster. 

Die erste Einmischung ist dem kleinen Kind beizubringen niemals Gewalt anzuwenden. Auch nicht wenn ein Rangordnungskampf diese notwendig macht. 

Die zweite, für mich tatsächlich bedeutsamere und beeinflussendere Einmischung im Sinne von Eskalationsförderung ist sich an die Eltern des beginnenden Kindes zu wenden. Du hättest ebenso gut von den Erzieherinnen schon längst einfordern können ihre Kompetenz zum Thema auf vielfältigere Weise unter Beweis zu stellen. 

Tatsächlich nehme ich es als prekär wahr materiellen Status mit sozialem Status auszutauschen. Ob ein Mensch viele tote Gegenstände angehäuft hat, sich auf welche Art auch immer Titel aneignete, besagt nicht das Geringste über die vorhandene soziale Kompetenz. Denn die soziale Kompetenz spielt sich im nichtstofflichen Bereich ab. 

Ich kann Dir nur dringend empfehlen von den Fachkräften in der Kita deutlich einzufordern dass sie mit diesen Geschehnissen auf andere Weise umgehen. Spontan fallen mir da sehr viele Möglichkeiten ein. Wenn diesen Fachkräften keine einfallen verweise sie auf die von Fachmenschen erstellten Kanäle auf youtube. - Die anzusehen übrigens auch Dir sicherlich nicht schadet. 

Dringend möchte ich mich der Empfehlung anschließen mit möglichst vielen anderen Eltern regelmäßigen Kontakt zu pflegen. Übrigens bestenfalls mit Eltern aus so vielen verschiedenen kulturellen Wurzeln als möglich. Und auf diese Weise dem eigenen Kind zu ermöglichen tatsächliche soziale Kompetenz zu erlernen. 

Wusstest Du dass aktuell zehntausende Lehrstellen unbesetzt sind in diesem Staat? Wusstest Du dass der Grund mangelnde soziale Kompetenz bei den Jugendlichen ist? Wusstest Du dass schon Einser-Abiturienten Campus-Verbot erteilt bekamen mangels sozialer Kompetenz? Und wusstest Du dass sich der Dekan dann an die Öffentlichkeit wandte um das Verbot durchzusetzen wenn Eltern auch politische Strippen gezogen hatten?

Verwechsele bitte nicht materielles Gedöns und Titelchen mit nichtstofflichen Wesentlichkeiten. Im Interesse der Zukunft Deines Kindes. 

Dir mögen meine Worte nicht gefallen. Sie mögen Dich massiv in Erstaunen versetzen. Lese doch einfach mal die Kritik der Deutschen Wirtschaft bezüglich deutschen Nachwuchses der vergangenen Jahrzehnte. Ich habe sie sehr verkürzt dargestellt. 

Persönlich war ich schon als Kind ein sehr friedliebender Mensch. Aber wenn es nötig war konnte ich mich schon immer wehren. Denn ich habe zuhause unterscheiden gelernt. Von klein auf. 

Kommentar von ambambam ,

Ich finde Deine Antwort sehr interessant und es hat mich zum Nachdenken bewegt... 


Den Eltern hab ich es eigentlich nur gesagt, weil wir einen losen freundschaftlichen Kontakt haben, bzw. hatten. Ich fand es fair, erst mit der Mutter zu sprechen bevor ich zur Erzieherin gehe... Bei Eltern die ich nicht so gut kenne, würde ich es anders machen.


Ein anderer Freund von meinen Sohn hatte auch mit 3 eine längere Hau Phase. Er konnte sich nicht durchsetzen und schlug gleich. Mein Sohn hat immer zurück gehauen und es ist immer eskaliert. Als mein Sohn aufgehört hat, weggegangen ist und gesagt hat der "XY" ist doof, der haut mich immer, hat sich die ganze Lage schnell beruhigt. Das waren meine bisherigen Erfahrungen. Aber Du hast Recht, bei Rangordnungskämpfen ist es etwas völlig anderes und da sollte man sich wehren!





Ich kann Dir nur dringend empfehlen von den Fachkräften in der Kita deutlich einzufordern dass sie mit diesen Geschehnissen auf andere Weise umgehen. Spontan fallen mir da sehr viele Möglichkeiten ein. Wenn diesen Fachkräften keine einfallen verweise sie auf die von Fachmenschen erstellten Kanäle auf youtube. - Die anzusehen übrigens auch Dir sicherlich nicht schadet. 



Mir fällt eigentlich erst mal eine Art Auszeit (Strafstuhlsitzen o. ä.) für den "Schlägerjungen" ein. 

Hättest Du andere Ideen oder Links (YouTube). Ich habe leider kaum was gefunden. Danke!

Kommentar von autmsen ,

Strafstuhlsitzen - da fällt mir als Bewertung ein Begriff aus dem WC-Bereich zu ein. 

Es ist eine REaktion auf eine REaktion einem falschen Angebot an Aktionen. Sehr verkürzt ausgedrückt. 

So. Und genau da macht es sehr viel Sinn den Fadenanfang zu betrachten: 

Auf youtube - und ganz gewiss nicht nur da - gibt es massenweise Ideen für dieses Alter. 

Tatsächlich finde ich persönlich schon den "Begrüßungskreis?" als überfordernd für so kleine Kinder in genau diesem Alter. 

Ich würde dann also - ich träume mal - 

den ankommenden Kindern so viel Zeit lassen sich selbst die Straßenkleidung auszuziehen, Hausschuhe anzuziehen wie sie brauchen. Wesentlich hier wäre mir dass auf jeden Fall eine erwachsene Person als hilfsbereite Ansprechpartnerin - tatsächlich im Sinne von Ansprechpartner - anwesend wäre. Eine ausgebildete Fachkraft sollte fähig sein hier fördernd zu interagieren. Das setze ich einfach voraus. 

Jene Kinder die bereits für die Innenräume fertig sind könnten sich dann von mir aus im Ballbecken begrüßen dürfen. Sinnvoll sind auch Bewegungslieder in welche sich die Neuankömmlinge mit einreihen können. Oder die Kinder haben erst mal eine Ankommzeit in welcher sie sich auf alle erreichbaren Angebote stürzen dürfen. 

Es ist absolut ungesund die Kinder ständig zu gängeln. Bitte lese zu Montessouri. 

Kinder dürfen für ihre gesunde soziale Entwicklung nicht zu Stille gezwungen werden. Wenn es nach mir geht auch nicht angeleitet. Denn Kinder haben von Natur aus ein eigenständiges Bedürfnis nach angemessener Ruhe um sich konzentrieren zu können bei der Erforschung der Welt. 

Und dann dürfen Kinder in diesem Alter durchaus schon in manche Planung mit einbezogen werden. Da gibt es jetzt die Natur draußen immer wieder neu zu erforschen. Dann brauchen sie sich auch nicht umziehen. 

Es sei denn sie haben am Vortag gemeinsam mit einigen Großmüttern, Müttern, Tanten und den Erzieherinnen Essen vorbereitet. 

Zu den genannten Themen wirst Du mit jeweiliger spezieller Abfrage auf youtube reichlich fündig. 

mobbing kindern erkennen helfen vorbeugen

ist die Suchabfrage mit der ich jetzt über den Browser reichlich fündig wurde. 

Aber grundsätzlich erwarte ich tatsächlich von Fachkräften dass sie hier selbständig auf die Eltern zugehen und entsprechende Angebote unterbreiten. 

Und von den Eltern erwarte ich eine enge Zusammenarbeit mit den Fachkräften. 

Nebenbei: 

WEM gegenüber wolltest Du bitte fair sein? 

https://www.youtube.com/watch?v=fcdkwdfz0GA

Kommentar von autmsen ,

Kinder

Sind so kleine Hände
winz´ge Finger dran.
Darf man nie drauf schlagen
die zerbrechen dann.

Sind so kleine Füße
mit so kleinen Zehn.
Darf man nie drauf treten
könn´ sie sonst nicht gehn.

Sind so kleine Ohren
scharf, und ihr erlaubt.
Darf man nie zerbrüllen
werden davon taub.

Sind so kleine Münder
sprechen alles aus.
Darf man nie verbieten
kommt sonst nichts mehr raus.

Sind so klare Augen
die noch alles sehn.
Darf man nie verbinden
könn´ sie nichts mehr sehn.

Sind so kleine Seelen
offen ganz und frei.
Darf man niemals quälen
gehn kaputt dabei.

Ist so´n kleines Rückgrat
sieht man fast noch nicht.
Darf man niemals beugen
weil es sonst zerbricht.

Grade, klare Menschen
wär´n ein schönes Ziel.
Leute ohne Rückgrat
hab´n wir schon zuviel.

 

 

Kommentar von ambambam ,

Vielen Dank!

Klingt interessant, werde mich reinlesen...

Antwort
von Volkerfant, 99

Ich verurteile KInder nicht, die sich gegen andere Kinder wehren. Das ist eine normale Schutzfunktion.

Trotzdem versuche ich den Kindern klar zu machen, dass sie nicht schlagen sollten, dass sie dem Anderen damit weh tun, dass der dann Schmerzen hat und sehr traurig ist.

Ich versuche beide Seiten klar zu machen, dass es besser ist mit den anderen Kindern zu reden, wenn ihnen etwas nicht gefällt. Wir üben das auch am praktischen Beispiel.

Antwort
von abendleserin, 104

Dein Sohn soll sich wehren, nach dem Motto : Auge um Auge. Egal, wenn der andere groß und stark ist! Es geht ja nicht um einen körperlichen Kampf, sondern einzig und allein ums wehren. Kinder hören so lange nicht auf, bis das Opfer sich überraschend und mit voller Wucht wehrt! Die Pädagogen lehren im Grunde genommen das richtige, die Realität sieht aber gaaanz anders aus! Ich würde nie ein Gespräch mit den Eltern suchen, denn das sorgt nur noch für mehr Wut vom Täter auf Opfer

Antwort
von KeepoKappa, 152

Also wenn ich in deiner Situation wäre, würde ich mal son richtiger Mistkerl sein. 

Entweder einfach mal das Jugendamt einschalten und die auf den seine Familie und das Kind selber aufmerksam machen oder direkt Freund / männlichen bekannten dem kleinen "Jungen" klar machen, dass es viel größere und stärkere als ihn gibt.

Antwort
von ambambam, 39

VIELEN  DANK  AN  ALLE !!!

Hier sind so viele hilfreiche und tolle Antworten vorhanden !!!

Antwort
von TorDerSchatten, 178

Äähm, also im Grunde hab ich was gegen Gewalt. Wenn man aber nur still hält und immer das Opfer ist, machen die anderen immer weiter.

Da ist ein Denkzettel angesagt. Sorry, aber er soll dem andern mal tüchtig eine reinhauen und ihn anbrüllen.

Dein Sohn hat das Recht, sich zu wehren, und das soll er mit den Mitteln, die ihm zur Verfügung stehn, durchsetzen.

O ja jetzt werden mich die Pädagogen zerfetzen, aber ich steh dazu.

Ich wurde als Kind (war die einzige meines Jahrgangs an der Bushaltestelle und allein) immer gequält und blöd angeredet. Einer von den älteren Jungs hat im Bus mich immer blöd angeredet und mit dem Fuß an meine Schultasche getreten. Ich hab dann gesagt, er soll aufhören. Er meinte dann " und sonst...?" Ich meinte, "dann passiert was". Er grinste und trat wieder an meine Schultasche. Der Junge war mind. 3 Klassen über mir.

Ich bin auf ihn gesprungen und habe ihn mit den Fäusten verdroschen, so fest ich damals als 13jährige zuschlagen konnte. So lange, bis ich nicht mehr konnte und dann meine Haltestelle kam.

Der große Junge hat dann geweint (ja, ich schäme mich eigentlich dafür, er tat mir dann leid), aber er hat mich NIE wieder angesprochen, rumgeschubst oder an meine Sachen getreten.

Er schrie mir damals hinterher, er würde sich an meine Lehrer wenden. Ich sagte nur "mach das" - es ist nichts passiert

Ich will wirklich nicht zu körperlicher Gewalt aufrufen, aber das war einfach meine Erfahrung. Ich konnte nicht mehr und bin einfach explodiert und wollte kein Opfer mehr sein. Wenn Reden nicht hilft...

Wünsch dir und deinem Sohn alles Gute

Kommentar von TorDerSchatten ,

Übrigens bin ich jetzt über Mitte 40 und dieses Ereignis regt mich immer noch emotional auf, als wenn es erst 2 Jahre her wäre. Mir tut einerseits der Junge leid, der von einem "kleinen Mädchen" im vollbesetzten Bus vermöbelt wurde, aber andererseits bin ich stolz auf mich selbst, mich nach langen Jahren der Quälerei (eine lange, lange Geschichte) überwunden zu haben, mich zu wehren.

Kommentar von GroupieNo1 ,

Ich als Pädagogin zerfetze dich nicht!

Antwort
von NameInUse, 105

Geh zur Kindergartenleitung, denn anscheinend interessiert es die Erzieherinnen nicht, denn es gäbe z. B. die öglichkeit das schlagende Kind in eine andere Gruppe zu tun oder dass die Erzieherinnen mit den Eltern des schlagenden Kides sprechen.

Tu Deinem Kind einen Gefallen, schick es in Judo oder Aikido da lernt der Bub, dass er nicht schlagen muss, um sich zu wehren, sondern nimmt den Angriffsschwung und verwendet diesen gegen den Angreifer.

Antwort
von Menuett, 56

Der Knabe bekommt den Popo voll.

Ab zum Jugendamt und auch die Erzieher informieren. Wenn das Kind blaue Flecken hat - direkt zur Polizei.

Kinder schlagen ist in Deutschland verboten.

Kein Wunder, dass der Knabe schlägt.

Das wird vermutlich nicht besser, wenn Deiner dann zurückschlägt. Auch wenn er zurückschlagen dürfen sollte.

Das Problem kann nicht zwischen den Kindern ausgemacht werden, hier müssen sich die Erwachsenen kümmern.

Antwort
von Demelebaejer, 79

Zurückschlagen erzeugt eine Gewaltspirale nach oben, daher abzulehnen. Eher scheint mir das Problem bei den Erzieherinnen zu liegen, die damit wohl auch nicht fertig werden und dringenden Fortbildungsbedarf zur Gewaltprävention haben.

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