Wie soll ich mit der Kommasetzung am Versende in einem Gedicht verfahren?

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4 Antworten

Über allen Argumenten steht meiner Meinung nach Dein ästhetisches Empfinden - tatsächlich ästhetisch, denn über ein Komma kann man ja theoretisch auch hinweglesen. Das Argument des Enjambements zieht bei mir nicht so, weil ja am Versende ja schon eine Schnittstelle zwischen Haupt- und Nebensatz ist. 

Bei der Gestaltung Deines Gedichtes bist Du bei der Interpunktion oder auch der Groß- und Kleinschreibung frei. Es gibt Gedichte ganz ohne Interpunktion, komplett kleingeschriebene Gedichte, der Großbuchstabe am Versanfang ist auch sehr beliebt - streng formalsprachlich alles nicht haltbar. Es ist Deine Entscheidung, sie ist Dein stärkstes Argument.

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Kommentar von LolleFee
27.12.2015, 21:31

Hoffentlich hat/haben sich die/der Bedachte/n über Dein Gedicht gefreut. Ich freue mich zumindest über den Stern - vielen Dank! =)

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Du als Autor hast freie Hand. Wenn du glaubst, ohne Kommas auszukommen, weil sie den "Fluss" stören würden, setzt du keine. Dafür gibt es zahllose Beispiele. Ich habe hier z.B. gerade Ulla Hahns Gedicht  "Schöne Landschaft" vor mir. Ich habe auch schon Gedichte gelesen, bei denen der Autor an einigen Stellen nach den strengen Regeln unserer Grammatik verfahren ist, während er sich an anderen Stellen an diese Regeln nicht gehalten hat. Also - Freiheit.

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Hei, KnorxyThieus, waca21 irrt; Interpunktion richtet sich nach den Regeln der deutschen Grammatik. Also: Komma nach "ihr" und Fragezeichen nach "fiel". Bloß, weil´s gereimt ist, werden die Rechtschreibregeln nicht außer kraft gesetzt. Grüße!

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Kommentar von KnorxyThieus
23.12.2015, 18:52

Hallo,

Das Fragezeichen bestreite ich gar nicht – das hatte ich nur vergessen. Aber ansonsten las ich beim Suchen im Internet schon öfter, man könne die Rechtschreibung ruhig vernachlässigen – insofern man es nicht ins Extreme ziehe –, da zum Beispiel viele Silbenauslassungen (Willst 'ne überschüss'ge Erdbeer' ha'm …) sich schlechter läsen.

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Kommentar von LolleFee
23.12.2015, 20:36

Die Frage bezieht sich auf ein Gedicht und da hat der Autor freie Wahl.

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Kommentar von earnest
26.12.2015, 15:52

Aber selbstverständlich darf der Autor eines Gedichts ALLE Regeln außer Kraft setzen ... 

Das nennt sich "künstlerische Freiheit".

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Meiner Meinung nach gehört da ein Komma hin, wenn man das liest. 

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