Wie nennt man es, wenn Menschen sich reif verhalten, aber eigentlich unreif sind?

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7 Antworten

Ich würde es wohl als frühreif betiteln.

Diese frühreifen Kinder machen es, um sich zu beweisen und um Selbstbestätigung zu finden. Gelten sie doch nicht mehr als die kleinen Krümel, die am Kindertisch sitzen müssen, sondern sich bereits mit den Erwachsenen an einem Tisch unterhalten dürfen. Es ist eine Phase, die zur Pubertät wohl dazugehört. In der Phase möchte man sich endlich ernst genommen fühlen.

Thesen, die sich klug anhören oder weise erscheinen, werden dann gern nachgeplappert, um vorzutäuschen, man wisse bereits, was die Welt im Innersten zusammenhält. Oder sie wollen besonders tiefsinnig erscheinen, wie die Menschen, die auf sozialen Plattformen ihre Profile mit Bildern vollklatschen, auf denen irgendwelche Sprüche oder Zitate zu lesen sind.

Letztendlich ist es also ein erster Ausdrucksversuch, eine selbstbestimmte Rolle in der Gesellschaft mit einnehmen zu wollen. 

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Hallo Neutralis,

das ist doch eine schöne Beobachtung, wieso braucht das immer gleich einen Namen oder ein Label?

Ich würde es als "normal" bezeichnen. Unser Seelenleben ist nicht eindeutig - das haben aber viele Richtungen der Psychologie noch nicht verstanden. Eine Mutter liebt ihr Kind, sie hasst es aber auch. Wer sich mal richtig mit Müttern unterhält, der stellt das auch fest. Wieso muss es immer "abnormal" sein, nur weil es physikalischen oder mathematischen Gesetzen widerspricht? Der Mensch ist nunmal nicht "logisch".

Tatsächlich ist festzustellen, dass die meisten Menschen eine unfassbar naive und regressive Welt hinter ihrer Kunstvoll aufgebauten Intellektualisierung stehen haben. Der Versuch, alles in Zahlen und Eindeutigkeiten aufzubauen, scheitert - und damit umzugehen ist schwierig. Oder plastisch: Ernährungstrends. Warum ist es gerade ein kollektiver Volkssport, sich irgendwelchen Ernährungstrends zu stellen, auf Fleisch zu verzichten, usw.? Schnell stellt man fest, dass viele Betroffene sich zunächst heftige Tierquäler-Filme angeschaut haben. Dann fragt man sich schon: warum? Bei näheren Betrachtungen steckt darin eine gewisse Lust, sich diese heftige Aggression anzugucken. Allerdings sind aggressionen äußerst tabu. Aggressiv-sein, mal zuhauen, aufstampfen, empört sein - das sind alles kindliche Formen. Aber das darf man heute nicht mehr. Also ist man beklemmt bei der Konfrontation damit und richtet diese Aggressionen nicht auf Andere, sondern sich selbst: Du darfst nicht mehr Fleisch essen. Kontrolliere Dein Gewicht. Zähle Kalorien. Mache Sport bis zur Perfektion. Essen ist nur gut, wenn Du die Herkunft und Zubereitung bis aufs Äußerste kontrolliert hast.

Jetzt kann man die Gedanken weiter spinnen: Was ist mit den Aggressionen nun los? Irgendwo hin müssen die ja noch - es wird nicht reichen, sich in seiner Ernährung zu kasteien. Und dann stellt man fest, dass Betroffene das auch auf ihre Umwelt anwenden: Du bist ein schlechter Mensch, denn Du trennst Deinen Müll nicht - so urteilen sie dann. Oftmals kann man in deren sozialen Umgang auch leicht aggressive explosionen beobachtet, wenn sie in einem freundschaftlichen Gespräch plötzlich in einem Nebensatz heftig persönliche Botschaften verpacken, ohne es zu merken. 

Fazit: Die Medaille hat immer zwei Seiten. Du scheinst ein ganz gutes Auge für beide zu haben - das haben die Wenigsten.

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Eine Art Entwicklungslücke/ fehler?
Das das "unreife" übersprungen wird, man 'reif' wird und danach versucht das unreife nachzuholen? XD

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unbeständig/sprunghaft

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Das ist aber typisch für die Pubertät. Die Jugendlichen schwanken zwischen dem Erwachsensein und dem Kindsein hin und her.

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"Alle sind böse" Paranoide Menschen die zu viel Geraucht haben?
"Menschen sind alle schlecht" Ökofritzen?

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"Alle sind böse"
""Menschen sind alle schlecht."

Beide Aussagen stimmen kollektiv gesehen. Der Mensch kann individuell zwar lieb sein, ist es aber kollektiv gesehen nicht. Menschen, die dieses erkannt haben, sind Realisten. Menschen, die dieses leugnen, sind verblendet, dumm,Schafe,Konformisten, oder zugekiffte MOneyboyfans

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Kommentar von CTape
04.07.2016, 02:23

das sind beides nichts aussagende sachen. genau wie wenn ich sage: jedes obst schmeckt lecker Wer entscheidet was lecker ist ? Genauso wer entscheidet was schlecht ist ? oder böse ? Leute die so ein Mist von sich geben sind verblendete Mitläufer die das Wort der Gesellschaft wiedergeben und keine Realisten ..

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Kommentar von CTape
04.07.2016, 02:24

ahja und nichts gegen moneyboy sonst gibts beef

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