Wie mit Abtreibung von eigenem Geschwisterchen umgehen?

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8 Antworten

In Deutschland gab es 2015, 100.000 Schwangerschaftsabbrüche. Also Abtreibungen sind in Deutschland nichts ungewöhnliches.

Die einzige Verantwortung für die Abtreibung hat deine Mutter und bloß weil ein Arzt ihr rät abtreiben zu lassen, heißt dass noch lange nicht das man das auch machen muss. Wenn deine Mutter das Kind wirklich gewollt hätte dann hätte sie es behalten. Die Aussage, der Arzt hat aber gesagt... ist meiner Meinung nach nur ein vorgeschobener Grund gewesen. Vielleicht wären ihr neue Kinder einfach zu anstrengend und zu teuer gewesen.

Wenn ich du wäre, würde ich mir darüber keine Gedanken mehr machen, denn es sterben überall dauernd Leute aus den unterschiedlichsten Gründen, das gehört einfach zum Leben dazu. Ob du das jetzt richtig oder falsch findest ändert nichts daran.

Außerdem brauchst du dir überhaupt keine Schuldvorwürfe zu machen. Denn du konntest nichts dafür das du geboren wurdest und du konntest auch nichts dafür das deine Mutter das Kind hat abtreiben lassen. Du konntest nichts dafür, weil du es nie hättest aktiv verhindern können.

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Kommentar von WALDFROSCH1
02.08.2016, 03:38

_________Wenn ich du wäre, würde ich mir darüber keine Gedanken mehr machen, denn es sterben überall dauernd Leute aus den unterschiedlichsten Gründe_______

  • Es besteht ein sehr grosser Unterschied ob eine Mensch aus natürlichen Gründen stirbt ,oder ob ein Mensch durch  die Freigabe zur  Tötung durch die  Eltern  und durch einen Arzt stirbt .Wie in diesem  konkreten Falle .Es macht mich wütend wie hier dieser Junge Mensch beschwichtigt und abgespiesen wird .Damit sagt ihr dem jungen Mensche hier ,er kann seinen Gefühlen nicht vertrauen ,dise Gefühle seien Falsch ....aber ich sage dir ,ihre Gefühle sind ganz normal nach allem was hier passiert ist .
  • Und nur wer seine Gefühle ernst nimmt  ,(seien  sie noch so unangenehm),wird auch verarbeiten und wieder Gesund werden können .
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Wenn es dich sehr beschäftigt suche einen Psychologen auf, bevor sich daraus ernsthafte psychische Probleme entwickeln.

Im Endeffekt musst du es hinnehmen, es ist geschehen und kann nicht geändert werden, du hast es nicht entscheiden können, sondern es war die Entscheidung deiner Eltern.

Du kannst ihnen ja Vorwürfe machen wobei ich auch da finde, dass diese nicht angebracht sind, besonders dann nicht wenn sie es heute noch bereuen.

Sie haben es nicht komplett Grundlos gemacht und hatten damals offensichtlich genug Gründe gesehen die Abtreibung machen zu lassen, immerhin werden sie es sich auch damals auch durch gedacht haben und es nicht einfach gemacht haben (aus welchen Gründen auch immer).

Solche "was wäre wenn Vermutungen" sind generell schlecht, dieses Ereignis ist ewig her und man weiß eben nicht wie sich das Leben entwickelt hätte.

Du hast heute das Leben welches du führst gerade weil die Vergangenheit so war und du kannst nicht vorhersagen wie dein Leben wäre, wenn die Vergangenheit anders gewesen wäre....


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Hallo

Du solltest Dir selbst keinerlei Vorwürfe machen, denn Deine Mutter hat die Entscheidung selber gefällt. Vielleicht waren die Depressionen dazumals sehr schwer, die Therapie schlug nicht an und sie hatte Angst davor, wieder solche Depressionen zu bekommen und traute sich auch kein weiteres Kind mehr zu.

Du musst Dir auch keine Vorwürfe machen, dass Du leben darfst und sich Deine Mutter gegen ein drittes Kind entschieden hat.

Es war die Entscheidung Deiner Mutter und diese sollte man akzeptieren. Deine Mutter ist deshalb kein schlechter Mensch. Sie hat Euch beiden sicher immer viel Liebe entgegengebracht.

Eltern werden die Kinder immer lieben, egal was sie anstellen. Sicher wirst Du das ganze mal anders beurteilen, vielleicht schon bald, vielleicht erst, wenn Du grösser bist.

Freundlichen Gruss

tm

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Kommentar von WALDFROSCH1
02.08.2016, 03:29

@armeskaenguru

,

_______Du musst Dir auch keine Vorwürfe machen,_____

Das sagt sich so leicht ,du kannst ihre Gefühle nicht einfach so vom T isch fegen und relativieren  ,die Fragestellerin hat eine Recht auf diese Gefühle und darauf dass diese Ernst genommen werden ,Nur so wird sie diese Gefühle am Ende überwinden können .Dann wenn sie erkennt das sie zwar diese Gefühl hat ,aber ja weit mehr als Mensch ist als diese negativen Gefühle ...

Verdrängung ist ein schlechter Tip.

Und dann kann ich mich nur noch  wundern es wird gerade zu Bizarr :

__Eltern werden die Kinder immer lieben, egal was sie anstellen. __

  • hier hat nicht das Kind etwas angestellt sondern die Eltern haben etwas angestellt und du drehst das einfach herum ??
  • ,kann ein "Kind"  solchen Eltern vertrauen ? Oder Leuten die es nicht  offensichtlich nicht mal ernst zu nehmen  scheinen wie du ? 
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Depressionen sehr gut behandelbar..? Naja, das sagt sich sehr leicht, wenn man nie davon betroffen war. Ich bin seit 6 Jahren in Behandlung und trotzdem geht es mir 40% der Zeit richtig mies... Und eine Wochenbettdepression solltest du nicht unterschätzen... Man muss es nicht provozieren, wenn man weiß, dass man für sowas anfällig ist. 

Letzten Endes war es die Entscheidung deiner Mutter. Du musst keine Schuldgefühle haben. Aber worum ich dich bitten möchte, ist, dass du wenigstens ein Minimum an Verständnis für die Situation deiner Mutter aufbringst.

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Es ist die alleinige Entscheidung deiner Eltern und du musst dir deshalb keine Vorwürfe machen - sie wollten einfach kein 3. Kind und das hat nichts mit dir zu tun. Die Sache mit den Depressionen dient wohl als Rechtfertigung vor ihnen selbst. 

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Kommentar von WALDFROSCH1
02.08.2016, 03:30

_______und das hat nichts mit dir zu tun. _______

offensichtlich doch !!

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Schönen guten Abend:) Ich kanns sehr gut verstehen, dass dich das Thema beschäftigt, bei mir wäre das mit Sicherheit genauso, auch wenn ich schon etwas älter bin. Auch dass du dir Vorwürfe machst kann ich nachvollziehen, auch wenn die absolut nicht gerechtfertigt sind. Ich würde an deiner Stelle mit jemandem, dem du vertraust, über das Thema reden, Du kannst auch noch einmal deine Eltern darauf ansprechen. Alles Gute!

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Hallo @xxstellax0611 

Ich kann als Mutter die selber ein Kind abgetrieben hat deine Gefühle sehr ,sehr gut verstehen und ich möchte dir sagen ,dass diese Wut  und anderne Gefühle die du nun hast , absolut berechtigt sind .

Du hast gut daran getan  diese   Gefühle hier zu Thematisieren ,denn es ist eines der grössten Tabus unserer Gesellschaft . Und es ist der erste Schritt zur Heilung auch innerhalb deiner Familie .

Viele denken Abtreibung wäre nichts anderes als die Entfernung eines Furunkels und denken nicht weiter darüber nach ..Dafür sorgt eine eigens dazu entwickelte Abtreibungs Sprache . Welche immer vehement eingefordert wird von uns .Aber tief in unserem innern wissen wir ,es ist falsch unsere Kinder der Tötung frei zu geben auch wenn die Situation noch so verzwickt war im Moment .So braucht es manches mal  viele Jahre um diese von Staat erlaubte und geförderte Tötung aufzuarbeiten .

Dass aber Familien in der Abtreibung geschah , diese Geschehen wie ein Geschwür  wuchert  ist eine Tatsache .Wenn auch eine absolut tabuisierte .

Nur ein Geschwür das aufbricht kann abheilen .Nicht nur deine Geschwisterchen ist Opfer  dieser Abtreibung geworden sondern auch deine  Mutter deine Vater und auch du selber .

Dein Schmerz hat einen Namen: PAS : Post Abortion Syndrom ,es existiert offiziell nicht und es ist nicht erlaubt darüber zu sprechen ,ich hoffe aber dass du den  Mut  genau dazu doch finden wirst , und damit auch deiner Familie vielleicht die Möglichkeit zu eröffnen ,damit hier endlich Heilung stattfinden kann .

Alles Gute dir und deiner Familie :

http://www.sth.homepage.t-online.de/Therapie/Therapie-bei-PAS.htm

http://www.rahel-ev.de/der-rahel-ev/

http://afterabortion.org/1999/more-research-on-post-abortion-issues/

https://www.youtube.com/playlist?list=PL45610F21942F4557

Das hier hat mir sehr geholfen in der Verarbeitung meiner Geschichte :

Das hier könnte deiner Mutter helfen ,sie denkt vielleicht sie hätte kein Recht auf Schmerz über den Verlust dieses Kindes :

Mehr Licht: Die Heilung der Abtreibungswunden Taschenbuch – August 2006

von

 

Manfred M Müller/ 

Fünf Schritte: Die Heilung der Abtreibungswunden

 

Taschenbuch

 

– Oktober 2006

von

 

Manfred M Müller

 

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Es ist verständlich dass Dich dieser Gedanke umtreibt und in Dir Gedanken und Gefühle weckt. Am besten arbeitest Du das Ganze auf, den es prägt Dich bis heute. Suche Dir zur Aufarbeitung eine Beratungstelle, die keine Beratungsscheine ausstellt. Sie können Dir am ehesten weiterhelfen. Die Aufarbeitung ist kein leichter, aber ein lohnender Weg.

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