Frage von radionrw, 104

Wie läuft so eine Praktische Führerschein Prüfung ab?

Habe in ca. 2 Wochen meine Praktische Prüfung. Allerdings sehe ich meinen Fahrlehrer erst ein Tag vorher und würde schonmal gerne wissen, wie diese Prüfung abläuft. Also spricht man beispielsweise mit dem Prüfer oder antwortet man ihm, wenn er sagt wo er lang fahren soll. Und was ist wenn man einen eigenen Fehler bemerkt, sagt man das?

Sorr, es klingt bestimmt etwas komisch, aber ich würde gerne wissen was mich erwartet :D

Antwort
von Alfco, 52

In der Regel triffst du dich mit deinem Fahrlehrer ganz normal und ihr fahrt zusammen zum TÜV bzw. zur Dekra.

Da parkt ihr dann und wartet bis der Fahrprüfer kommt. Dieser stellt sich kurz vor und prüft dann anhand deines Ausweises ob du auch der angemeldete Prüfling bist.

Dann können ein paar Fragen kommen. ZB wielange das Fahrzug noch TÜV hat, wo und wie man den Ölstand misst, was jene oder welche Anzeigen am Armaturenbrett zu sagen haben.

Dann folgt eine kurze Anweisung wie die Prüfung abläuft. Also dass es grundsätzlich geradeaus geht, wenn der Prüfer nichts sagt usw.

Wenn alles erklärt wurde und du auch zustimmst geht es los. Ab jetzt bist du auf dich allein gestellt, natürlich kannst du nachfragen wenn du was nicht verstanden hast.

Wenn du eigene Fehler bemerkst, nicht drüber reden sondern korrigieren.

Auch wenn der Prüfer hinten sitzt, beobachtet er genau was du machst. Also ob du den Schulterblick und die Spiegel nutzt, die Geschwindigkeit einhälst, im richtigen Gang fährst usw.

Du wirst zwischendurch einparken, eine 3-Punktwendung und eine Gefahrenbremsung machen müssen. Falls in der Nähe auch mal auf die Autobahn fahren oder in verkehrsberuhigte Zonen.

Das Ganze dauert um die 45min. Sollte es zwischendurch zu einem entscheidenen Fehler kommen und/oder der Fahrlehrer mal eingreifen muss (seine Pedale sind mit einer Vorrichtung verbunden die einen Ton abgibt sobald er sie mal berührt. Soll verhindern, dass er dir hilft), ist die Prüfungsfahrt vorbei.

Dann fährt man wieder zurück zur Prüfstelle, die Leitung übernimmt dann wieder der Fahrlehrer. Danach gibts eine Auswertung, was schief lief.

Geht (und das wollen wir hoffen) alles gut, endet die Fahrt unter Leitung des Prüfers wieder bei der Prüfstelle und sobald der Wagen korrekt abgestellt ist (Motor aus, Handbremse, Lenkradschloss) erntest du die Gratulation. Entweder bekommst du nun den Führerschein direkt oder zumindest ein Schreiben, dass dir ab jetzt erlaubt zu fahren. Dieses Schreiben gilt aber nur für Fahrten in Deutschland. Der Führerschein kommt dann ca. 2-3 Wochen später per Post.


Antwort
von Philsenator, 76

Im Endeffekt nicht viel anders als eine Fahrstunde, mit dem Unterschied, dass noch einer Hinten drin sitzt und dein Fahrlehrer erst eingreift, wenns nicht mehr anders geht. Do solltest es vermeiden, deinem Fahrlehrer/Fahrlehrerin Fragen zu stellen wie "Wie schnell darf ich hier nochmal fahren" das hätte negativen Einfluss.

Je nach dem, wie sicher du bist, was der Prüfer will, frag lieber einmal mehr nach was genau du machen sollst als dass du etwas machst, was er/sie nicht will. 

Eventuell führt er dich in ungewohnte Situationen (Bei mit z.B. linksseitig rückwärts einparken) dann konzentrieren und lieber ne Sekunde mehr nachdenken.

Fragen bekommst du meiner Wissens nach nur gestellt, wenn es auf der Kippe steht, ob du bestehst. Das sind dann meißt technische Fragen zum Fahrzeug. (Wie betätigt man Warnblinker, Nebelscheinwerfer und co.)

Was auch einen guten Eindruck hinterlässt, ist, wenn du nach der Prüfung vor deinem Ergebnis nachfragst, ob dein(e) Prüfer(in) Verbesserungsvorschläge hat, bzw was du falsch gemacht hast

Antwort
von TraugottM, 62

Du redest am besten nur, wenn der Prüfer dich etwas fragt. Ansonsten ist eine Beteiligung am Gespräch durch den Fahrschüler eher unerwünscht. Das Gespräch zwischen Prüfer und Fahrlehrer dient nur dazu, die Atmosphäre aufzulockern, es ist keine Aufforderung zum Mitplaudern. Ich drückte es in einer anderen Antwort so aus: Halt's Maul und fahr! ;)

Sollte dich das Gespräch der anderen stören, dann darfst du das natürlich sagen.

Wenn du selbst einen Fehler bemerkst, die anderen aber nicht, dann hälst du natürlich auch die Klappe. ;)

Bei mir war's z.B. so, ich sollte an einer Ampel geradeaus fahren, hab auf dem Boden aber erstmal nur den Pfeil "Linksabbieger" gesehen und hatte schon den Blinker fast betätigt, bzw. es hatte schon kurz "angeblinkt" (haben die meisten Autos ja heutzutage, den "Spurwechselblinker"). Hab dann einmal "Ups..." gesagt und bin an der Ampel trotzdem geradeaus gefahren...

Wichtig zu erwähnen ist noch, dass eine Prüfung immer ein Gesamteindruck ist. Keine Prüfung ist fehlerfrei, aber du kannst kleinere Fehler durch gute Aktionen wieder ausgleichen. Also z.B. vergisst du einmal beim Spurwechsel den Blinker, dann ist das zwar nicht positiv, aber noch kein Durchfallgrund. Beachtest du aber alle rechts-vor-links-Situationen und gehst auch bei jedem Zebrastreifen vom Gas und guckst deutlich, ob da einer kommt, dann wird dem Prüfer der eine Faux Pas mit dem Spurwechsel auch egal sein.

Was du dir auf keinen Fall leisten darfst sind grobe Schnitzer wie überfahren einer roten Ampel oder überfahren eines Stoppschildes. Hier hat ein Prüfer keinerlei Spielraum, da fällst du sofort durch. Selbst, wenn du nur noch 2 Meter vom Parkplatz entfernt und ansonsten wie ein Champion gefahren bist.

EDIT: Eines noch: Als Prüfling bist du niemals ein "Anlieger". Wenn irgendwo steht "Anlieger frei", dann darfst du da nicht reinfahren, selbst wenn du in der Straße wohnst.

Antwort
von XxPaddy190xX, 62

Zu beginn der prüfung ist es üblich das der prüfer mal 1-2 Fragen stellt.. in meinem Fall warend as ganz einfache "Wo ist der Scheibenwischer" und "Wie aktiviert man den Warnblinker" ganz simpel.
Danach sagt er dir das du dich bereit machen sollst für die Fahrprüfung und dann machst du alels was du gelernt hast. Spiegel einstellen (wenn diese falsch eingestellt sind), Sitz einstellen , anschnallen, Motorstarten und dann gehts auch schon los.

Der Fahrprüfer sagt dir ganz genau wohin du fahren sollst. Und achte auf seine Wortwahl!  "Die nächste Kreuzung rechts abbiegen" oder "Die nächstMÖGLICHE Kreuzung rechts abbiegen" sind zwei verschiedene Dinge. Bei dem Wort "Nächstmögliche" kann man schno fast davon ausgehen das die erste Kurve eine Fahrverbotszone oder sonstiges ist. :)

Einfach gut zuhören, entspannt fahren und dann wir das.

FALLS du eine Kurve verpasst, dich falsch einordnest, falsch fährst oder abwürgst. Das ist nicht schlimm! Abwürgen gibt keinen minuspunkt, wenn es nicht 6 mal im Minutentakt geschieht. Ebensowenig das verfahren! Der prüfer kennt in der Regel die umgebung und lotzt dich dann einfach anders.

Antwort
von XNightMoonX, 40

Bei mir war es so:

Ich habe alle eingestellt, während Prüfer und Fahrlehrer noch Kaffee getrunken und eine geraucht haben.

Dann sollte ich die Motorhaube öffnen und die Behälter benennen und kurz die Funktion erklären.

Dann sind wir losgefahren. Kurz über die Autobahn (zweite Ausfahrt wieder runter), durch die Stadt, einmal am Straßenrand parken und zurück zum TÜV.
Ich bin ca. 20 Minuten gefahren.

Fahrlehrer und Prüfer haben sich die ganze Zeit unterhalten. Bei dieser Unterhaltung solltest Du allerdings nicht teilnehmen. Das sehen die nicht gerne. Du sollst Dich voll und ganz auf den Straßenverkehr und die Anweisungen des Prüfers konzentrieren.

Du musst auch nicht antworten, sondern nur ausführen.
Außer Du hast eine wichtige Frage oder etwas nicht ganz verstanden. Dann darfst Du nachfragen. Das nimmt Dir auch keiner übel. Immerhin wollen sie Dir ja den Schein geben und nicht wieder mitnehmen. ;-)

Antwort
von duckman, 49

Also am Anfang vom TÜV aus bisschen durch die Stadt gurken  -   teilweise mit einparken rückwärts, seitwärts und vorwärts... dann geht's auf die Autobahn und du musste bisschen überholen...

Anschließend war bei mir noch ein Bremstest und am Ende beim TÜV wurde ich noch gefragt wie man die Kühlerhaube aufmacht ;D ;D das wars bei mir...

Antwort
von Andreb1998, 36

1. Als erstes kommt immer eine Abfahrtskontrolle (aber dein Fahrlehrer wird dir das vorher noch erklären, das reicht auch)
2. Der Prüfer sagt wo es lang geht
3. falls du falsch fährst, fällst du nicht durch
4. irgendwann nach Gefahrenbremsung und der Rest der Fahrt, fahrt ihr zurück und im besten Fall gratuliert dir der Prüfer

Antwort
von Daria13, 38

Vor meiner Prüfung hab ich auf YouTube zahlreiche Videos "Prüfungsfahrt" angeguckt. Manche sind richtig gut, dort erklärt man Fragen vor dem Prüfung, was du unbedingt  beachten musst etc. 

Antwort
von Kalipaka, 61

Erst frägt der Prüfer theoretisches Zeug ab. Reifenprofiltiefe, Lichtcheck, Bremsencheck usw. 

Dann geht es los und du musst fahren. Der Prüfer sagt dir immer ob rechts oder links. Du antwortest im Normalfall nicht. Es sei denn, du willst einen netten Plausch mit dem Prüfer oder Fahrlehrer halten.

Wenn du einen eigenen Fehler bemerkst, sagst du das natürlich nicht und konzentrierst dich darauf ihn nicht nochmal zu wiederholen.

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