Wie kann ich den Lichteinfall und Graustufen üben?

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3 Antworten

wenn es dir darum geht, Graustufen zu sehen und realistisch wiederzugeben kannst du einmal deine Augen zu Schlitzen machen. Das funktioniert folgendermaßen: 

Man hat im Auge Stäbchen und Zapfen - Zapfen nehmen Farbe war und Stäbchen Tonwert-Kontraste. Zapfen benötigen allerdings eine Mindestmenge an Lichteinfall um reagieren zu können. Deswegen funktioniert dieses Prinzip im traditionellen. 

Dann ist es auch noch gut Tonwerte isoliert zu betrachten, da unser Auge sehr leicht durch die Umgebung beeinflusst werden kann.

Digital ist es ganz einfach Farben aus Fotos herauszufiltern - wenn du also die Möglichkeit hast, kanndst du so vorgehen - beispielsweise mit einer Color-Ebene in Photoshop

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graustufen dienen beim zeichnen vor allem dazu, einem motiv eine plastische wirkung zu verleihen, obwohl es auf einem flachen zeichenpapier zu sehen ist. diesen effekt nennt man "modulation". dazu ist es nützlich, sich ausnahmsweise NICHT nach dem zu richten, was du siehst, sondern die grauwerte streng nach dem prinzip Nah-Fern zu verteilen:

Was dem Auge am nähsten ist, bleibt hell, was am weitesten weg ist, wird dunkel. und dieser kontrast sollte möglichst von völlig weiß bis völlig schwarz reichen. betrachte also dein motiv und überlege, welche stelle deinem auge am nähsten liegt, diese stelle lässt du weiß oder hellst sie später mit dem radierer wieder auf, auch wenn es nur eine kleine stelle ist. genauso überlegst du, welche stelle am weitesten entfernt ist, meistens sind das löcher oder ritzen, die in die tiefe gehen und alles licht verschlucken, und diese stellen machst du so dunkel wie möglich. alle anderen flächen werden dann nach dem gleichen system mit hellen oder dunkleren graustufen moduliert. dann entsteht ein plastischer eindruck, weil nahe objekte mehr licht reflektieren als ferne.

ganz ähnlich zur modulation kannst du auch die lichtmodulation üben. dazu denkst du dir einen winkel für den lichteinfall, zum beispiel links oben, und lässt alle flächen hell, die der lichtquelle direkt zugewandt sind und ihr am nähsten sind, und schattiert alle schattenseiten auf der gegenseite des lichts dunkel. der unterschied zur modulation besteht darin, dass es eine klare lichtquelle gibt, während die modulation für steulicht gilt, also zum beispiel bei tageslicht mit bewölktem himmel, wo kein sonnenstrahl auf das motiv fällt.

bei diesen übungen wird die "körperfarbe" des motivs völlig außer acht gelassen, also egal, ob du in wirklichkeit ein schwarz-weiß-gestreiftes zebra, einen schimmel oder einen schwarzen panter zeichnest. du tust, als wäre das motiv einheitlich weiß. erst ganz zum schluss, wenn es wirklich plastisch aus der zeichenfläche hervorkommt und gut moduliert ist, kannst du bei einem zebra die dunklen streifen ein kleines bisschen dunkler schraffieren, und schon weiß jeder, dass ddort schwarze streifen auf dem fell sind. aber diese schwarzen streifen ssind keinesfalls wirklich schwarz, denn sie liegen ja auch dem fell, das noch ganz viel licht reflektiert, schwarz sind beim zebra nur die löcher in den ohren oder andere stellen, die keinerlei licht reflektieren.

ich hoffe, ich konnte dir helfen. weitere übungen findest du in meinem online-zeichenkurs in heft 17. Modulation – Wie Sie durch Grauwerte Abstände verdeutlichen, siehe http://www.genial-zeichnen-lernen.de/online-zeichenkurs-workshop-genial-zeichnen.html

oder suche im netz nach "modulation" und "lichtmodulation".

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Bau dir doch verschiedene Lichtsettings und Stilleben auf. Ich weiß das ist langweilig aber zur Übung unbezahlbar.

Hilfreich sind auch einfarbige Statuen zum abzeichnen.

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