Frage von Raph101, 99

Wie funktioniert ein Magnet eigentlich?

Ich habe gelesen, dass Magnetismus durch bewegte elektrische Ladungen entsteht. Aber ein Magnet bewegt sich nicht. Warum ist er trotzdem magnetisch.
Hab gelesen es liegt an den Elementarmagneten aber das lässt mich wieder angleichen Punkt ratlos dastehen.

Also, wie kann ein statisches Objekt magnetisch sein?
Hab ich was falsch verstanden oder was übersehen?

Danke :)

Antwort
von DieterSchade, 34

Elektronen die einen Atomkern umgeben tun dies in Form einer 3-d stehenden Welle, einem sogenannten Orbital. Auf dieser Ebene lässt sich nicht mehr zwischen Spin und Magnetismus unterscheiden. Die Orbitale haben magnetische Momente, die sich gegenseitig aufheben, wenn zwei Elektronen mit unterschiedlichem Spin dasselbe Orbital besetzen, oder nicht aufheben, wenn mindestens eines der Orbitale mit nur einem Elektron besetzt ist. 

Antwort
von HansH41, 53

"Ich habe gelesen, dass Magnetismus durch bewegte elektrische Ladungen entsteht"

Das ist eine Möglichkeit Magnetismus zu erzeugen.

Die Festmagneten sind von vornherein und auf Dauer magnetisch, weil ihre Struktur (auf Molekül- und Atomebene) ein magnetisches Feld erzeugt.

Lies die Antwort auf die nächste Frage zu Magnetismus, die eingeblendet wird. Da steht alles genau drin.


Kommentar von Raph101 ,

Danke

Expertenantwort
von DieChemikerin, Community-Experte für Chemie, 26

Hi,

ich versuche mal, dir das etwas zu erklären  :D

Also, ein Magnet hat sogenannte Weiß'sche Bezirke, in denen sind alle "Elementarmagnete" gleich ausgerichtet (alle Elektronen haben dort den gleichen Spin).

Nun kann man über ein äußeres magnetisches Feld alle Weiß'schen Bezirke so ausrichten, dass sie in die gleiche Richtung zeigen (sie "verschmelzen" quasi zu einem großen Weiß'schen Bezirk). Damit addieren sich die kleinen magnetischen Felder zu einem großen. Das außen angelegte, magnetische Feld wird tatsächlich durch Strom erzeugt. Dieser Strom fließt durch eine Spule, dadurch entsteht ein magnetisches Feld (Induktion sagt dir hoffentlich was).

Wenn man den Strom so weit ausrichtet, bis die größte Sättigung erreicht ist, kannst du den Strom wieder runter fahren und du wirst feststellen, dass ein Restmagnetismus (die sogenannte Remanenz) vorhanden bleibt.   

Dies macht man sich nun zu Nutze. Je nachdem, wie der Stoff des Magneten beschaffen ist, hast du durch diese Art des Magnetisierens eben eine hohe oder eine niedrige Remanenz. Bei hoher Remanenz hast du einen Permanentmagneten, bei niedriger Remanenz einen Weichmagneten wie man sie beispielsweise in Trafos (aufgrund des Wechselstromes) benutzt.

Beantwortet das deine Frage? ;)

LG

PS: Das ist eher Physik als Chemie ^^

Kommentar von Raph101 ,

Also wird der Elementarmagnet durch ein sich bewegendes Elektron(Spin ist ja wie Drehmoment ohne Masse) erzeugt?:)

Kommentar von DieChemikerin ,

Kann sein, so extrem genau hatte ich das noch nicht :D

Kommentar von Raph101 ,

Ok danke:)

Übrigens: dachte ich schreib mal Chemie dazu da sonst sicher wenig Antworten kommen^^

Kommentar von DieChemikerin ,

Chemie kann ich sehr gut, Physik...eher weniger (auch wenn mein Lehrer das anders sieht) :D

Kommentar von Raph101 ,

Also ich bin eher der Physiker :D

Kommentar von DieChemikerin ,

Laut meinem Zeugnis bin ich auch Physikerin :DD

Ich mache alles, was im mündlichen Teil verlangt wird, außer regelmäßig mitarbeiten und auch meine  HA werden so mit 6 Notenpunkten bewertet. Wenn dann mein Physiklehrer zu mir sagt "Ja das hat keinen Einfluss auf deine Note, hast trotzdem momentan 15 P)", dann ist das schon a little bit strange XD

Kommentar von Raph101 ,

Also ich kenn mich mit eurem deutschen system nicht aus sorry^^

Aber bei der Mitarbeit ist es bei mir auch so:D

Kommentar von DieChemikerin ,

15 P ist das beste was man erreichen kann und 06 P ist gerade so bestanden ^.^

Kommentar von Raph101 ,

Ok das ist komisch:D

Antwort
von Maimaier, 38

Vermutlich geht das ganz runter bis auf molekularer Ebene, wo dann die Elektronen eher in die eine Richtung sich drehen, und nicht in die andere. Aber das lässt sich eben nicht überprüfen, unsere Rastertunnelmikroskope sehen nur wie die Ladungen verteilt sind, aber nicht in wie herum die Elektronen sich drehen. Die weissschen Bezirke aber schauen schon anders aus, und die einfachste Erklärung ist halt das mit den Elektronen.

Antwort
von MeisterinJoda, 36

Schau auf Youtube nach:-)

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