Welche sozialen Gruppen haben die Sansculotten gebildet.?

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1 Antwort

Die Sansculotten setzten sich aus der armen städtischen Bevölkerung zusammen. Sie waren gesellschaftlich gesehen «kleine Leute», gehörten zur Unterschicht und grenzten sich in ihrem Selbstverständnis von Adel
und reichem Bürgertum/Großbürgertum ab.

Sie waren Anhänger der Revolution. Politisch organisiert traten die Sansculotten zuerst 1792 in Erscheinung. Es enstand ein Gegensatz der Sansculotten zur politischen Gruppierung der Girondisten, während mit der Bergpartei (Montagnards) eher ein Bündnis möglich war, auch wenn nicht in allen Dingen Gemeinsamkeit bestand.

Die Sansculotten waren eine politisch mobilisierte revolutionäre Bewegung der städtischen Volksmenge, eine Massenbewegung des einfachen Volkes. Diese revolutionäre Volksmenge (vor allem in Paris wichtig) setzte sich, weit gefächert, aus verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen wie Handwerker, Arbeiter, Tagelöhner, kleine Gewerbebetreibende und Ladenbesitzer, Dienstboten zusammen. Das gemeinsame äußere Merkmal war, keine Kniebundhosen (culottes) zu tragen, wie dies Adlige (und teilweise sehr wohlhabende Bürger) taten, sondern lange, bequeme, nicht eng anliegende Hosen.

eine kurze Darstellung in einem Buch:

Ernst Schulin, Die Französische Revolution. 5. Auflage. München : Beck, 2013 (Beck's historische Bibliothek), S. 211 - 213

„Sozial gesehen waren die Sansculotten Kleinhändler, Handwerksmeister, Handwerker und ihre Gesellen, Manufakturarbeiter, Tagelöhner, Arme, Landstreicher. Es waren nicht nur Habenichtse, sondern auch kleine Eigentümer: das «niedere Volk».“

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