Frage von Silvi0689i, 90

Was tun, wenn der Verkäufer falsche Angaben über Vorbesitzer macht?

Hallo zusammen, gestern kauften wir einen Audi Avant privat (mit Kaufvertrag). Der Verkäufer sagte uns, dass der Wagen immer im Familienbesitz gewesen sei. Uns fiel nur auf, dass 4 Vorbesitzer eingetragen waren, worauf er uns noch einmal erläuterte, dass der Wagen in der Familie sozusagen den Besitzer wechselte und jeder der ihn in seiner Familie mal hatte ihn dann auf sich angemeldet hatte. Soweit so gut. Er schien glaubhaft zu sein. Zeigte uns auch das Scheckheft und sämtliche Reparaturen und Inspektion, die vor gut zwei Monaten gemacht worden sind (Zahnriemen, Bremsflüssigkeit...). Nachdem wir den Wagen zu Hause hatten, wollte wir die Papiere und Rechnungen die sch Querbeet in einer Mappe befanden sortieren. Dabei traf uns dann der Schlag. Wir fanden einen Kaufvertrag für den Audi, der vor 2 Monaten abgeschlossen wurde. Er hatte den Wagen aus einem Autohaus vor 2 Monaten gekauft !!!!! Nichts von wegen Familienbesitz...! Und so wie die Dinge nun einmal sind, kann man den Verkäufer nicht mehr erreichen. Nun wäre meine Frage, kann man den Kaufvertrag eventuell rückgängig machen wegen arglistiger Täuschung, oder ist es aussichtslos, da wir diesen Kaufvertrag in der Mappe hätten finden müssen? Wir sind stinksauer und fühlen uns echt ver Ich meine wir haben für den Wagen 4.500 Euro bezahlt und wer weiß, was da jetzt noch für Überraschungen drunter schlummern. Denn warum belügt man einen Käufer denn so? Vielen Dank schon einmal fürs antworten.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von nicowerner67, 46

Hallo, am besten lasst ihr euch von einem Rechtsanwalt beraten. Ich denke er weis was zu tun ist. Viel Glück.

Antwort
von martinzuhause, 47

das kommt erst mal darauf an ob du schriftlich hast das der wagen immer im familienbesitz war.

hat der verkäufer das nur gesagt ist es schwer nachzuweisen

Kommentar von Silvi0689i ,

wir waren ja zu dritt beim Verkauf und er hat es uns gesagt. Er war alleine. Vielleicht hilft das ja.

Kommentar von martinzuhause ,

kann man auf jeden fall verscuhen. das wird aber sicher nur über einen anwalt was werden.

Antwort
von wiki01, 41

Wenn das der einzige Mangel ist, und das Fahrzeug sonst in Ordnung, kannst du den Kaufvertrag nicht rückgängig machen. Wer jedoch bei einer solchen Kleinigkeit schon lügt, dem kann man auch in Bezug auf die sonstigen Eigenschaften, wie z.B. zugesicherte Unfallfreiheit, nicht glauben. Dahingehend würde ich das Fahrzeug in einer Werkstatt testen lassen. Und dann weiß die Polizei schon, wie sie den Aufenthaltsort des Verkäufers ermittelt.

Kommentar von Silvi0689i ,

Zum Glück haben wir ja durch den Kaufvertrag auch die Adresse des Herrn. Er gab uns ja zum Glück seinen Personalausweis. Ja, wir müssen jetzt leider Gottes, den Wagen auf "Herz und Nieren" prüfen lassen, was dann auch wieder mit Kosten verbunden ist. Ich denke mal, das bestimmt irgendetwas mit dem Wagen ist, was auf dem ersten Blick und der ersten Probefahrt nicht erkennbar war. Der Wagen ließ sich auf dem Heimweg zum Glück gut fahren und machte auch keine komischen Geräusche. Aber wer natürlich so etwas verschweigt und uns so eine Geschichte erzählt... da muss ja was nicht stimmen. grrrr

Antwort
von Mignon4, 43

Die vorherigen Eigentümer gehen aus dem Fahrzeugbrief hervor. Vielleicht ist der Eigentümer des Autohauses auch ein Familienmitglied.

Das Fahrzeug bzw. sein (technischer) Zustand wird nicht schlechter, wenn es nicht immer im Familienbesitz war, sondern von Fremden gekauft wurde. Der Zustand ist doch viel wichtiger als die Voreigentümer, finde ich.

Kommentar von Silvi0689i ,

Da geb ich dir recht... Jedoch denke ich, dass da was nicht stimmen kann, wenn man nicht mal die Wahrheit sagen kann. Von einem Autohaus war nie die Rede.... und ich bin leider davon überzeugt, dass so etwas nicht ohne Grund verschwiegen wird. Wenn der Wagen demnächst nur noch ein paar Reperaturen hat, will ich mich ja nicht beschweren. Dann ist es auch ok. Jedoch ist uns bei den Rechnungen aufgefallen, dass der Zahnriehmen einmal bei hunderttausend und dann bei 125 000 km gemacht wurden. Wir haben wahnsinnig Angst, wenn der Wagen in dem nächsten halben Jahr einen Motorschaden oder soetwas hat. Dann ist er nichts mehr Wert. Sowas ärgerliches.

Kommentar von Mignon4 ,

Ja, ich gebe dir Recht. Es ist nicht schön, angelogen zu werden und man fragt sich, was noch dahinterstecken könnte.

Ich drücke euch die Daumen, dass ihr trotz der Lüge Glück habt und der Wagen technisch in Ordnung ist. Alles Gute! :-)

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