Frage von moenli, 189

Was tun gegen panische Angst vor Geistern?

Meine Tochter (4) hat panische Angst vor Geistern, seit sie den Film "das Kleine Gespenst" geschaut hat. Sie hat seit da nicht mehr im eigenen Bett geschlafen, was für mich ok ist, aber sie will nun auch nicht mehr alleine einschlafen und so sitze ich bis zu 2 Stunden mit ihr da. Es kommt mir so vor als wär sie wider ein Baby, da hatte ich auch keine Sekunde mehr für mich.. Auch am Tag ist es nicht besser. Ich kann nicht mehr alleine auf die Toilette und auch nicht ein Stockwerk nach unten. Sie kann auch nichtmehr alleine in ihrem Zimmer spielen und entfernt sich nie mehr als 4 Meter von mir. Das ist nun seit einem halben Jahr so und mich macht das echt langsam wütend. Ich will sie verstehen und sie tut mir leid, aber ich will meine Privatsphäre wieder und weiss nicht wie ich ihr helfen kann.

Ich hab mit ihr geredet, ich hab es mit Anti-Geisterspray versucht, ich lasse Licht an, ich hab sie auch schon für 5min aus dem WC ausgesperrt, weil ich so wütend darüber war und da hat die arme völlig aufgelöst am Boden gewimmert. Ich weiss nicht was ich noch tun soll. Sie mit ihrer Angst zu konfrontieren, halte ich für schädlich, da man das früher mit mir gemacht hat -"So, du musst dich deiner Angst jetzt stellen!"Türe zu und Licht aus.. Es hat damals bei mir nichts gebracht ausser tiefe Verzweiflung und Schlaflose Nächte und ein gestörtes Verhältnis zu meinen Eltern.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von rainyday00, 73

Worum ging es denn in dem Film? Kannst du ihr nicht irgendwie einreden, dass Geister nette Wesen sind, die das Haus "beschützen" oder so? Vielleicht gibt es auch noch mehr Filme zu dem Thema, mit denen du sozusagen ihre schlechten Erinnerungen auslöschen kannst.

Kinder haben sehr viel Fantasie, daran solltest du vielleicht irgendwie anknüpfen. Malt gemeinsam ein Schild, auf dem steht, dass der Geist bitte draußen bleiben soll und klebt es an die Tür. Versuch aber nicht, die Geister "abzuwehren" - so verlieren sie ihren Charakter des Bösen nicht und deine Tochter hat weiterhin Angst. Bau lieber auf einem gemeinsamen, friedlichen Zusammenleben auf und deine Tochter wird damit leben lernen und es vielleicht irgendwann vergessen. 

Kommentar von Kitharea ,

Ist natürlich auch eine sehr gute Idee den Kindern die Geister als "gut" darzustellen. Vielleicht sogar besser als meine^^

Kommentar von moenli ,

Der Film ist eigentlich nicht erschreckend und das Gespenst ist ganz lieb und freundet sich mit den Kindern an

Kommentar von BellAnna89 ,

Eine vierjährige kann der Handlung aber nicht folgen.

Antwort
von Kitharea, 91

Hm weiß nicht ob dir das hilft - so etwas ist oft sehr verzwickt. Ich habe mich in so einer ähnlichen Situation daran erinnert, dass Kinder denken die Eltern wären allmächtig und meinem Sohn (auch Angst vor Geistern) immer wieder gesagt - dass sich sowieso kein Geist in die Wohnung traut weil die Mama viel stärker ist als er und die Geister deswegen Angst haben. Irgendwann war das Thema keines mehr für ihn.
Bei meinem Großen habe ich die Katze für solche Zwecke missbraucht - als er in der Geister-Angst Phase war meinte ich nur dass Geister NIEMALS in Wohnungen gehen wo Katzen sind weil sie Angst davor haben - weil Katzen alles mitbekommen.
Angst ist halt ein Gefühl, welches man keinem ausreden kann. Also bin ich halt hingegangen und hab getan als wäre es real (was es für das Kind ja ist soweit ich weiß) - und habe Auswege gesucht die dem Kind einerseits sagen - es spinnt nicht rum - und andererseits - es braucht keine Angst haben weil xy ist stärker.
Ein Kind zu zwingen sich den Ängsten zu stellen ist wie bei Erwachsenen. Man fühlt sich alleine gelassen in seiner Angst. Das behebt nicht die Angst - es unterdrückt sie nur - WENN du mich fragst. Ich bin aber weder Psychologe noch irgendwas in der Richtung.

Kommentar von moenli ,

Ich habe ihr auch schon gesagt, dass Luky unser Hund und Ciny unsere Katze es merken würden, wenn ein Geist hier wär und sie uns beschützen. Auch hab ich ihr gesagt dass ich und der Papa sehr wütend werden würden, wenn Geister uns erschrecken wollen würden. Leider hilft das nicht wirklich. Sie scheint uns nicht zu vertrauen.

Antwort
von Pescatori, 55

In dem Alter Deines Kindes hatte ich fürchterliche Angst vor einer riesigen roten Leuchtreklame der Parfüm- und Feinseifenwerke DRALLE gegenüber
unserer Wohnung in Hamburg Altona.

Meine Eltern sahen mich  zitternd am Fenster stehen. Als sie mich erschrocken fragten, was ich da mache, antwortete ich mit ängstlicher Stimme: „Drallelicht anguge“. Das wurde dann in meiner Familie zum geflügelten Wort, das manchmal sogar noch von meinen schon lange erwachsenen Kindern zitiert wird.

Ich erzähle  meine „Heldentat“, weil ich meine, dass wir Kindern irgendwie ermöglichen sollten, sich aus eigenem Antrieb  dem zuzuwenden, was Angst einflößt.

Wie das geschehen könnte,  da dürftest Du  sicher eher passende Einfälle haben, als ein Außenstehender wie ich.

Mir kommt nur die Frage in den Sinn, ob sich Deine Tochter gern verkleidet. Vielleicht als Prinzessin, als Schornsteinfegerin, als Clown und irgendwann einmal - als Gespenst. Und in jeder Verkleidung beguckt sie sich mit neugierigen, freudigen, bewundernden oder auch ängstlichen Augen vor dem großen Spiegel.

Kommentar von BellAnna89 ,

Das mit der Verkleidung ist eine super Idee!

Antwort
von Dahika, 63


Geh mit ihr mal in eine Beratungsstelle. Die Wartezeit ist nicht lang.

Wo du aufpassen musst, und das scheint bereits der Fall zu sein, ist dass die Angst  zum "sekundären Krankheitsgewinn" wird.

Die Frage ist nämlich nicht nur: wo kommt die Angst her, sondern auch: wozu dient sie? Was ist ihr Nutzen?  Und der Nutzen liegt auf der Hand! Sie kontrolliert dich. Sie übt Macht aus. Und das "Angst"verhalten scheint sich auszuweiten.  Geht die Kleine in den Kindergarten? Und wie verhält sie sich da? Oder weigert sie sich.

Als Vierjährige ist sie genau in diesem Alter, wo sie ausprobiert, wo ihre Macht liegt. Kinder in dem Alter machen gerne, Machtspiele mit den Eltern.

 Natürlich solltest du mit ihr keine harte Konfrontations"therapie" machen, wie es deine Eltern gemacht haben. Aber du musst sie schon auch anfordern! Und darfst dann auch nicht zu nachgiebig sein. Ich würde z.B. darauf bestehen, alleine in der Toilette zu sein. Schließlich ist das ein intimer Ort, wo man alleine sein will.

Dann würde ich die Kleine draußen lassen. Und sie ist auch mitnichten "die Arme."  Vor der Toilette kann sie machen, was sie will. Auf dich warten, weinen, auf dem Boden liegen, brüllen. Du gehst nicht darauf ein! ... Und wenn du aus der Toilette rauskommst, beachtest du sie nicht groß. Du redest über das Thema "alleine bleiben" nicht mit ihr, du fragst nie, wieso heulst du, du appellierst , bittest, predigst auch nicht. 

Rede mit ihr über ihr Verhalten nicht mehr. Dulde es, aber beachte es nicht.

Wenn das Kind nicht alleine in seinem Zimmer spielen will, muss es das nicht. Das heißt aber nicht, dass du dann mit ihm spielen musst. Du hast schließlich Hausarbeiten zu erledigen. (Und wenn nicht, such dir welche).

Wenn du beim Einschlafen bei ihr sein musst - zwei Stunden - was macht ihr dann? Redest du mit dem Kind, liest du ihm vor, unterhaltet ihr euch? Wunderbar für das Kind! Wozu "Angst" doch gut sein kann.

Bleibe ruhig bei ihr, lies ihr 10 Min. etwas vor, sage ihr dann "Gute Nacht". Bleib ruhig da, aber unterhalte sie nicht mehr. Nimm dir ein Buch mit oder den Laptop und beschäftige dich mit dir selbst. Bei möglichst gedämpftem Licht. Und wenn das Kind dann "Mama," sagt und unterhalten werden will, dann sagst du stur und freundlich: "Nein, schlaf jetzt." und dann liest du weiter oder daddelst auf dem Handy. Mach es ihr langweilig.

Entzieh dem Kind den sek. Krankheitsgewinn.  Rede ihm die Angst nicht aus, rede am besten gar nicht über dieses Thema, vor allem nicht das leidige Predigen und Appellieren. "Du brauchst doch keine Angst zu haben."

Nichts dergleichen. Verbiete dem Kind das Verhalten nicht, aber entziehe ihm den Nutzen. Das hat mit Härte nichts zu tun, denn du bleibst ja freundlich.  Es hat was mit Konsequenz zu tun.

ansonsten: www.bke-elternberatung.de


Alle anderen Ratschläge sind auch gut. Aber denke an den sek. Krankheitsgewinn. Solange es deiner Tochter Nutzen bringt, wird sie das Verhalten nicht aufgeben.


 


Kommentar von kugel ,

Danke!

Super in die Worte gefasst, die mir fehlten!

Wir hatten das gleiche Szenario mit unserer damals 5jährigen Tochter. Allerdings war es nicht das kleine Gespenst sondern der Nikolaus...

So wie Du, hat es uns - bisweilen nervenzerfetzten - Eltern erklärt. Aktion und Reaktion. Natürlich macht man sich Sorgen ums Kind und ist sich überhaupt nicht sicher, ob es nun wirklich Angst ist, oder ob sie eine bestimmte Reaktion von uns erwartet...

Wir haben unser Verhalten bei ihren "Anfällen" und "Heulereien" geändert. Hatten ein bestimmtes Ritual beim zu Bett gehen. Alle Schränke durchsucht, unterm Bett und in jede Ecke Geisterspray. Nachtlicht in die Steckdose. Und sich vom Kind immer versichern lassen, dass NIX da ist. Und wir Eltern und Kind immer nach der abendlichen Durchsuchung einig waren, das alles ok ist.

Kaum zur Tür draußen, ging die Heulboje los!

Da hilft nur eines: Standhaft bleiben. Kurz zum Kind rein, mit fester Stimme erklären, dass alles in Ordnung ist, weil man ja gemeinsam zuvor alles durchschaute. Und wieder gehen ohne großen Firlefanz oder mit ins Elternbett oder oder oder. Einfach bestimmt bleiben.

Es mag hart klingen aber eben das gibt dem Kind auch ein Stück Vertrauen denn, wenn die Eltern felsenfest vermitteln, dass da nichts ist, dann muß es auch so sein. Wenn Mutti und Vati immer zum trösten und sonstwas kommen, dann die Sache ja nicht ganz koscher sein...

Kommentar von Dahika ,

Wenn Mutti und Vati immer zum trösten und sonstwas kommen, dann die Sache ja nicht ganz koscher sein...

so ist es. Den SAtz: du brauchst auch keine Angst zu haben, streicht man am besten aus seinem Sprachschatz.

Ich werde nie vergessen, wie ich mit kleiner Tochter (vier) und Oma auf einem tollen Spielplatz war. Die Kleine kletterte auf eine hohe Rutsche. War äußerst vergnügt und wollte gerade rutschen, da rief die Oma, ich konnte sie nicht mehr hindern: "Du brauchst auch keine Angst zu haben."  *kopfgegendieWandschlag."

Der kleinen Tochter fiel alles aus dem Gesicht. Sie erbleichte und saß dann über eine Viertelstunde unschlüssig oben auf der Rutsche, bis sie sich mühselig wieder an den Abstieg über die Leiter machte.

Merke: der Satz: "du brauchst auch keine Angst zu haben", macht die Kinder erst aufmerksam, dass da was Bedrohliches ist. Niemand würde ja dem Kind ein Eis schenken und ihm sagen: "Du brauchst auch keine Angst zu haben."

Der Satz wird nur gesagt, wenn man allen Grund hat, Angst zu haben! Und wenn man es vorher nicht wusste, jetzt weiß man es. LOL

Antwort
von Meatwad, 17

Ich würde mich jetzt mal der Antwort von BellAnna89 anschließen. Ergänzen möchte ich jedoch, daß es von enormer Wichtigkeit ist, daß das Elternteil selbst begriffen hat, daß es so etwas wie Geister nicht gibt. Sonst wird der Aberglaube ganz schnell verfestigt und wieder eine Generation weitergegeben.

Und ob das hier jeder Antwortgeber begriffen hat, wage ich, zumindest vorsichtig, zu bezweifeln.

Antwort
von dfllothar, 54

Geister entstehen doch nur in der Fantasie, das Kind weiß das noch nicht.

Du mußt sie davon überzeugen durch ein praktisches Erlebnis. Meine Empfehlung dazu wäre:  Mache mit ihr bei Dunkelheit einen kleinen Waldspaziergang und zeige ihr, daß so manche Büsche aussehen können wie Gestalten, wie Ungeheuer, Menschen oder Tiere. Bleib aber dicht bei ihr und erkläre ihr, daß das nur so aussieht, weil´s dunkel ist. Da verbirgt sich kein Leben dahinter, schon gar nicht ein Geist, das denkst du dir nur aus.

Wenn du das mit etwas Ausdauer geschafft hast, kannst du´s dann erleben, daß das Kind es verstanden hat und jetzt von sich aus die Umgebung absucht nach derartigen Täuschungen. Dann wird´s sogar lustig. Es hat erkannt, daß es Geister garnicht gibt und sie nur in der eigenen Fantasie existieren.

Wenn sie dann wiedermal einen Film sieht, wo Geister in lebender Gestalt auftauchen, wird sie das eher lustig finden und vielleicht fragen, wie man das so in dem Film darstellen konnte.

Hab das früher schon mal durchgeführt mit Erfolg, es hat gewirkt !

dfllothar, der Kinderfreund, grüßt dich und wünscht dir Gutes Gelingen !

Kommentar von dfllothar ,

Dazu fällt mir gerade noch was ein: 

Am 31. Oktober, das ist ein Montag, ist HALLOWEEN . Verkleide deine Tochter irgentwie als Geist und geh mit ihr in den Abendstunden hinaus auf die Straße. Bring ihr dazu ein paar gespenstige Armbewegungen bei, vielleicht noch ein paar Laute wie HUHUUH, und du wirst seh´n, daß sie die Geistergeschichten doch recht lustig findet.

Versuch´s mal so, andere Kinder tun´s doch auch, weil´s lustig ist.

Antwort
von BellAnna89, 37

Dein Kind ist in der magischen Phase, durch Logik kann man ihr leider nicht helfen. Ich würde folgendes tun: Frag dein Kind mal, wie es sich Geister vorstellt. Dann kannst du ihr antworten, was du darüber denkst. Sag bloß nicht einfach “Geister gibt es nicht“, das würde sie dir ohnehin nicht glauben. Lass sie vielmehr die Angst vor ihnen verlieren, indem ihre eigene Phantasie mit deiner Unterstützung ein Bild von Geistern malt, vor denen man sich nicht fürchten braucht. Die Kleinen glauben ja auch an den Weihnachtsmann, Osterhasen, gute Feen und Zauberei... so ist es nunmal, das muss man ernst nehmen, und irgendwann erledigt sich das von alleine.

Antwort
von petrapetra64, 10

Ich habe den Verdacht, dass deine Tochter diese Angst bereits gegen dich benutzt, so garantiert sie sich deine uneingeschränkte Aufmerksamkeit und bekommt alles, was sie will. Sie muss nur toben ohne Ende. 

Das ändert sich erst dann, wenn sie durch das Toben und ihre Angst keine Extra Aufmerksamkeit mehr erhält. Aufmerksamkeit ganz viel, wenn sie nicht mit ihrer Angst kommt. Im Moment ist es aber so, sie tobt, bekommt deshalb Aufmerksamkeit, sie tobt noch mehr usw. 

Sich der Angst zu stellen ist schon nicht verkehrt, aber natürlich nicht die Radikalkur, Licht aus und durch. So was geht nur mit Gesprächen vorher und ganz langsam rantasten. Am Besten mit erfahrener Hilfe. 

Man kann vor dem Schlafen ein Ritual machen, dass man überall gemeinsam nachschaut, dann was vorliest, dann raus geht, aber ein Licht anlässt und vor der offenen Tür stehen bleibt. 

Ich würde mir an deiner Stelle Hilfe bei der Erziehungsberatung suchen, bei der Caritas z.B, um das Problem in den Griff zu kriegen. 

Antwort
von lebkuchen2015, 30

Eine Beratungsstelle scheint hier sehr sinnvoll zu sein. Ansonsten versuche es schrittweise . Die fünf Minuten wo du die Tür zu gemacht hast, waren für den Anfang vielleicht einfach wirklich zu lang . Kurz Tür zu warten und nach ein paar Sekunden Tür aufmachen und sagen, dass alles okay ist und dass du da bist . Ansonsten fällt mir auch nichts anderes ein, leider. Gute Besserung für die Kleine.

Antwort
von murksi1, 16

Du solltest alle Antworten hier vergessen und professionelle Hilfe suchen! Auf Grund der Dauer des "Problems" deiner Tochter ist es längst zu deinem geworden, oder besser, zu eurem! Hier könnt ihr daher nicht mehr selber herauskommen, sondern müsst euch Hilfe von außen suchen!

Antwort
von TygerLylly, 27

Nehm eine leere Flasche (von Glasreiniger oder so), säubere sie gut und beklebe sie neu. Dann befülle sie mit Wasser und vielleicht etwas Parfüm oder so. Abends vor dem Schlafen besprühst du zusammen mit deiner Tochter alles, was deine Tochter möchte, mit dem "Anti-Gespenster-Spray". Ihr Zimmer ist dann gesichert. Weil das Zeug wahnsinnig teuer ist, wird es bei euch im Schlafzimmer aber nicht versprüht.

Phantasie lässt Geister kommen, aber auch gehen ;)

Kommentar von moenli ,

Wie schon geschrieben, Geistesspray hilft nichts.

Antwort
von annab04, 80

Es wäre ein Versuch wert, jemanden zu Hause einzuladen, der Geister verjagen kann (oder bei dem es wenigstens so scheint, als könnte er das) - vielleicht wird deine Tochter dann daran glauben, dass sie weg sind?

Kommentar von Kitharea ,

Das war mir auch in den Sinn gekommen - worauf mein Großer damals meinte "aber wenn der weg ist können sie wieder rein". Deswegen habe ich mich für jemanden entschieden der quasi immer da ist, wenn die Kinder da sind.

Kommentar von annab04 ,

Das ist auch ne gute Möglichkeit! Ich wünsche euch jedenfalls viel Erfolg :)

Kommentar von KurzeFrage0 ,

Und was wenn sie in dem einen Geist sieht?

Antwort
von Accountowner08, 48

Die Tochter einer Freundin fürchtete sich vor dem Wolf. Darauf hat meine Freundin mit ihr gespielt: Achtung, jetzt kommt der böse Wolf, und dann hat sie selbst den Wolf gespielt (immer so, dass die Tochter keine Angst hatte), und die Tochter aufgefordert, mitzuspielen, so dass die Tochter den Wolf sozusagen "zähmen" konnte... d.h. sehen konnte, dass es ihn nicht gibt, dass es eine Phantasiegestalt ist, aber dass man Phantasiegestalten auch die Form geben kann, die man selber will: d.h. man kann in der Phantasie aus "bösen" Geistern "gute" Geister machen...

Antwort
von SkyHope62, 13

Hallo,

ich finde die Antwort von Dahica sehr hilfreich.

Zudem ist der Tipp, die Tür nur für ein paar Sekunden zu schließen und diese Türschließ-Phasen langsam zu verlängern bis die 5 Minuten und später noch mehr Zeit erreicht sind, sehr sinnvoll.

Kennst du das "Traumfresserchen" von Michael Ende? - Es frißt Träume des Kindes.
Meinen hat das Buch dazu auch sehr geholfen: 

Traumfresserchen, Traumfresserchen!

Komm mit dem Hornmesserchen!

Komm mit dem Glasgäbelchen!

Sperr auf dein Schnapp-Schnäbelchen!

Träume, die schrecken das Kind,

die lass dir schmecken geschwind!

Aber die schönen, die guten sind mein,drum lass sie sein!

Traumfresserchen, Traumfresserchen,

dich lad ich ein!
                                                 von Michael Ende, 1978

Liebe Grüße und ganz viel Kraft!

Skyhope62

Antwort
von DesbaTop, 12

Meine Freundin hat unsreer Tochter damals immer erzählt, dass "Papa hier ist um uns beschützen. Solange Papa da ist traut sich nichts in die Wohnung. Weder Einbrecher oder Geister." Das hat sie einfach immer wiederholt, wenn unsere Tochter Angst hatte und es hat geholfen.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community