Was ist “rationaler“: Atheismus oder Agnostizismus?

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12 Antworten

In meinen Augen ist der Atheismus deutlich rationaler. 

Agnostiker sind in meinen Augen die unsicheren Angsthasen unter den ganzen unterschiedlichen "Angehörigkeiten".

Sie sind sich nich sicher was sie sagen sollen, weil weder das "für" noch das "dagegen" klar und ohne Widersprüche bewiesen werden kann.

Also entziehen sie sich und sind leise. 

Leider ist es aber nunmal so, das die das dann  auch bei anderen, erfundenen Wesen wie dem Weihnachtsmann, Kobolden, Einhörnern und Riesen machen. Schließlich kann man auch deren "Nicht - Existenz" nicht beweisen.

Und damit stellen sie sich für mich auf eine wirklich absurde Position.

Wenn ich meine allgemeine Sicht noch mit anhängen darf:

Ich finde sowohl Atheismus, als auch den Theismus für völlig Unnötige Sichten auf unsere Welt.

Das dualistische Denksystem der Westlichen Welt ist Schrott. Es ist schlicht und ergreifend nur nervig und provoziert Kriege.

Es gibt immer nur Ja oder Nein. Immer nur entweder oder. 

Immer nur Schwarz und Weiß, richtig oder falsch. 

In meinen Augen ist diese Denkweise zwar in einigen Bereichen gerechtfertigt, wie z.B in der Wissenschaft, aber das auch auf jeden einzelnen Aspekt seines normalen, bürgerlichen Lebens zu übertragen ist in meinen Augen nicht viel mehr als dämlich, weil man sich damit nur selbst im Weg steht. 

Da ist Religion gerade im Bezug ein wunderbares Beispiel:

Wir denken: "wenn ich nicht an die Schöpfung, sondern an den Urknall glaube, ziehe ich die Botschaft der gesamten Bibel in Zweifel"

Die Botschaft Jesu beruht aber auf Liebe und Mitgefühl durch die Barmherzigkeit Gottes - DAS ist der Geist dieser Religion und nicht, wortgetreu alte Legenden zu glauben. Und genau diese Aspekte sind wundervolle Grundlagen für ein Zusammenleben, aber Nein

"Entweder die Lehre ist wahr und von Gott, oder falsch und von Menschen gemacht".

Dass es ein "sowohl als auch" geben kann, ziehen sie nicht in Betracht, sondern fühlen sich gleich in ihrer religiösen Identität verletzt.

In einer etwas abgewandelten Version könnte man dies auch auf die Denkweise hinter dem Atheismus übertragen.

Und anstatt von einander zu lernen und die wirklichen Lehren zu verstehen, wird immer eine Denkweise ausgeschlossen um eine andere durchzudrücken. 

Schade eigentlich.

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Kommentar von holodeck
11.09.2016, 08:58

Agnostiker sind in meinen Augen die unsicheren Angsthasen unter den ganzen unterschiedlichen "Angehörigkeiten".

Blödsinn.  
Sie haben vermutlich schlicht eine Runde weiter gedacht.  

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Agnostizismus ist ehrlicher. Rationalität ist in einem Bereich nicht wissenschaftlich erforschbarer Phänomene der metaphysischen Spekulation nur begrenzt wirksam. Wo es keine sicheren Hypothesen gibt, helfen auch rationale Herleitungen nichts. Was möglich ist, denn nicht jede blödsinnige Hypothese ist abgesegnet, nur weil es dazu keine Erfahrung gibt, ist das Herunterbrechen der Schlussfolgerungen auf das praktische Leben und die uns durchaus bekannten Zusammenhänge. Dadurch dass die Erfahrungswissenschaft ihre Erkenntnisse immer mehr ausweitet, werden immer mehr metaphysische Hypothesen ausgeschlossen, weil deren Konsequenzen auf unsere Erkenntnisse heruntergebrochen in Widerspruch geraten. Je mehr wir empirisch stabil erklären können, desto dünner wird das Eis für jenseitige Metaphysiken.

Es kann aber auch zum selbstzerstörerischen Trugschluss werden, überall strikte Rationalität zu fordern. Wie ist es dann mit Liebe, mit Sehnsüchten, mit Plänen in die Zukunft. Alle diese und mehr Bereiche bewegen sich auf dem schwankenden Boden des Nicht-Alles-Wissens. Da kommt Rationalität ins schlingern. Ich bin dafür, nicht nur Rationalität sondern auch eine beherrschte Emotionalität zu pflegen, sonst ist man auf manchem glatten Lebensparkett verloren, weil einem Rationalität dann nicht die Hand halten kann. Letztlich muss jeder sein Lebenskonzept selbst verantworten. Ob ich nun als bekennendes ANTI durch die Welt laufe und so den möglichen Kreis dennoch wunderbarer, wenn auch gläubiger Bekannter auf fast nichts eindampfe, das muss jeder selbst entscheiden.

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Kommentar von HumanistHeart
16.08.2016, 16:31

Du zeigst wieder mal beide Begriffe nicht durchdrungen zu haben. 

Hat sich also nix geändert bei Dir. 

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Das ist alles gleich. Jeder Mensch hat sein eigenes Weltbild, seine eigene Weltanschauung. Ob nun Christ, Moslem, Esoteriker, Agnostiker oder Atheist.

Da hat nichts mehr oder weniger mit Logik und Rational sein zu tun. Logik und Wissenschaft haben ebenfalls nichts damit zu tun.

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Also ich bin Atheist und finde das rationaler als den Agnostizismus. Ich glaube nicht an Gott und glaube auch dass man ihn weder beweisen noch widerlegen kann, allerdings ist die Vorstellung eines Gottes für mich absurd und unverständlich. Agnostiker sind meiner Meinung nach oft unsicher da man Gott eben nicht widerlegen kann, trotzdem kann man nicht an Gott glauben, was ja der Inhalt des Atheismus ist. Kein Atheist sollte behaupten dass er von der Nichexistenz eines Gottes weiß, genauso wie kein Gläubiger behaupten können sollte von der Existenz eines Gottes zu wissen. Von einer Nichtexistenz Gottes auszugehen finde ich allerdings sinnvoller, da es keine Beweise für Gott gibt, heilige Schriften oder persönliche Gotteserfahrungen halte ich für fragwürdig. Auch braucht man heutzutage keinen Gott mehr um sich die Welt zu erklären, das übernimmt die Wissenschaft. Die Existenz eines Gottes kann man zwar nicht ausschließen, allerdings halte ich die Wahrscheinlichkeit derselben für sehr niedrig und würde daher zum Atheismus tendieren, der meiner Meinung nach realistischer ist als Glaube jedweder Art. 

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Kommentar von holodeck
12.09.2016, 07:09

persönliche Gotteserfahrungen halte ich für fragwürdig

Wieso?   

Du hast hin und wieder Schmerzen? Halte ich für fragwürdig.

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Atheismus ist rationaler.

Warum?

Agnostizismus geht davon aus das man weder das eine noch das andere beweisen kann, bezieht diese Einstellung jedoch nur auf Götter. Jedoch würde diese Logik ebenso auf den Weihnachtsmann, Nessi, Bigfoot, den Walligalloo oder Chupachapras zutreffen.

Wie sieht es aus, kannst du persönlich als Agnostiker sagen: "Man kann die Existenz des Weihnachtsmannes weder wissenschaftlich beweisen noch widerlegen und daher könnte es ihn geben, aber auch nicht." ?

Oder sagst du dass es den Weihnachtsmann nicht gibt?

Tatsache ist dass jene Partei die behauptet etwas wäre existent auch Beweise für diese Aussage erbringen muss. Tut sie das nicht, ist die Aussage damit hinfällig.

Das ist die atheistische Einstellung zu dem Thema. Bring Beweise und die Sache sieht schon anders aus.

Wenn ich nun die Behauptung in den Raum werfen würde die Welt sei eine große Kartoffel, würde der Atheist Beweise von mir verlangen und wenn ich sie nicht liefern kann, meine Aussage nicht weiter beachten.

Der Agnostiker hingegen würde sagen da man das Gegenteil nicht beweisen könne, wäre es verfrüht die Aussage zu verwerfen.

Wobei man Gott bereits auf mannigfaltige Art widerlegt hat.

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Kommentar von ScienceFan
15.08.2016, 22:59

Naja ich würde im Prinzip genauso handeln, du behauptest was, also musst du es mir beweisen ansonsten liegt die Wahrscheinlichkeit für dieses Ereignis bei etwa 10^-G64, das ist ja im Prinzip auch eine rationale Denkweise

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Kommentar von danhof
16.08.2016, 08:39

Was hat denn Gott mit dem Weihnachtsmann zu tun? Verspricht der Weihnachtsmann das ewige Leben? Glauben Erwachsene ernsthaft an den Weihnachtsmann? Behauptet der Weihnachtsmann (in welchem Organ auch immer), er sei der Schöpfer des Universums?

Tatsache ist dass jene Partei die behauptet etwas wäre existent auch
Beweise für diese Aussage erbringen muss.

Sagt wer? Wessen Tatsache ist das? Wo im Grundgesetz steht das? Wenn man an alle Dinge so herangeht, gäbe es keine Forschung mehr, oder?

Irgendwann kam ein Spinner auf die Idee, dass die Erde eine Kugel sein könnte. Sofort wird er niedergemacht, er solle die Klappe halten, weil er ja keine Beweise hätte. Oder jemand meinte, dass es nicht nur Feuer, Wasser und Stein gibt, sondern vielleicht was anderes dahinter steckt.

und wenn ich sie [die Beweise] nicht liefern kann, meine Aussage nicht weiter beachten.

Wieso glauben dann manche Menschen an die Evolution? Wo ist denn dort bewiesen, dass eine höhere Art aus einer niederen entstehen kann?

Man kann über Evolution ja denken, was man will. Aber vollständig bewiesen ist sie beileibe nicht. Also untauglich für Atheisten, richtig?

Wobei man Gott bereits auf mannigfaltige Art widerlegt hat.

Hat man das? Wann? Wo? Wie? Etwa mit Gedankenspielen wie dem schweren Stein?

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Atheismus ist rationaler.

Du schreibst, dass man nicht belegen kann ob es Gott gibt, oder nicht, aber man auch nicht belegen ob es Einhörner gibt, oder nicht. Das Gleiche mit Feen, Trollen, Meerjungfrauen, Kobolden und anderen Fantasiegestalten.

Es ist nur vernünftig (rational) anzunehmen dass diese nicht existieren.

Rational ist es auch für Götter keine Ausnahme zu machen. Du stellst nur Spekulationen an wie: Vielleicht ist Gott ein physikalisches Feld" und so weiter. Das machst du ohne Grundlage. Du erfindest einfach zusätzliche unbelegte Prämissen, damit der Schluss aufrecht erhalten werden kann.

Das machen Gläubige auch so, denn nur so können sie ihre Schlüsse wie "Es gibt einen Gott" oder "Gott ist gut" aufrecht erhalten. Dass das Blödsinn ist, fällt ihnen gar nicht auf. Sie glauben so fest an ihre Schlüsse, dass sie alle unbelegten Prämissen annehmen, die sie dort hin führen.

Das könnte man auch mit Einhörnern machen. 
Ich könnte behaupten, dass sie existieren, weil schon mehrere menschen von ihnen berichtet haben und sie auch in Geschichten erwähnt werden. Nur weil sie nie gefilmt oder von vielen Menschen gesehen wurden, bedeutet das nicht, dass es sie nicht gibt, denn immerhin konnte noch niemand nachweisen, dass es sie nicht gibt und vielleicht können sie sich ja auch unsichtbar machen, so dass man sie gar nicht sehen kann, wenn sie es nicht wollen.

Man könnte noch beliebig viele weitere Prämissen erfinden, so wie es Gläubige tun, es führt aber nirgends hin, denn unbelegte Prämissen machen den Schluss keineswegs wahrscheinlicher, es ist eher das gegenteil der Fall. Je mehr unbelegte Prämissen ein Schluss braucht, desto unwahrscheinlicher ist es, dass er wahr ist.

Natürlich kann man nicht mit absoluter Sicherheit sagen, dass es keinen Gott gibt, aber das kann man von den erwähnten Fabelwesen auch nicht sagen und trotzdem halten es selbst gottgläubige Menschen für absolut logisch und rational, sie als nicht existent zu betrachten.

Für ihren Gott machen sie von der Logik und Rationalität eine Ausnahme

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Kommentar von holodeck
11.09.2016, 08:54


Dass das Blödsinn ist, fällt ihnen gar nicht auf.

Dass unter anderem du mit der absolutistischen Setzung deines Weltbildes als einzig richtigem an der Kreation dieses Blödsinns beteiligt bist, fällt dir aber anscheinend auch nicht auf.

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Wenn du mich fragst ist Rationalität ein ausdehnbarer Begriff. Menschen finden es vollkommen rational, dass Gott die Erde in 7 Tagen erschaffen haben soll, andere sehen es als rational sich davon zu distanzieren und es wissenschaftlich anzugehen. Die Rationalität liegt also diesbezüglich, und nur meiner Meinung nach im Auge des Betrachters

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Agnostizismus ist rationaler. Wie Andrastor eingangs erwähnt, geht es im Agnostizismus darum, dass man weder das Eine noch das Andere vergleichen kann und dem ist auch so. 

Mit Weihnachtsmann, Nessi, Bigfoot und so weiter ist das aber eben nicht vergleichbar, denn deren Existenz wäre beweisbar, im Gegensatz zu der Gottes.

Es gibt also einen deutlichen Unterschied, denn im Gegensatz zu Gott, mussten die anderen nicht bereits als Wesen existieren, bevor bzw. damit die Schöpfung erschaffen werden konnte. Daher komme ich wieder zur Aussage in meinem Eingangssatz, dass der Agnostizismus rationaler ist, denn im Gegensatz zum Atheismus trifft dieser keine Aussage, die nicht bewiesen ist.

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Agnostizismus. Die einzigen Menschen, die sich mit dem Gedanken anfreunden können, dass die Menschen nicht alles beweisen können und nunmal nicht alles erklärbar ist. Die einzigen, die an etwas glauben können, das man nicht beweisen kann. Anders als Atheisten, die meinen sie wüssten irgendwas.

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Kommentar von JTKirk2000
16.08.2016, 06:35

Dem meisten Deiner Antwort stimme ich zu, aber Deinem dritten Satz kann ich nicht zustimmen, denn insbesondere Gläubige glauben an Gott, der nicht bewiesen werden (aber auch nicht widerlegt werden) kann.

Im Gegensatz zu tatsächlichen Gläubigen glauben Agnostizisten auch nicht wirklich an Gott, räumen aber ein, dass es möglich ist, dass Gott existiert.

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Kommentar von danhof
16.08.2016, 08:41

Danke für diese coole Antwort :-)

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Kommentar von Giustolisi
16.08.2016, 12:40

Anders als Atheisten, die meinen sie wüssten irgendwas.
Da hast du den Atheismus falsch verstanden. Als Atheist nimmt man an, dass es keinen Gott gibt so wie man annimmt, dass es keine Feen, Kobolde oder Einhörner gibt.
Man nimmt nicht an, dass es solche Fabelwesen möglicherweise geben könnte. Kein geistig gesunder, gebildeter Mensch würde das tun.
man nimmt an dass sie nicht existieren, bis ein Beleg für ihre Existenz vorliegt, denn das ist logisch und rational.

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Es gibt kein Gott weil unser Universum zuviele Fäller hat und voller Willkür ist, z.b wozu braucht ein Gott den Mars oder Pluto oder Saturn wenn da nichts ist und da sowieso kein Leben ist.

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Kommentar von ScienceFan
15.08.2016, 22:43

Naja du weißt schon dass du ein Bewusstsein hast? Ich kann mir ehrlich gesagt nicht erklären wie es entstehen kann und das kannste nicht beantworten

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Kommentar von Kaiserrei
15.08.2016, 22:44

Gesetze des Universums müssen nicht logisch sein, weil es Gesetze sind.

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In Kürze:
Was ist denn der Unterschied zwischen Agnostizismus und Atheismus?

 - Agnostiker sagen, dass Gott weder nachweisbar noch widerlegbar ist

(Diejenige Definition von Gott, der transzendent, jenseits von von Zeit und Raum usw. angenommen wird - das ist etwas anderes als Osterhasen und Weihnachtsmänner, die werden gewöhnlich so nicht definiert).

- Atheisten sagen, dass es keinen vernünftigen Grund gibt, so ein Wesen als existent anzunehmen.

Die Aussage von Agnostikern finde ich deswegen logisch begründbar.

Die Aussage von Atheisten finde ich vernünftig.

Ein Vergleich zwischen "logisch" und "vernünftig" zu ziehen ist weder logisch noch vernünftig. Deine Frage ist damit obsolet.


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Kommentar von 666Phoenix
16.08.2016, 18:11

susi

Agnostiker sagen, dass Gott weder nachweisbar noch widerlegbar ist

Nee, die haben Schiss, sich überhaupt mit dieser Frage zu beschäftigen!

Nach dem Motto: "Könnte ja sein, dass doch...!"

- Atheisten sagen, dass es keinen vernünftigen Grund gibt, so ein Wesen als existent anzunehmen.

Auch nein! Die suchen keine Gründe für die Existenz oder Nichtexistenz eines solchen Wesens! Die sagen einfach "Nein" auf die banale Frage "Glaubst Du an Gott?".

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Da gibt es eigentlich nur eine Antwort - siehe Bild:

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Kommentar von HumanistHeart
16.08.2016, 16:45

Erschreckenderweise die bislang einzig richtige Antwort auf der kompletten Seite. 

Die Frage ist bereits falsch gestellt. Äpfel und Birnen. 

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