Frage von notuser1, 125

was ist der unterschied zwischen Karate und Judo?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von frozensparkle, 78

Judo ist die weniger gefährliche Kampfsportart

Judo blickt, wie alle asiatischen Kampfsportarten, auf eine lange Tradition zurück, die meisten dienen der waffenlosen Selbstverteidigung. Der Kenntnisstand wird bei allen asiatischen Kampfsportarten, auch beim Judo, durch das Tragen einer entsprechenden Gürtelfarbe verdeutlicht und ist bei allen Kampfsortarten gleich. Die Gürtelfarbe beginnt bei Weiß und endet mit dem schwarzen Gürtel. Dazwischen liegen die Gürtelfarben Gelb, Orange, Grün, Blau und Braun. Beim Judo gibt es mittlerweile auch noch die Zwischenstufen Weißgelb, Gelborange, Orangegrün, Grünblau und Blaubraun. Judo bedeutet in seiner Übersetzung "Sanfter Weg", was den Inhalt dieser Kampfsportart bereits verdeutlicht. Beim Judo geht es darum, dass Sie den Gegner ohne Gewalt sanft außer Gefecht setzen. Daraus resultierend gehört Judo im Unterschied zu vielen anderen Kampfsportarten zu den weniger gefährlichen, da der Gegner nicht verletzt werden soll.  Gegründet wurde das Judo von dem 1869 geborenen Kano Jigor, der es sich zum Ziel gesetzt hatte, eine Harmonie von Körper und Geist zu erreichen. Kano Jigor baute seine neue Kampfkunst auf seinen Fähigkeiten aus den Jiu Jitsu auf. Hierbei geht es darum, dass Sie jeden erdenklichen Angriff aus jeder Situation heraus abwehren können. Die erlernten Abwehrtechniken lernen Sie dabei situationsbezogen und instinktiv so einzusetzen, dass Sie die Kontrolle über den Gegner erlangen.
Zunächst einmal müssen Sie beim Judo während des Standkampfes versuchen, Ihren Gegner durch verschiedene Wurftechniken zu Fall zu bringen. Hierbei versuchen Sie, einem Angriff Ihres Gegners auszuweichen, diesen abzublocken und die Bewegung des Gegners auszunutzen, um diesen zu Fall zu bringen.


Daraus ergibt sich der Bodenkampf, bei welchem Sie versuchen, Ihren Gegner durch 3 verschiedene Grifftechniken außer Gefecht zu setzen. Diese sind einmal die Haltegriffe, bei denen Sie Ihren Gegner einfach nur so festhalten, dass dieser sich nicht mehr wehren kann. Dann können Sie Würgegriffe ansetzen, mit denen Sie Ihrem Gegner die Luft abschneiden könnten und letztendlich die Hebelgriffe. Diese könnten sehr schmerzhaft werden, weil Sie lernen, an extrem schmerzempfindlichen Bereichen der Extremitäten Hebelwirkungen auszuüben. Auch hiermit setzen Sie Ihren Gegner k.o.
Karate dient nicht nur der Selbstverteidigung

Karate ist im 16. Jahrhundert entstanden. Die Chinesen besetzen die japanische Insel Okinawa und verboten den Einheimischen jeglichen Besitz von Waffen. Um sich dennoch zur Wehr setzen zu können, entwickelten die Japaner das Karate. Hierbei lernten sie, gezielt mit Armen und Beinen auf die lebensgefährlichen Bereiche ihrer Gegner zu zielen und zu treffen.
Im Gegensatz zum Judo werden beim Karate auch Angriffe gezielt trainiert. Körper und Geist sollen so weit in Einklang gebracht werden, dass Sie durch Konzentration nicht erahnte Kräfte freisetzen können, ohne sich selber dabei zu verletzen. Mit gezielten Fußtritten oder Fausthieben können so Karateschüler Bretter zerschlagen bzw. zertreten.

"Welcher Kampfsport passt zu mir?" - Entscheidungshilfe
Die Unterschiede kurz erklärt

Judo ist eine Kampfsportart, die rein der Selbstverteidigung dient. Im Unterschied dazu werden beim Karate auch Angriffstechniken geübt.
Sie versuchen beim Judo, Ihren Gegner außer Gefecht zu setzen, ohne diesen zu verletzen. Karatekämpfer zielen oftmals bewusst darauf ab, ihrem Gegner Schmerzen zuzufügen.
Judo geht auf einen Erschaffer zurück. Beim Karate gibt es viele Großmeister, die alle ihre eigene Karatekampfkunst lehren.
Beim Judo haben Sie zu Ihrem Gegner meist Körperkontakt. Karatekämpfer bleiben meist auf Abstand und versuchen, den Gegner durch Tritte und Hiebe außer Gefecht zu setzen.
Im Unterschied zum Judo ist Karate die deutlich ältere Kampfsportart.

Antwort
von basiswissen, 55

Judo bedeutet der "Sanfte Weg" oder das Prinzip des nachgebens,

Karate Do ist der "Weg der leeren Hand"

Im ersten Fall bedeutet das beim Judo das die Kampfart darauf beruht die Energie des Gegners gegen sich selbst zu richten, zudem wurden zur Anerkennung einer plympischen Disziplin alle gefährlichen Schläge und Tritte aus dem Sport verbannt. Judo kommt aus dem Jiu-Jitsu wo das alles noch "drin" ist.

Karate wird mit dem klassischen Kampf der Faust und der Füsse betrieben. Jedoch gibt es auch hier  - je nach Stilrichtung - mal mehr oder weniger Hebel und Würfe.

Antwort
von KingPi, 51

Karate = Hauptsächlich Tritte, Schläge, ein paar Hebel, viel Formenlauf, wenig Sparring und Kampfpraxis
Judo= ausschließlich Griffe, Würfe, Hebel, und Bodenkampf, sehr viel Kampftraining, viele Wettkämpfe=Besser als reale Selbstverteidigung meiner Meinung nach, also rein subjektiv

Kommentar von Eddie93 ,

Dass Karate hauptsächlich aus Schlägen und Tritten besteht, ist richtig. Ob mehr Kata (Form) oder Freikampf trainiert wird, hängt aber vom Dojo ab. Zu Karate gehört beides. Wenn Karate nicht nur grundschulmäßig trainiert wird, ist es mindestens genauso gut zur Selbstverteidigung geeignet.

Kommentar von KingPi ,

Da hast du Recht, wenn...kenn leider viele Vereine, bei denen es einfach nur um Breitensport geht und so gut wie nie Freikampf trainiert wird. Aber wenn wir ehrlich sind, diese Leicht/Semi Kontakt Art zu kämpfen ist nicht wirklich als gute Simulation anzusehen, die einem auch was für richtige Kämpfe bringt. Klar, wenn man Karate macht hat man natürlich höhere Chancen sich erfolgreich zu verteidigen, als wenn man gar keinen Kampfsport/Kampfkunst betreibt. Bloß Judo bringt meiner Meinung nach mehr für echte Kämpfe. Auch wenn beim Judo leider die Schläge zu kurz kommen..Einfach MMA machen, oder Wing Tsun

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