Frage von derBenni,

Was haben musikalische Fähigkeiten mit mathematischen Fähigkeiten zu tun?

Stimmt es, dass Musik und Mathematik irgendwie zusammenhängen? Und wenn ja, warum? Sind musikalische Menschen auch mathematisch begabt, und andersherum?

Antwort von gri1su,
25 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Eine Verknüpfung ist schon vorhanden, auch wenn musikalische Menschen möglicherweise mit Mathe auf Kriegsfuss stehen. Ein Talent beinhaltet nicht zwangsläufig ein zweites Talent.

Aber wenn man sich sehr intensiv mit Musik beschäftigt, wird man feststellen müssen, wie viel Mathematik doch in der Musik steckt. Als ein ganz simples Beispiel von Vielen sei nur an den Takt gedacht: 4/4 Takt, 3/4 Takt, 1/2 Takt, 1/16 Takt, usw. usw. Beschäftigt man sich intensiv mit Notenlehre und Komposition, kommen erstaunliche Erkenntnisse zutage.

Kommentar von Eastside,

..sehr taktvoll heute, kleiner Drache ;o))

Kommentar von UlfDunkel,

Ich kenne allerdings kein einziges Stück in der klassischen Musikliteratur, das im 1/16-Takt geschrieben wäre. :-)

Kommentar von gri1su,

Aber innerhalb verschiedener Sinfonien gibt es durchaus Passagen mit diesem Takt. Und dann schau Dir mal Vivaldi und Paganini an.....

Kommentar von gri1su,

noch ein Beispiel:

Klaviersonate Nr. 8 (Beethoven)

Beispiele für Musik in 1/32 Takt dagegen kann ich jetzt auf die Schnelle nicht finden.

Kommentar von UlfDunkel,

Lieber gri1su.

In der ganzen Klaviersonate Nr. 8 (Op. 13, c-moll, »Pathétique«) von Beethoven gibt es keinen einzigen Takt im 1/16-Takt. Das wäre auch Blödsinn und könnte höchstens von Typen wie Karlheinz Stockhausen oder John Cage hingeschmiert werden.

Kommentar von gri1su,

Lieber Ulf, darf ich Dich korrigieren? Leider kann ich hier keine Noten reinkopieren, aber schau Dir den folgenden Link an. Da sind einige Beispiele angeführt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Klaviersonate_Nr._8_(Beethoven)

Kommentar von critter,

Lieber gri1su, es gibt unendlich viele Takte, die mit lauter Sechzehnteln ausgefüllt sind. Aber kein einziger Takt hat nur ein einzelnes Sechzehntel. Es gibt z.B. 2/4-Takte = 8/16 pro Takt, 3/4-Takte = 12/16 pro Takt, 4/4-Takte = 16/16 pro Takt, 3/2-Takte = 24/16 pro Takt.

Kommentar von UlfDunkel,

@gri1su: critter hat's ja schon erklärt. Ein 1/16-Takt würde immer nur einen "Schlag" und damit keinerlei Rhythmus enthalten. Rhythmus in der Musik entsteht aber nur durch wie auch immer organisierte 2er- oder 3er-Takte.

Antwort von Knowledge,
9 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Na, Musik ist reinste Mathematik. Teile z. B. mal eine Gitarrensaite genau zur Hälfte, dann hast du genau eine Oktave mehr; wenn du sie nochmal teilst ist es wieder eine Oktave mehr (das Prinzip der geometrischen Reihe). Selbst Drachen merken das bisweilen..ggg.

Kommentar von gri1su,

:-)))

Antwort von Eastside,
8 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hier ist ein interessanter Beitrag zu diesem Thema: Errechnete Musik

Der Schweizer Mathematiker und Musikwissenschaftler Guerino Mazzola im Gespräch über mathematisch begabte Musiker, die Formalisierbarkeit musikalischer Prozesse und Beethoven.

http://www.falter.at/heureka/archiv/06_3/6.php

Antwort von UlfDunkel,
7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Beiden, sowohl der Musik als auch der Mathematik, liegt eine ästhetische Schönheit zugrunde, die unmusikalische Menschen kaum spüren oder sehen können.

Gute Musik ist elegant und schmeichelt dem Ohr und dem Intellekt, auch wenn sie provozieren und herausfordern und ungeübte Zuhörer/innen auch mal verwirren darf.

Gute Mathematik (mathematische Lösungen, Gleichungen und Formeln) ist ebenfalls elegant und schmeichelt dem Auge und dem Intellekt, auch wenn sie provozieren und herausfordern und ungeübte Betrachter/innen auch mal verwirren darf.

Ein wunderbares Buch über die Zusammenhänge und Parallelen zwischen Musik, Mathematik und Kunst ist

Gödel, Escher, Bach

von Douglas R. Hofstatter, einem netten amerikanischen Informatiker, der u.a. eines der ersten brauchbaren Notensatzprogramme für Computer entwickelt hat - S.M.U.T.H.

Kommentar von Klabauter,

Fein, daß außer mir noch Gödel, Escher, Bach kennt :-)

Antwort von Mimi081,
7 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Ob diese zusammenhängen kann ich nicht beantworten. Ich kann jedenfalls sagen, daß ich mathematisch ein totaler Versager bin. In Mathe bin ich in der Schule gerade so immer mal durchgeschlurft mit 4 oder 5. In Musik jedoch mit 1en oder 2en und habe mir selbst das Keyboardspielen beigebracht, jedes Instrument das man mir in die Hand gibt kann ich spielen, ob Trompete, Keyboard, Mundharmonika, Schlagzeug, ja sogar Dudelsack. Das Musikalische liegt bei uns einfach in der Familie.

Antwort von Lissa,
6 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Vermutlich hat es mit dem Taktgefühl im wahrsten Sinne des Wortes zu tun.

Menschen, die ein Verständnis für Mathematik haben, entdecken leichter die Ordnung, die in Musikstücken vorhanden ist.

Kommentar von Lissa,

Ein sehr interessanter Artikel zu diesem Thema ist dieser: http://www.pollag.de/spiegel/mathe.htm

Antwort von frederick,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Okay, es gibt hier einige Beiträge, die deutlich aufzeigen, dass auch in der Musik und in musikal. Harmonie am Ende Mathematik steckt. Mathe matik ist eben aus gutem Grunde eine Naturwissenschaft: Die ganze Natur ist am Ende von mathem. Gesetzmäßigkeiten bestimmt.

Aber schließlich sollte man die Frage auch einmal nicht aus der Sicht des Musikers (hier: der ein oder mehrere Instrumente spielt) sehen, sondern aus der Sicht A) des Komponisten, B) des Dirigenten: Musik ist in höchstem Maße eine Anforderung an die analytischen Fähigkeiten der Vorgenannten und erfordert absolute Abstraktionsfähigkeit.

Antwort von Lissa,
3 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Unsere Klavierlehrerin beobachtet bei ihren Schülern:

Fast alle Kinder, die das Klavierspielen gut lernen könnten, seien auf dem Gymnasium und hätten gute Noten in Manthematik.

Sind Sie zufrieden mit Ihrem Besuch auf gutefrage.net?

Vielen Dank für Ihre Bewertung!

Wenn Sie möchten, können Sie uns hier noch Ihre Begründung hinterlassen:

Vielen Dank für Ihr Feedback!

Bis zum nächsten Mal ...

Keine passende Antwort gefunden?

Verwandte Fragen

Fragen Sie die Community