Frage von Messi87, 104

Was bedeutet Prüfungsanspruch verloren?

Hallo habe in meiner Prüfungsordnung folgenden Abschnitt gefunden, den ich nicht ganz verstehe. Habe ich meinem Studium keinen Fehlversuch und trotzdem macht mir das echt zu schafften. Folgender Abschnitt:

Die Anmeldung zum ersten Prüfungsversuch einer Modul- oder Modulteilprüfung muss spätestens im drit- ten Semester nach dem Semester erfolgen, in dem die Lehrveranstaltung nach dem Regelstudienplan vorge- sehen ist.

Da ich erst im zweiten Semester und zur Prüfungen erst gehe wenn ich mir zu 100 % sicher bin dass ich sie bestehe, macht mir das sorgen. Ich dachte echt, dass man solange studieren kann solange man will, außer man fällt dreimal durch etc. . Verliere ich meinen Prüfungsanspruch wenn ich nicht einige Module in bestimmter Zeit absolviere.

Bitte um Hilfe und danke im Voraus

Expertenantwort
von Ansegisel, Community-Experte für Studium, 76

Wie lange man unter welchen Voraussetzungen studieren kann, regelt jede Uni, ja sogar oftmals jedes Fach eigenständig. Deswegen kann man leider nicht pauschal sagen, dass man immer so lange studieren kann, wie man will.

Ich finde aber, dass die hier angebene Zeitspanne (drei Semester nach der vorgesehenen Veranstaltung laut Musterstudienplan) nicht übermäßig knapp bemessen ist. Außerdem gilt die Spanne ja nur für den ersten Prüfungsversuch. Du könntest also rein theoretisch den ersten Versuch bewusst vergeigen und dich dann in Ruhe auf den zweiten vorbereiten, wenn die drei Semester vorher nicht ausreichend waren.

Ich denke also, dass du dir wegen dieser Regelung keinen große Gedanken zu machen brauchst. Oder hast du einen bestimmten Grund, weshalb dich das besorgt?

Antwort
von Schnuppi3000, 60

So lange studieren wie man will, konnte man noch nie. Schließlich sollen Studenten studieren und nicht einfach eingeschrieben sein und von den Vorteilen profitieren ohne Leistungen zu erbringen.

100 % sicher dein, dass du eine Prüfung bestehst, kannst du nicht sein. Wenn du die Prüfungen so lange schiebst, wirst du in den späteren Semestern Probleme bekommen.

Wenn du den Rest der Studienordnung liest, wirst du irgendwo einen Passus finden, der die Maximalstudienzeit definiert. Diese wird nur in Ausnahmefällen (Urlaubssemester, Auslandssemester, Krankheit,...) verlängert, ansonsten wirst du exmatrikuliert.

Eventuell wird (meistens bei Bachelor-Studiengängen) auch ein Leistungsnachweis nach 2 oder 3 Semestern gefordert. Das würde dann heißen, dass man, wenn man eine gewisse Anzahl ECTS-Punkte bis dahin nicht erreicht hat, exmatrikuliert wird.

Wie genau die Regelung bei dir ist, kann dir nur jemand sagen, der die Studienordnung kennt.

Kommentar von Ansegisel ,

Kleine Ergänzung: Ich konnte so lange studieren, wie ich wollte. Da gab es keine Begrenzung. Auch jetzt kenne ich tatsächlich noch Leute mit zum Teil deutlich über 20 Semestern... Also vielleicht ist das heute nicht mehr so einfach, aber "noch nie" trifft nicht zu.

Kommentar von Schnuppi3000 ,

Sicher? Prüfungsordnung mal gelesen? Zu Diplom-Zeiten gab es auch schon Maximalstudienzeiten. Diese waren aber extrem lang (bei meinem Studiengang wäre spätestens ohne Verlängerung nach 24 Semestern Schluss gewesen) und konnten wesentlich einfacher als heute verlängert werden.

Kommentar von Ansegisel ,

Bei mir bzw Studenten, die noch nach den alten Ordnungen studieren, war das schlicht nicht geregelt. Es gab stattdessen sogar den Hinweis auf die Freiheit der zeitlichen Planung des Studiums. In meinem Fall ein Magisterstudiengang. Das waren also wirklich noch andere Zeiten ;)

(Dass ich das mal sagen würde...!)

Antwort
von SebRmR, 49

Ich dachte echt, dass man solange studieren kann solange man will, außer man fällt dreimal durch etc. .

Falsch gedacht.

Verliere ich meinen Prüfungsanspruch wenn ich nicht einige Module in bestimmter Zeit absolviere.

Ja.

Kommentar von Messi87 ,

viel geholfen hat das ehrlich gesagt nicht 

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