Warum verrotten Pfahlbauten, Holzhäuser etc nicht?

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3 Antworten

Als die Menschen ihre Häuser noch ausschließlich aus Holz gebaut haben, mussten sie diese Häuser nach einigen Jahrzehnten erneuern. Das kann man an den archäologisch ergrabenen Siedlungsplätzen gut erkennen. 

Holz hält sich nur dort, wo es luftdicht abgeschlossen ist, z. B. im Wasser oder im Moor. Wenn man Holz in den Boden rammt, dann verrottet es mit der Zeit. Archäologen können aber solche Pfostenlöcher im Boden auch nach tausenden von Jahren noch erkennen, da sie durch das verrottete Holz anders gefärbt sind als der umgebende Boden. Aus diesen Bodenverfärbungen erkennen die Archäologen dann, wo Pfosten in den Boden gerammt waren und können auf dieser Grundlage und mit ein wenig Phantasie die völlig vergangenen Häuser wieder rekonstruieren.

MfG

Arnold

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Holz verrottet vor allem dort, wo es feucht ist und Luft dazukommt. Daher haben in der Vorgeschichte Holzhäuser mit eingegrabenen Pfosten und auch Pfahlbauten nicht lange gehalten und mussten nach wenigen Jahrzehnten repariert oder neu errichtet werden.

Was sich dabei erhalten hat, sind bei Pfahlbauten nur die Teile, die über die Jahrtausende unter Wasser lagen und daher von der Luft abgeschlossen waren. Da die neuen Häuser oft an derselben Stelle errichtet wurden, gibt es dort dichte Pfahlfelder von mehreren Generationen von Häusern, die immer wieder neu errichtet oder zumindest mit neuen Pfählen errichtet worden sind.

Dicke Hauspfosten sind natürlich nicht so schnell kaputt wie ein Pfahl aus dem Baumarkt. Man kann auch mit verschiedenen Konservierungsmethoden das Verrotten verlangsamen.

Bei Telefonmasten wirst du manchmal einen schwarzen Pechanstrich an den unteren Teilen sehen. Außerdem ist oft der untere Teil mit Stahlträgern verstärkt oder besteht gar nur aus einem Betonpfahl, an dem der oberirdische Holzmast festgemacht ist - besonders bei feuchtem Untergrund. Holzhäuser aus dem Mittelalter können sich so lange erhalten, weil sie nicht mit eingegrabenen Pfosten errichtet sind, sondern auf Holzschwellen, die auf einem trockenen Steinmäuerchen liegen und so vor Feuchtigkeit geschützt sind.  

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Holz rottet immer, wenn Feuchtigkeit und Luft zusammenkommen, also besonders in dem Bereich, wo beispielsweise ein Pfahl aus der Erde (Feuchtigkeit) an dei Oberfläche (Luft) austritt.

Im Wasser bzw. im Seeboden oder Sumpf ist das Holz besser vor Luft und damit aeroben Bakterien usw. geschützt. Oberhalb des Erdbodens bleibt Holz lange erhalten, wenn es nach Niederschlägen schnell abtrockenen kann, z. B. an windigen Standorten.

Aber sonst rottet es auch. Auch Telefonmasten und Pfahlbauten.

Natürlich spielt auch die Konservierung mit Teer, Harz, Öl, Farben und Lacken usw. sowie die Holzart (Dichte des Holzes, Gerbstoffgehalt) eine Rolle.

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