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Warum spricht man von einer "eisernen Reserve"?

gefragt von kuntzkidskuntzkids am 01.02.2008 um 0:58 Uhr

Hat es etwas damit zu tun, dass die Menschen (früher) Eisen als etwas besonders Dauerhaftes, Widerstandsfähiges und Haltbares betrachteten?


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anonym
beantwortet von Albrecht am 1. Februar 2008 01:41
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Hilfreichste Antwort

Ich vermute als Hintergrund die Verwendung von Truhen für die Aufbewahrung von Geld und anderen Wertsachen. Diese bestanden oft zumindest zum Teil aus Eisen, das gegen unerlaubten Zugriff widerstandsfähig war.

In solchen Truhen befand sich oft unter einem Zwischenboden mit der eingeschnitzen Darstellung eines Hundes im Unterteil eine eiserne Lade, auf deren Inhalt höchstens im Notfall zurückgegriffen wurde.

Bei http://www.goldgraeberdorf-heiligenblut.at/knappenhuette.asp wird so etwas ganz unten im Zusammenhang mit einer Bundeslade für Bergleute erwähnt.

Kommentar von 4adc26ce3101dfda3a969007c769b0f1smallkuntzkids am 1. Februar 2008 12:18

Diese Antwort überzeugt mich bisher am meisten.


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Brynhild
beantwortet von Brynhild am 1. Februar 2008 01:12
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Ich glaube es ist eine Ableitung von "eiserne Ration". Der Ausdruck stammt aus der Soldatensprache und bezeichnet den Proviant, der nur für Notfälle gedacht ist: Zwieback und Dosensuppe, die eine oder andere Konservenbüchse und eine Hartwurst im Rucksack. Quelle: Duden - das große Buch der zitate und Redewendungen

Kommentar von 4adc26ce3101dfda3a969007c769b0f1smallkuntzkids am 1. Februar 2008 01:19

Benutzte man diesen Ausdruck nicht schon früher -- bevor es Dosensuppen und Hartwürste gab...?!

Kommentar von 1a5789ccccd7ff54fa95a4aa6495c1e1smallBrynhild am 1. Februar 2008 01:31

Dosenfutter gibt es seit dem beginenden 19. Jh. und Hartwürste schon sehr viel länger (Trocknen oder Salzen war eine der wenigen Konservierungsmetoden bevor es die Tiefkühltruhe gab ;) )

Der Begriff "eisern" bezieht sich auch nicht so sehr auf die Konservendose sondern hat in mehreren Verbindungen mit Substantiven die Bedeutung "unerbittlich, rücksichtslos, undurchlässig und notwendig" (Nachzulesen im Lexikon der Redensarten) Eisen galt von jeher als unverwüstlich und diese Bedeutung wurde als Bezeichnung der Notration in der Soldatensprache übertragen.

Kommentar von 1a5789ccccd7ff54fa95a4aa6495c1e1smallBrynhild am 1. Februar 2008 01:47

Nachtrag: In meinen Büchern zu den Redensarten gibt es leider keine Angaben seit wann dieser Ausdruck gebräuchlich ist. Doch aufgrund der Tatsache, dass die Worte in ihrer Form noch dem heutigen Sprachgebrauch entsprechen ist es naheliegend, dass diese Redewendung jüngeren Datums ist. Erster Weltkrieg, womöglich ausgehendes 19. Jh. Älter würde ich sie (als Germanistin) nicht einstufen. Also könnte ein direkter Zusammenhang mit Konservendosen durchaus bestehen. Aber wie gesagt: meine Bücher sagen nichts dazu und aus jahrelanger leidiger Erfahrung (unendliche Recherchen zu solchen Themen) muss ich auch anmerken, dass es zu Redewendungen und Alltagssprache nur sehr wenig zuverlässige und umfassende Quellen im Internet gibt.

Kommentar von 4adc26ce3101dfda3a969007c769b0f1smallkuntzkids am 1. Februar 2008 12:19

Na, das kommt meiner Deutung ja recht nahe...


knetartpunktde
beantwortet von knetartpunktde am 1. Februar 2008 01:24
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Habe gerade eine Weile gegoogelt, bin aber leider nur auf die "eiserne Ration" gestoßen. Übrigens auf einer interessanten Seite, wenn du dich für Redensarten interessierst: http://www.redensarten-index.de/register/r.php


manni1937
beantwortet von manni1937 am 1. Februar 2008 10:01
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"eisern" bedeutet : an etwas festhalten.


johmarc
beantwortet von johmarc am 1. Februar 2008 11:25
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Deine Aussage stimmt. Man kann da auch vom Notgroschen sprechen..Die Reserve, die man wirklich im Notfall braucht..


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