Warum sind bakterien im verlauf der evolution klein geblieben?

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10 Antworten

Einzeller, wie Bakterien, aber auch alle Körperzellen eines vielzelligen Lebewesens sind klein. Die Kleinheit muss also Vorteile haben.

Zellen müssen sich von der Umwelt abgrenzen, gleichzeitig aber auch Kontakt zur Umwelt aufrechterhalten.  Eine Membran grenzt die Zellen ab und sorgt gleichzeitig für eine regulierte Stoffaufnahme.


Für diese Stoffaufnahme spielt das Verhältnis von Oberfläche zu Volumen eine entscheidende Rolle und das ist nun mal bei sehr kleinen Zellen günstiger, als bei einer Riesenzelle. Die Transportwege innerhalb einer Zelle würden bei großen Zellen auch zu lang sein.

Unter dem Suchwort Oberfläche Volumen Verhältnis findest du weitere Infos, dieses  Prinzip ist grundlegend für Lebewesen.  

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Arten besetzen ihre eigenen ökologischen Nischen. Was einer Spezies Vorteile bringt, ist nicht automatisch für eine andere Art vorteilhaft. Ein größerer Körper erfordert auch mehr Energie und Verbindungen zwischen den einzelnen Komponenten, und er kann nicht überall da gedeihen, wo Einzeller leben können. Wenn die Nachteile eines Merkmals die möglichen Vorteile auch nur kurzfristig überwiegen, wird es nicht erhalten bleiben oder gar ausgebaut werden (Selektionsdruck).

Außerdem kann ein komplexes Merkmal nicht einfach so entstehen, sondern muss irgendworauf aufbauen können. Wenn die Voraussetzungen dafür fehlen, kann es gar nicht erst aufkommen (Mutationsdruck).

Von diesen allgemeinen Regeln abgesehen gibt es durchaus Bakterien, die Abwandlungen von Vielzelligkeit entwickelt haben, z.B. viele Cyano- oder Myxobakterien.

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Kommentar von NadarrVebb
29.09.2016, 22:58

Du bist bei Quasi allen wissenschaftlichen Fragen anzutreffen. Was bist du von Beruf?

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Hallo! Die Bakterien haben genau die Größe mit der sie am meisten Erfolg hatten und haben.

Genau das ist Evolution.

Ich wünsche Dir alles Gute.

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Wieso sollten Bakterien den größer werden ist das für sie den lebensnotwendig ? Und wenn eine Bakterie aus mehreren Zellen bestehen würde wäre sie ja keine mehr oder ?

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Vermutlich hat es keinen Grund gegeben, sie größer zu machen.

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Hallo Melia133, 

interessante Passagen aus einem Artikel mit dem Titel

Ein Biochemiker spricht über seinen Glauben

liefern Dir Denkanstöße zu Deiner Frage.

Du findest ihn hier

https://www.jw.org/de/publikationen/zeitschriften/g201310/davey-loos-biochemiker-spricht-ueber-glauben/#?insight[search_id]=5d92428d-6ac1-4357-bcd8-8333272293f5&insight[search_result_index]=6

Auszugsweise heißt es darin:

"Als Biochemiker befasste ich mich [Dr. Davey Loos] unter anderem mit dem Aufbau und der Funktionsweise bestimmter Moleküle von im Meer lebenden Cyanobakterien; das sind Mikroorganismen, die sich selbst ernähren können, ohne auf andere Lebewesen angewiesen zu sein. 

Manche Forscher meinen, dass diese Organismen die ersten Lebewesen auf der Erde waren. In einem noch nicht völlig geklärten, ziemlich komplexen chemischen Prozess wandeln sie mithilfe von Sonnenenergie Wasser und Kohlendioxid in Nahrung um. Außerdem fand ich faszinierend, wie unglaublich effizient Cyanobakterien Licht sammeln können . . ."

Später fügt er hinzu

"Ich musste daran denken, wie der Mensch ständig versucht, die fantastischen Mechanismen in der lebenden Natur nachzuahmen, und kam zu dem Schluss, dass das Leben von Gott stammen muss . . ."

Vielleicht helfen Dir dies Anregungen weiter.

Viel Erfolg und alles Gute

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Habe von der Materie zwar keine Ahnung, aber was nützen Bakterien denn, wenn sie viel größer geworden sind?

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Weil sie so am besten funktionieren.

Hätte Größe einen Vorteil gehabt, hätten sich größere entwickelt. Die Evolution hat kein Ziel. Solange kein evolutionärer Druck wirkt, solange also etwas ausreichend an seine Umgebung angepasst ist, wird es sich nicht verändern. 

Außerdem können einzelne Zellen nur bis zu einer gewisse Größe funktionieren.  Bei Zellen ohne Zellkern und ohne effizientere subzelluläre Mechanismen ist das noch schwieriger. Aber die, die sowas entwickelt haben, nennt man ja nicht mehr Bakterien. ;-)

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Weil diese Größe die meisten Vorteile für sie bereithält.

Bakterien sind Parasiten, die einen Wirtskörper brauchen um sich zu vermehren, daher würde es keinen Sinn machen wenn sie größer werden würden, das würde ihnen das Eindringen in potentielle Wirtskörper und die Übertragung ihrer Nachkommen auf andere Wirte erschweren und nicht begünstigen.

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Kommentar von ThomasJNewton
30.09.2016, 17:38

Aua aua aua, das tut schon sehr weh!!!

Ich kenne zwar keine genauen Zahlen, aber auch unter Bakterien sind Parasiten in der Minderzahl.

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Sie haben teilweise bessere Überlebenschancen als wir in extrem Situationen. Leben entwickelt sich so dass es am besten überleben kann. Bakterien können praktisch überall leben.

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