Wann wurde die 'deutsche' Handschrift in deuschen Schulen gelehrt?

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2 Antworten

Die Oma hatte noch die Kurrentschrift gelernt, die um 1900 üblich war. Aus dieser hat 1911 der Berliner Grafiker Ludwig Sütterlin im Auftrag des Preuß. Kultusministers bekommen, daraus eine vereinfachte Schrift zu finden, mit der die Abc-Schützen besser schreiben lernen sollten. Diese dann später Sütterlin genannte Schrift war nur als sog. Schulausgangsschrift gedacht. Um 1915 galt sie erstmal für Preußen. 1935 wurde die verbindlich fürs ganze reich, wenn auch leicht modifiziert, bekannt unter den Namen Verkehrsschrift oder Volksschrift. Schon 6 Jahre später (Sept. 1941) wurde sie von dem Nazis aus dem Lehrplan verbannt. Ab da war lateinische Schrift die neue deutsche Schrift. Nach 1945 wurde deutsche Schrift wieder in einigen westlichen Bundesländern als 2. Schulausgangsschrift gelehrt, m.W. in Bayern sogar bis ca. 1970.

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Kommentar von mulan
07.03.2016, 07:40

Nachtrag: vor 1935 war in Süddeutschland eher eine andere Variante der Kurrentschrift in Gebrauch, die etwas kalligrafischer war: die sog. Offenbacher, geformt vom Grafiker Rudolf Koch. In Bayern z.B. Wurde nach 1945 diese gelehrt, etwas modifiziert von einem Herrn Hermersdorf, weswegen diese Schrift dann auch Koch-Hermersdorfer genannt wurde.

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Ab wann genau, weiß ich jetzt nicht.

Aber meine Mutter (geb. 1927) musste diese Schrift auch lernen. Durch sie kann ich diese Schrift auch.

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