Frage von mermaid13, 124

Wann wird die Menschheit endlich aussterben?

Der Mensch ist von böser Natur... Terroranschläge, Krieg und Hass - daraus besteht die Welt größtenteils, seit es den Menschen gibt. Wann werden wir endlich aussterben, damit die Welt wieder in Frieden sein kann? WANN? Ich würde mich über Antworten freuen, die besagen, wann die Menschheit aussterben wird.

Antwort
von Shiftclick, 124

Je nach dem, was passiert, z.B. der Einschlag eines Asteroiden oder eine Supernova in der Nähe, kann das plötzlich und sehr schnell gehen. Durch Klimaveränderung, Vulkanausbrüche, Atomkrieg, nuklearen Winter, Seuchen oder anderes wird es wahrscheinlich nicht dazu kommen, dass die Menschen ganz aussterben. In der Vergangenheit sind durch Pest und Seuchen oder lange Kriege oft ein Drittel der betroffenen Bevölkerung ausgestorben, was sehr viel ist und das Leben komplett umkrempelt, aber die Art an sich bleibt dann trotzdem noch erhalten.

Das Ende kommt spätestens, wenn sich die Sonne zu einem roten Riesen aufbläht. Aber bis dahin vergehen noch Milliarden Jahre.

Kommentar von Bitterkraut ,

Die Art blieb nicht nur erhalten, die hat sich sogar massenhaft vermehrt.

Antwort
von MarkusKapunkt, 94

Das Aussterben ist eine völlig normale Begleiterscheinung in der Evolution. In der gesamten Ergeschichte sind immer wieder Spezies ausgestorben (Selektion) und es haben sich dafür neue Spezies entwickelt (Radiation).

Schnell hat man bei dem Wort "Aussterben" eines der katastrophalen Szenarien im Kopf, welche in der Vergangenheit zu einem Massenaussterben geführt haben. Das bekannteste is sicher das Massenaussterben am Ende der Kreidezeit, dem die Dinosaurier und viele andere Tiergruppen des Mesozoikums zum Opfer fielen, und das höchstwahrscheinlich durch einen Asteroiden- oder Kometeneinschlag verursacht wurde. Dieses Ereignis war aber nur eines von vielen und das bislang nur fünftgrößte dieser Ereignisse: Am Ende derKreidezeit starben "nur" etwa 50% aller existierenden Arten aus, in den Aussterbeereignissen am Ende des Devons, der Trias und des Kambriums waren es zum Teil deutlich mehr - doch sie alle waren nichts im Vergleich zu den katastrophalen Veränderungen am Ende des Perm, als mehr als 90% aller Arten ausstarben.

Bei solchen Massenaussterben stirbt oft ein großer Teil der bestehenden Arten in einem relativ kurzem Zeitraum aus, doch ist für das Verschwinden einer Art nicht immer eine derart gewaltige globale Katastrophe von Nöten. Die meisten Arten sterben nicht bei Massenaussterbeereignissen aus, sondern so ganz nebenbei. Derzeit geht die Wissenschaft davon aus, dass es auf unserem gesamten Planeten ungefähr 2 Millionen Tier- und Pflanzenarten gibt. Das ist aber nichts im Vergleich zu der Artenvielfalt, die es bereits einmal gegeben hat: Es wird geschätzt, dass die Evolution seit den ersten Mehrzellern mehrere Milliarden unterschiedliche Spezies hervorgebracht hat. Das bedeutet, dass von allen Arten, die es jemals gab, heute weniger als ein Promille aller Arten übrig geblieben und der gesamte Rest bereits ausgestorben ist!

Ob eine Spezies ausstirbt oder überlebt, hängt von vielen unterschiedlichen Aspekten ab: Eine Spezies braucht Lebensraum, Nahrung, eine ausreichende Anzahl von Nachkommen und einen geringen Druck durch Konkurrenten, damit sie in ihrer ökologischen Nische lange und unverändert überleben kann. Da sich die Erde und somit die Lebensbedingungen ständig Verändern, bedeutet es für die meisten Spezies, dass sie nur eine begrenzte Zeit auf der Erde haben, in welcher sie eine ökologische Nische besetzen können. Für Säugetiere ist dieses Zeitfenster ziemlich eng, die wenigsten heute lebenden Säugetierarten existieren auf unserer Erde unverändert bereits länger als drei Millionen Jahre.

Wenn wir die gleichen Regeln der Evolutiion auf den Menschen anwenden, sollte es eigentlich noch eine uns sehr lang erscheinende Zeit dauern, bis auch wir aussterben. Menschen gibt es noch nicht länger als etwa 200.000. Jahre, also blieben uns laut Statistik noch etwa 2,8 Millionen Jahre. Doch kann natürlich niemand in die Zukunft sehen.

Das wir nach der Statistik einfach "noch nicht dran sind", ist nur ein Argument für das Fortbestehen der Menschheit als Art auf unserem Planeten. Ein weiteres wäre unsere hohe Anpassungsfähigkeit: Der Mensch ist imstande, jeden Lebensraum für sich einzunehmen und sich an die dortigen Umstände anzupassen. Er hat schon mehrere schwere Naturkatastrophen überstanden (wie die Eiszeit oder das Toba-Ereignis) und ist derzeit eines der erfolgreichsten und artenreichsten Säugetiere auf unserem Planeten.

Es gibt jedoch auch viele Argumente dafür, dass der Mensch bald schon vom Antlitz der Erde verschwunden sein könnte. Die zunehmende Technologisierung hat zu einer ökologischen Einnischung geführt, die unsere Anpassungsfähigkeit einschränkt. Viele Teile der Weltbevölkerung sind von der bestehenden Zivilisation abhängig und könnten ohne fließendes Wasser, Elektrizität und dem modernen Gesundheitswesen nicht überleben. Brechen diese Lebensbedingungen einmal aus irgendeinem Grund weg, wird ein Großteil der Menschheit sterben. Die zunehmende Belastung der Umweltverschmutzung führt außerdem dazu, dass der Mensch in den nächsten Jahrhunderten unter einem drastischen Wandel seines Lebensraumes zu leiden haben wird.

Es ist dabei traurig und auch naiv, dass der Mensch eher vor einem eher unwahrscheinlichen Szeanario wie dem eines Asteroideneinschlags, einer weltweiten Seuche oder sogar einer Zombieapokalypse Angst hat, als der gegenwärtigen Gefahr durch die derzeit stattfindende Aussterbewelle in die Augen zu sehen: Die Wissenschaft geht derzeit davon aus, dass jeden Tag (!) mehr als 300 Spezies aussterben. An welchem Tag der Mensch eine von ihnen sein wird, bleibt noch abzusehen.

Antwort
von Panazee, 99

Aussterben wird sie, so wie es momentan aussieht, ganz sicher irgendwann. Wird aber vermutlich noch etwas dauern. In spätestens so 2 - 3 Milliarden Jahren ist Schluß, wenn sich die Sonne aufbläht und unsere gute alte Mutter Erde in eine schöne runde Fackel verwandelt. Ob das deine Vorstellung von Frieden ist wage ich zu bezweifeln, aber da ist dann gar kein Leben mehr, also auch kein Streit.

Dein Weltbild ist aber sehr verzerrt. Die meisten Menschen begehen keine Terroranschläge oder wollen Krieg oder heißen diese beiden Sachen gut.

Von den 7 Milliarden Menschen auf diesem Planten begehen jedes Jahr ungefähr 10.000 einen Terroranschlag. Das heißt von 7 Millionen Menschen begeht ein einziger einen Terroranschlag. Das dürfte ja wohl kaum repräsentativ sein für die Menschheit. Sogar wenn jeweils noch eine Millionen Leute diesen Anschlag direkt gut heißen würden (was ich glaube eine schwer übertriebene Zahl ist), dann wäre es immer noch nur 1/7 der Menschheit.

Ich schätze höher dürfte auch die Zahl derer nichts sein, die wirklich einen Krieg wollen. Sagen wir jeder 7te findet Krieg angemessen und jeder 7te einen Terroranschlag. Dann haben wir immer noch nur 2 Millionen von 7 Millionen, die so sind wie du sie beschrieben hast.

Also lautet dein Antrag: Weil von 7 Menschen auf dieser Welt 2 total untragbar sind, sollen doch bitte sie und auch die anderen 5, die gar nichts böses getan haben, endlich den Löffel abgeben. Sehe ich das richtig? Weil 6 Schüler in einer Klasse doof sind, sollen auch alle anderen 15 einen Schulverweis bekommen? Selbst wenn die Hälfte der Menschheit so richtig s.hei..e wäre, so wäre das kein Grunde der anderen, vollkommen korrekten Hälfte, den Tod an den Hals zu wünschen.

Antwort
von kami1a, 40

Hallo! Vielleicht kommt in absehbarer Zeit eher der Knall und eine restliche, kleine Anzahl Menschen kann neu Durchstarten.  Wir  - auch ich - vernichten  die Natur und das fängt schon mit der Ernährung an. Die größten Naturgebiete der Welt haben wir in wenigen Jahrzehnten halbiert. Der Mensch vernichtet die Festplatte der Natur und eine Kopie gibt es nicht. Die Weltbevölkerung wächst um fast 100 Millionen Menschen pro Jahr - zudem wollen viele der jetzigen immer mehr Fleisch essen. Sie haben die gleichen Rechte wie wir. Die Hälfte der weltweiten Getreideernte und 80% der Sojaernte wird verfüttert. Allein Deutschland importiert jährlich 5,3 Millionen Tonnen Futtersoja. Für die Fleischerzeugung braucht man ein vielfaches an Futtermittel. Die Nachfrage nach Fleisch steigt. Würden alle Menschen so viel Fleisch essen wie wir in den Industrieländern, bräuchte man weltweit 3 mal mehr landwirtschaftliche Nutzfläche als jetzt . Das alles belegen Studien aus den USA, Großbritannien und Deutschland. Es wird also dramatisch mehr Land gebraucht - und Natur vernichtet.

In 15 Jahren wir eine Waldfläche vernichtet die 5 x so groß ist wie Deutschland. Wie lange geht das? Früher lebte der Mensch im Einklang mit der Natur - heute ist er dabei alles - und auch sich selbst - zu vernichten. 100 Tierarten lässt er täglich aussterben.  Der Mensch vernichtet die Festplatte der Natur und eine Kopie gibt es nicht.

Dabei  ist der Anstieg globaler Temperatur nicht mehr zu stoppen. Wir verlieren also permanent Land an Wasser - die bewohnbare Erde wird kleiner. Zudem werden zunehmend die Permafrostböden durch die Steigenden Temperaturen angefressen. Diese enthalten ca. 1700 Milliarden Tonnen organischen Kohlenstoff, Überreste von Pflanzen und Tieren aus Tausenden von Jahren. Die schmelzenden Permafrostböden beschleunigen den Klimawandel rasant - eine Spirale die dann nicht mehr zu stoppen ist.

Aber ich glaube einen Teil davon hattest Du schon vorher in einem Text von mir? 

Ich wünsche Dir alles Gute.

Antwort
von Maimaier, 90

So ein Unsinn. Es ist durchaus möglich, das Menschen gut sind. Das wäre so, als würde man auch die Buttermesser wegwerfen, weil man mit Messern auch morden kann.

Das Böse wird durch Gier, Hass und Verblendung erzeugt. Wenn die menschliche Gesellschaft die vertragliche Bindung aufhebt, die immer mehr Schulden und Zinsen und Wachstum erzwingt, endet die Gier. Ohne Waffen keine Kriege. Und die Lügen kann man mit Aufklärung bekämpfen. Es ist also durchaus möglich, das Böse zu besiegen, ohne gleich alle Menschen zu töten.

Ein Arzt bekämpft ja auch nicht den Krankheitserreger, indem er den Menschen gleich mittötet.

Antwort
von Dirndlschneider, 49

Nur ein einziger , ganz ganz kleiner Aspekt zu deiner Annahme , die Menschen seien böse : 

Informier dich mal , wieviele Menschen allein in D im Ehrenamt tätig sind - in Vereinen , Wohltätigkeitsorganisationen z.B. Rotes Kreuz , der Feuerwehr , THW .....

Sie tun dies uneigennützig und größtenteils ohne oder gegen geringe Entlohnung ....

Man darf nicht nur das Schlechte sehen , das ist nicht gut für dich und es würde dir bestimmt nichts schaden , mal eine Zeit lang eine ehrenamtliche Tätigkeit auszuüben - dein Weltbild würde sich von Grund auf ändern !

Antwort
von Xboythehidden, 69

Nee, der Mensch ist nicht von böser Natur, manche Menschen sind von böser Natur, aber viele andere nicht

Mein Bruder und ich zum Beispiel sind ganz lieb, und wir wollen auch auf keinen Fall aussterben :-)


An der Stelle zitier ich dir mal die Antwort von meinem Bruder zu einer ähnlichen Fragen

Wie wärs wenn du stattdessen lieber die Gesellschaft hasst, dann brauchst du deinen Hass nicht hinunter auf die einzelnen Menschen an sich zu projizieren.

Denn der meiste Dreck, der in der Welt so passiert (mal abgesehen von den Taten kranker einzelner) geht von einem kleinen Teil von Menschen aus, die zu Gruppen zusammengerottet Autorität und Gewalt auf andere ausüben.

Seien es die Polikiter, die die Bevölkerrung zu ihrem eigenen Vorteil ausnutzen, der IS der die Syrer terrorisiert oder Lobbyisten die für irgenwelche Wirtschaftstypies Gesetze kaufen.

Aber am schlimmsten sind die, die auf andere Gewalt ausüber weil sie meinen ihnen dabei zu helfen.

Deswegen ist es finde ich wichtig zu verstehen, dass Autorität Sch*** ist und man sich auf keinen Fall von anderen auf diese Art knechten lassen sollte (außer sie heissen Sauron und haben einen Ring, Scherz beiseite :-) )

Doch wie gesagt, diese Leute sind nur ein Teil der Menschheit und sie sind es, die der restlichen Menschheit ihre Lügen auftischen und die scheinheilige Doppelmoral, von derer die Gesellschaft befallen ist säen.

Selbst Kinder werden dafür indoktriniert.

Im Tierreich gibt es etwas das nennt sich Schwarmintelligenz, ich nenne all das, was in der Gesellschaft manchmal abgeht analog dazu Schwarmdummheit

Vielleicht kann ich dich mit diesen Argumenten ja mal ein bisschen an die Anarchie heranführen, eine friedliche Lösung, in der jeder so leben kann wie er will und die einzige Regel ist, man darf keine Gewalt gegen andere initieren.

PS: Für ein Großteil der Kriege und Terrorakte sind Religionen verantwortlich, also wäre es vielleicht sinnvollen wenn diese Aussterben würden, als gleich die ganze Menschheit

Antwort
von frischling15, 71

Wir benötigen Menschen , die Optimismus verbreiten . Mit solchen Szenarien wie Du sie siehst - oder herauf beschwörst - ist niemandem geholfen !

Antwort
von Bitterkraut, 78

Sieht nicht nach Aussterben aus, in den letzten 40 Jahren dürfte sich die Menschheit verdoppelt haben.

Antwort
von Psychodoc, 71

Warte ab, wir sind auf dem Weg

Antwort
von tJustDavid, 48

Es besteht eine 95% Wahrscheinlichkeit, dass die Menschheit in den nächsten 9000 Jahren ausstirbt.

Kommentar von Bitterkraut ,

steht wo?

Kommentar von tJustDavid ,

Instagram/Faktastisch

Kommentar von Bitterkraut ,

super-seriöse Quelle... Da ist ja meine Kristallkugel seriöser..

Antwort
von Xazzit, 73

Ja bestimmt, überall sind nur Terroranschläge, Kriege und Menschen hassen sich überall. Gibt keine anderen Gefühle oder ähnliches. :D

Kommentar von mermaid13 ,

Ich sagte "größtenteils".

Kommentar von mermaid13 ,

Bekommst du etwa nicht mit, was auf der Erde gerade geschieht?

Kommentar von Xazzit ,

Größtenteils also........ Also praktisch das was in Ländern passiert, wo es schon immer Unruhen gab, hast du jetzt für dich als potentielle "Bedrohung" für die Menschheit entdeckt? Oh wow!

Kommentar von mermaid13 ,

Nein, WIR sind eine Bedrohung für die Welt. Quasi für das gesamte Universum...

Kommentar von mermaid13 ,

Du verschließt nur die Augen vor der Wahrheit. Typisch...

Kommentar von Xazzit ,

Uh huuuuh... Zieh deinen Alu Hut auf und verzieh dich, Troll.

Kommentar von mermaid13 ,

Typisch: Jetzt sagst du, ich sei ein Troll, weil du weiterhin die Augen verschließen und in deiner schönen, heilen, kunterbunten Welt leben willst.

Kommentar von Xazzit ,

Alles klar mermaid13, stell uns bitte noch mehr Fragen über dein 13 jähriges Leben, danke. Bye.

Antwort
von Stig007, 59

Jedes Jahr sterben ca. 50 Millionen Menschen.

Kommentar von Bitterkraut ,

Das könnte daran liegen, daß das Leben immer mit dem Tod endet.

Was soll diese Zahl uns sagen?

Antwort
von fluffiknuffi, 65


Terroranschläge, Krieg und Hass - daraus besteht die Welt größtenteils

Also hier in Deutschland geht's uns doch super? Keine Terroranschläge, kein Krieg, kein Hass in relevantem Maß (ja der ein oder andere wird jetzt was von Flüchtlingen etc. sagen aber mal ehrlich, hier ist Friede Freude Eierkuchen in Relation zu anderen Staaten).

Ich hoffe doch, wir sterben nicht aus. Wir brauchen halt noch mehr Zeit um uns ingesamt noch weiter zu entwickeln. Es wurden durchaus schon enorme Fortschritte gemacht, in ein paar hundert Jahren könnte die Welt schon ganz anders - besser - aussehen. Zwar auch schlechter, und was du erwartest ist klar, aber du kannst dich auch irren!

Antwort
von Noctisrules, 72

Mach den ersten Schritt. Irgendwo muss der Prozess beginnen..

-Noctis

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