Frage von Eidolon150, 54

Verlustangst-Kann das zur totalen Selbstaufgabe führen?

Mit Selbstaufgabe ist gemeint: Das Hintenanstellen/Zurückstellen der eigenen Bedürfnisse bzw. Wünsche in einer Partnerschaft. Letztlich wird der Partner, der sich selbst aufgibt, für den anderen "unsichtbar". Gibt es solche extremen Formen der Verlustangst? Wenn ja, was kann man dagegen tun?

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von BiggerMama, 38

Ja, natürlich. Das ist gar nicht so selten. Oft fängt der Partner dann auch zu klammern an.

Als Außenstehender sieht man häufig, was die/ der Betroffene gar nicht mehr sieht/ sehen kann. Sie/ er ist von der Verlustangst beherrscht. Diese Selbstaufgabe, das Hintenanstellen/ Zurückstellen eigener Bedürfnisse und eigener Wünsche wirkt auf den/ die Partner(in) total unsexy.

Man erreicht eigentlich genau das Gegenteil von dem, was man erreichen möchte, nämlich dass sich der/ die Partner(in) abwendet, weil man, wie Du schreibst, "für den anderen 'unsichtbar'" wird.

Was man dagegen tun kann? Sich nicht aufgeben. Wenn man weiß, dass man zu einem solchen Verhalten neigt, sich ganz bewusst seine eigenen Ziele und Wünsche immer wieder vor Augen halten.

Kämpfen! Wenn man der Meinung ist, dass die Aufgaben in der Partnerschaft ungleich verteilt sind, miteinander reden und seine Position klar machen. Ja nicht um des lieben Frieden Willen klein beigeben. Harmoniesucht bezahlt man mit späteren Riesen-Disharmonien.

Wenn Dein Partner ein Ausschweiger ist, tritt ihn so lange in den Hintern, bis er den Mund aufmacht. Miteinander Reden ist mega-wichtig.

Kommentar von Eidolon150 ,

Ganz richtig, finde ich. Meine "Freundin" hat die ganze "Beziehung" totgeschwiegen. Sie konnte -ich weiss nicht warum- nicht mit mir kommunizieren, hat nur noch anonym angerufen, ohne ihren Namen zu sagen. Selbst wenn ich ihr Blumen über Fleurop geschickt habe, gab es als "Dankeschön" nur einen anonymen Anruf. Irgendwann habe ich mich aus dieser "Beziehung" innerlich zurückgezogen. Einige Zeit später, ließ sie ihrem Hass gegen mich freien Lauf, wollte mich sogar mit dem Auto überfahren. Während der ganzen Zeit ihres Schweigens und der anschließenden Hass-Phase habe ich gelitten wie ein Hund. Sie war ein echter Kontroll-Freak und sehr, sehr eifersüchtig. Solange ich von "ihren Leuten" in der Kneipe beobachtet wurde, konnte ich mir ihrer Gefühle sicher sein. Eine traurige Sache ohne Happy End!

Kommentar von Eidolon150 ,

Verlustangst lähmt - und macht handlungsunfähig! Im Endeffekt verletzt man damit auch den Partner, z.B. wie bei mir - durch extreme Eifersucht bei meiner Ex. 

Kommentar von BiggerMama ,

Ich freue mich, wenn ich Dir mit meinem Beitrag geholfen habe. Für die von Verlustangst und starke Eifersucht geprägte Ex-Beziehung ist es zu spät.

Aber man kanns beim nächsten besser machen. Nach meiner Erfahrung macht man sehr wohl wieder Fehler - andere Fehler, schließlich ist man ja nicht perfekt.

Aber andere Fehler zerstören nicht unbedingt die Liebe, und die alten blöden Fehler macht man dann halt doch nicht.

Antwort
von Honeysuckle08, 15

Ja, das gibt es leider relativ häufig und das Tückische daran ist, dass dies meist schleichend  geschieht...

Wenn es einem bewusst wird, ist man schon mittendrin - dann ist es verdammt schwer, sich davon zu lösen...

Oft ist dann Hilfe von außen notwendig, um den Ausstieg zu schaffen...

Lass dich nie verbiegen - nichts und niemand auf der Welt ist  es wert, dass du dich selbst verlierst und dein Selbst aufgibst !

Stärke dein Selbstvertrauen und lerne, deinen Selbstwert mehr in den Vordergrund zu stellen, denn nur, wer sich selbst liebt und wertschätzt, kann auch andere lieben und wertschätzen...

Nur wer Glück, Zufriedenheit und Erfüllung auch "alleine" - ohne Partner erleben kann, ist auch fähig zu erfüllter Partnerschaft. :)

Antwort
von regex9, 26

Ja, diese extreme Form der Abhängigkeit gibt es. Ob man dabei noch von einer wirklichen Beziehung reden kann, ist aber diskussionswürdig.

Das Mittel dagegen klingt simpel: Die betroffene Person muss lernen, loslassen zu können. Folgende Möglichkeiten fallen mir dazu ein, die man versuchen kann:

  • Paartherapien / Psychologen können dabei helfen
  • Ablenkung schaffen (eine Aufgabe / ein Hobby, um sich neu entfalten zu können)
  • Stärkung des Selbstvertrauens (durch eigene Übungen, Therapien, etc.)
  • eine gemeinsam abgesprochene klare Linie, die vom Partner zur Unterstützung geführt wird (bspw. Zwangspausen um zu entklammern) - ist aber eine harte Linie
  • zusätzlich zur vorherigen Maßnahme sollte der Partner darauf achten, dass es mehr Gleichgewicht gibt. Man könnte bspw. Ich-Wünsch-Mir-Was-Tage einrichten (Heute machen wir mal nur das, was du möchtest)
  • Trennung (wäre zumindest eine temporäre Lösung, ist aber hart und sollte von jedem selbst entschieden werden, denn eigentliches Ziel ist es ja nicht)
Antwort
von Juni00, 20

Leider gibt es das heutzutage genauso noch, wie zu alten Zeiten!.

In Früheren zeiten hatte die Frau nicht immer einfluss wie ihre Ehe verläuft, der Mann bestimmte und die Frau bejahte, das galt zum wohle der Familie.

Heute gelten wir Frauen als Emanzipiert,,Arbeiten bestimmen wie viele Kinder wir haben wollen,u.s.w. die absolute gleichstellung zum Mann.

Aber warum gibt es  die absolute Selbstaufgabe bei Frauen immer noch, machen sie dass wirklich das aus reiner Liebe!.Selbstaufgabe kann man anerzogen (aufgezwungenen) bekommen. Die Gründe können viele sein wie Gewalt, Soziale Ausgrenzung, Entwicklungsstörungen in der Kindheit,  oder  einen kultureller Hintergrund haben, aber auch psyche Erkrankungen können so ein verhalten auslösen .

Beispiel du trift jetzt auf so eine Person, das kann eine Freundin von dir eine  Verwandte, und stellst das Problem fest. Du Denkst ich möchte ihr helfen und versucht es durch ein Gespräch (oder Zuhand gehen,Aufräumen helfen), sie wird dir nicht glauben, kann sie auch nicht weil für sie ist das Normal und du bist in den moment für sie  ein Unruhestifter, der Glaubt alles besser zu können.

Das Problem ist die Zeit wie lange die Person schon in der Selbstaufgabe steckt, und wie bei allen Mentale Störung sie muss es leider selbst erkennen, und es ändern Wohlen.
Eine kleine Empfehlung zu den Thema

Emotionale Abhängigkeit - Lexikon der Psychologie: https://www.psychomeda.de/lexikon/emotionale-abhaengigkeit.html

Antwort
von Rabenfederchen, 23

Hey, 

Ich denke, dass das wirklich passieren kann. Mir selber geht es so, aber es ist zum glück noch nicht zu extrem.

Man will dem Partner alle Wünsche erfüllen und verschweigt die Eigenen inklusive Probleme und eine andere Meinung. 

Ich zeig selber oft den Ansatz von so einem Verhalten, da ich Angst habe, dass ein Streit ausbrechen könnte und der Partner mich verlassen könnte. Bei meinem jetzigen Partner ist das weniger Schlimm.

Was man dagegen machen kann, kann ich dir nicht zu 100% beantworten. Ich tippe auf psychologische Hilfe oder einfach der richtige Partner, welcher deine Meinung akzeptiert und ebenfalls daran interessiert ist, deine Wunsche zu erfüllen 

Antwort
von Dahika, 10

Ja, natürlich gibt es das.

Da hilft eine gute Therapie.

Antwort
von Kitharea, 22

Ja gibt es - Therapie

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