USB-Stick oder SD-Karte als "Festplatte" beim Raspberry Pi?

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3 Antworten

Hallo,

beim Raspberry Pi gab es bis zum Raspberry Pi 3B nur folgende Möglichkeiten:

  • /boot-Ordner auf die SD-Karte und den USB-Stick als Bootmedium eintragen und eine Datei (mir ist der Dateiname entfallen) auf den Stick zusätzlich kopieren, dass es möglich ist, vom USB-Stick (oder einer SSD) zu booten.
  • Einfach eine SD-Karte benutzen

Ab dem Raspberry Pi 3B gibt es einen (noch experimentellen) Bootloader, mit welchem man beim Raspberry Pi 3B ohne Umwege von einem USB-Stick (oder SSD) booten kann.

Link zur Git-Repository: https://github.com/raspberrypi/firmware/tree/next/boot/

Anleitung zur Installation: https://www.raspberrypi.org/blog/pi-3-booting-part-i-usb-mass-storage-boot/

Ich hoffe ich konnte helfen

linuxmensch12

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Kommentar von tide1109
28.08.2016, 17:05

Da ich noch Anfänger bin, sollte ich lieber eine Micro SD-Karte benutzen.

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Der größte Nachteil der SD-Karte ist die Lebensdauer. Durch ständige Schreibprozesse ist die SD-Karte in kurzer Zeit korrupt. Das macht sich insbesondere bemerkbar, wenn der Pi z.B. als Server 24/7 in Betrieb ist.

Ich habe deshalb das Betriebssystem auf der SD-Karte, aber Verzeichnisse wie /var/log und /var/lib sowie /home habe ich auf einen USB-Stick bzw. eine SSD ausgelagert. Das reduziert die Schreibzugriffe auf die SD-Karte enorm. Außerdem deaktiviere ich noch Swap.

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Kommentar von NoHumanBeing
03.09.2016, 14:45

In den meisten USB-Sticks ist ebenfalls nur MLC-Flash-Speicher verbaut, wie auch in SD-Karten. Und beide verfügen über eine primitive Art des "wear levellings" und "bad block replacements". Die Lebensdauer sollte vergleichbar sein.

Eine SSD ist da natürlich ein ganz anderes "Kaliber". Der entsprechende Speicher ist teurer und für erheblich mehr Schreibzyklen ausgelegt. Außerdem ist in dem leistungsfähigeren Controller ein komplexeres (und besseres) "wear levelling" integriert.

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Ich habe auch einen Raspberry und mein Betriebssystem läuft von der SD Karte. Das ist glaube ich auch kein Problem, weil wenn du nach Leistung und Geschwindigkeit suchst, ist der Raspberry Pi sowieso der falsche Kandidat. Der ist halt ganz praktisch zum rumprobieren, programmieren oder so, aber bei der Geschwindigkeit macht es meiner Meinung nach keinen Unterschied, ob du das System auf der Karte oder dem Stick hast.

Was willst du denn damit machen?

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