Frage von flyxin, 76

trotz positivem THC-Urintest bei Fahrstunde zur Theorie- und Praxisprüfung?

Hallo,

ich wurde vor einer Woche während einer Fahrstunde in München einer Polizeikontrolle unterwiesen und musste einen Urintest machen. Dieser war leider positiv auf THC und mir wurde darauf hin Blut abgenommen. Jetzt ist meine Frage, ob ich, da ich ja noch Fahrschüler bin, den Führerschein weitermachen und mich zur Theorie- und Praxisprüfung anmelden kann oder ob ich meinen Führerschein jetzt erstmal komplett auf Eis legen muss?

Vielen Dank für eure Antworten!!!

Antwort
von Bomberos911, 53

Die Frage, die du dir selbst stellen musst, ist ob der Konsum dieser Mittel überhaupt vereinbar mit einer Teilnahme am Straßenverkehr ist. Wenn du in einer Fahrstunde schon positiv getestet wirst, wie würde das dann später aussehen, wenn du deinen Führerschein mal hast?

Es ist nicht komplett ohne Grund, dass der Gesetzgeber in diesen Punkten wenig Toleranz gelassen hat. Die Behörden verstehen da wenig Spaß. Es ist eine Frage, wie schnell die behördlichen Mühlen mahlen und wie schnell ein Vermerk in deine Akte kommt. Aber unterm Strich wirst du vermutlich deinem Führerschein nicht so schnell in den Händen halten...

Kommentar von flyxin ,

Danke, aber diese Antwort hättest du dir echt sparen können, da sie wirklich 0 Auskunft gibt :)

Kommentar von Bomberos911 ,

Klar. Du hättest dir aber auch die Frage sparen können. Wer mit Drogen erwischt wird, muss auch mit den rechtlichen Konsequenzen rechnen, das ist die Antwort die ich dir gegeben habe, auch wenn es eigentlich allgemein bekannt sein sollte. Was wolltest du jetzt von mir hören?

Vielleicht hast du Glück und die internen Bearbeitungswege sind so lange, dass es dein Vermerk nicht in die Akte schafft, bevor du deine Prüfung ablegst. Halte die Chancen aber für ziemlich gering.

Und wer eine Frage auf gutefrage.net stellt, muss auch damit rechnen, dass er nicht die Antwort bekommt, die er hören möchte.

Neben den rechtlichen Folgen des Drogenkonsums gibt es darüber hinaus auch die Frage, ob man persönlich der Meinung ist, ob Drogen und Straßenverkehr zusammenpassen. Im Extremfall bringst du damit dich selbst und deine Mitmenschen in Lebensgefahr. Du solltest dich jenseits der Frage "Was passiert, wenn ich erwischt werde?" auch die Frage stellen "Was passiert, wenn ich jemanden erwische?"

Ich kenne dich nicht, kann es also nicht beurteilen, aber zumindest aus deiner Frage kam nicht heraus, dass du dir diese Frage ernsthaft gestellt hast. Solltest du aber und genau darauf wollte ich dich bringen. Was du damit machst, ist deine Sache.

Kommentar von flyxin ,

Du verurteilst mich grade auf der Basis, dass ich vor der Fahrstunde nen Joint geraucht habe. Diese Annahme deinerseits ist leider falsch, das hat sich 14-16 Stunden davor abgespielt.  

Kommentar von Bomberos911 ,

Fakt ist, dass du während einer Fahrstunde kontrolliert wurdest und positiv getestet wurdest, oder? Das heißt, dass du irgendwann vor der Fahrstunde einen Joint geraucht hast. Diese Annahme ist richtig, oder? Ob das jetzt 15 Minuten oder 15 Stunden davor war, kann ich nicht beurteilen. Mir ist unklar, wo du aus meiner Antwort eine zeitliche Annahme herausgelesen hast und warum du dich deswegen verurteilt fühlst. Das maße ich mir nicht an, dafür kenne ich dich und die Situation nicht. Sorry, wenn das anders rüber kam.

Aber nochmal: Wer Drogen konsumiert, muss sich die Frage stellen, ob er dann noch am Straßenverkehr teilnehmen kann. Wenn du der Meinung bist, dass es vereinbar ist, weil ausreichend Zeit zwischen Konsum und Fahren gelegen hat, dann hast du die moralische Frage ja für dich beantwortet. Wenn du damit leben kannst und sicher bist, dass du damit niemanden gefährdest und nicht zugedröhnt fährst, ist das ja ok. Vor mir musst du dich nicht rechtfertigen.

Nur: Wann du den Joint genau geraucht hast, war für die Polizei unerheblich, oder? Wird es vermutlich auch für die Behörden sein. Selbst wenn du der Meinung bist, dass es moralisch vertretbar ist, die Führerscheinbehörde wird da anderer Meinung sein. Somit musst du dir die rechtliche Frage weiterhin stellen: Wie willst du den Konsum von Drogen fortführen und trotzdem Chancen auf einen Führerschein haben? Es gibt Dinge, die lassen sich halt schwer vereinen. Und du hattest halt jetzt leider einen verdammt schlechten Start in die Autofahrerkarriere.

Antwort
von spugy, 44

es kommen 500€ bußgeld auf dich zu und die führerscheinstelle schickt dich entweder zu einem fachärtzlichen gutachten oder zur MPU (beides kostet auch wieder viel geld) ich denke du wirst das geld welches du für die prüfung hattest anderweitig brauchen. 

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