Frage von Megy01, 36

Tierpfleger/in welche Aufgaben muss man erledigen und was gibt es noch Wissenswertes darüber?

Hey Leute, ich muss für die Schule ein Portfolio gestalten und zu einer Ausbildung und habe mich einfach mal für Tierpflegerin entschieden, da ich Tiere liebe. Was wisst ihr alles darüber was könnte ich schreiben? Danke schon mal im Voraus ;)

Antwort
von kuechentiger, 21

Das kommt ganz drauf an, wo man arbeitet. Tierheim, Zoo, Tierpension, Hundezucht, oder in der Forschung.

Generell besteht die Hauptarbeit darin, die Unterkünfte der Tiere in Ordnung zu halten. Das heißt: die "Hinterlassenschaften" einsammeln und putzen, putzen, putzen. Irgendwelche Ekelgefühle (Durchfallkot, Erbrochenes) muss man sich verkneifen können.

Je nach Betrieb muss man auch bei schlechtem Wetter stundenlang draußen arbeiten. Das heißt, man darf auch da nicht empfindlich sein, sondern sollte eine robuste Konstitution haben.

Einige Körperkraft braucht man auch, denn Futtersäcke, Katzenstreu, Heuballen usw. wiegen gern mal 15-20 Kilo. Das muss man packen, und nicht nur einmal.

Dann natürlich Futter herrichten und die Tiere füttern. Beobachten, ob alle richtig fressen, oder ob da evtl. was nicht stimmt.

Je nach Tierart ist auch Fell- oder Hufpflege usw. zu machen, und überhaupt ist auf den Gesundheitszustand aller Tiere zu achten. In dem Zusammenhang wird man auch, nach Anweisung des Tierarztes, Medikamente geben und bei Behandlungen helfen.

In Tierheimen und Tierpensionen zum Beispiel hat man auch mit Kunden zu tun - Tierbesitzern oder Interessenten, die sich ein Tier aussuchen wollen. In solchen Betrieben gehört auch der "Bürokram" mit dazu, die Verwaltung des Tierbestandes z.B.

In der Ausbildung muss man natürlich zur Berufsschule. Hier bekommt man dann die zoologischen und biologischen Hintergrundinformationen (Systematik, Anatomie, usw.)

Und man muss vor allem auch bereit sein, am Wochenende und an Feiertagen zu arbeiten. Manches Weihnachten findet dadurch nicht nur im Kreis der Familie statt...


Kommentar von Tonydi ,

top^^ 🖒

Antwort
von Kabeltante1266, 27

Ist ja schön, dass du zumindest schon mal weißt, was du willst und dass du eine der vielen Grundvoraussetzungen (deine Tierliebe) hast. Mach dir doch mal selber Gedanken, was da auf dich zukommen könnte. Hier ein paar meiner Gedanken dazu: Tiere haben Bedürfnisse, also muss man sie füttern, sie sauber halten, sie unterhalten (bewegen, sich um sie kümmern, auch wenn sie zb. mal krank sind). Oft ist das mit harter Arbeit verbunden und sicher nicht immer lustig. Man verbringt vielleicht auch mal Zeit im Freien. Tiere machen keinen Urlaub oder kennen die Zeit, also muss man sie pünktlich zu möglichst immer denselben Zeiten füttern und sich kümmern. Von daher sind sie sehr zeitintensiv. Sie machen Dreck, aber sie bereichern auch unser Leben. Sie können Freunde für immer werden. Manchmal sterben sie auch, weil sie einfach nicht so alt werden, dann macht einen das traurig.  So, und den Rest überlegst du jetzt selber oder googelst einfach mal ein bisschen.

Antwort
von Tonydi, 10

Wie schon richtig geschrieben wurde gibt es 3 Bereiche. Tierheim; zoo; Forschung und Klinik.

Ich kann für den Bereich zoo sprechen.

Primär gehört das halten, pflegen und versorgen zu den arbeiten.

Sprich man muss sich mit den Bedürfnissen des tieres tadellos auskennen. Neben tier Unterkünften reinigen u. Desinfizieren und futter machen gehört auch das beobachten der tiere, wie das Wohlbefinden ist. Kränkelt es oder verhält es sich anders als gewohnt, wird die ursache gesucht und diese behoben.

Gehege Gestaltung sowie environmental und behavioral enrichment gehört auch dazu. (Umgebungsbereicherung und verhaltensbereicherung)

Körperliche fitness ist natürlich auch nicht verkehrt sowie ein wenig technische begabung da kleinere Reparaturen selber gemacht werden müssen.

Man sollte auch kein Probleme haben, sich fachlich und ohne scheu mit besuchern unterhalten zu können.

Zimperlich sollte man nicht sein da man natürlich viel mit kot, urin und penetranten gerüchen hat. Pflegt man raubtiere gehört das schlachten, also das schnelle schmerzlose töten von futtertieren dazu.

Es ist ein sehr Abwechslungsreicher beruf (zumindest im zoo). Man hat natürlich eine tägliche routine die immer gleich ist aber die anderen sachen nebenher variieren immer. Kein tag ist wie der voherige.

Ich hoffe ich konnte dir helfen. Lg

Antwort
von Rubiksgirl, 21

Wann musst du denn das Portfolio abgeben? Denn wenn du noch länger Zeit hast würde ich mal ein Praktikum im Zoo oder beim Tierheim machen 1. weist du dann mehr über die verschiedensten Tiere und 2. Hast du dann auch eine Urkunde welche du später in der Bewerbung zulegen kannst. Doch wenn du keine Zeit mehr hast Google doch einfach mal. Oder schau auf YouTube dort gibt es viele Videos über Tierpfleger und was die alles so tun müssen. Ich wünsch dir noch Viel Glück, das das Portfolio gut wird. Tschüss :)

Antwort
von Kitty759, 18

Es gibt 3 verschiedene "Sparten" in der Tierpflege. Einmal Tierheim und -Pension, Zoo und zuletzt Forschung und Klinik.

Ich habe ein 2wöchiges Praktikum im Tierheim gemacht. Zu meiner Arbeit gehörte das Putzen der Gänge und Zwinger der Tiere, Reinigung von Näpfen, Katzenklos und Ausläufen. Dazu gab es 2x täglich feste Fütterungszeiten, aber auch Fenster putzen, Eis kratzen und das Putzen der Personaltoilette hat ab und zu dazu gehört. Ansonsten bin ich noch viel mit den Hunden spazieren gegangen und ein mal habe ich einen verletzten Uhu mit in die Vogelstation fahren dürfen. Ausgebildete Tierpfleger und Azubis im Tierheim kümmern sich also auch um die verletzten Wildtiere oder bringen diese zu geeigneten Stationen. Sie beraten die Leute über das passende Haustier und vermitteln diese dann auch. Also gehört es auch dazu über die Eigenschaften einzelner Tiere Bescheid zu wissen. Außerdem beschäftigen Tierpfleger sich mit den Tieren (schmusen, streicheln, spielen, scheuen Tieren zur Gewöhnung vorlesen, Hunde trainieren ect.).

Ich hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen. :)

Antwort
von Steffie19, 16

Ich hatte mal ein Praktikum bei einem Tierheim abgebrochen.Ich liebe Tiere auch sehr, doch es war kaum auszuhalten.Verschiedene Aufgaben haben mich belastet, wie z.B. Tassen von Mitarbeitern waschen und Gras vom Betonboden wegzupfen.Weitere Aufgaben die ein Tierpfleger hat sind:Käfige reinigen(innen/außen),Näpfe waschen, füttern usw. Es kommt drauf an, in welcher Abteilung du bist. Außerdem stell dir vor, du hättest ein Haustier.Was für eine Pflege braucht es? Viel Glück :)

Kommentar von kuechentiger ,

Tassen von Mitarbeitern waschen und Gras vom Betonboden wegzupfen

Nicht jeder kleine Betrieb kann sich einen Hausmeister und eine Putzhilfe leisten. Da gehören das Sauberhalten der Personal- und Nebenräume, sowie die die Pflege der Außenanlagen - sogar Reparaturarbeiten an Gehegen usw., auch mit zur Arbeit der Tierpfleger. Und das muss ein Praktikant dann auch machen. Die Arbeit in einem "Tierbetrieb" hat mit der privaten Haustierhaltung ziemlich wenig zu tun.

Antwort
von IsabellaBluki, 9

Wenn du Tiere wirklich liebst würde ich auf jeden Fall nicht in einen Zoo gehen bzw. das Portfolio nicht über einen Zoo schreiben. Orientiere dich mehr an Auffangstationen oder ähnliches, die kümmern sich wirklich selbstlos um die Tiere.

Kommentar von Tonydi ,

schwachsinn... Sorry aber woher nimmst du diese Behauptung.. damit greifst du alles zootierpfleger an inklusive mich. Für alle meine kollegen und mich steht das wohl der tiere im Vordergrund. was die gehege Größe angeht... ja die sind oft zu klein und veraltet.. das liegt allerdings an der zooführung und nicht am pfleger.. die versuchen das beste draus zu machen!

Kommentar von IsabellaBluki ,

Das einzige was ich "behauptet" habe ist, dass sie wenn sie Tiere wirklich liebt nicht als Zootierpfleger arbeiten sollte. Denn du und deine Kollegen arbeitet für Firmen bzw Unternehmen (ich weiß nicht genau wie man das bei Zoos nennt aber du weißt was ich meine) die Geld damit verdienen, Tiere zur Schau zu stellen und Profit aus den Tieren zu machen, wobei das Wohl der Tiere in den meisten Fällen auf der Strecke bleibt. Ich weiß, dass die Tierpfleger ihr bestmögliches geben um den Tieren ein so angenehmes Leben wie nur möglich zu machen, jedoch reicht das natürlich bei weitem nicht aus, denn "artgerecht ist nur die Freiheit". Du unterstützt also sozusagen das, was in den Zoos passiert und du sagst ja selbst dass die Bedingungen nicht optimal sind, wenn also theoretisch jeder Zoos boykottieren würde, darunter zähle ich Besucher wie Angestellte, dann müssten Zoos auf lange Sicht schließen und das Geld könnte für wirkliche Tierschutz- und Arterhaltungsprogramme genutzt werden, nicht für den neuen Sportwagen der Zoobesitzer/Leitung (ich kenne wieder den genauen Fachbegriff dafür nicht, aber es sollte klar sein worauf ich hinaus will).
Du verstehst also was ich meine? Tierliebe äußert man nicht darin, dass man Tiere einsperrt und versucht ihnen ein schönes Leben zu machen, sondern indem man sie in ihrer natürlichen Umgebung Tier sein lässt.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten