Frage von hfty0815, 75

Strommessung am Oszi per Shunt?

Hi zusammen,

ich möchte gerne den Strom von PC-Komonenten messen. zB Festplatten und SSDs. Da ich den zeitl. Verlauf grafisch darstellen will, möchte ich das per Oszilloskop machen (habe ein Voltcraft DSO1052 USB). Die Theorie hab ich nun soweit schon kapiert, dass ich das per Shunt-Widerstand machen kann.

Nun frage ich mich aber, wie groß ich den Widerstand wählen soll, damit ich im zweistelligen mA-Bereich auch noch einigermaßen genaue Werte bekomme? Und sollte ich unterschiedliche Shunt-Größen verwenden, wenn ich etwa im einstelligen A-Bereich Ströme habe?

Danke euch.

Antwort
von kuku27, 50

Für so Messungen kannst nicht einfach einen Widerstand nehmen der 10-20% Toleranz hat. Da solltest schon Messwidewrstände nehmen mit 0,1% Toleranz. ZB: http://www.elv.at/messwiderstand-0-1-ohm-0-1-ut-2a.html

Ja, nach zu erwartendem Strom solltest verschiedene nehmen oder mehrer gleiche parallel oder in Serie. Aber großzügig verbinden nicht dass die Verbindung einen höheren Widerstand hat als der Messwiderstand

Antwort
von Thor1889, 67

Da SATA mehrere Spannungsführende Adern hat (3,3 V 5V und 12 V), würdest du dementsprechend 3 Shunts benötigen.

am idealsten wären 0,330, 0,500 und 1,200 Ohm

Die gibt's aber glaube ich nicht so zu kaufen, desweiteren kann es passieren, dass die SSD nicht mehr richtig funktioniert

Kommentar von hfty0815 ,

Fast alle SATA-SSDs ziehen nur Strom von der 5V-Leitung. Dementsprechend muss ich nur da messen. Eben mit der Stromzange an den anderen überprüft: da tut sich nix. 

Warum wäre denn der 0,5 Ohm ideal?

Kommentar von Thor1889 ,

Erstmal Danke für die Aufklärung bzgl. der 5V :)

Zweitens muss ich mich bei dir Entschuldigen, ich hatte vorhin einen groben Denkfehler. (Das kommt davon, wenn man schnell vorm Losgehen noch eine Frage beantworten will^^)

Ideal wären 100 mOhm (0,1), da der Spannungsabfall bei ca. 1A nur 0,1V betragen würde. Bei 0,5 Ohm wären das 0,5V und somit 10% der Eingangsspannung. Ich habe im Studium gelernt, dass der Shunt so ausgelegt sein sollte, dass bei max. Strom der Spannungsabfall am Shunt höchstens 1% der speisenden Spannung betragen soll und mit 0,1 Ohm wären das 2%

Ich weiß leider nicht wie groß die Ströme sind die dort fließen, hoffe jedoch, dass ich dir mit meiner Erklärung etwas helfen konnte bzw. dich in die richtige Richtung lenken konnte.

Kommentar von hfty0815 ,

also Hersteller geben im Leerlauf bei SSDs um die 50 mW an. Strom dementsprechend bei 5 V mit 10 mA recht gering. Ich geh davon aus. dass in diesen niedrigen Regionen das nix wird mitm Shunt und Oszilloskop... daher frage ich mal allgemeiner: wie kann ich solche Ströme einigermaßen genau überprüfen? das 50 Euro Multimeter liefert nur Werte auf 0,01 A genau.

Kommentar von Thor1889 ,

Da du das ja oszillographieren möchtest, würde ich eine Stromzange empfehlen, die solch kleine Ströme schafft und du ans Oszi anschließen kannst. Wenn du bei der Shunt-Methode bleiben möchtest und diese kleinen Messgreifer hast, würde ich R = 1 Ohm empfehlen, dann könntest du genau am Widerstand messen. Des Weiteren lassen sich die 10 mV dann am Oszi noch gut darstellen und der Umrechnungsfaktor beträgt genau 1.  

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