Frage von DudelFlanders, 144

Stimmt es, dass es den Kassiererinnen in Supermärkten verboten ist Beträge aufzurunden und das Übergeld anzunehmen?

Ich habe das mal gehört, weiß aber nicht, ob es stimmt.

Also wenn man was für 11,80 € kauft und 12 Euro hinlegt und sagt, dass man kein Wechselgeld will. Stimmt es, dass die Kassierer das nicht annehmen dürfen?

Ich weiß, dass dann "die Kasse" nicht mehr stimmt, da ja mehr Geld reinkam als Waren rausgingen... ABER... na und? ist doch umso besser für den Laden?! Wieso kann man das nicht einfach unter einem Extraposten (Namen dafür müsste man sich halt ausdenken) in den Bilanzen verbuchen?

Oder liege ich sowieso falsch und die dürfen das annehmen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Tintinula, 85

Es gibt doch jetzt die Aktion "Deutschland rundet auf". Da sagt man "Bitte aufrunden" und spendet damit maximal 10 Cent an eine gemeinnützige Organisation die sich für Kinder, die in Armut leben, einsetzen. Das klappt natürlich nur in den Filialen, die vertragliche Handelspartner dieser Aktion sind, immerhin 9000 Filialen verschiedener Ketten, z.B. auch netto.

Ansonsten sag ich allerdings auch ganz oft "stimmt schon", da hat sich noch nie jemand dagegen gewehrt, das Geld muss man ja auch nicht in die Kasse legen sondern kann ja auch in die Kaffeekasse oder ähnliches. Falls es doch in die Kasse geht, ich glaube wohl kaum, dass es da Probleme geben wird weil die Kasse wegen 5 Cent zuviel nicht stimmt. 

Antwort
von Dailytwo, 72



Ganz einfach: Vieles im Leben kostet Geld. Sogar Geld kostet Geld. Damit Sie an der Kasse mit den Scheinen bezahlen können, die der Geldautomat vorher ausgespuckt hat, muss ein Händler Wechselgeld bereithalten. Je nach Laden sogar viel Wechselgeld. Das wird seit zwei Jahren nicht mehr von der Bundesbank ausgegeben, sondern von privaten Unternehmen in Kooperation mit den Geschäftsbanken. Und die verlangen für ihren Wechselgeldservice Gebühren.

Übrigens ist es Holland schon Eingeführt worden, ab 7 Cent wird aufgerundet, alles was darunter ist abgerundet.(ausgenommen Kartenzahlung da auf den Cent genau)

(Quelle Supermarktblog)


Antwort
von Cokedose, 49

Es kommt drauf an wie der jeweilige Arbeitgeber das handhabt.

Einige private Händler sind da eher locker und erlauben eine Kaffeekasse oder aber das Geld wird verwendet um Negativdifferenzen auszugleichen oder zumindest etwas abzuschwächen.

Große Handelketten haben hingegen strenge Richtlinien. Dort ist es den Kassenkräften i.d.R. grundsätzlich untersagt Bargeld während der Arbeitszeit an sich zu haben oder außerhalb liegen zu lassen. Somit erübrigt sich schon automatisch die Frage nach dem Einstecken.

Trinkgeld oder Fundgeld wird deshalb dort immer in die Kaseen eingezahlt. Manch ein Unternehmen hat direkt den Posten Fundgeld, bei anderen fließt das in irgendwelche allgemeinen Warengruppen wie Lebensmittel oder Obst+Gemüse usw.

Antwort
von ErsterSchnee, 63

Das stimmt, das dürfen “die“ nicht annehmen.

Antwort
von Dirk-D. Hansmann, 37

Denk mal dran: Kassiererin nimmt Pfandbon an - verliert den Job wegen Unterschlagung. Noch fragen?

Kommentar von DudelFlanders ,

Ich meine kein Trinkgeld... das wandert natürlich in die Kassen des Geschäfts.

Kommentar von Dirk-D. Hansmann ,

Es bleibt unverständlich: Trinkgeld ist die freiwillige Mehrzahlung eines Kunden. In der Regel bestimmt für die Person, der man es gibt. Die kann es allerdings auch teilen.

Trinkgeld ist nicht für das Unternehmen bestimmt. Irrtum bei bei Dir.

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