Frage von ichbintolldoofk, 57

Sprachfehler/Stöhrung, wieso?

Ich habe seit längerem Zeitraum (ca ein halbes Jahr bis ein Jahr) "Sprachfehler" ich wiederhole mittem im Satz einfach Worte oder wenn ich etwas sagen will, wiederhole ich (manchmal, nicht sehr oft) das erste Wort des Satzes einige Male. Manchmal sage ich auch andere Wörter, als ich eigentlich möchte, wie zum beispiel statt habt hatten. Oder ich verspreche mich auch manchmal in einem Satz öfter, weil ich das richtige Wort nicht "finde", obwohl ich es eigentlich weiß.. ich hoffe ihr versteht was ich meine. Das nervt mich einfach unglaublich. Ich bin 16 Jahre alt und in der Schule z.B ist das manchmal echt peinlich. Früher hatte ich damit wirklich gar keine Probleme... weiß jemand woher das kommen kann?

Antwort
von Spielwiesen, 12

Hallo  - hast du schon mal Magnesium probiert? Das ist ein Mineralstoff, der IMMER in ausreichender Menge im Körper vorhanden sein muss und sich mit Kalzium ergänzt. Wenn es fehlt, gibts so etwas wie Krämpfe - die fangen klein an und können richtig eklig werden. 

Dein Symptom klingt so, als würde es bei dir an Magnesium fehlen. Es würde z.B. die beiden Hirnhälften entkrampfen und synchronisieren helfen. Denn sie sind u.a. dafür verantwortlich, dass die Worte schnell genug gefunden werden und im Kontext parat stehen. Wenn die Hirnhälften besser miteinander kommunizieren können und sich synchronisieren, wäre dein Problem behoben.
So spielen deine beiden Hirnhälften eine Art 'versetzten Pingpong' miteinander: die eine liefert das falsche Wort aus der Erinnerung, die andere ist in Zugzwang und muss das nehmen bzw. aussprechen, was geliefert wird - mit dem Ergebnis, das du nicht magst.

Jetzt kannst du dir z.B. Magnesiumhydrogencitrat (lose) in der Apotheke holen (nicht teuer) und davon 1 Teel. in Wasser trinken. Oder du nimmst gleich ein fertiges Magnesiumpräparat ohne zu viele andere Substanzen. Das würde den Mangel auf Dauer beheben.

Für die Feinsteuerung, auf die es bei dir gerade ankomt, gibt es den Mineralstoff Nr. 7: Magnesium Phosphoricum D6 von Dr. Schüsslers Biochemie (auch in der Apotheke). Die Wirkung kommt  unmittelbar nach der Einnahme und entkrampft direkt. Man nimmt iidealerweise immer so ca. 5 Tabl. mit heißem Wasser verrührt - es wirkt aber auch schon so, wenn du sie einfach im Mund zergehen lässt. 

Man kann sie, da sie biochemisch hergestellt sind (also in dieser Dosierung  1 Millionstel Gramm Wirkstoff pro Tabl.) , ruhig öfter nehmen, und zwar immer wenn du meinst, du kommst in eine Sprechsituation, wo du korrekt sprechen willst. Sie sind auch nicht gefährlich, dazu sind sie viel zu schwach dosiert - wirken aber trotzdem stark - In deinem Falle würde ich beide Magnesium-Sorten anwenden: das hochdosierte (als Pulver oder Kapseln mit 400 mg) UND das biochemische. 

Mit Dr. Schüsslers Biochemie kenne ich mich nun schon seit 38 Jahren aus und wende sie laufend bei kleineren und grßeren Beschwerden an.

Meine besten Erfahrungen mit Magnesium Phos. habe ich beim Studium in Prüfungssituationen gemacht, wo das Denken auch schneller als sonst gehen musste. Mit gutem Erfolg. Und man kann auch das Reden fördern - ich musste immer aufpassen, dass ich nicht zuviel davon nahm, weil ich sonst zu gesprächig wurde.

Ich wünsche dir viel Erfolg damit! Alles Liebe.


PS  Noch einen kleinen Tipp von der Praxisfront: 
Wenn du ab und zu ein schönes warmes Bad nimmst, in dem du 1-2 Doppelhände voll Bittersalz auflöst, kann sich dein ganzer Körper gut entkrampfen (also entspannen) und es ist einfach eine Wohltat.

Bittersalz enthält 49% MgSO4 (also Magnesiumsulfat = ein Naturprodukt) und es gibt es in Säcken in der Pflanzenabteilung von Baumärkten als Dünger (z.B. für Nadelbäume - damit kann man den Effekt des sauren Regens puffern). Das ist zumindest preiswerter als Totes Meer-Salz, das aber auch prima in dieser Richtung wirkt.

Antwort
von Andreas Starke, 2

In Deiner Frage kommt das Wort "Stottern" nicht vor. Ich beantworte in GF sehr viele Fragen zum Stottern, der von Laien und Betroffenen oft falsch als "Sprachfehler" bezeichnet wird. Tatsächlich ist Stottern ein Sprechfehler, d.h. eine Fehlleistung beim Vollzug der Sprechbewegung, und zwar genau genommen beim Übergang von einer Lautstellung in die nächste.

Was Du aber beim Sprechen tust, nämlich Wörter wiederholen oder Wörter ersetzen, könnte auch eine hochautomatisierte Stotterreaktion sein. Dagegen spräche allerdings, dass diese Reaktion noch nicht so alt ist (1/2 bis 1 Jahr). Die Mechanik bzw. den Nutzen dieser Stotterreaktion möchte ich erklären:

Menschen, die Stottern, wissen oft, wenn auch nicht immer, dass sie bei einem Wort, das sie zu sagen planen, stottern werden. Das wird oft als "selbsterfüllende Prophezeiung" erklärt, es gäbe auch noch eine weitere Erklärungsmöglichkeit.

Stotterer machen auch oft die Erfahrung, dass sie ein gefürchtetes Wort leicher oder ohne zu stottern sagen können, wenn sie das Wort davor wiederholen, ggf. ein paar Mal. Das könnte die Wiederholungen erklären.

Stotterer können oft ein Stotterereignis (Hängenbleiben) ganz vermeiden, indem sie ein anderes Wort statt des gefürchteten verwenden, also zum Beispiel statt einer Currywurst eine Bratwurst bestellen. Nicht, dass das Wort "Bratwurst" aus objektiven Gründen leichter ist als "Currywurst", aber vielleicht für den betreffenen Menschen doch. Das könnte die Wortersetzungen erklären. Warum allerdings "habt" (2. Pers. Pl.) leichter sein soll als "hatten" (1. oder 3. Pers. Pl.) erschließt sich mir nicht so ganz. Aber die Mechanik des Stotterns ist manchmal nicht ganz logisch erklärbar.

Das häufigere Versprechen hat vielleicht seinen Grund darin, dass Dir im "Eifer des Gefechts" kein passendes Ersatzwort einfällt. Vielleicht alles Spekuation.

Vielleicht wird Dir beim Lesen dieser Antwort etwas klar, was vorher nicht klar war, weil Du es noch nie so betrachtet hast.

An Deiner Stelle würde ich eine Fachperson zum Thema Stottern, z.B. eine/en Logopädin/en aufsuchen, dass sie/er sich das einmal anhört. Vorher solltest Du einmal bei einem Gespräch, z.B. beim Telefon, etwas aufnehmen. Hör Dir die Aufnahme an und schreibe das, was Du gesagt hast, auf, Wort für Wort, nicht die korrekten Sätze, d.h. das, was Du sagen wolltest, sondern das, was Du gesagt hast. Mach also ein Transkript. Das hört sich ganz wissenschaftlich an. So gehen Sprachforscher vor, wenn sie auf eine fremde Sprache (z.B. bei Naturvölkern) treffen und sie unersuchen wollen. Vielleicht sind es nur die aus dieser Aktivität gewonnenen Einsichten, die es Dir erlauben, ohne Deinen "Sprachfehler" zu sprechen, vielleicht auch nicht. Dann entscheide, ob Du damit leben kannst / willst oder suche den Rat einer Fachperson.

Antwort
von selinasheynika, 29

Also entweder stehst du unter großem Druck das heißt wenig Selbstbewusstsein und wirst nervös wenn du redest, und so kann es dazu kommen. Oder du hast wirklich Schwierigkeiten damit. Du kannst dich ja mal umschauen da gibt es bestimmt so eine Art Therapie oder Sprachkurse :) 

Kommentar von ichbintolldoofk ,

Nein ich bin eigentlich sehr selbstbewusst

Antwort
von DerHilfbereite, 14

Passiert dir das unbewusst und einfach so, oder ist es eher ein Zwang?


Ich kann selber sagen, dass viel mehr dahinter stecken kann, als Pubertät oder Nervosität. Wichtig ist, frühzeitig dagegen vorzugehen.

Kommentar von ichbintolldoofk ,

Wie Zwang?

Kommentar von DerHilfbereite ,

Ein Zwang wäre, wenn du nicht anders kannst, als bestimmte Worte zu wiederholen. Also, dass du es gar nicht willst, aber tun musst. Oder passiert es bei dir ganz automatisch?

Antwort
von laserata, 20

Das klingt eher harmlos, und zwar auch, weil du 16 bist.

Einem Erwachsenen, der auf einer Bühne etwas Lampenfieber hat und da was erzählen muss, könnten solche Sprechfehler auch passieren, und zwar vor allem wegen diesem Gefühl von Nervosität, Unsicherheit u.ä.

Wenn man jetzt in der Pubertät ist, hat man im sozialen Kontext, also beim Austausch mit anderen Leuten, je nach Fall ziemlich oft so eine Situation, die man mit ein bisschen Lampenfieber vergleichen könnte. Oder? Das kannst du selbst eigentlich am besten einschätzen. Wenn du meinst, du bist manchmal auch ein bisschen unsicher oder nervös, dann verwundern solche Versprecher nicht besonders.

Relax einfach. So wie das Phänomen gekommen ist, wird es auch wieder verschwinden.

Antwort
von Gregg223, 14

Ich kann mich erinnern ein ähnliches Problem mit 18 gehabt zu haben. Ich habe mich ständig versprochen und die Wörter lagen mir auf der Zunge, wollten aber nicht raus.

Das hatte sich von alleine wieder gelegt und ich habe leider keine Ahnung, woran es gelegen haben könnte.

Schläfst du lange genug? Ernährst du dich gesund und bist sportlich aktiv?

Kommentar von ichbintolldoofk ,

Ja ich Schlafe lange, esse mal gesund und mal nicht, so wie ich will aber mache kein Sport außer Schulsport

Antwort
von Harald2000, 19

Alles hat seinen Grund. Logopäden und Verhaltenstherapeuten könnten helfen.

Antwort
von Kaeempferherz, 15

Vielleicht liegt es daran, dass du nervös bist?

Kommentar von ichbintolldoofk ,

Nein das ist auch so wenn ich mit Freunden oder meiner Familie rede

Kommentar von Kaeempferherz ,

Vielleicht kriegst du dass gar nicht mit, dass du nervös bist.

Antwort
von DarkSideZz, 10

Sprachstöhrung? Oder Rechtsschreibschwäche

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