Frage von IsaSparkle, 62

Sichtwechsel in Büchern, gut, schlecht...?

Also, es interessiert mich mal, ob Sichtwechsel in Büchern, also eigentlich Geschichten generell, gut oder schlecht für euch sind. Zu dem was ich meine, habe ich leider nur ein Bespiel: Die Wellenläuder von Kai Meyer. Es gibt verschiedene halbwegs wichtige Personen, aus dessen Sicht abwechselnd erzählt wird. Diese sprechen dann in der Ich-Form und natürlich in der Gegenwart. Dann gibt es noch den Erzähler, aus dessen Sicht ist es dann aber in der Vergangenheit. Das wechselt dann, wie es eben passt.

Findet ihr sowas gut oder eher nicht? Und wenn, sollte man das, wenn man es schreibt, auch irgendwie anders gestalten? Ich weiß nicht, wie es in Kai Meyers Buch ist, da ich nur das Hörspiel habe.

Freue mich über ernst gemeinte Antworten! :)

Antwort
von Mohrsche, 15
Weder noch / Kommt drauf an

Es kommt tatsächlich darauf an. Ich kenn die Bücherreihe die du beschreibst (hab sie als Kind vergöttert) doch im Buch waren es ja nicht so viele Personen, da viel es leicht den Überblick zu behalten.

Bei Percy Jackson steht vor jedem Kapitel der Name der Person, aus deren Sicht es geht, das finde ich am aller besten, denn sonst wird der Leser nur restlos verwirrt wenn er nicht weiß um wen es gerade geht.

Ein Bsp dazu: kennst du Pentamuria? Da wechelst die Sicht fast jeden Absatz, und nie wird gesagt, um wen es eigentlich geht, oder Spiel der Götter ... furchtbar!! Man wird während des Lesens richtig wütend und frsutriert und immer wenn es zu einer unerwarteten entwicklung kommt, hält man erst inne und überlegt on man (mal wieder) einen Erzählerwechsel verpasst hat.

Fazit:

Am besten finde ich es, wenn man entweder: vor einem Sichtwechsel schreibt aus wessen Sicht der folgende Text ist, oder es nur mit aller höchstens drei Personen ohne erklärung macht. Die Erzählart (Ich, Allwissend etc. ) ist mir dabei gleich, auch wenn ich persönlich einen Erzählstil bevorzuge, mit einem Erzähler der (nicht in Ich perspektive) aus der Sicht einer einzige Person (also nicht allwissend) erzählt.

Mit Zeitwechsel wäre ich vorsichtig, die verwirren eher, als das sie helfen. Selst wenn man zusätzlich zeitangaben verwendet, finde ich Zetsprünge nervig. Ich persönlich bevorzuge die Vergangenheitsform.

Hoffe ich konnte helfen, LG, Mohrsche :)

Antwort
von Andrastor, 48
Weder noch / Kommt drauf an

Ein Sichtwechsel kann eine interessante Sache sein, aber er muss zur Geschichte passen und darf nicht willkürlich geschehen, ansonsten wirkt er aufgesetzt und verwirrend.

Ich persönlich würde davon abraten Erzählformen zu vermischen, es sei denn eine Figur erzählt anderen etwas über sich.

Ich bevorzuge den eingeschränkten Er-Erzähler, da ich so meinen Figuren mehr Persönlichkeit verleihen kann. In meinem ersten Buch experimentierte ich sehr erfolgreich mit verschiedenen Ich-Erzählern.

Antwort
von Vivibirne, 25

Wenns gut geschrieben ist finde ich es mega cool. Es gibt zb ein buch wo am ende der Erzähler stirbt!

Antwort
von Novelsis00, 51
Weder noch / Kommt drauf an

Ich finde das ist Ansichtssache und kommt definitiv auf die Umsetzung an. Wobei ich persönlich es meistens eher störend finde.

Antwort
von HerrDegen, 58
Weder noch / Kommt drauf an

Diese Technik ist gar nicht ungewöhnlich. Und wie bei allen erzählerischen Mitteln kommt es darauf an, wie gut das Ganze umgesetzt wird.

Kommentar von IsaSparkle ,

Ich war nur nicht so sicher, weil ch das sonst noch nicht gelesen hab

Kommentar von Novelsis00 ,

In House of Night kommt es ziemlich häufig vor.

Kommentar von HerrDegen ,

Wenn du gern und viel liest, werden dir im Laufe der Jahre alle möglichen Erzähltechniken begegnen.

Ein paar Beispiele:

"Das Kainsmal" von Chuck Palahniuk erzählt Ereignisse indirekt, nur über Berichte verschiedener Personen. Die eigentliche Hauptfigur kommt im ganzen Buch nicht zu Wort und es gibt auch keinen "allwissenden Erzähler".

"Der Wolkenatlas" von David Mitchell hat sechs Abschnitte, jeder in einer eigenen literarischen Form (Brief, Monolog, Tagebucheinträge usw.).

Die "Midnight Hour"-Romane von Carrie Vaughn haben eine Ich-Erzählerin, wenn die sich aber in einen Werwolf verwandelt wechselt die Erzählung zu einem allwissenden Erzähler. 

Antwort
von Zuckerwattemaus, 9
Weder noch / Kommt drauf an

Je nachdem ob man es schnell versteht und sich schnell in diese verschiedenen rollen hineinderversetzt :)

Antwort
von Garriba, 14
Gut

Das nennt man Perspektivwechsel und gehört zum Handwerkszeug guter Erzähler.

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