sheela2011 am 13.03.2008 um 13:26 Uhr
Ich bin stehe total neben mir.
Gerade kam meine 10jähriger Sohn weinend und schluchzend von der Schule nach Hause.
Zwei seiner Klassenkameraden haben sich gestritten, mein Sohn mit seiner sozialen Ader ging dazwischen, wollte schlichten, der Junge der den Streit begonnen hatte beschimpfte meinen Sohn auf englisch und schuckte ihn, mein Sohn hat ihm im Reflex eine Ohrfeige verpasst, daraufhin traktierte ihn der Junge mit der Faust, Ergebnis, aufgeplazte, geschwollene Lippe und unter seinem rechten Auge ein blassblauer Fleck. Um dem ganzen noch die Krone aufzusetzen bedrohte der Junge dann meinen Sohn auch noch mit einer Softairpistole.
Wie soll ich mich nun verhalten?

Melde es dem Schulleiter! Raufereien O.K.. Im schlimmsten Falle auch mal ein blaues Auge. Aber Softair-Pistolen haben in einer Schule nun wirklich gar nichts verloren!

Zuallererst mit Deinem Sohn zum Arzt zwecks Behandlung und Dokumentation(!) und dann das Rektorat der Schule kontaktieren.
sheela2011 am 13. März 2008 13:35 Der Witz der Sache ist, unser Arzt hat diese Woche Urlaub und nach Absprache mit meinem Sohn will er nicht zu einem anderen Arzt, mir geht es im Prinzip auch nicht um dei Schlägerei, ist zwar schon krass wie das ganze abgelaufen ist, was mich schockiert ist diese Softair Pistole...
Setz dich darüber hinweg! Fahr mit deinem Sohn zu einem anderen Arzt oder in die Ambulanz eines Krankenhauses. Die Dokumentation ist auch von daher wichtig, weil dein Sohn auf dem Schulweg versichert ist! Der Schulleiter und der Klassenlehrer müssen auf jeden Fall unterrichtet werden. Softairpistolen lt. Schulordnungen verboten, hier muss der betroffene Schüler von der Schulleitung disziplinarisch bestraft werden! Es geht in diesem Fall nicht um eine kleine Rauferei, nimm das bitte ernst!
vivaldi1969 am 13. März 2008 13:40 Ich würde das auf jeden Fall in der Schule melden.
Raimund1 am 13. März 2008 13:48 und wenn der Doc nicht zu erreichen ist, auf jeden Fall Foto machen!
sheela2011 am 13. März 2008 14:05 Das mit den Fotos ist eine gute Idee, möchte mich an dieser Stelle bei allen Antwortgebern für die Tipps und aufmunternden Worte recht herzlich bedanken.

Alles, was in der Schule passiert, sollten auf jeden Fall die Lehrer umgehend erfahren, damit sie beim nächsten Fall eher einschreiten können. Vielleicht haben sie das ganze ja auch mitbekommen? Sprich sie an! Auch als Zeugen sind die Lehrer wichtig, falls es zu einer Klage wegen Körperverletzung kommen sollte. Sprich auch mit Deinem Sohn darüber, damit er das erlebte leichter verarbeiten kann. Softairpistolen können sehr gefährlich sein, wenn die Kugeln ins Auge gehen. Die Lehrer müssen so etwas konfiszieren.
sheela2011 am 13. März 2008 13:39 Klassenkameraden waren Zeugen, habe schon mit denen telefoniert, bestätigen mit wenigen Widersprüchen die Aussage meines Sohnes, bis zur endgültigen Aufklärung muß ich wohl bis morgen warten.

Auf jeden Fall morgen der Schulleitung melden, und mit den Eltern des Jungen sprechen. Das geht nun wirklich nicht, dass er sowas mit in die Schule nimmt. Beruhige erstmal Dich und Deinen Sohn und lobe ihn dafür, dass er versucht hat, den Streit zu schlichten. Leider kommt das oft an Schulen vor, und der Junge muss die Konsequenzen zu spüren bekommen. LG valvetvipe
vivaldi1969 am 13. März 2008 13:41 Klar, die Eltern es Jungen mit der Pistole müssen auch informiert werden.
sheela2011 am 13. März 2008 13:43 Danke Dir valvetvipe, mit den Eltern des Jungen kann man nicht reden, er ist schon des öfteren unangenehm aufgefallen, laut seiner Eltern tut ihr Sohn so etwas nicht.
vivaldi1969 am 13. März 2008 13:49 Zeugen suchen.

wende dich am besten an den klassenleiter oder an den direktor der schule.
reibereien unter kindern kommen ja immer vor, aber hier scheint es ja etwas mehr zu sein.
sheela2011 am 13. März 2008 13:32 Habe schon in der Schule angerufen, leider erreiche ich niemand, würde das ganze am liebsten sofort aus der Welt schaffen, muß aber wohl bis morgen warten.
barnabas am 13. März 2008 13:34 Solche Dinge dauern oft leider länger. Es ist o.k., auch wenn Du bis morgen warten musst. Den Elternvertreter bekommst Du eventuell noch heute an die Strippe.

Ruhe bewahren!!!
Erste Hilfe beim Sohnemann, kühlende Umschläge, damit die Schwellung nicht weiter sich ausdehnt.
Kinderarzt aufsuchen, Verletzungen feststellen lassen.
Klassenlehrer und Schuldirektion informieren.
sheela2011 am 13. März 2008 13:37 Habe ich alles schon gemacht, danke... Klassenlehrer und Direktorin erreiche ich heute wahrscheinlich nicht mehr...

Kontakt zur Schule aufnehmen (Klassenleherer, Direktor), Elternbeirat einschalten, ggf. wg. Softairpistolengebrauch auf dem Schulgelände Polizei anfragen (Zeugen sichern) - und selbst vieeeeel Gelassenheit einüben. Nimm Deinen Sohn in die Arme 8wenn er das noch zulässt) und versprich ihm, ihn in dieser Angelegenheit nicht allein zu lassen. Keine Kurzschlusshandlungen, keine übereilten Schuldzuweisungen. Alles Gute Euch.
Gruß Barnabas
sheela2011 am 13. März 2008 13:41 Danke Dir, oja mein Sohn läßt das in Arm nehmen noch zu, es wird wohl besser sein bis morgen zu warten, heute wäre alles zu emotional.
Hallo Sheela, ich hätte mal eine Idee hierzu. Ich hätte die Verletzung zunächst mal fotografiert, um es festzuhalten. Ich war während der Schuljahre meiner Tochter immer im Elternbeirat. Da hatten wir damals einen ähnlichen Fall. Das was Du schon geraten bekommen hast ist alles wichtig. Wir haben damals die Streihähne nebst Eltern, einer vom Elternbeirat zu einem Termin beim Schulleiter gebeten, um zu verhindern, daß diese Brutalität eine Eigendynamik entwickelt. Man muß dem schlagendem Kind zeigen und klarmachen, was er angerichtet hat. Macht man das nicht, wird er Deinen Sohn künftig auflauern, um sich für den Ärger über Eltern und Lehrer zu rächen.Das wäre für Deinen Sohn sehr schlecht. Man muß erklären, daß Dein Sohn nur schlichten wollte, damit der andere spürt, was er da angestellt hat. Das Thema Gewalt in der Schule gehört unbedingt in den Unterricht, schlage es bitte beim Schulleiter vor, aus aktuellem Anlass...... Viel Erfolg und viel Kraft. L.G. Nordi
sheela2011 am 13. März 2008 17:02 Danke Dir nordi, ich werde morgen früh mit meinem Sohn in die Schule gehen und bei der Lehrerin sowie der Direktorin vorsprechen, werde mich auch nicht abwimmeln lassen, vor allem ist mir wichtig die Kinder die dabei waren zu hören, sowie die Version des Jungen der meinen Sohn verprügelt hat und die Pistole dabei hatte.

Wenn mich nicht alles täuscht, sind Softair-Pistolen doch für unter 18jährige mittlerweile verboten, oder?
sheela2011 am 13. März 2008 17:03 Richtig, werde jetzt einmal mich bei Google schlau machen, die Dnger gibt es ja schon ewig, in der Schulzeit meines großen Sohnes ( 26 Jahre ) wurden die damals verboten.
softair pistolen sind nicht zu verwechseln mit gaspistolen. mit softair pistolen werden kleine plastikkügelchen verschossen durch entweder
-federdruck
-gasdruck (schlagsahnekapseln)
-elektromotor
unterteilt und klassifiziert werden sie durch die schlagkraft der geschosse die sogenannten joule. somit gibt es waffen für über 18. aber auch schon ab 4 jahre dann glaub ich noch ab 14 jahre.
sheela2011 am 13. März 2008 17:14 Folgendes habe ich gerade bei Google gefunden:
http://www.juraforum.de/jura/specials/special/id/168969/
Der Verkauf an Minderjährige kann strafbar sein.
Das was du schreibst hat seine Richtigkeit, aber der Junge hat einen 18jährigen Bruder, woher weiß ich das diese Pistole nicht seinem Bruder gehört, der gibt sich mit Sicherheit nicht mit einem Spielzeug ab.
Morgen werde ich de ganzen Sachverhalt mit Lehrerin, Direktorin und den Beteiligten klären.
sheela2011 am 13. März 2008 17:22 Und das habe ich auch noch gefunden:
Konstanz: Junge durch Soft-Air-Waffe fast erblindet
Ein 14-jähriger Junge wurde wohl ohne Vorsatz durch eine Soft-Air-Pistole am Auge schwer verletzt. Der Junge wird zwar doch nicht blind, muss sich aber einer teuren Operation unterziehen. Der Vorfall ereignete sich schon vor etwa einer Woche. Auf die Anzeige eines Lehrers, der den Jungen schon seit einer Woche im Unterricht vermisste, nahm die Polizei die Ermittlungen auf. Der Junge wurde durch einen 16-Jährigen "wohl nicht absichtlich" am Auge getroffen. Die Plastikpistolen können ab 14 Jahren erworben werden. Trotzdem sind sie unter Umständen gefährlich. Sie ähneln sehr den echten Vorbildern, was für Grenzschützer und Polizei im Einsatz problematisch ist.
Quelle: http://www.shortnews.de/start.cfm?id=611231
Mir läßt das einfach keine Ruhe, was Pistolen betrifft, egal welcher Art und wie verharmlost sie werden, reagiere ich sehr empfindlich.
Ich weiß dass Du mich mit deinem Beitrag nur beruhigen wolltest, vielen Dank.
naja sheela wollte in erster linie vermeiden dass du morgen in die schule gehst und den typen mit seinem hosenbund an einen hohen zaun hängst und du probleme kriegst ;-)
stehe ja selber beruflich für sicherheit und gesetz ein und sehe das ganze mit beunruhigenden augen.
Dem habe ich nichts hinzu zu fügen. DH!
Werde heute noch ein paar mal versuchen mit der Direktorin in Kontakt zu treten, wnn es nicht klappt muß ich wohl bis morgen warten.