Frage von XXblelaXX, 78

Pferdehaltung mit Beistellpferd?

Hi, ich kaufe mir ein Pferd und baue einen Pferdestall in meinem Garten für den 1,83 m großen Wallach und ein Beistellpferd. Meine erste Frage ist was für ein Beistellpferd ist am besten? Also Stute oder ein zweiter Wallach? Und kann man auch ein kleines Pony oder sogar Shetty holen wegen der Futterkosten? Das Pferd kommt tagsüber zu einer Nachbarin auf die Weide also keine Sorge, dass es zu wenig Auslauf bekommt. Wie viel müsste man für Heu, Stroh bzw. Späne und Futter bezahlen für ein Großpferd? Und wie viel für ein Pony oder Shetty? Muss ich überhaupt ein Beistellpferd kaufen, wenn es fast den ganzen Tag mit einem anderen Pferd auf der Weide steht? 

Schonmal vielen lieben Dank für alle antworten! :)

Antwort
von Zanora, 19

Hallo!
Ich weis jetzt nicht wie des Grundstück ist bei euch. Aber diese Dinge hab ich vorher geklärt als ich meine Pferdls Heim auf unseren Hof holte!!
- Hast Du Platz wo Heu, Stroh, Sägemehl richtig unterbringen kannst so das es für ein Jahr reicht!
- Hast du Platz für einen Misthaufen bzw wo des ganze Zeug schön ablaufen kann vor allem wenns Regnet. Kann sonst ne ganz schöne Sauerei geben! Der Misthaufen sollte halt nicht gerade vor Nachbars Terrasse sein ;-)
- In wie fern bist du auf fremde Hilfe angewiesen. Hast du die Geräte bzw Maschinen das Du das Heu und Stroh auch in ganzen Ballen von A nach B bringen kannst? Meine wiegen zwischen 250 u. 300kg. Die bewegst allein net weit!
- Bist Du viel auf andere Hilfe angewiesen kann es Dir natürlich zusätzliche Kosten bringen.
- Hast Du die Chance das Du Sattelzeug, Kraftfutter usw. Sicher lagern kannst
usw.
Schau Dir einen Pferdestall genau an was hinter den Kulissen los ist ob Du auch wirklich alles bieten kannst was nötig ist. Weil auch Kleinigkeiten können zu große Probleme führen die Du ALLEIN bewältigen musst.

Da auf unseren Hof früher eine Landwirtschaft war hatte ich natürlich ein leichtes da alles da war. Von Stall bis Wiese Traktor Hänger usw.
Unser Stall mit gute 90 qm für 3 Boxen hat gute 3500€ gekostet. War früher ein Kuhstall. Gummimatten, Tränkbecken m. Heizkabel, Trog, Salzsteinh. usw.
Mussten wir ne Sägemehlbox bauen und ne Box wo wir einen Rundballen rein bringen der halt grad benötigt wird. Wieder mal schnell 500€ los. Sägemehl kostet bei uns 8 Qubik 90€ reicht ca 2 Monate.
Heu bezahlen wir im Jahr ca 1300€. Ist aber ein Bekannter. Stroh bekommen wir geschenkt von einem guten Freund :-) der nimmt uns auch unseren Mist ab wenn der Misthaufen voll ist.
Kraftfutter kommt mir im Monat auf ca. 80€. incl Möhren Mineralfutter.
Naja dann kommt halt noch so des übliche dazu Hufschmied, Tierarzt usw.

Zum Beistellpferd. Ich halte einen Kaltblüter, Haflinger und Shetty.
Das Shetty war nicht so ganz geplant, aber egal. Mein Koppelzaun musste komplett umgemodelt werden, die kleinen haben da großes Talent auszubüchsen. Zaun hat 1.65 m Höhe mit 4 Stromseilen und zwischen den unteren 2 noch nen glatten 5mm dicken Stahldraht, da der ne extrem gute Leitfähigkeit hat hat. Nochmal 350€ los. Und ne Kolik hatte ich gleich in der ersten Woche, die ist ein kleiner Rasenmäher, hätte ich nicht gedacht das man da soooooo drauf achten muss was Futter angeht. Die hat nen Maulkorb von Greenguard da bekommt sie trotzdem etwas Gras ab, aber ganz wenig. Noml 80€
Aber ansonsten kann ich jetzt nicht sagen das ein Shetty so schlimm ist zu halten. Also meine 3 kommen super klar, keine Probleme.

Auch ein Beistellpferd möchte beschäftigt werden, egal ob Groß oder Klein.

Mein Tipp!! Falls es Dein erstes Pferd ist geh erstmal in nen Selbstversorgerstall. Da wird Dir sehr viel bewusst fängt schon damit an "wer macht mein Pferd im Urlaub"
Täglich zum Pferd ist Pflicht!
Wenn du Dir nicht sicher bist, das Du das finanziell 100% schaffst, such Dir lieber nen schönen Stall als Reitbeteiligung;-)
Wenn der Tierarzt nötig ist muss er her auch wenns im Geldbeutel knapp wird :-(

Überleg gut was Du tust, gekauft und ein Stall gebaut ist schnell, aber Arbeit haste oft viel damit.
Nochwas, ein Pferd allein stehen zu haben auch wenns nur über Nacht ist, finde ich persönlich nicht richtig.

Aber trotzdem viel Erfolg!!

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde, 51

ein shetty als beisteller wird schwierig.

denn der darf nicht mit auf die weide.

wenn du dir einen kopp machst wegen futterkosten für einen beisteller, dann lass dein pferd, wo es jetzt ist.

ein beisteller braucht genauso hufbearbeitung, oftmals häufiger den tierarzt als das reitpferd - und unter umständen besondere fütterung, wenns ein pferd ist, das wegen einer stoffwechselerkrankung nicht mehr voll nutzbar ist.

rechne für den beisteller - egal wie gross - mindestens die gleichen kosten monatlich wie für das grosspferd.

ein shetty als beisteller birgt übrigens eine ERHEBLICHE gefahr. es gibt reichlich "shettys" (90% von dem was als shetty bezeichnit wird, ist keins, sondern einfach nur ein kleines, fettes mischpony), die als beisteller abgegeben werden, weil sie hochgradige rehe oder fiesecharakterprobleme haben (was natürlich niemand in die anzeige schreibt). in dem fall kannst du damit rechnen, dass dein pferd häufig nicht reitbar ist - die grösse pony trifft ganz zielsicher die empfindlichsten stellen mit bissen und tritten - mit dicken fusswurzelgelenken, dicker fessel, heftigen bissschwellungen am bauch, den schenkelinnenseiten oder in der gurtlage setzen häufig sehr grosse pferde ausser kraft, die mit einem kleinen beisteller zusammen stehen.

ist nun mal so in solchen "mischungen" so - wer den andern lahmschlägt, ist boss. und da die kleinen oft einfach nur vermehrt und kaum noch gezüchtet werden, ergeben sich in der hinsicht mittlerweile teils extreme probleme.

und - dein pferd braucht nicht einfach bloss gesellschaft um nicht allein zu sein. am besten wäre für einen so grossen ein wallach im ähnlichen alter, nicht kleiner als ein endmasspony.

was futter und einstreu kosten - das musst du mit den bauern in deiner gegend abmachen. je mehr lagerplatz dafür du hast, desto weniger häufig muss welches gebracht werden. die lieferkosten sind ein erheblicher anteil. und der kilometer kostet immer gleich viel, egal ob wenig oder viel auf dem anhänger liegt.

futter und einstreu kost, was kost.

du brauchst ausserdem einen (genehmigungspflichtig!) betonierten mistplatz und jemand, der den mist abnimmt.

Antwort
von sukueh, 19

Die Futterkosten für Heu und Stroh solltest du vor Ort erfragen. Da sind die Preise regional doch sehr unterschiedlich. Wenn du dich vor Ort nach den Preisen erkundigst, erfährst du ja auch gleichzeitig, wer als Lieferant für dich in Frage kommt. Ggf. lässt sich dann auch gleich abklären, wohin mit deinem Mist..... ob du den kostenlos entsorgt bekommst oder ggf. für die Entsorgung auch was zahlen musst.

Was die Pferdehaltung "im Garten" angeht, so muss natürlich erstmal geklärt werden, ob es überhaupt erlaubt ist, dort ein Pferd zu halten.

Ob jetzt ein Wallach oder eine Stute das bessere Beistellpferd sind, lässt sich pauschal auch nicht so beantworten, hängt ja schließlich von beiden Pferden ab - was sind gewohnt sind und ob sie das andere Pferd jeweils dann überhaupt akzeptieren. Eigentlich lässt sich diese Frage jeweils nur individuell aufgrund des einzelnen Pferdes klären.

In Eigenregie nur zwei Pferde zu halten, kann schwierig werden; oft entwickeln diese sich zu "Klebern", was dann jeweils Probleme bereitet, wenn mit einem der Pferde etwas gemacht werden soll. Außerdem muss man sich schon auch um beide Pferde ausreichend kümmern. Den Beisteller darf man nicht vernachlässigen, auch wenn es sich jetzt beispielsweise um ein kleines Shetty handeln würde. Zudem sich Beistellpferde oft ja auch gesundheitlich gehandicapt, was eine spezielle und möglicherweise zeitintensive Versorgung und Fürsorge erfordert.

Auch wenn du planst, das Pferd tagsüber mit einem anderen Pferd zusammen auf die Koppel zu stellen, bräuchtest du meiner Meinung nach dennoch einen Beisteller, denn es könnte ja mal sein, dass das Pferd nicht auf die Koppel kann oder darf. Auch nachts wäre es ansonsten alleine, was das Pferd unter Umständen auch nicht so gut fände....

Möglicherweise käme es dich insgesamt günstiger, das Pferd in einem Pensionsstall unterzubringen.

Antwort
von Serayla, 47

Das kann man so pauschal schwer beantworten kommt auf die Arbeit an, wie du füttern möchtest und wie das Pferd verwertet. Mein WB Stute Stm. 170cm, schwerfuttrig, braucht momentan etwa einen Rundballen Heu im Monat (Durchmesser 1,20m sehr fest gepresst) ich füttere nachts das Heu lose ad.lib. Und tagsüber gibt's Weide und ansonsten nichts da sie nicht gearbeitet werden kann. Der Rundballen kostet bei uns 30€

Das sind meine Futterkosten im Sommer. Im Winter steigt der Verbrauch natürlich da mehr Energie benötigt wird und die Wiese weg fällt.

Zusätzlich kommen die Strohkosten dazu aber das kann ich dir nicht sagen kommt drauf an ob du es nur fütterst oder einstreuen möchtest dann kommt es natürlich auf die Größe des Stalls an und wie kuschelig du einstreust 😊

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 36

Darfst du denn im Garten überhaupt ein Pferd halten? Meistens ist das nicht erlaubt.

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