Frage von GuckLuck, 120

Pferd reißt bei Bodenarbeit den Kopf hoch?

Mein Pflegepferd reißt bei Bodenarbeit (bei longieren und Führtraining) den Kopf hoch. Beim Führtraining ist er im Schritt total brav und wenn ich dann antraben will, reißt er den Kopf hoch, legt die Ohren richtig stark an und will nicht antraben.
Wenn ich ihn dann öfters mit der Gerte antippe trabt er zwar aber er hat immernoch den Kopf oben und die Ohren angelegt. Außerdem schüttelt er seinen Kopf und  bleibt nach ein paar Metern wieder stehen oder geht in den Schritt...

Was kann ich dagegen tun? Mache ich was falsch oder hat mein Pflegepferd einfach keine Lust?

Danke im Voraus,
LG GuckLuck

Antwort
von VanyVeggie, 76

Das klingt für mich nach Schmerzen. Sollte sich mal ein Tierarzt ansehen. 

Antwort
von VanillePferde, 56

Hallo,

Ist ausgeschlossen, dass das  Pferd Schmerzen hat? Ansonsten mal den Tierarzt oder eventuell auch osteopath draufgucken lassen. Wenn das Pferd gesundheitlich in Ordnung ist, dann versuche es langsam mit dem Pferd zu üben. Bleib aber immer ruhig und konsequent. 

Lg 

Kommentar von GuckLuck ,

Ich denke schon dass alles okay ist. Hab das auch mal den Besitzern gesagt und die ham nur gesagt ich soll mich durchsetzen

Kommentar von VanillePferde ,

Haben die Besis Ahnung? 

Ansonsten frag jemand anderen, dem du in der Hinsicht vertrauen würdest, ob er die helfen kann. 

Antwort
von sukueh, 38

Haben die Besitzer Ahnung von Bodenarbeit ? Dann bitte am besten sie zu Hilfe (oder vielleicht ist sonst jemand an deinem Stall, der Erfahrung mit Pferden hat und dir helfen kann).

Das Verhalten deines Pflegepferdes könnte jetzt tatsächlich wegen Schmerzen entstehen, wegen "Unwilligkeit" oder möglicherweise, weil es deine Aufforderung, das Tempo zu wechseln, mit zu viel Druck kommt...

Das lässt sich aus der Ferne aber leider nun mal nicht beurteilen !

Wenn das Pferd jetzt "nur" keine Lust hätte, würde ich persönlich etwas gegen angelegte Ohren als "Drohung" haben. Im Moment schüttelt er nur den Kopf und bleibt stehen. Möglicherweise fährt er aber andere Geschütze auf, deshalb solltest du dich wirklich vor Ort bemühen, den Grund für sein Verhalten zu finden und abzustellen !

Antwort
von mesta8580, 44

Womit führst/longierst du denn? Halfter, Trense, Kappzaum? Wie verhält er sich denn vor dem Training, also z.B. beim Putzen. Ist er da kooperativ und weicht, wenn du es ihm sagst usw., gibt er problemlos alle Hufe, lässt er sich ohne Unwillen aufhalftern/trensen, Longiergurt anlegen oder ähnliches?

Ich meine, nimmt er dich sonst für voll?

Wenn Schmerzen wirklich ausgeschlossen sind (Zähne, Rücken, empfindliche Stellen wo Halfter/Trense am Kopf sitzt, Beine, Hufe?) kann es einmal sein, er nimmt dich eben noch nicht für voll und will erstmal wissen, ob du wirklich meinst, was du da sagst. Oder, wenn es grad im Trab passiert, ist er vielleicht (grade beim Longieren) nicht balanciert genug und kommt da ins straucheln?

Falls sie es noch nicht gemacht haben, bitte doch die Besitzer einmal, dass sie dir vor machen, wie sie longieren, oder ihn beim Führen antraben lassen.

Vielleicht siehst du dann schon, warum es bei dir nicht klappt, sind sie vielleicht Marke Militärschule und das Pferd ist deswegen unwillig, weil übertrieben "hart" kommandiert wird, oder läuft es da super und du musst wirklich einfach noch ein bißchen Vertrauen aufbauen, damit er dir genauso zuhört wie den Besitzern.

Da kann man mit ein bißchen geschultem Auge schon darauf schließen, warum es bei einem selbst noch nicht so gut klappt.

Und sonst, wenn Schritt gut klappt, dann bleib doch erstmal dabei und arbeite vorwiegend im Schritt mit ihm, und dann einen Gang höher.

Nimm dir die Zeit, die du/ihr braucht, dann geht alles andere schneller.

Kommentar von GuckLuck ,

Also longieren tu ich im Moment mit Halfter oder Trense aber nur weil wir erst angefangen haben. Ich werde mir bald wahrscheinlich einen Kappzaum kaufen.

Longieren kann ich (bei anderen Pferden klappt's) nur er kann es nicht. Er kapiert einfach nicht dass er um mich rum laufen soll und kommt immer zu mir. Aber wir üben gerade dass er es kapiert.

Kommentar von mesta8580 ,

Dann würde ich erst einmal einen Schritt zurück gehen und mit ihm aus der Nähe arbeiten und nicht schon auf Entfernung. Man kann sogar im Stand viel für die Gymnastizierung tun und im Schritt an der Hand auch.

Longieren sollte eigentlich erst dann auf dem Plan stehen, wenn das Pferd sich an der Hand schon relativ gut balancieren kann und (im Ideal am Kappzaum) bereits in Stellung/Biegung aus der Nähe gearbeitet und geführt werden kann.

Man kann mit Stangen/Hütchen viel Abwechslung in die Trainingseinheiten bringen und so auch nach und nach den Abstand ausbauen, wenn man merkt, dass das Pferd seine Balance noch nicht ganz gefunden hat, wieder ein Schritt zurück.

Lieber in vielen kleinen Schritten vorwärts, so habt beide auch Zeit euch aufeinander einzustellen.

Und bitte nicht an der Trense longieren, ich weiß, dass wird immernoch als normal angesehen, ist aber nicht gut fürs Pferd.

Kommentar von Heklamari ,

prima erklärt - ich könnte es nicht besser sagen

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