Frage von sichtpulsbo3, 142

Pferd lässt sich nicht lenken?

Hallo, Also ich reite seit kurzer Zeit wieder ein pferd (bin davor 2 Jahre geritten) und immer wenn ich es in eine Richtung lenken will dreht es halt nur den Kopf und Hals in die Seite (also biegt sich). Ich nehme den inneren zügeln an halte den äußeren gegen halte den inneren Schenkel dran den äußeren verwahrenden auch und verlagert mein Gewicht auf den linken Gesäßlnochen aber trotzdem biegt er sich dann nur in die Richtun anstatt dprthin zu laufen. Kann mir jemand helfen ?

Expertenantwort
von Dahika, Community-Experte für Pferde, 58

Da fehlt - neben anderem - der äußere Zügel. 

Noch ein Tipp: wenn das Pferd abwenden soll, machst du es dir leichter, wenn du mit der äußeren Hand mal gegen den Hals drückst. Oberhalb des Widerristes. Pferde haben da so ein eingebautes Knöpfchen... ;-)  Wenn man dagegen drückt, wenden sie ab.

Kommentar von sichtpulsbo3 ,

Danke 😊

Expertenantwort
von Urlewas, Community-Experte für Pferde & reiten, 98

Wenn das Pferd den Hals zur Seite drehen kann, sind die Zügel, vor allem der äussere, zu lang.

Das Maß und die Koordination der Hilfen erfordert Gefühl, das ist Übung, und ein guter Reitlehrer mit geschultem Auge könnte helfen, im richtigen  Moment die entsprechende Hilfe zu verstärken. Wenn du niemanden hast, mußt du das mit der Zeit allein  heraus  finden :-/

Besonders mit dem Gewicht ist es alleine oft schwierig, weil man manchmal nicht merkt, dass man einknickt oder so. Mach dich auf der Innenseite " groß"; also Bein lang machen und Schultern parallel lassen, so dass sich deine innere Seite streckt.

Und den verwahrenden Schenkel erwas stärker, um das Pferd von dieser Seite "weg zu treiben".

Wichtig ist such, immer im richtigen Moment zu treiben ( den Hinterhuf animieren, der grade abfußt; einen "stehenden Karren kann man schwer lenken")

Vieleicht hilft dir das  ein wenig weiter 😊

Kommentar von sichtpulsbo3 ,

Danke endlich mal eine freundliche Person! Ich nehme auch Reitunterricht nur ich konnte es nicht bis zum nächsten mal 'aushalten ' und wollte so ein paar andere Meinungen hören.

Vielen Dank 😊❤

Kommentar von Urlewas ,

Find ich gut - wer sich theoretisch gründlich mit der Sache auseinandersetzt, kann dann in der Praxis die Anweisungen des Reitlehreres viel besser umsetzen. Weiter so!

Expertenantwort
von Heklamari, Community-Experte für Pferde, 88

Urlewas hat es prima erklärt.e Ein Tipp noch dazu: wenn Du Bodenarbeit machst, laß dir mal das Fahren zu Fuß Zeigen und erklären. Das wäre eine gute Ergänzung für dein Training. Viel Erfolg

Kommentar von Dahika ,

Na ja, vielleicht bist du ja ein Naturtalent. Mein Pferd kann Langzügelarbeit bis hin zur Piaffe. Wenn auch nur drei oder vier Tritte, dann ist es müde.
Aber das Fahren vom Boden aus/Langzügelarbeit ist sauschwer. Ich habe mehr als ein Jahr Unterricht in dieser Kunst gehabt.

Antwort
von stracciatella33, 62

Man lenkt das Pferd ja auch nicht mit dem inneren Zügel, dieser ist nur für die Stellung da. Gelenkt wird mit (u.a.!!) dem äußeren Zügel, dann rennt das Pferd auch nicht über die äußere Schulter weg (was es bei dir macht - hat übrigens nix mit korrekter Biegung zu tun).

Hol dir einfach nen Reitlehrer, das Internet kann dir dabei nicht helfen ;)

Kommentar von Urlewas ,

" einfach" ist gut - wenn die Leutchen hier die Möglichkeit hätten,  ordentlichen Unterricht zu bekommen, würden die meisten hier nicht fragen. 😄" 

Deshalb versucht man ja hier, so gut  es geht, zu erklären - umsetzten ist natürlich für sich allein sehr schwierig. Aber früher hat man es oft auch nicht anders gekannt( sogar ohne Internet) und hat trotzdem gelernt, zumimdest von a nach  b zu kommen. 😉

Kommentar von sukueh ,

"Von a nach b zu kommen", hat ja jetzt nicht allzuviel mit wirklichem Reiten zu tun.

Ich frage mich, ob man den Leuten wirklich mit der Theorie hilft, die sich aber dann nicht oder nur halb umsetzen lässt und eventuell wieder ganz neue Probleme hervorruft ?

Ich stimme dir durchaus zu, dass es nicht einfach ist, guten Unterricht zu kriegen, andererseits liegt die Schuld aber auch oft daran, dass nach günstigem Unterricht gesucht wird oder der Möglichkeit, mit der besten Freundin gemeinsam in irgendwelchen Gruppenstunden reiten zu können, anstatt vernünftigen Reitunterricht zu nehmen.

Und wenn ich gerade in unserem Reitschulbetrieb miterlebe, wie wenig Leute tatsächlich wirklich Reiten lernen wollen (weil das ja anstrengend ist und der Reitlehrer nicht nur lobend in der Mitte steht und dann das böse Pferd auch noch nicht mal so gutmütig ist, dass es, wenn es schon weiß, was der Reiter will, dieses auch tut, sondern darauf besteht, dass die Hilfen korrekt gegeben werden), dann wundert es mich auch nicht, warum so viele Leute mit ihren Pferden überhaupt nicht mehr klar kommen....

Kommentar von Urlewas ,

Ich denke bei solchen Fragen manchmsl an Leute, die gar keinen Unterricht haben.

Das gibt es nun msl, ais wrlchen Gründen auch immer nämlich leider auch.

ich fürchte, der FS und ihrem Pferd ist auch nicht  geholfen, wenn wir da Grundsatzdiskussionen über Unterrichtsformen  betreiben. Sei nicht böse, aber dazu ist mir auch die Zeit zu schade.( wobei ich dazu nun doch bemerken muss, dass ich in Gruppenstunden reite und deshalb noch lange  niemand behaupten kann, ich wolle  nicht lernen), 

Mir ist hier mehr daran gelegen, einfach die Frage zu beantworten, so gut es eben möglich ist.

Kommentar von sichtpulsbo3 ,

Das mit dem Unterricht habe ich oben nochmal erklärt. Ich weiß auch dass ich diejenige bin die die Fehler macht wenn das Pferd nicht das macht was es soll und es an mir liegt und ich das korrigieren muss. 

Kommentar von stracciatella33 ,

Mag ja sein, dass es Leute gibt, die aus welchen Gründen auch immer keinen Unterricht bekommen können (wobei ich schon stark bezweifle, dass diese Leute auch absolut niemanden kennen, den sie fragen könnten und der ihnen mal hilft, kann ja notfalls auch ein Stallkollege sein).

Aber sind wir doch mal ehrlich - die Leute, die sich hier rumtreiben und solche Fragen stellen, wollen keinen Reitunterricht (weils zu anstrengend ist, weil sie angeblich eh schon alles können, weil der Reitlehrer einem nicht nur Honig ums Maul schmiert oder weil man vielleicht mal etwas Eigeninitiative zeigen müsste, um einen RL an den Hof zu holen) oder sind zu geizig dafür. Und da die mit mangelndem Können dann auf Lebewesen rumhoppeln, möchte ich das nicht unterstützen,indem ich auf solche Fragen antworte!

Kommentar von sichtpulsbo3 ,

Alter meine fresse.... 

Nur weil ich hier mal nach Meinungen von anderen Reitern frage bin ich ne geizig Tussi oder was ?

Ich nehme Reitunterricht aber erst seit kurzem wieder und er ist auch nicht der billigste und ich weiß dass ich Fehler mache und das kann mir der reitlehrer auch sagen.

Kommentar von Urlewas ,

Hoffentlich bist du im Ungang mit deinem Pferd nicht auch so  unbarmherzig wie mit deines gleichen 🤔

Aber lass gut sein...


Kommentar von sichtpulsbo3 ,

Wo hab ich denn behauptet dass ich nur mit den zügeln lenke ich habe beschrieben was ich sonst auch noch mache nämlich auch die anderen Hilfen geben .

Antwort
von sichtpulsbo3, 23

Und mir ist aufgefallen dass es nur an einer Seite des reitplatzes passiert. Sonst funktioniert immer alles gut.

Kommentar von sichtpulsbo3 ,

Es macht mich irgendwie ziemlich traurig hier direkt so angemotzt zu werden. Ich versuche schoj feinfühlig mit dem pferd umzugehen. Ich will wirklich so gut reiten wie es geht um es dem Pferd möglichst angenehm zu machen weshalb ich auch hier noch mal nach anderen Meinungen gefragt hab bevor ich nächste Woche meinen Reitlehrer frage. Aber mir werden voll viele Sachen vorgeworfen und irgendwie finde ich das schade man sieht doch dass ich mich bessern will...

Kommentar von Urlewas ,

Kürzlich hat hier mal jemand ein Zitat geschrieben, so in der Art, dass der Deutsche viel zu raten weiß, aber wenig zu helfen.

Mach Dir nichts draus, es gibt  so "Gutmenschen", die sich selbst gern reden hören und dabei lieber den Zeigefinger heben, statt anzupacken - und dabei  anderen vorwerfen, sie  würden es sich leicht machen... 

Aner ganz ehrlich - wenn du etwas gegütert bist, kaufst  du dir vielleixht besser ein gutes Lehrbuch, statt dur die Diskussionen hier anzutun 😉

Kommentar von sukueh ,

Ich finde es sehr schade, dass der Rat, den Reitlehrer zu befragen, so hingestellt wird, als würde man nur herummotzen oder keinen Rat geben wollen.

Nachdem heutzutage ja auch die Ausbildung von Pferden oft nicht mehr nur nach einem bestimmten Schema erfolgt, kann man aus der Ferne doch oftmals mehr gar nicht mehr wissen, wie und auf welche Hilfen genau das Pferd ausgebildet ist. Was nutzt einem also das theoretische Wissen über die perfekte, richtige Hilfengebung, wenn das Pferd sie vielleicht gar nicht kennt ?

Zudem finde ich die Beschreibung dessen, was man als Reiter auf dem Pferd macht, wenn das Pferd etwas anderes macht als gewollt, auch nur sehr "einseitig". Man beschreibt bzw. kann nur die Dinge beschreiben, die man selber auch wahrnimmt. Wer weiß aber, was man vielleicht unbewusst noch macht (oder eben nicht). Und auf dies reagiert dann das Pferd ? Oder das Pferd reagiert auf äußere Einflüsse, die aber nicht mitbeschrieben werden ?

Reiten ist ein Zusammenspiel vieler Dinge. Was nutzt einem also ein kleines Puzzleteilchen, wenn die Anschlussteilchen nicht da sind ? Übertragen aufs Reiten: weil man sie nicht sehen kann und nur ein winzig kleines "Schnipselchen" des Problems beschrieben bekommt ?

Wäre es also nicht viel hilfreicher, gleich denjenigen zu fragen (also den Reitlehrer), der den Reiter, das Pferd und die Umstände auch sehen kann ? Weil auch das Wissen um die korrekte Hilfe einen oft nicht weiterbringt ? Sie zu wissen und dann auch wirklich korrekt zu geben, sind ja wieder zwei Paar Stiefel und oft verkopft man sich ja auch durch Gedanken wie "ich muss dies oder das tun" und das Pferd tut - weil es eben andere Dinge sind, die das Pferd so laufen lassen - trotzdem nicht das, was es soll ?

Und ich frage mich halt, was dazu führt, dass ich versuche, mir Hilfe aus dem Internet zu holen, wenn es während der Reitstunde nicht klappt ? Naheliegender Grund könnte doch in der Tat ein "fehlendes Vertrauensverhältnis" zum Reitlehrer, fehlende Zeit innerhalb einer Gruppenstunde oder überhaupt ein lustloser Reitlehrer sein. Insofern ist es in meinen Augen durchaus eine gute Antwort auf die Frage nach Reiterproblemen "Klär das mit deinem Reitlehrer" (und sorry - eben nicht "virtueller Reitunterricht").

Antwort
von LyciaKarma, 52

Bitte nimm guten Unterricht.

So, wie du es beschreibst, lenkt man nicht und das ist auch keine Biegung, die das Pferd einnimmt. 

Kommentar von sichtpulsbo3 ,

Ich hab auch nicht gesagt dass es eine Biegung ist Ich meinte nur es biegt nur den Hals in die Richtung...

Antwort
von downhill015, 99

Mal richtig treiben und zeigen wer der Chef ist
Oder vielleicht erstmal durch bodenarbeit die Prioritäten klären wer chef ist und wer nicht
Meine RB wollte nicht schneller laufen nach ca 13 Stunden bodenarbeit verteilt auf 2 wochen ist er dann viel schneller gelaufen so wie er auch immer bei der Besitzerin läuft versuch es einfach mal er läuft mir jetzt auch hinterher und ich kann auch ohne zügel in der hand reiten

Wenn du instagram hast guck bei mir vorbei
Heiße louisa_fernando

Kommentar von downhill015 ,

aber schreib bitte vorher wie du da heißt oder zumindesten die Anfangsbuchstaben

Kommentar von sichtpulsbo3 ,

Hab dir gerade bei Insta geschrieben fange mit M an 

Kommentar von downhill015 ,

ok danke

Kommentar von Urlewas ,

Entschuldigung, aber was hat das mit " chef " zu tun, wenn man nicht  lenken kann....

Reiten besteht nur zu eine kleinen Teil aus " Technik", meist fehlt es an Koordination und Gefühl.

Kommentar von VeraLu ,

weil sich das hier nach typischer respektlosigkeit anhört. ein gehorsames pferd läuft auch nach links wenn man nur innen zieht und ein wenig treibt. viel technik brauchts da nicht (das heisst jetzt nicht dass das die korrekte art und weise ist)

Kommentar von skjonii ,

Wenn du nach innen ZIEHST und das pferd mit innenstellung gradeaus läuft macht das gehorsame pferd alles richtig und du alles falsch. Zügel sind zum stellen von Kopf und Hals, zum lenken hast du Beine und Gewicht. 

Kommentar von stracciatella33 ,

Also mein Pferd würde wahrscheinlich stehen bleiben, weil es nicht weiß, was du von ihm willst, wenn du einfach nur am inneren Zügel ziehst. ;)

Kommentar von Dahika ,

wie ich dieses Chefgeschwafel hasse. Das Pferd wird nicht richtig geritten, das ist alles. Wie Urlewas schon schrieb: das fehlt unter anderem der äußere Zügel. Durch diese dämliche und längst veraltete Chefideologie wird immer dem Pferd die Schuld gegeben. Es verarscht den Menschen, es testet den Menschen, es erkennt ihn nicht als Chef an.
Ne!!! Das Pferd wird nicht korrekt geritten.

Kommentar von skjonii ,

stimmt genau! in 99% der Fälle ist der Reiter schuld und nicht das Pferd. Aber die Schuld wegzuschieben ist natürlich die wesentlich einfachere und bequemere Variante! Wenn der Bauer nicht schwimmen kann...

Kommentar von dasadi ,

Also MEIN Pferd ist mein PARTNER, nicht mein Untergebener ! Wenn ich ihm nicht vermitteln kann, was es tun soll, habe ich nicht das Recht es zu etwas zwingen, was es nicht verstehen KANN.

Kommentar von Urlewas ,

Die Diskussion über recht  oder nicht recht nützt sowieso nichts, wenn das Pferd keine Ahnung hat, was man von ihm will.

Wenn das Pferd nicht versteht, KANN es ja nicht gehorchen.

Ich finde schon, dass das Pferd machen sollte, was der Mensch will ( schon aus Sicherheitsgründen). Ob man das nun durch freundliches Motivieren oder auch  mal mit Nachdruck erreicht, ist eine andere Frage. 

Alle einig sind sich ja wohl alle darin, dass jedes Wesen - ob Mensch oder Tier - einer Anweisung nur folgen kann, wenn es sie verstanden hat. Und wenn man dann so souverän ist, dass das Pferd gern folge leistet, um so besser - meine Meinung.


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