Frage von Allankingdom, 103

Pädagogik LK. Menschenbilder einzelner Pädagogen?

Hallo :) Und zwar befinde ich momentan im Abistress und bald steht meine Pädagogik LK Klausur an, ich habe soweit alles gelernt, allerdings bräuchte ich noch die Menschenbilder einzelner Pädagogen, welche ich unten aufführen werde. Ich brauche die, weil wir diese nicht explizit gemacht haben, die nicht in meinen Unterlagen und auch nicht im Internet gefunden habe.

Rauchfleisch, Heitmeyer, Nieke, Stierlin, Piaget und Hurrelmann

Liebe Grüße und vielen Dank für eure Hilfe!!

Antwort
von Liaela, 72

Hallöchen :) Ja also ich bin im Moment auch dabei für die morgige LK Klausur hier in NRW nochmal alles durchzugehen. Die Menschenbilder der Pädagogen wurden bei uns im Unterricht auch nicht explizit gemacht und ich meine dass diese in den Klausuren auch eher aus den Theorien abgeleitet werden. Sie stehen nämlich, zumindest bei uns, nicht explizit im Lehrplan. Also zu Stierlin wüsste ich jetzt ehrlich gesagt nichts, denn er hat ja eher eine Theorie aufgestellt die sich mehr mit dem System Familie befasst als mit einem Individuum selbst. Hurrelmanns Sicht auf Jugendliche ist da schon einfacher. Sein Ansatz heißt ja "produktive Realitätsverarbeitung im Jugendalter". Das impliziert ja dass der Jugendliche aktiv und kreativ an der Identitätsbildung teilnimmt. Wie ja auch seine 3. Maxime sagt, dass Jugendliche schöpferische Konstrukteure ihrer Persönlichkeit sind, die die Fähigkeit haben ihr Leben selbst zu lenken. Im Umkehrschluss lässt sich daraus ja erkennen, dass Hurrelmann denkt dass Jugendliche frei sind und wir Menschen alle aktiv, nicht allein durch Genetik determiniert, und bemächtigt unser Leben und unsere Welt gestalten zu können und man Menschen somit Freiheit gewähren sollte sich zu entfalten. Außerdem (wie man bei fast allen Pädagogen sagen kann) fordert er alle Menschen auf für einander Sorge zu tragen und verantwortungsvoll mit den Aufgaben umzugehen die die Gesellschaft uns anvertraut, wir alle sind durch den Umgang mit anderen Menschen, durch unser Verhalten in der Öffentlichkeit, Erzieher für einander, die eine große Verantwortung tragen. Bei Piaget lassen sich ähnliche Dinge schlussfolgern. Auf Grund der Tatsache, dass in seiner Theorie schon Kleinkinder aktiv daran mitarbeiten den Grundstock für ihre sich entwickelnde Persönlichkeit zu legen, indem sie sich aktiv, durch Ausprobieren und somit Assimilation bzw. Akkomodation, mit ihrer Umwelt auseinandersetzen. Kinder sind in Piagets Augen nicht Knechte ihrer genetischen Anlagen sie erfassen, ähnlich wie bei Montessori, ihre Welt schöpferisch indem sie interagieren, auch wenn ihre Mittel anfänglich noch begrenzt sind. Somit hat Piaget ein freiheitliches Menschenbild, das wieder auf dem Grundsatz beruht sich der eigenen inneren Freiheit bewusst zu sein, sowie der Verantwortung die wir als Ältere tragen.

Also bei den Anderen musst du dir jetzt selber ein Bild machen, denn mir würde nicht einfallen wie man aus ihren Theorien ein Menschenbild ableiten soll. Dafür sind die Theorien einfach zu sehr auf einen bestimmten Bereich gerichtet, sie gehen ja nicht darauf ein wie die Theoretiker Kinder und Jugendliche außerhalb ihrer speziellen Problembereiche betrachten. Sowohl Aggressionstheorien als auch die interkulturelle Erziehung, geben zwar einen Ansatz wie man es besser machen könnte, aber keine Beschreibung wie ein Jugendlicher "aussieht" der sich positiv entwickelt hat.

Ich hoffe man versteht meinen Argumentationsgang, mir schwirrt vom Lernen etwas der Kopf. Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg beim Lernen.

Antwort
von flunra39, 54

Stierlin ist als systemischer Wissenschaftler an den Subsystemen interessiert, die uns und unsere Existenz /Sozialisation ausmachen. Gleichzeitig ist er als HUMANISTISCHER Psychologe orientiert an den Stärken und Ressourcen einer Person =salutogenetisches menschenbild und an keinem pathogrenetischem: Hierzu bitte zu mehr : Googeln!

Bei Piaget geht es durchaus neben Assiomilation usw,  um die genetisch angeordnete und zu berücksichtigende ENTWICKLUNGSSTUFEN-FOLGE bei der Intelligenzentwicklung, bei der also erst immer nach Erreichen der 1.  die 2.  usw. folgen können.

Bei Rauchfleich handelt es sich a) um ein psychoanalytisches Menschenbild, d.h um den Einfluss frühkindlicher Beziehungsthemen Eltern-Kind / Urvertrauen( wie bei Erikson)  und b) soziologisch begründetes Menschenbild, d.h. die gesellschaftl. Schichtung/ Ökonomie ist mitbeteiligt z.B. an den Einstellungne und Haltungen eines Menschen.

Heitmeyer ist stark an dem Soziologischen Menschenbild, ohne starke Berücksichtigung des Indiviiduums, wie z.B. durch die Psychoanalytische Theorie bei Rauchfleich, orientiert.

Hurrelamnn: siehe oben/ unten  bei LIONIA

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