Frage von T1Mde, 32

Nachteile einer VM?

Welche Nachteile hat eine virtuelle Maschine gegenüber einem physikalischen Computer? Insbesondere im Bezug auf die Performance.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von DerOnkelJ, 30

Wenn du eine VM auf einem Typ1-Hypervisor wie Hyper-V laufen lässt und alle Systemressourcen vollständig einer einzelnen VM zur Verfügung stellst dann liegt der Overhead derzeit - soweit ich zuletzt mal gelesen hatte - bei ca. 10%. Sprich die VM ist ca. 10% langsamer als wenn sie direkt auf der physikalischen Maschine läuft.

Bei Typ2-Hypervisoren ist der Overhead wesentlich größer, wobei es auf die Auslastung des Host-Systems ankommt und auf die Priorisierung.

Und dann kommt es noch auf die Anzahl der Gastsysteme auf dem Host-System und deren Ressourcenzuteilung an.

Antwort
von barnim, 21

So generell kann man das nicht sagen. Es kommt sehr stark darauf an, welche Virtualisierung benutzt und wie sie betrieben wird und von welcher Performance die Rede ist.

Kannst du konkreter benennen, worum es dir genau geht?

Ein paar Beispiele, warum man das nicht einfach pauschalisieren kann:

  • 2 gleiche VMs laufen auf 2 VMWare ESXi Hypervisoren, ein ESXi erlaubt das durchreichen von CPU Flags der verbauten CPU, der andere erlaubt das durchreichen von generischeren CPU Flags (um z.B. Live-Migration in heterogenen Umgebungen (1 Cluster, verschiedene CPU Baureihen) zu erlauben). Die CPU Performance wird sehr unterschiedlich sein (waehrend VM1 kaum oder nicht von Bare Metal zu unterscheiden ist, wird VM2 stark von den Ergebnissen abweichen)
  • 2 gleich VMs laufen auf 2 gleichen KVM Hypervisoren und teilen sich ein externes Subnetz in einem nativen VLAN. KVM1 benutzt fuer die internen Netze auch native VLANs, KVM2 benutzt fuer die internen Netzt aber ein Tunneling Protokoll wie VXLAN oder GRE. Beide VMs werden aehnliche CPU Performance bringen, aber eine sehr unterschiedliche Netzwerk Performance (VM1 wird nahe Wirespeed erreichen wie Bare Metal auch, VM2 sehr wahrscheinlich nicht)

Man sieht glaube ich, was ich vermitteln moechte ;) Anhand von gezielteren Fragen kann man gezielter antworten.

cheers | barnim

Antwort
von Jack63G, 26

Weil das Hostsysten ein Linuxsystem ist, fällt Micro$oft Hyper-V als Hypervisor schon mal aus.  Damit sind wir bei Paravirtualisierungslösungen, wie XEN,  z.T. auch VirtualBox, VMWare (proprietär, non free, not Open Source)....  Der entscheidene Nachteil könnte die fehlende Hardwarebeschleunigung sein.  Nutzt die Videobearbeitungssoftware auch die GPU,  z.B. über die CUDA-API (Nvidia), dann wird das in der VM nicht funktionieren, d.h.  die CPU macht den Job allein.....
Auch wenn nur max. 80% Performance gegenüber einem bare metal System erreichbar sind, muss das für die Resourcenverteilung / -Nutzung dennoch nicht unbedingt ein Nachteil sein.

Kommentar von barnim ,

VMWare als auch Xenserver (beim Rest bin ich mir nicht sicher) erlauben PCI Passthrough und 3D Beschleunigung, damit sind VMs in der Lage GPUs nativ zu benutzen.

cheers | barnim

Antwort
von Nenkrich, 23

Wie du es bereits an spielst, hast du gewisse Leistungseinbußen allein um dein wird UL das Betriebssystem laufen zu lassen. Außerdem lässt du noch dein normales Betriebssystem laufen. Hier steht es halt Sicherheit gegen Performance

Kommentar von T1Mde ,

Denkst du, ich kann problemlos ein komplexes Videoschnittprogramm (Windows) darin laufen lassen? Konkrete Hardwareinfos kann ich dir auf die Schnelle nicht geben, es handelt sich aber um einen guten Mittelklasse-HP-Laptop.

Kommentar von DerOnkelJ ,

Videoschnitt würde ich nicht in einer VM laufen lassen, höchstens zum testen. Das Rendern braucht alle Leistung die verfügbar ist, und es gibt inzwischen auch Videoschnittprogramme die die Rechenleistung der Grafikkarte nutzen. Dieser direkte Hardwarezugriff wird vom Hypervisor nicht unterstützt (was auch Sinn davon ist). Du wirst also keinen Spaß daran haben... (hab es selbst schon probiert...)

Kommentar von D4V1D1998 ,

Doch! Ich hab es geschafft :D 2 Grafikkarten im PC und eine davon wird direkt an meine Windows-VM weitergegeben.

Kommentar von NonDezimal ,

Verfolge die Frage schon ein wenig länger und mische mich mal ganz dreist ein: 

Solange die VM läuft (und der CPU nicht gerade auf 100% ist) und alles klappen sollte seitens Software, wird der Rest der Ressourcen genutzt um zu Rendern, könnte ggf. viel länger dauern (es wird garantiert länger dauern), kommt aber alles auf den Laptop an.

Kommentar von Nenkrich ,

Ich schließe mich meinen Vorrednern an.

Kommentar von T1Mde ,

Das Problem ist, dass ich Linux installiert habe und ein Schnittprogramm nutzen möchte, das es nativ nur für Windoof gibt.

Antwort
von Niklas140102, 21

Performance geht stark runter

Kommentar von T1Mde ,

Wie stark?

Kommentar von RedKungFuMastr ,

Bis zum Anschlag... badum tss...

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