Frage von TUrabbIT, 381

Müssten die Begriffe Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht vertauscht sein von der Bedeutung?

Denn der "Arbeiter" bietet ja seine Arbeitsleistung an und "gibt" diese dem Unternehmen. Der Unternehmer "nimmt" diese Arbeitskraft an und bezahlt diese.

Wäre daher nicht die umgekehrte Benennung sinnvoll?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von colocolo, 381

Dass  es so ist, wie es ist, hat seine Gründe; und diese liegen nicht in der Logik der Sprache.

Ich erinnere mich an einen Spruch, der so ziemlich aus der Mode gekommen ist:

Die Unternehmer heißen Unternehmer, weil sie etwas unternehmen. Die Arbeiter heißen Arbeiter, weil sie arbeiten. - Würden die Arbeiter etwas unternehmen, müssten die Unternehmer arbeiten.

Kommentar von FrageMoritz ,

Der ist Gut xD

Antwort
von Phantom15, 86

Jemand vergibt Arbeit und jemand nimmt Arbeit. Warum ist Deine Frage so hochtrabend? Der Arbeitgeber vergibt zum Beispiel Aufträge an seien Arbeitnehmer. Stimmt schon das der Arbeitnehmer seine Abeitskraft anbietet, aber wenn der Arbeitgeber ein Gesuch aufgibt und der Arbeitnehmer diese findet und annimmt, ist er eben der Arbeitnehmer. Gibt doch deine Denkweise mal der Regierung. Vielleicht wird auch das noch geändert. Ist ja sowieso schon ein totales Durcheinander und Wortklauberei bringts dann noch. Warum also nicht noch mehr Chaos? Kopfschüttel.

Antwort
von Undsonstso, 76

Für mich ist das Eine Frage der Definition, wie ich das Bestimmungsswort bei den zusammengestzten Substantiven betrachte.

Wer dann "Arbeit" als Arbeitskraft sieht, hat umgedeutet.

Wer "Arbeit" als einen zu erledigenden Job sieht, für den ist nix vertauscht.

Antwort
von NickgF, 178

Wenn du hinter "Arbeit" das Wort "Kraft" setzt hast du recht - der AG nimmt die Arbeitskraft des Arbn und dieser gibt sie.

Richtig wäre aber m.E. Arbeit und Stelle > der Arbg bietet die Arbeitsstelle und der Arbn nimmt sie.

Antwort
von voayager, 118

Wird von linker Seite genau so geshen, wie du vermutest. Der Lohnabhängige gibt nämlich seine Arbeitskraft, der Firmeninhaber bzw. dessen Beauftragter nimmt sie, um so Profit für sich und Seinesgleichen (Aktionäre/Gesellschafter) zu generieren.

Antwort
von benni12321, 228

Hast Du völlig Recht, da steckt so diese Didaktik von Gönner und Bittsteller oder Herr und Knecht mit drin.Wenn dann müsste es korrekt heissen: Arbeitsplatzgeber und Arbeitsplatznehmer. Die gebräuchlichen Begriffe sind absolut irreführend da natürlich der Arbeitnehmer die Arbeit leistet und somit an den Arbeitgeber "gibt". 

Antwort
von Lennister, 113

Nein. Der Arbeitgeber heißt Arbeitgeber, weil er dem Arbeitnehmer Arbeit, also einen Arbeitsplatz, gibt. 

Kommentar von DanielNord ,

Und ich als Kunde gebe doch dem Unternehmer auch Arbeit.

Kommentar von Lennister ,

Wäre hier theoretisch möglich, dich als Arbeitgeber zu bezeichnen, ist aber unüblich. Und Sprache basiert eben auch immer zuerst auf Konventionen. 

Antwort
von haku7, 36

Die eigentliche Frage ist was Arbeit in dem Zusammenhang bedeutet. Die kapitalistische Wirtschaftsform benötigt 3 Komponenten. Boden, Arbeit und Kapital. Boden ist die Natur in der wir Leben, Arbeit ist ein anderes Wort für menschliche Tätigkeit die untrennbar mit dem Leben verbunden ist und was Kapital genau ist weiß ich selber nicht :)

Jedenfalls müssen die meisten von uns, da sie keinen riesengroßen Grund und Boden haben, den sie vermieten könnten und auch nicht große Vermögen besitzen, durch deren Verleih sie Zinsen einnehmen könnten ihre
Arbeitskraft verkaufen. In der Summe das lebenlang "schuften".

Es wird vorrausgesetzt das die Arbeitskraft als Ware zur Verfügung steht und von der Industrie "gekauft" werden kann. Daher wäre eine bessere Bezeichnung z.B. verkaufte Arbeit (Sicht von Arbeitnehmer) und gekaufte Arbeit (Sicht vom Arbeitgeber).

Eigentlich wollen die Leute keine Arbeit verrichten, sonder Entlohnung erhalten. Arbeit zu verrichten ist kein Grundbedürfnis des Menschen, zu dem muss man ihn erst zwingen. Dann besser Lohnnehmer und Lohngeber.

Antwort
von atzef, 67

Ebenso gibt der Arbeitgeber einen Arbeitsplatz und der Beschäftigungslose nimmt ihn an. Wie du siehst, muss man nur die Bezugsebene passend machen. :-)


Antwort
von TimeosciIlator, 86

Es ist nicht zuletzt auch eine Frage der Situation. Auch der vermutlich falsch bezeichnete Arbeitnehmer gibt ja ebenfalls Arbeit noch obendrein. Ich erinnere mich an meine Lehrlingszeit. Da sagte mir mein Ausbilder, ich solle dem Lehrling unter mir Arbeit geben. Es ist eben die gute alte Firmenherarchie, die hier zusätzlich Verwirrung stiftet.

Menes Erachtens ist beides irgendwie richtig. Um hier Klarheit zu schaffen sollte man zwei völlig neue Wörter erfinden.

Antwort
von kiniro, 58

Der Geber hat eine Arbeit = Arbeitgeber und der andere nimmt diese Arbeit an = Arbeitnehmer.

Es geht hier nicht um die Leistung, sondern um die Arbeit, die zu machen ist.

Antwort
von Gegengift, 28

Müssten die Begriffe Arbeitgeber und Arbeitnehmer nicht vertauscht sein

Nö.

Der Arbeitgeber gibt Arbeit (und Geld) und nimmt das Produkt der Arbeit.

Der Arbeitnehmer nimmt Arbeit (und Geld) und gibt das Produkt der Arbeit.

Antwort
von ac1000, 55

Ja. Schon im vorletzten Jahrhundert hat sich  Friedrich Engels drüber lustig gemacht, dass die Wortbedeutung hier eigentlich verdreht ist.

Antwort
von Pauli1965, 144

Der Arbeitgeber gibt dem Menschen eine Arbeit, der Arbeitnehmer nimmt diese Arbeit an.

Kommentar von voayager ,

nach dieser Logik müßte dann der Arbeiter eigentlich auch Profitgeber heißen

Kommentar von Pauli1965 ,

Warum ? Der Arbeitnehmer profitiert doch auch davon. Er bekommt Geld für seine Arbeit

Antwort
von Joergi666, 133

interessanter Gedanke- aus meiner Sicht wäre es anders herum auch richtig definiert - dennoch aber auch nicht mehr richtig oder falsch wie die jetzige Definition.

Antwort
von alyssahnr, 12

Nein der Arbeitnehmer nimmt die Arbeit und der Arbeitgebern gibt dir Arbeit(sstelle)

Antwort
von MarkFragtNach, 58

Hallo TUrabblT,

ich verstehe genau was Du meinst und stimme Dir zu, in einer besseren Welt wäre das wohl so..

Liebe Grüße

Antwort
von Ortogonn, 29

Setze die Tätigkeit des Arbeitens mit Leistungserbringung gleich, dann ist der Chef der Leistungsempfänger. Dann taucht der Begriff der "Arbeit" nicht mehr auf. Vielleicht hilft das bei der Logik weitern.

Oder: Der Chef gibt dir die Möglichkeit, dort an verschiedenen Stellen zu arbeiten. Er gibt dir vor, was zu arbeiten ist.

Antwort
von DanielNord, 29

Mit einer ähnlichen  Sichtweise habe ich  mich schon bei meinen Bekannten und Vorgesetzten unbeliebt gemacht.

Meiner Meinung nach ist letztendlich  der Kunde der das Produkt kauft oder der die Leistung annimmt/ in Auftrag gibt  der Arbeitgeber.

Ich sag ja wir leben in einer verrückten Welt

Antwort
von Azura25, 67

Sonst wären es doch Arbeitskraftgeber und -nehmer?

Antwort
von MikeRat, 10

Stimmt! Der Le(e)hrer müsste Füller heissen und der Füller eigentlich Le(e)hrer. Denn der Lehrer füllt dich mit Wissen während der Füller sich leer schreibt. ❗️

Kommentar von TUrabbIT ,

Interessanter, nein sogar innovativer Gedankengang den du hier an den Tag legst. Doch obwohl eine phonetische Ähnlichkeit zu "leerer" nicht abzustreiten ist, und daher auch dein Ansatz Sinn ergibt ist es doch eher abwegig die Begriffe zu vertauschen, denn schließlich füllt ja der Füller auch das Papier mit Tinte zur Schrift. 

Antwort
von FooBar1, 35

Die Arbeit, also die Aufgabe, wird genommen und gegeben

Kommentar von voayager ,

aber auch der Profit wird gegeben und dann abkassiert

Kommentar von FooBar1 ,

Und?

Antwort
von Sonja66, 39

Für was sinnvoll?

Antwort
von Jenny200012, 58

haha, nein der Arbeitgeber gibt dem Menschen die Arbeit. Und der Arbeitnehmer sucht Arbeit und nimmt die an xD

Kommentar von TUrabbIT ,

eigentlich sucht diese Person ein einkommensgeber und bietet im. Gegenzug Arbeit an.

Kommentar von Jenny200012 ,

:D

Kommentar von voayager ,

Arbeitskraftgeber, wäre ja noch vorstellbar

Antwort
von Moonlighter, 92

Arbeitgeber gibt Arbeit. Arbeitnehmer nimmt Arbeit. simple as that

Antwort
von Roderic, 16

Nein. Polemik.

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