Frage von MFBlazeit420, 76

Motorrad fahren trotz thc im blut/urin?

Hey, wir haben gestern einen starken joint zu 3. geraucht. Das ist seit einer längeren zeit das erste mal also war ich davor "clean" und dazu kiffe ich eher seltener. Nun würde ich gerne zu einem freund fahren aber bin mir unschlüssig ob das so eine gute idee ist. Wielange müsste ich warten um wieder unbedenklich fahren zu können und wird ein drogentest überhaupt bei einer kontrolle ohne grund angeordnet? Bin männlich 1.80 groß und wiege ca 82 kilo falls dies einfluss auf die konzentration im blut bzw. urin hat. Jede hilfreiche antwort ist ernwünscht! Danke schonmal.

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Antwort
von Realisti, 67

Du wirst mind. eine Woche laufen müssen, bis der Akkutwert auf 0 ist. Ansonsten riskierst du ca. 1 Jahr Fahrverbot.

Bei THC im Blut wird man 3 x bestraft.

1 x Fahrt unter Drogen

1 x Langzeitwert hoch = Gewohnheitstäter

1 x Strafrecht (Besitzt von Drogen)

Dafür gibt es Geldstrafe, Fahrverbot, Untersuchungskosten (z.B. Haaranalysen),  MPU und eventuell Eintrag ins Strafregister + Strafe.


Kommentar von MFBlazeit420 ,

schade, da jetzt auch so gutes wetter bei uns ist... trotzdem danke für die antwort, dann werde ich wohl lieber laufen. kann man sich dann auch selbst einen thc test in der apotheke oder sonst irgendwo kaufen, um auf nummer sicher zu gehen?

Kommentar von tuedelbuex ,

Unfug!

1 x Langzeitwert hoch = Gewohnheitstäter

...dürfte entfallen, da kein regelmäßiger Konsum vorlag.

1 x Strafrecht (Besitzt von Drogen)

...dazu müsste man Drogen (in der Regel mehr als den "Eigenbedarf") in der Tasche haben, bzw. besitzen..... Einzig das Fahren unter Drogeneinfluß ist strafrelevant.....



Kommentar von Realisti ,

@ Tudelbuex

Ich muß dir ganz energisch widersprechen, aus leidvoller Erfahrung (mein Sohn auch kein Eigenbedarf etc. im Auto vorgefunden).

Er wurde auch aus dem Verkehr gewunken und ein Bluttest angeordnet: "Sein Fahrverhalten war fehlerfrei gewesen. Bei einer Routine-Kontrolle gefiehlen ihnen seine Augen nicht." (Wörtliches Zitat) Da THC über Monate Abbauprodukte hinterläßt, wurde ein Wert ermittelt. Er hatte 24 Stunden vor der Blutprobe den letzten geraucht. Der Blutwert ergab, dass er in der Vergangenheit öfters mal eine geraucht hatte. Alle anderen Werte (Alkohol, etc. waren 0)

Das Straßenverkehrsamt ordnete daraufhin den Führerscheinentzug für 1 Jahr an. Denn das Zeug ist in Deutschland einfach verboten und er wurde als regelmäßiger Kosument eingestuft. Obwohl die Staatsanwaltschaft ihr Verfahren einstellte (es war sein erstes mal), kann die Behörde das von sich aus bestimmen.

Sie ordneten die MPU an. Erst wenn die Tante im Straßenverkehrsamt (in Abstimmung mit der MPU-Stelle) der Meinung ist, dass er keine Gefahr mehr ist, gibt sie ihm seinen Führerschein wieder: "Zum Schutze der Allgemeinheit". Sie muß sich nirgendwo rechtfertigen.

Jetzt rechnen wir mal nach.

   6 Wochen Sicherheitszeit nach dem 1. Konsum
+ 6 Monate für Haarprobe 1
+ 6 Monate für Haarprobe 2
Das sind schon 1 Jahr und 6 Wochen.

Fällt er durch eine Probe oder durch die MPU sind wir schon bei ca. 20 Monaten.

Zur Erinnerung: Die Strafe beträgt 1 Jahr. In dieser Zeit wird er niemals seinen Führerschein wieder haben. Das enscheidet eine Behörden-Person selbstherrlich. Da kann man nichts gegen machen, auch nicht auf dem Klageweg. Das ist in vielen Ländern anders geregelt, zumeist gibt es auch nur 1 Strafe.

Kommentar von Realisti ,

Ach den Geldfaktor habe ich ganz vergessen:

die genauen Zahlen habe ich nicht parat aber ca.

800 € Strafe gabs für die Fahrt mit aktuellem Drogenwert inkl. Blutprobe. Mind. 2 Haarproben muß er zahlen. Da können wir auch ca. 600 € einplanen. Dann noch die MPU. Die gibt es auch nicht kostenlos. Ich glaube die lag bei ca. 500 €, wenn man sie beim ersten mal packt. Dann hatten wir einen Fachanwalt eingeschaltet, der bekommt auch 800 €. Wenn alles glatt geht, ist er also schon mal 2.700 € los. Mindestens!

Kommentar von brentano83 ,

Wie lange der Führerschein weg ist hängt mit den blutwerten zusammen, wobei jene leider auch nicht auf wissenschaftlichen Fakten basieren , aber das ist wohl ein anderes Thema. Wenn jemand nur alle zwei Wochen etwas raucht, und in eine Kontrolle kommt, und der test positiv ausfällt, wird der Führerschein max für 3 Monate weg sein und es wird auch keine MPU verlangt(sofern er noch nicht auffällig war). Bei jedoch einem jahr inkl MPU, müssen die Abbauwerte schon verdammt hoch gewesen sein.... Ändert aber nichts da dran das der Führerschein Entzug unverhältnismäßig ist, da er ja nicht berauscht gefahren ist..... 

Worauf ich aber eigtl hinweisen möchte ist die Haarprobe, das ist unverhältnismäßig, und, aktuell eigtl auch nicht mehr zur Bestimmung von THC werten zulässig, da durch eine Haarprobe nicht zuverlässig bestimmt werden kann ob "wirklich" THC konsumiert worden ist.... Gibt es einen Artikel zu, solltet ihr evtl mal lesen und den Anwalt anhauen.... Eine urinprobe wäre zudem kosten günstiger ,und es gibt eigtl auch keinen Grund warum dies nicht so gemacht werden sollte..... *ich hoffe euer Anwalt ist oder war auf Betäubungsmittel spezialisiert, ansonsten war das einfach nur ein teurer Spaß... 

Kommentar von tuedelbuex ,

 Ändert aber nichts da dran das der Führerschein Entzug unverhältnismäßig ist, da er ja nicht berauscht gefahren ist..... 

Ja.....das große Problem eines jeden, der gerne mal nach Feierabend bei einer "Tüte" entspannt und am nächsten Tag fahren muß....

Kommentar von Realisti ,

@brentano83

Ja, der Anwalt war auf Betäubungsmittelvergehen spezialisiert. Dank ihm wurde auch der Staatsanwaltschaftliche Teil eingestellt. So hat der Junge eine reine Weste behalten (was das Führungszeugnis angeht.) Es gab verschiedene Unregelmäßigkeiten bei der Festnahme. Die hat er angeführt. (Wir fanden das Auto unverschlossen  und Fahrerfenster auf, Portemonaie ohne Papiere (die hatte die Polizei) lagen auf dem Beifahrersitz. Die Blutentnahme war nicht ganz koscher, kein Fahrfehler etc. Der Junge unter Schock...

Haarproben wären für uns interessanter, als Urinproben. Der Mann von der MPU-Stelle hat mir erklärt, dass 1 Jahr THC-Freiheit nachgewiesen werden muß. Urin deckt nur einen kurzen Nachweiszeitraum ab. Alle Urinproben-Kosten addiert sind teurer als 2 Haarproben.

Der THC Wert war über 100. Wobei mir glaubhaft erkärt wurde, dass die starke Gewichtsabnahme meines Sohne (ca. 15 kg in wenigen Monaten) bis kurz vor der Probenentnahme den Wert beeinflußt haben könnte.

Ich bin zwar Elternteil, aber deswegen glaube ich meinem Sohn trotzdem nicht alles, was er mir so erzählt. Im Vorfeld hatten wir auch heftige Außeinandersetzungen. Er hatte alle negativen Nebenwirkungen, die man dem Cannabis nachsagt. Das bestreitet er energisch. Ich wußte nicht, dass er kifft, ich dachte einfach er ist bescheuert und diese ganzen unmöglichen Ansichten und Auffäligkeiten kommen vom schlechten Umgang und Alkohol.

Eigentlich bin ich den Polizisten dankbar. Die Sache ist teuer und es nervt mich ohne Ende, dass ich ihn täglich zum Ausbildungsplatz fahren und abholen muß, aber ... wir haben jetzt wieder Frieden im Haus. Diese Sache hat ihn auf den Boden der echten Welt zurückgeholt. Täglich muß er an seinem Auto vorbeigehen und auch bei der Arbeit darf er nur den Gabelstabler fahren. Das ärgert ihn unendlich. Kein gutes Wort der Welt, keine elterliche Strenge hätte das bewirkt. Er will den Lappen unbedingt wiederhaben und tut alles dafür. Dafür änderte er seinen Freundeskreis und raucht das Zeug wirklich nicht mehr. Er möchte seine 0-Werte in den Proben. Schon wenige Wochen nach dem letzten Joint konnte man sich wieder normal mit ihm unterhalten. Gesprächen folgt er jetzt wieder richtig und wir haben wieder unseren charmanten Querdenker und nicht mehr den spinnerten Looser.

Antwort
von john201050, 56

an sich könntest du bedenkenlos fahren. das hat keinerlei einfluss auf deine tatsächliche fahrtüchtigkeit.

ABER

das sieht rechtlich ganz anders aus. man wird dich zu einer mpu und sonst was zwingen und wie einen kriminellen kranken behandeln. deshalb lieber nicht fahren. mindestens das ganze wochenende. montag und dienstag besser auch nicht.

Antwort
von tuedelbuex, 61

Dieses Wochenende solltest Du überhaupt keine Kraftfahrzeuge bewegen.....das THC ist im Urin nachweisbar und die Polizei benötigt bei einer Kontrolle keine besonderen Gründe, um einen Test anzuordnen....Lieber einmal aufs Motorradfahren verzichten, damit der "Lappen" nicht in Gefahr gerät......

Kommentar von MFBlazeit420 ,

da wirst du wohl recht haben...

Kommentar von john201050 ,

sie benötigt sehr wohl gute gründe um dich zu einem test zwingen zu können.

leider wird das in der praxis nicht immer so genau genommen.

Kommentar von tuedelbuex ,

leider wird das in der praxis nicht immer so genau genommen.

Na eben....antwortest Du auf die Frage, ob Du mit einem Drogentest einverstanden wärest mit "Nein", dürftest Du schon einen Grund liefern....hättest Du nichts genommen, hättest Du ja nichts zu verbergen.....

Kommentar von Realisti ,

Wenn du bei der Frage zum freiwilligen Drogentest mit: "Nein" antwortest, wird dieser von einem Richter angeordnet. Das verzögert die Sache um 1- 2 Tage. Aber das ist egal, weil THC ein Abbauprodukt hinterläßt. Damit wird ausgerechnet, wie hoch der Wert zum Zeitpunkt der bemängelten Fahr war. Das verzögert den Ablauf nur um 1 - 2 Tage, ändert aber nichts am Ergebnis.

Mein Sohn wurde sogar erst nach dem Bluttest um sein Einverständnis gebeten. Da sie ihn für den Test mit 2 Mann festgehalten hatten (er hat Spritzenangst) stand er noch so unter Schock, dass er alles unterschrieben hat. Nur beweisen kann er es nicht. Sein Wort steht gegen das der Beamten.

Kommentar von brentano83 ,

Ein drogentest ist immer freiwillig, daher hat auch jeder das recht jenen zu verweigern. Und das verweigern führt auch nicht automatisch zu einer "richterlich angeordneten Blutentnahme", dazu benötigt es nämlich wirklich einem "hinreichenden Verdacht" (dies stellt einen schweren eingriff da). Und das kann schwer werden, denn hier sind die Beamten in der Beweis Pflicht. Rote Augen zB sind kein hinreichender Verdacht, da es auch eine Allergie sein könnte, zu wenig schlaf , manche haben auch an sich immer rote Augen... Allein die Aussage: Herr Richter, hier weigert sich jemand an einem drogentest mit zu wirken. Erteilen sie uns doch bitte die Anordnung ihm Blut zapfen zu dürfen... Reicht definitiv nicht aus! Das dauert auch keine 1-2 Tage, wenn es zu einer richterlichen Anordnung kommt, dann noch am selben Tag! Das ist nur ein kurzes Telefonat mit der Hoffnung direkt einen Richter an den Hörer zu bekommen. Das ist wie mit dem Arzt der dann mit der Nadel kommt, das dauert max ein paar std bis da jemand erreicht werden konnte.... Nachts kann das jedoch etwas anders aussehen, bzw länger dauern.. 

Man muss nur seine rechte kennen , und freundlich aber bestimmend bleiben, dann haben die netten Herren es nicht ganz soo einfach..... 

In der Regel ist es besser alles zu verweigern... Man ist nicht dazu verpflichtet dabei zu helfen sich selbst einer Straftat zu über führen!

Drogentest- verweigern! Blut Entnahme, darf widersprochen werden! Keine Aussage zum konsum machen! Keinem Koordinations test zustimmen...nichts unterschreiben.... Das sind alles Dinge die gegen einen verwendet werden können! Es gab Fälle wo manche Leute psychisch so unter Druck waren das sie den Koordinations test vergeigt haben, was dann natürlich mit "Ausfallerscheinungen" notiert wird. 

Kommentar von tuedelbuex ,

Meine Güte! Das war doch alles überhaupt nicht gefragt! Es ging darum, ob der Fragesteller aufgrund seines Cannabis-Konsums am Freitag nicht lieber das Wochenende auf das Motorradfahren verzichten sollte.....Antwort: eindeutig JA!. Keinesfalls aber ging es darum, Wege aufzuzeigen, wie man im Falle einer Kontrolle um irgendwelche Tests herumkommt....ob ein begründeter Verdacht oder gar eine richterliche Anordnung vorliegt mal außen vor (und was wäre im Falle eines Unfalles?)....

Kommentar von Realisti ,

@tuedelbuex

Ja, es stimmt. Es war nur eine einfache Frage, auf die man auch einfach mit "Ja" antworten kann.

Nach meinen Erfahrungen sieht das die Gruppe der Konsumenten aber "ganz easy". Auch wenn man denen sagt, dass es Tage dauert, bis man wieder fahren darf, glauben sie einem nicht - weil sie sich gut fühlen. Sie halten das für übertriebene Sorge und nehmen das nicht ernst. Da braucht nur ein Kiffer-Kumpel was anderes erzählen, das reicht. Jeder Internetheini wird ernster genommen als die Eltern. Sie erkären dir, dass das Zeug so oder so bald legalisiert wird. Dann schimpfen sie auf die Polizei und denken nicht im Traum daran, dass es sie erwischen könnte. Jeder der das kritisiert wird als ahnungsloser Spießer eingestuft und nicht ernst genommen. Bis es sie erwischt.

Kommentar von tuedelbuex ,

Sie erkären dir, dass das Zeug so oder so bald legalisiert wird.

....worauf ich z.B. antworten würde, dass es ja z.Z. noch nicht so ist und das eine Legalisierung zwar die Verfolgung des Konsums an sich ausschließt, aber nicht die Verfolgung der unter Drogeneinfluß begangenen Straftaten....zu denen in diesem Zustand (und leider auch noch Tage später) auch das Führen eines KFZ gehört. So ist z.B. Alkohol eine legale Droge....und trotzdem darf man betrunken nicht fahren....(Dir ist das klar! Aber bei manchen jungen Cannabis-Konsumenten hat man den Eindruck, sie glauben, eine Legalisierung würde auch die Teilnahme am motorisiertem Strassenverkehr unter Cannabis-Einfluß legal machen, bzw. scheinen das auch Legalisierungsgegner zu glauben, da es immer gerne als Contra-Argument angeführt wird, dass dann zu viele "Bekiffte" unterwegs wären....)


Antwort
von aXXLJ, 23

Bei einmaligem oder sehr seltenem Konsum ist es ratsam sein Fahrzeug etwa 4-5 Tage lang stehen zu lassen. Über alles Weitere klärt dieser Artikel auf: http://www.gruene-hilfe.de/2012/12/13/cannabis-und-fuhrerschein-1-nach-der-poliz...

Antwort
von Jewiberg, 57

THC ist bis zu 6 Wochen im Körper nachweisbar.

Antwort
von ollikanns, 35

Wenn du ernsthaft glaubst, dir könnte jemand so eine Frage anhand deiner Größe und deines Gewichts beantworten, dann bist du offensichtlich noch viel zu bekifft, um ein Fahrzeug zu fahren. 

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