Luzides Träumen- Dinge tun/verändern etc?

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4 Antworten

Das heißt, wir müssen tatsächlich außerhalb des physischen Leibes sein mit unseren seelischen Erlebnissen, wenn wir träumen. Insofern ist das, was sich ältere Seelenforscher gesagt haben, absolut unanfechtbar; es läßt sich gar nichts dagegen einwenden.
Aber etwas anderes muß gesagt werden. Irgendeine Erkenntnissicherheit über das Selbst kann mir der Traum nicht geben, er kann uns hinführen, wie man auf den Weg zu einer solchen Sicherheit kommt. Denn was wir innen sind, während der Zeit vom Einschlafen bis zum Aufwachen, wo wir außerhalb des Körpers sind: das, was uns der Traum da zeigt, das sind wir ja ganz gewiß nicht; denn das sind auf der einen Seite Bilder unseres körperlichen Inneren, noch dazu Sinnbilder dieses körperlichen Inneren, also das, was wiederum von unserem körperlichen Inneren genommen ist. Wir können doch nicht, wenn wir schlafend außerhalb unseres Körpers sind, sozusagen dasselbe sein, was wir im Inneren sind, im physischen Leibe sind. Es muß also etwas anderes vorliegen. Wir müssen da etwas sein außerhalb unseres Körpers, aber das macht sich nicht geltend. Dazu sind wir zunächst nicht fähig, das eigentliche Wesen des Seelischen im schlafenden Zustande zu erfassen. Das verbirgt sich und maskiert sich zunächst; es umhüllt sich mit Bildern der eigenen Körperlichkeit und zeigt sich in bezug auf sein Eigenleben in willkürlichen Zusammenstellungen des Erlebten. Daß wir außerhalb unseres Leibes sind, wenn wir träumen, das haben die älteren Seelenforscher gut geschlossen; aber daß uns der Traum etwas zeige über das außer unserem Körper befindliche Wesen, das haben sie zwar geglaubt, aber das ist nicht der Fall. Denn er zeigt uns gar nichts als das, was wir sonst erlebt haben im Leibe, und unseren eigenen Leib in Sinnbildern. Also, wenn wir außerhalb unseres Leibes etwas sind, so maskiert sich das im Traume, so trägt der Traum in bezug darauf eine Maske. Wollen wir hinter unser eigenes Wesen kommen, so müssen wir dem Traume, das heißt der Seele, diese Maske denn der Traum ist diese Maske — herunternehmen können. — Bis hierher leitet uns auf einen Weg eine intimere Anschauung vom Traume. Indem ältere Seelenforscher durchaus bemerkt haben, daß der Traum schließlich nichts anderes zeigt als das, was er selbst wiederum aus der Sinneswelt nimmt, kamen ihnen natürlich auch darüber die Zweifel. Und ebensowenig wie man Sicherheit zu haben glaubte durch eine gewöhnliche, rückwärtsgewendete Selbstbeobachtung, ebensowenig war man befriedigt von dem, was die Beobachtung der Traumwelt geben konnte.
Demgegenüber tritt nun das auf, was von mir immer genannt wird die anthroposophische Weltanschauung oder anthroposophische Forschungsart. Diese stellt sich zunächst auf den Standpunkt: Wenn uns der Traum zeigt, daß wir etwas außerhalb unseres Leibes sind, so erweist er sich ja für sich zu schwach, um sein eigenes Wesen zur Anschauung, zur Offenbarung zu bringen. Um sich zu offenbaren, bedient er sich der Erinnerungsfetzen des Lebens, der Sinnbilder der eigenen Körperlichkeit. Wir müssen daher das Seelenleben verstärken, erkraften, damit wir an das herankommen, was im Seelenleben maskiert im Traume vor uns steht. Das kann man. Man kann es dadurch, daß man, wie ich in meinem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» und in anderen Schriften ausgeführt habe, mit vollem Bewußtsein durch ein systematisch-exaktes sogenanntes «meditatives» Leben den Traum nachahmt, aber ihn nicht etwa dadurch nachahmt, daß man künstlich Träume erzeugt, sondern daß man dasjenige, was aus dem Unterbewußtsein unwillkürlich im Traume heraufsteigt, mit vollem Bewußtsein in der Seele erweckt. Dazu kommt man dadurch, daß man sich gewöhnt, ebenso zu verfahren, wie der Traum unwillkürlich verfährt so zu verfahren, daß man in innerer Meditation Dinge, die man gut kennt, sinnbildlich vorstellt. Der Traum gaukelt uns sinnbildlich unsere eigene Körperlichkeit vor. Man übt sich nun da uns weder unser eigenes Inneres noch die Natur Sinnbilder gibt streng systematisch, sinnbildlich vorzustellen. So werden Vorstellungen von uns willkürlich in ein Sinnbild gebracht, wie der Traum es uns unwillkürlich vorgaukelt. Durch innere Aktivität muß es erzeugt werden, das heißt aber, es muß der Traum verstärkt werden.
Wenn wir im äußeren Leben sind, geben wir uns passiv den äußeren Beobachtungen und Wahrnehmungen hin. Dann ist die innere Tätigkeit eine schattenhafte. Jeder empfindet eigentlich, wie schattenhaft das abstrakte Vorstellen ist, wie die Gedanken hingegeben sind an die Außenwelt und dann schattenhaft verlaufen. Jeder spricht von den schattenhaften Gedanken gegenüber der konkreten Wirklichkeit. Wenn man aber dazu aufsteigt, jetzt Sinnbildliches vorzustellen, so muß man diese Sinnbilder machen. Und wenn man nun ein vollbewußter Mensch ist und kein Narr, so weiß man, daß man sie selbst macht. Man ist dann durchaus kein Träumer, sondern ein gewöhnlich Wachender, ja noch mehr als ein gewöhnlich Wachender. Dem Träumer kommen die Sinnbilder unwillkürlich, dem Wachenden die Vorstellungsbilder durch äußere Anregung. Der Wachende, der selber sich rege macht, was die Träume geben, der Sinnbilder mit aller inneren Kraft sich vor die Seele hinstellt und in voller, bewußter Besonnenheit den Traum nachahmt, der erweckt sich sozusagen zu einer höheren Denk- und Vorstellungsaktivität und damit zu einer höheren Seelenaktivität überhaupt, als man sie im gewöhnlichen Bewußtsein hat. Das muß dann aber wirklich ganz systematisch durchgeführt werden.
(GA 213, Seite 18f : aus dem Vortrag vom 15. 11.1923 von Dr. R. Steiner)

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Also wenn du nicht darüber nachdenkst was die Person machen soll. Handelt sie so wie du es dir unbewusst vorstellst. Kein eigener Wille aber sie handeln ohne das du aktiv denken musst was sie machen müssen.

Und zu dem Thema besondere Fähigkeiten im Klartraum:
Versuch es mal wie folgt. Schreib am Vorabend ein Gegenstand auf, keine Ahnung ein Schuh z.B. wenn du dann luzide bist nim einen Gegenstand in die Hand. Schließ die Augen und gehe davon aus das du nun einen Schuh in der Hand hast.
Dadurch das du davon ausgehst, dass es nun so sein wird, passt sich der Traum automatisch an.

Fliegen ist eine sehr schwere Fähigkeit, zu schweben ok das geht noch, aber beim Fliegen ist meiner Meinung nach die Größe Hürde, dass du sehr viel auf einmal siehst. Am Anfang war es für mich schwer mehr als 10-20 Meter vor mich zu schauen denk mal daran wenn du fliegst und mehrere Kilometer 360° überblickst. Das brauch Übung ;). Du könntest dir zur Hilfe ein Mantra anfertigen. Z.B. im nächsten Luziden Traum werde ich fliegen!

So nun zur Klarheit des Traumes. Ein Klartraum kann auf 2 arten enden.
1. er wird unklar und du hast mehrere trübträume danach bevor du aufwachst.
2. du wirst übermütig und machst Dinge die dich noch zu sehr anstrengen und wachst auf.

Ich brauche mittlerweile nicht mehr zwingend Reality Checks zu machen. Mir fällt etwas auf das unlogisch ist und merke das ich träume. Z.B. ich war letzte nacht in einem Zug beidem die Räder komplett komisch waren. Mein erster Gedanke: das kann so doch garnicht gehen. Versuchte das Rad zu verändern. Klappte aber nicht. Ich machte nen Realitycheck um mir (meinem Verstand) zu verdeutlichen "Hey du Träumst du kannst alles beeiglussen!" danach ging es.

Ich verändere Dinge wie folgt:
Ich Klatsche und berühre dann das Objekt und visualisiere mir wie es sich verändert. Das hab ich mir etwas aus dem Anime (full Metal Alchemist) abgeschaut mit dem klatschen aber das ist ne super Technik um eine Verwandlung einzuleiten ;)

Nachdem du ein paar Dinge im Klartraum gemacht hast, machen manche den Fehler sich auf dem Klartraum auszuruhen und zu denken "ich bin ja jetzt luzide, ich kann ja jetzt alles machen solange ich will" falsch!

Es ist wichtig sich vor augen zu führen verteilt immer wieder Realitycheck zu machen oder solche Ausrufe wie "Klarheit sofort!" zu benutzen. Wenn man keine Lust mehr auf einen Klartraum mehr hat, man merkt man verliert die Kontrolle oder es passiert was schlimmes.
Kann man den Notausgang benutzen, ich habe mir diese Technik improvisiert ausgedacht als mir mal ein Luzider Alptraum passierte, die sind ätzend xD

Mach die Augen zu. Denke daran das du jetzt Aufwachen wirst. REIß DIE AUGEN AUF!

Nun bist du wach und wirst vermutlich aufgrund des sofortigen Aufwachens die komplette Erinnerung an den Klartraum haben.

Jetzt hab ich ausführlicher geschrieben als ich wollte xD
Hoffe ich konnte dir helfen, wenn ich dir weiter helfen soll kannst du mich auch adden so kann ich dir besser helfen ;)

Viel Erfolg und klare Träume :)

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Hi. Die Fähigkeit, den Traum immer besser steuern zu können, kommt mit der Erfahrung. Das Gehirn braucht ein paar Klarträume, um sich an den Zustand zu gewöhnen.

Können in meinem Luziden Traum die Personen trotzdem noch irgendwie bestimmt handeln ohne, dass ich mir denke " Ja mach das und das"? Wisst ihr was ich meine? xD

Ja. Auch bei sehr erfahrenen Klarträumern hat der Traum noch ein Eigenleben, was auch gut ist. Sonst wäre das sau langweilig. Man kann es mit einem sehr erfahrenen Segler vergleichen: er kontrolliert auch nicht den Wind.

Und wann erkenn ich, dass ich nicht mehr klar bin? Beim aufwachen, weiß ich, dass ich zum Schluss nciht mehr klar war, aber weiß nicht wo ich abgedriftet bin.

Ich denke, dass es ein Widerspruch in sich ist. Um zu erkennen, dass man nicht mehr klar ist, müsste man klar sein. Dann wäre man aber klar. Verstehst du meinen Gedankengang?

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Das mit dem Fliegen, da gibt es ein paar Methoden, wie es funktioniert. Ein

mal kann man sich kraftvoll vom Boden abheben oder springen, das mache

ich meistens, dann kann man aber auch von etwas Hohem abspringen, wie

z.B. auf einem Stuhl oder Mauer oder so. Oder du nimmst Anlauf und hebst

vom Boden ab. Dann kann man sich auch noch vorstellen, das der Körper

ganz leicht wie eine Feder ist. Dann müsste man auch fliegen. Ich bin auch

auch schon mal von etwas Hohem abgesprungen und dann geflogen. Bin

seit 4 Jahren Klarträumer. Und das mit der Umgebung ändern, vielleicht ist

das Übungssache. Da hab ich noch keine Erfahrung mit gemacht in den

letzten 4 Jahren im Klartraum. Aber ich hatte mal einen Gegenstand

her teleportiert. Ich befand mich in einem unbekannten Ort wieder. Ich wollte

meinen Laptop, der zu Hause lag (im Klartraum). Vor mir stand ein Tisch.

Ich zeigte mit dem Finger auf den Tisch und sagte: Laptop. Nichts. 2.

Versuch. Ich sagte wieder Laptop. Geschah auch nichts. 3. Versuch.

Klappte auch nicht. Erst beim 4. Versuch klappte es und ich hab mein

Laptop von zu Hause her teleportiert. ;-) Und deine Extrafrage kann ich

leider auch nicht beantworten.

jackjack1995 ;-)

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