Frage von beschimaus, 67

Keine Lust/Motivation mehr?

Also ich bin ein mädchen und spiele schach. Ich habe irgendwie keine lust mehr darauf Turniere zu spielen und generell habe ich zurzeit keine lust mehr irgendwas zu machen. Aber alle erwarten das von mir und wenn ich jetzt aufhöre werdem meine trainer und meine mannschaft total enttäuscht sein. ich bin jetzt schon für so viele turniere angemeldet und ich schaff das alles nicht. Was soll ich machen????

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von wolfgang1956, 27

 Jeder Mensch erlebt Zeiten, in denen er/sie keine Lust oder Motivation mehr hat, seinen bzw. ihren (auch vermeintlichen) Verpflichtungen nachzukommen. Dies betrifft nicht nur das Schachspiel sondern auch andere Tätigkeiten des Alltags (aufräumen, bügeln, sauber machen, kochen, bestimmte Arbeiten beim Arbeitgeber …) :-)

Manche dieser „Beschäftigungen“ kann man aufschieben, manche lassen sich nicht aufschieben. Wenn du zu Hause nicht aufräumst und nicht sauber machst, wirst du in deiner Wohnung vermüllen!

Jede Mutter muß sich auch täglich dazu motivieren, nach ihren Kindern zu sehen, die Wohnung aufzuräumen, zu reinigen und zu kochen. Glaubst sie hat an diesen Arbeiten immer ihre Freude? Die allermeisten Mütter erledigen diese Arbeiten trotzdem mit Freude und Bravour!

Bei deinen Hobbys darfst du natürlich auch mal „kürzer treten“. Es gibt aber auch die Möglichkeit, den Trainer und den Verein zu wechseln, wenn du das Gefühl hast, dass dich im gegenwärtigen Zustand eher dein Trainer und deine VereinskollegInnen langweilen. Dann fehlt es dir in diesem Fall nicht unbedingt an Motivation sondern an „Input“.

Es gibt speziell beim Schachspiel Phasen, in denen bei einem das Gefühl entsteht, man entwickle sich persönlich nicht weiter. Auch in dieser Richtung kann die Motivation verschwinden. Ein solches Gefühl kann man zwar nicht „bekämpfen“, das entsteht ja einfach – wie auch immer! Hier solltest du dir in solchen Phasen nur nicht sagen „ich muß“ sondern „ich will“ Schach spielen!

Das Schach spielen kannst du mit dem Lernen vergleichen. Wenn du dich nicht zum Lernen motivieren kannst, wirst du im Berufsleben nur einfachere Arbeiten machen können und geringere Einkommen beziehen.

Wenn du Ärztin, Lehrerin oder Juristin werden willst, weißt du, dass
die Ausbildung nur über ein Abitur und ein entsprechendes Studium
möglich ist. Das gleiche gilt für das Schachspiel. Nur wenn du etwas
wirklich „willst“, erreichst du deine Ziele.

Weder für das Lernen (Schach spielen) selbst noch für das (sich selbst) Motivieren gibt es den ultimativen Rat. Das muss jede(r) selbst für sich alleine entscheiden. Da kann du dich einfach nur selbst motivieren und wie „der Baron Münchhausen am eigenen Haarschopf aus dem Sumpf der Unlust ziehen“. Der Wille zum Lernen bzw. Schach spielen muss einfach in dir selbst vorhanden sein. Dies gilt übrigens auch für andere Hobbys: Kicken, Musikinstrumente spielen, malen, schreiben … :-)

Kommentar von wolfgang1956 ,

Danke für die HA!

Antwort
von Turbomann, 28

@ beschimaus

Was du machen sollst?

Wenn dir das alles zu viel wird, solltest du offen mit deinem Trainer reden, auch wenn einige enttäuscht sein werden.

Es bringt keinem was, wenn du so unter Stress stehst und dir alles zu viel wird, dir am allerwenigsten.

Antwort
von Shiranam, 30

Sag es deinen Trainer.

Vielleicht könnt ihr einen Kompromiss finden, dass Du an weniger Tunieren teilnimmst, oder Du nimmst Dir ab XY eine befristete Auszeit und entscheidest danach, ob Du weitermachen willst.

Antwort
von Cowperwood, 23

Ich kenne Dein Problem, so in der Art hatte ich es seinerzeit auch. Ich war in der Jugend als Einzelspieler und mit der Mannschaft (Landesmeister) recht erfolgreich, doch irgendwann hatte ich keine Lust mehr auf Schach. Rückblickend finde ich es gut, damals damit aufgehört zu haben. Denn das Leben hat viel mehr zu bieten, als jeden Tag stundenlang auf das Brett zu starren. Blicke einfach dankbar zurück auf die schöne Zeit, die Du intensiv Schach gespielt hattest, aber lass Dich nicht von der vermeintlichen Verpflichtung weiterzumachen erdrücken. Alles hat seine Zeit, und vom Schach hast Du hoffentlich Disziplin, Vorausschauen und Kampfgeist gelernt. Das wirst Du im Leben gut brauchen. Sag Deinem Trainer und Deiner Mannschaft, was Du fühlst und denkst und mache zumindest eine Pause von dem Spielbetrieb.

Antwort
von Loris64, 11

Wir müssten wissen, wieso du die Motivation, die Lust verlierst.


Ein Beispiel: "Ich habe doch so lange trainiert, soviele taktische Übungen diszpliniert und erfolgreich gemacht..und ich mache keinen Leistungsschub nach oben." 

Soweit war ich auch einmal und habe gedacht, na ja, ich werde in Zukunft wohl nicht sehr viel bessere Resultate erreichen können, schade drum, aber ich spiele immer noch gerne Schach.Bei mir war es dann so, dass sich mein strenges Taktiktraining erst über ein Jahr später spürbar auf die Resultate auswirkte, und wie! (Übrigens genau nach einer 3monatigen Schachpause, was für ein Comeback das war, unbeschreiblich!)

Spiel die angemeldeten Teamwettbewerbe mit, bei Einzelwettbewerben kannst du dich trotz Anmeldung zurückhalten, das tut keiner Teamkameradin weh. Mach eine 3monatige Turnier- und Wettkampfpause, d.h. nicht, es ist verboten, dass du privat zB ein Buch von Capablanca ohne Zeit- und Leistungsdruck durchackern kannst. Alles nur eine bescheidene Empfehlung eines Amateurs.

Antwort
von muckel3302, 17

Ich kenne die Situation, habe früher auch im Verein gespielt, in der Mannschaft und an Schnellturnieren bzw. Wertungsturnieren teilgenommen. Doch irgendwann kam der Knick, ich habe dann quasi die Notbremse gezogen und auch aufgehört mit Nahschach , spiele nur noch gelegentlich im Internet. Ich denke du solltest eine Pause machen, wenn du meinst, dass es dir zu viel wird, denn unter Belastung spielt man auch weniger gut Schach, der Kopf muss frei sein. Es gibt eben auch wichtigere Sachen als Schach, deine Vereinskollegen / Mannschaftskollegen werden das sicherlich verstehen.

Antwort
von MariusMM2, 7

Wenn du keine Lust mehr darauf hast ist es vielleicht an der Zeit sich etwas anderes zu suchen.

Antwort
von AllesklarXD, 24

Ich empfehle dir weiterzumachen. Es gibt immer diese Momente wo man überhaupt keine Lust hat irgendwas zu machen aber dies sind nicht für immer.

Antwort
von umitcan9999, 23

Es ist deine. Entscheidung

Kommentar von beschimaus ,

wie soll ich zum Beispiel meiner trainerin sagen das ich bei einem Turnier am Samstag nicht mitmachen möchte?

Kommentar von umitcan9999 ,

mach das Turnier einfach und sag danach das du nichtmehr spielen willst dann kann sie rechtzeitig falls sie dich vorher angemeldet hat absagen

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