Frage von Linamagihn, 91

Kann man das in einer Bewerbung so schreiben, da es sich ja um einen Kirchlichen Beruf handelt?

Hi, ich bin gerade beim Bewerbung schreiben und hab folgendes bist jetzt geschrieben ->

Mit sehr großem Interesse habe ich ihr Ausbildungsangebot gelesen, was mir von der Bundesagentur für Arbeit zugeschickt wurde. Da ich außerdem dem römisch – katholischen Glauben angehöre und mein Wunsch es ist Mediengestalterin Digital und Print – Gestaltung u. Technik zu werden, wäre es toll für mich diese beiden Dinge zu Verbinden.
Deshalb bewerbe ich mich für den Ausbildungsplatz als Mediengestalterin Digital u. Print – Gestaltung und Technik.

Was haltet ihr davon ob das geht? was könnte ich besser bzw, was sollte ich um schreiben?

Danke für Antworten :)

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von nachdenklich30, 29

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bewerbe mich an den Ausbildungsplatz als Mediengestalterin Digital und Print - Gestaltung und Technik.

Mit sehr großem Interesse habe ich ihr Ausbildungsangebot gelesen.
Im Rahmen meiner bisherigen Schulausbildung habe ich mich sowohl für künstlerische Fächer interessiert, in denen ich mit Formen und Farben umgehen konnte. Gleichzeitig haben mir auch die technischen Fächer Spaß gemacht. Mit dieser Ausbildung kann ich beides verbinden.

Ich wünsche mir einen Beruf, in dem ich kreativ tätig sein kann, in dem ich aber auch mit Menschen zu tun habe, auf deren Wünsche ich eingehen und sie umsetzen kann.

Über die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch würde ich mich freuen.

Mit freundlichen Grüßen

P.S. Es wäre hilfreich, wenn die Aussagen in diesem Anschreiben durch gute Zensuren in den passenden Fächern passen würden.

Der Personalchef muss mit Deiner Bewrbung etwas anfangen können. Sie muss ihn ansprechen. Was Deine Konfession mit Deinem Job zu tun hat, versteht er nicht und legt die Bewerbung beiseite.
Wenn Dich der Job wirklich interessiert: Wie könntest Du die Bewerbung optisch so gestalten, dass es Dein Interesse unterstreicht?

Lass sie auf jeden Fall von kompetenten Menschen gegenlesen, damit _alle_ Komma- und Rechtschreibfehler verschwinden. Und altertümliche Worte wie "welcher" solltest Du auf jeden Fall vermeiden, aber auch allzu umgangssprachliche Formulierungen ("_was_ mir von der ...")
Außerdem ist es blöde, wenn Du die Firma drauf stößt, dass Du nicht durch eigene Recherche, sondern durch das Arbeitsamt auf die Anzeige gekommen bist.

Falls Du beim Arbeitsamt einen entsprechenden Test gemacht hast, bei dem Du gemerkt hast, dass dies genau Dein Beruf ist, könntest Du das einfügen:

Ich habe mir die Wahl meines Ausbildugserues nicht leicht gemacht. Durch die Beratung beim Arbeitsamt hat sich ergeben, dass der Beruf der Mediengestalterin am besten zu meinen Fähigkeiten und Interessen passt.

So ungefähr würde ich das machen. Aber der Text muss zu _Dir_ passen.

Wenn der Arbeitgeber eine christliche Medienanstalt wäre, könnte es Sinn machen, auf Deine Konfession hinzuweisen, wenn Du etwa in der kirchlichen Jugendarbeit tätig warst und dort vielleicht sogar bei Einladungen oder Plakaten tätig warst (und die vielleicht sogar als Arbeitsprobe beilegen kannst). Wenn nicht, dann würde ich es weg lassen.

Viel Glück!
Und frag im Zweifel nur Leute, die wirklich Ahnung von Bewerbungen haben :-)

Kommentar von nachdenklich30 ,

Mist! "... bewerbe mich _auf_ den Ausbildungsplatz..." Nobody is perfect... Sorry.
Man sollte _jede_ Bewerbung doppelt gegenlesen lassen: Einerseits auf Rechtschreibung,  andererseits auf Ausdruck. Und man sollte sie nicht sofort abschicken, sondern nach zwei Tagen noch mal anschauen... Dann merkt man oft selber, was man noch alles verbockt hat.

Darum sollte man auch nicht bis zum letzten Tag mit seiner Bewerbung warten, sondern sie schon vorher fertig haben und vor dem Absenden noch mal mit etwas Abstand selber kontrollieren.

Antwort
von rotreginak02, 24

Hallo Linamagihn,

ich gehe mal davon aus, dass du dich bei einem kirchlichen/ katholischen Arbeitgeber im Bereich Mediengestaltung bewerben möchtest und dir klar ist, dass der Beruf an sich nicht "Kirchlich" ist...

Zu deiner Frage:
NEIN, die Bewerbung solltest du so auf keinen Fall schreiben, wenn du damit Erfolg haben möchtest.

Die Besonderheit einer Bewerbung bei einer kirchlichen Einrichtung liegt darin, die Konfessionszugehörigkeit sowohl im Lebenslauf als auch im Anschreiben zu erwähnen, aber es reicht nicht, im Anschreiben lediglich auf die Zugehörigkeit zu verweisen. Dort solltest du gezielt deinen Bezug zur Kirche erläutern. Zum Beispiel so:
Seit .... engagiere ich mich in der katholischen Kirchengemeinde XY als Jugendbetreuerin...
Oder: Da ich seit meiner Kindheit ein sehr gläubiger Mensch bin, habe ich das bischöfliche Gymnasium in XY besucht und dort mein Abitur abgelegt.

Die Besonderheit einer Bewerbung im Bereich Mediengestaltung liegt darin, dass die Gestaltung deiner Bewerbung bereits eine gestalterische Arbeitsprobe ist. Daher solltest du hier unbedingt Arbeitsproben beifügen, z.B. einen von dir gestalteten Flyer, Bröschüre oder Ähnliches.

In eine gute Bewerbung musst du viel Zeit investieren, besonders dann, wenn du noch sehr ungeübt bist. Da hier anscheinend auch einige Antworter ungeübt mit zeitgemäßen Formulierungen in Bewerbungsanschreiben sind, rate ich dir, diese Seite mit wirklich guten Tipps zu Gemüte zu führen:

http://karrierebibel.de/anschreiben-einstieg-einleitungssatz/

Es macht nämlich auch keinen Sinn, wenn ein oder zwei Sätze halbwegs korrekt formuliert sind, diese aber nicht zum Rest passen und Aufbau, Grammatik, Struktur und Inhalt schlecht oder nur durchschnittlich sind. 

Um eine Stelle zu bekommen, muss man besser als die Mitbewerber sein und  daher sich besondere Mühe bei der Bewerbung machen.... die "karrierebibel" liefert dir die Basis, dann musst du selber formulieren, was zu dir passt.
Auch sollte aus dem Anschreiben klar hervorgehen, dass du dich über den Beruf gut informiert hast, und warum du geeignet bist. Der "Wunsch" allein ist kein Argument, werde konkret...hier ein paar Ideen dazu:

http://www.ausbildungspark.com/bewerbung/ausbildung-mediengestalter-mediengestal...

Wenn du ein neues Anschreiben verfasst hast, dann kannst du es gerne mal hier komplett und anonymisiert einstellen, denn nur dann kann man dir wirklich gute Tipps und Verbesserungsvorschläge machen.

P.S.:
Ein paar "No-Gos" sind:
> "Sehr geehrte Damen und Herren" [man nennt den Ansprechpartner, den man über die Homepage oder per Anruf erfragen kann]
> "hiermit bewerbe ich mich.."
> Konjunktive wie "hätte, würde, könnte"      usw.

Ich wünsch dir viel Erfolg!

Kommentar von nachdenklich30 ,

Wobei es durchaus auch "Firmen" gibt, in denen nicht ein Ausbildungsleiter alleine einstellt, sondern ein Gremium damit befasst ist. Und die kann man dann nicht alle einzeln anreden.
Ob das hier der Fall ist, kann ich allerdings nicht beurteilen.

Kommentar von rotreginak02 ,

@nachdenklich30: das ist schon klar, dass es bei den meisten Jobs mehrere Entscheider gibt.
Dennoch gibt es immer einen oder mehrere Ansprechpartner, die für den Bewerbungsprozess zuständig sind, und die kann man meist dem Stellenangebot oder der Homepage entnehmen, z.B. "wenn Sie weitere Fragen haben, steht Ihnen Frau X zur Verfügung" ..
Oder falls nicht, sollte man sich die Mühe machen, den Ansprechpartner telefonisch zu erfragen...denn damit hat man bereits einen Bonuspunkt gegenüber den Mitbewerbern, die "Sehr geehrte Damen und Herren" schreiben. 

Antwort
von J6X22M, 45

Hallo Linamagihn,

Mein Vorschlag mit Korrektur wäre:


"Mit sehr großem Interesse habe ich Ihr Ausbildungsangebot gelesen, welches
mir von der Bundesagentur für Arbeit zugeschickt worden ist. Da ich außerdem
dem römisch – katholischen Glauben angehöre und es zu meinem Wunsch gehört, Mediengestalterin in Digital und Print – Gestaltung und Technik zu werden, würde ich mich sehr freuen, diese beiden Dinge verbinden zu können. Deshalb bewerbe ich mich hiermit für den Ausbildungsplatz als Mediengestalterin Digital und Print – Gestaltung und Technik."

Grüße J6X22M


Antwort
von muschmuschiii, 47

Der Begriff "toll" gehört nicht in ein Bewerbungsschreiben!

Kommentar von Linamagihn ,

Ok, dankeschön

Antwort
von Wilkinson, 6

Wenn es sich um ein kirchliches Unternehmen handelt, dann kannst Du Deine Konfession dazuschreiben. Ansonsten eher nicht, da es eher irrelevant ist. Ungeachtet dessen gehören persönliche Angaben, somit auch die Konfession, in einen Lebenslauf. Aber nicht in ein Bewerbungsschreiben als Solches. Wie meine Vorredner schon vermerkten, das Wort "toll" mag zwar umgangssprachlich gebräuchlich sein, passt aber mMn. nicht in ein Bewerbungsschreiben. Ich wünsche Dir viel Glück bei Deiner Stellensuche!

Antwort
von Michipo245, 31

Mit sehr großem Interesse habe ich Ihr Ausbildungsangebot welches mir von der Bundesagentur für Arbeit zugeschickt wurde gelesen.

Da ich dem römisch-katholischen Glauben angehöre und es mein Wunsch ist Mediengestalterin...usw...zu werden, wäre es toll diese beiden Dinge miteinander zu verbinden.

So würde ich es umformulieren

Kommentar von J6X22M ,

Vorsicht, Nebensätze werden einem Komma jeweils davor und danach als solche gekennzeichnet, ebenso ist ein Infinitiv-Satz vorhanden.

"Mit sehr großem Interesse habe ich Ihr Ausbildungsangebot, welches mir von der Bundesagentur für Arbeit zugeschickt wurde, gelesen.

Da ich dem römisch-katholischen Glauben angehöre und es mein Wunsch ist, Mediengestalterin, ...usw...zu werden, wäre es toll, diese beiden Dinge miteinander zu verbinden."

Grüße J6X22M

Antwort
von Christel5, 25

Das was Du mitteilst ist verständlich und geeignet für den Job.

"toll" ist sprachgemäß, nur in Bewerbungsschreiben möglicherweise besser besetzt mit:

"ist es ein Berufswunsch von mir, diese Interessen und Fähigkeiten einzusetzen. Gerne würde ich in einer römisch-katholischen Einrichtung arbeiten, da ich selbst der Konfession angehöre und Ideen mitbringen würde, in der Öffentlichkeitsarbeit mitzuwirken".

Ein Bewerbungsschreiben ist nicht so einfach. Was haben wir damals in der neunten Klasse gepaukt. Um Formulierungen gerungen.

Aber Du musst wissen, ob die Schreibformulierung zu Dir passt.

Viel Glück, Linamagihn.

Expertenantwort
von Setna, Community-Experte für Bewerbung, 18

Kann man das in einer Bewerbung so schreiben, da es sich ja um einen Kirchlichen Beruf handelt?

Inwieweit ist Mediengestalterin Digital und Print – Gestaltung u. Technik ein kirchlicher Beruf?

Ich stehe irgendwie auf dem Schlauch. 

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