Frage von brownies8, 99

Kann man auch ohne triftigen Grund "kein Familienmensch" sein?

Sind alle Menschen, die mit Familie nicht viel am Hut haben, irgendwie von ihrer Familie verletzt oder vom Charakter so unterschiedlich, dass es absolut nicht zusammenpasst und ähnliches oder gibt es auch welche, die ein in jeglicher Form normales Verhältnis zu ihrer Familie haben und denen die Familie trotzdem ziemlich egal ist?

Expertenantwort
von rotesand, Community-Experte für Kleidung, Auto, Mode, Schule, 64

Ja, es gibt auch Menschen, die trotz einem normalen/guten Verhältnis zu ihrer Familie keinen Wert drauf legen bzw. kein Interesse an Familie, Beziehungen usw. haben!

Man nennt solche Leute "Eigenbrötler". Die sind sich selbst der beste Kumpel, brauchen keine großartige Gesellschaft und sind am zufriedensten, wenn sie einfach allein ihre eigenen Wege gehen können! Ich finde das nicht weiter schlimm.

Schöne Weihnachten :)

Kommentar von brownies8 ,

Und gibt es das auch, einzig und allein auf die Familie bezogen, aber nicht auf Freundschaft? Das heißt, kein Interesse an Familie, aber man legt hohen Wert auf seine Freunde?

Kommentar von rotesand ,

So einen Fall kenne ich sogar aus meinem weiteren Umfeld. Die Person legt viel Wert auf intensive Freundschaften, die tlw. seit ca. 30 Jahren gepflegt werden, hat aber nur sehr sporadischen Kontakt zu Eltern und sonstigen Verwandten, wobei keinerlei Probleme bestehen.. die waren nie schlecht zu ihm, dazu steht er auch.

Kommt aber eig. nur wenn es "ein Muss" ist z.B. an Geburtstagen oder an Weihnachten aber auch dann muss der Mann sich massiv überwinden. Für Freunde macht er aber alles!

Expertenantwort
von Majumate, Community-Experte für Liebe, 43

Hallo, 

es gibt Menschen, die - aus welchen Gründen auch immer - nicht mit ihrer Familie zusammen passen oder wo Dinge vorgefallen sind, die einen von der Familie abspalten.  

Wenn man jedoch ein gutes Verhältnis hat, dann ist einem die Familie nicht egal. Es kann vorkommen, dass man Freunde prioritär anders ansiedelt, aber es führt einen dennoch immer wieder auf irgendeine Art und Weise zur Familie zurück. 

Wenn man seine Kinder liebt, gibt man ihnen Wurzeln  (Familie) und verleiht ihnen gleichzeitig Flügel. Die Wurzeln werden an Wichtigkeit nie verlieren, auch wenn man andere Dinge darüber priorisiert. 

Ich hatte ein hervorragendes Verhältnis zu meiner Mutter, verbrachte aber auch lieber Zeit mit Freunden und meinem Partner. Als sie an Krebs erkrankte habe ich aber sofort alles stehen und liegen lassen, wenn sie mich anrief und Hilfe brauchte. Dann merkt man seine Wurzeln und besinnt sich wieder darauf. 

Schöne Weihnachtsfeiertage. 

Lg 

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