Frage von pumuckl456, 281

Kann ich kurz vor der Konfirmation noch austreten(mehrere Fragen dazu)?

Hallo, das ist meine erste Frage hier auf GF, deshalb kurz zu mir: Ich bin 14 Jahre alt und weiblich. Nun zu meiner Frage... Meine Konfirmation wäre Ende April. Da ich noch nicht getauft bin, steht die Taufe ein paar Wochen vorher auch noch an. Letztes Jahr fing der Konfiunterricht an. Ich hatte da eine Phase, in der ich Gott und alles drumherum total spannend und überzeugend fand. Im Laufe der Zeit als Konfirmandin habe ich allerdings gemerkt, dass ich nicht an Gott glaube und auch nie daran geglaubt habe. Religion ist für mich absurd. Meine Eltern sind überzeugt von Taufe und Konfirmation. Als ich ihnen gebeichtet habe, dass ich gerade daran zweifle, mich konfirmieren und taufen zu lassen, waren sie erschüttert. Sie meinten, um mich davon doch wieder zu überzeugen, die Konfirmation bringe viel Geld und außerdem seien die Gäste schon fast alle zur Feier geladen. Mir geht es übrigens nicht um Geld und Geschenke. Ich akzeptiere den Glauben, auch wenn ich ihn für schwachsinnig halte, und deshalb will ich eine Konfirmation oder Taufe nicht für Geld ausnutzen. Ich bin mir fast komplett sicher. mich nicht konfirmieren zu lassen. Aber was ist mit der Taufe? Meine Eltern finden die Taufe wichtig, denn wenn ihnen mal was passieren sollte, wäre ich bei den zuverlässigen Taufpaten gut aufgehoben. Gibt es da keine andere Möglichkeit? Was passiert dann, wenn meinen Eltern etwas zustoßen sollte und ich woanders hin muss? Und kann ich zur Not dem Pfarrer sagen, dass ich nur getauft werden will und nicht konfirmiert? Oder ist das auch blöd? Kann ich jetzt überhaupt noch aus dem Konfirmandenunterricht austreten? Sorry für den langen Text und danke fürs Lesen Pumuckl456

Antwort
von Hoppel500, 58

Hallo,

Meiner Meinung nach ist das deine eigene Entscheidung, wenn du dir deiner Sache wirklich sicher bist, lass es lieber, als wenn du das dann dein Leben lang bereust und wenn deine Eltern das unbedingt wollen, dass du konfirmiert wirst, sag am besten, dass du Religionsmündig bist, das bist du nämlich mit 14 also können sie dich nicht dazu zwingen. Ich finde es zwar traurig, dass du Gott und der Religion den Rücken zuwendest, andererseits finde ich es gut, dass du dich nicht konfirmieren lässt wegen dem Geld oder der Feier, denn das würde an wahrscheinlich auch bereuen, da man sich dann irgendwie schlecht fühlt, glaube ich. Das mit der Taufe, ja also mit 14 hat man keine Taufpaten mehr. Da man das völlig selber entscheiden an, ob man getauft werden will und die Taufpaten sagen ja nur stellvertretend ja zu deiner Taufe. Also bringt das auch nichts dich taufen zu lassen, wenn Du das nicht willst. Und dich taufen zu lassen, wenn du noch die Möglichkeit hast dich konfirmieren zu lassen, bringt das auch nichts, denn die Konfirmation ist ja eigentlich die Bestätigung der Taufe, und eine Taufe ohne Konfirmation ist erst sinnvoll wenn du erwachsen bist, dann würdest du nämlich so eine Art Crash Kurs machen und dann wirst du getauft, also bringt das nur Taufen lassen eigentlich nicht, also Religiös gesehen. Und die Sache mit den Taufpaten habe ich ja schon erklärt.
Ich hatte genau das gegenteilige Problem, meine Eltern waren eher gegen den Konfi-Unterricht ich werde jetzt im Mai konfirmiert, und ich habe sie auch überredet. Du schaffst das Sicher und wenn du ihnen klar machst, dass das wirklich nichts für dich ist, dann müssen sie das halt verstehen.

Ich hoffe ich konnte dir helfen
LG Hoppel500

Antwort
von ThomasJNewton, 124

Irgendwann musst du mal lernen, eigene Entscheidungen zu treffen. Und dich darin auch nicht verunsichern zu lassen.

Sonst geht das immer so weiter, du schleppst den falschen Freund an, erziehst deine Kinder viel zu nachsichtig usw.
Und wenn deine Eltern etwas ruhiger geworden sind, hat dein Mann die Rolle des ewigen Ratgebers übernommen, oder die Schwiegermuttter.

Natürlich solltest du dir Argumente anderer in Ruhe anhören, auch wenn es die Eltern sind. Aber wenn du es nicht einsiehst, siehst du es halt nicht ein.
Dann machst du vielleicht mal Fehler, und damit meine ich nicht die Tauf-/Konfirmationsfrage.
Aber jeder macht Fehler, und jeder muss seine eigenen Fehler machen.

Dann redet ihr ein paar Jahre später nochmal über das Thema, du du gestehst: Mama/Papa, in dem Punkt hattest du ausnahmsweise mal Recht.

Und das Argument "wenn uns was zustößt" ist nun wirklich nicht überzeugend. Hast du keine Freunde, die auch Eltern haben oder sind? Hast du keine sonstigen Verwandten? Du wirst schon nicht betteln gehen müssen.

Und wenn jemand dein Pate werden will, dich aber in der Not im Stich lässt, der macht das im Zweifel egal ob du getauft bist.

Antwort
von Flo834, 155

Soweit ich weiß, kannst du jederzeit "abspringen", auch noch drei Tage vorher. Dich nur taufen lassen könntest du auch, obwohl ich das nicht gerade sinnvoll finde, wenn du eigentlich gar nicht glaubst. Aber keine Sorge, deine Eltern können festlegen, zu welchen Leuten du kommen sollst, auch ganz ohne Taufe, es muss halt nur mit eben diesen abgesprochen sein. Die haben wahrscheinlich nur krampfhaft nach "Argumenten" gesucht, dass du's doch machst.

Antwort
von Whitekliffs, 64

Warum bist du denn noch nicht getauft? Oder besser gesagt, warum finden deine Eltern Taufe plötzlich wichtig?

Antwort
von iknowplaces, 91

Ich kann dir sagen, dass du auf jeden Fall aus der Konfirmation austreten kannst. Sogar noch an dem Tag der Konfirmation. Da wird dir die Frage gestellt, ob du Gott dein Leben lang lieben willst etc. und dann sagst du einfach nein. Aber vorher geht bestimmt auch

Antwort
von Ryuuk, 119

Du kannst jederzeit austreten. Ein Trip zum Amt und ein bisschen Papierkram reichen meistens.

Die einfachste Lösung jetzt wäre es die Konfirmation einfach durchzuziehen und irgendwann später auszutreten. Bis du Kirchensteuer zahlen musst, verlierst du ja nichts dabei.

Antwort
von Fabispike, 144

An deiner Stelle würde ich mich Konformieren lassen und dann noch Paar jahre warten, zu not kannst du ja immernoch später austreten wenn du es wirklich willst, jetzt könntest du eh deine Eltern bisschem Glücklich machen MFG Fabian

Antwort
von Viktor1, 107

Auf keinen Fall taufen lassen. Daß Taufpaten sich deiner annehmen wenn du mal in Not bist ist Unsinn - hier auf jeden Fall.
Etwas anderes irritiert mich. Ich denke  das ganze betrifft dich garnicht, du bringst hier nur ein Fall-Beispiel , willst ein bisschen Unterhaltung.
Deswegen:

Meine Eltern finden die Taufe wichtig,

Das kann nicht sein, da deine Eltern dich sonst hätten taufen lassen, bald nach der Geburt - ohne deine Zustimmung.

Du willst uns doch hier nicht "vorführen" ?

Kommentar von ThomasJNewton ,

Das kann man doch alles nie wissen, oder nie alles wissen.

Ich wurde zu einer Zeit getauft, als das gar nicht in Frage gestellt werden konnte, zumindest nicht in meinen Kreisen.

Und ich weiß, dass mich die meisten meiner Verwandten aufgenommen hätten, wäre meinen Eltern was "zugestoßen". "Zur Not" sogar alle. Zu der Zeit hatte ich auch noch eine Oma.

Trotzdem war es auf eine gewisse Art prägend. Und erst grad jetzt wird mir bewusst, dass beide Paten angeheiratete Tante bzw. Onkel waren. Oder es wird mir wieder bewusst, oder die reine Tatsache.

Mit meiner Patentante bin ich nie recht warm geworden, das waren Pflichtbesuche, so schön wie eine Zahnwurzelbehandlung. Aber mein Patenonkel hat mir etwas unglaublich wertvolles mitgegeben. Er war sehr sehr lange der einzige, der mir je gesagt hat, dass ich zu ihm kommen könne/solle, wenn ich Sorgen habe.

Ich hab das nie wahrgenommen, und er ist auch recht früh gestorben, da wa ich Anfang 20. Das wichtigste war, dass ich erkannte, dass man sowas sagen kann. Dass man von Mensch zu Mensch sprechen kann, und nicht nur über Themen.

Manchmal prüfe ich, wer fragt, antwotet oder kommentiert. Wenn ich einen Verdacht habe. Und sicher nicht, wenn ich einen Namen kenne. Oft erspare ich mir die Mühe. Und noch öfter lesen mehr Menschen mit, als sich melden.

Da schreib ich lieber 10 Minuten als 10 Minuten zu forschen. Im Zweifel dann eben für andere, die ich nie kennenlerne.

Der Teilsatz dass man sowas sagen kann ist raus. Also was soll der Geiz? Wenn der Fragesteller den noch nicht kannte, oder wenn du ihn noch nicht kanntest, ist die Richtung klar.

Drohungen zählen nicht mehr, aus 2 möglichen Gründen:

  • Weil die Menschlichkeit da ist
  • Weil die Menschlichkeit fehlt

Und diese Feststellung treffe ich ohne Zitate aus Schriften, obohl ich einige kenne.

Intellektualität ist ein nettes Hobby, aber unwichtig. Mein Patenonkel war anders, menschlich. Oder vielleicht war er sogar ein Intellektueller, und hat es nie raushängen lassen. Oder ich war damals zu orientierungslos, um solche Fragen überhaupt zu stellen. Anfang 20 war ich bei seiner Beerdigung, nicht als wir uns zuletzt gesehen haben.

Welche Religion stellt denn soche Fragen? Die es nicht tun, gehören in den gelben Sack.

Kommentar von Viktor1 ,

Was willst mir mit all dem (und deiner Biografie) eigentlich sagen ?

Kommentar von ThomasJNewton ,

Dass Denken keine Regeln braucht, sondern sie erschafft.

Und dass Ratschläge häufig Schläge sind.

Wo du weißt, oder zu wissen glaubst, vermute ich nur.

Und wenn du nicht erkennst, was ich sagen will, was sollte eine Gegenantwort daran ändern?

Kommentar von Viktor1 ,
Und wenn du nicht erkennst, was ich sagen will,
was sollte eine Gegenantwort daran ändern?

nichts, denn selbstgefälliges Geschwafel  hilft Niemandem.

Antwort
von flunra39, 97

Apropos: Bei Taufpaten gut aufgehoben sein - =

Heute haben alle  Famangehörigren immer auch die Möglichkeit,Dir zu helfen, sollte es mal notwendig sein, wqas wir alle nicht hoffen, dass es eintirtt.

Sogar die meisten Pfarrer würden dir weiterhelfen und vemitteln an die richtigen Stellen (Inobhutnahme/ Jugendamt/ Beratung/ Jugendheime uv.a.m.)

Deshalb solltest du auf Taufe weiterhin keinen Wert legen, was offensichtlich eine von den Kirchen eingeführte Selbst-Verpflichtung/"Mitgliedserklärung " ist und bleibt.   Der Austritt aus der Kirche bleibt dir dann erspart, d.h. der Weg zum Amtsgericht, wo man das erledigt.

PS: Viele Menschen haben  eine Beziehung zu  "Gott", der dann dabei keine Kirchenmitgliedschaft als Voraussetzung fordert, weil er dann ggfs. ALLE Menschen liebt.... Das bleibt immer Deine Enschdeidung, ob du an einen Gott glaubst oder nicht gglauben kannst .

Antwort
von omikron, 93

Sollte deinen Eltern etwas zustoßen, übernimmt das Jugendamt die Fürsorgepflicht für dich - die Paten haben gar nichts zu melden, es sei denn sie bekämen das Sorgerecht für dich übertragen. Sich taufen zu lassen, um Paten zu haben, geht völlig am Sinn von Taufe vorbei.

Ja, du kannst dich taufen lassen ohne konfirmiert zu werden.

Im Alter von 14 Jahren zum Glauben zu finden halte ich für ein gewagtes Unternehmen. Da ist man mit allem Möglichen beschäftigt, aber nicht mit Gott, und man findet in der Regel in dem Alter auch nicht zu einem Glauben. Warte ein paar Jahre und mach dann nochmal einen neuen Anlauf.

Antwort
von Gambler2000, 73

Dein Taufpate bekommt nicht das Sorgerecht für dich, wenn deinen Eltern etwas zustößt. Und wieso bist du dir nur fast sicher, dich nicht konfirmieren zu lassen, wenn du doch, laut deiner Frage, dich so eindeutig für eine Atheistin hältst?

Antwort
von Yiugana, 137

Also ich wurde als Baby getauft, bin zur Konfirmanden Zeit so oft in die Kirche bis mein Büchlein voll war, an meiner Konfirmation nochmal und seither niewieder! Du hast keinerlei Verpflichtungen oder so aber bekommst Geld und Geschenke zur Konfirmation! Da du dich eh taufen lassen willst kannst des doch voll durchziehen! Taufen solltest dich schon lassen! Wenn du stirbst bekommst du sonst keine aussegnung, da deine Eltern gläubig sind dürfte es sehr wichtig für sie sein das du eine Aussegnung erhältst!

Du kannst ja später wieder austreten! Aber dann bist getauft und hast Kommunionsgeld kassiert XD

Antwort
von comhb3mpqy, 66

Es ist gut, dass du dich nicht wegen dem Geld Taufen lassen willst. Ich bin selber Christ, Gründe, warum ich Christ bin und an Gott glaube findest du auf meinem Profil. Was hast du denn für Fragen/ was verstehst du nicht? Frag das doch mal den Pfarrer oder frag mich einfach, vielleicht kann ich helfen.

Antwort
von Patchouli, 150

Das ist eine sehr persönliche Entscheidung, die du nur DEINETWEGEN treffen solltest. Ich finde es scheinheilig zur Taufe und Konfirmation zu gehen ohne davon überzeugt zu sein. Du zeigst da viel mehr Reife als deine Eltern. Lass dich nicht unter Druck setzen!

Antwort
von HirnvomHimmel, 152

Ja, Du kannst jederzeit austreten und auch Taufe / Konfi brauchst Du, auch wenn Du drin bleibst, nur machen, wenn Du selbst es willst. Die Gäste sollest Du natürlich rechtzeitig ausladen.

Und falls deinen Eltern etwas zustößt, kannst Du mit deinen Verwandten auch privatrechtlich eine Patenschaft vereinabren (am besten notariell). Dazu brauchst Du keine Taufe und keine Konfi.

Antwort
von flunra39, 60

du solltestso ehrlih mit dir undden Anderen weiterhin  umgehen wie bisher.

Und das heißt: Melde dich von Konfi ab, du bist dazu berechtigt: 14 Jahre = Religionsmündigkeit.

Deine Elternwerden es verkraften, sie legen offensichtlich viel Wert auf äußeres Ansehen usw, vor Anderen.Du hast aber einen festeren Standpubkt, der ernsthafter ist.

Vertritt das weiterhin, dir wird es damit lebenszeitlich besser gehen, wei du nicht gegen dein Gewissen etwas getan hast.

Sei stolz auf deine Entscheidung,du bist ehrlich.

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